Ist Religion eine Lüge?

  • Eine im thread Religiöser Fanatismus gestellte Frage verdient vielleicht einen eigenen thread:


    Religion zu haben, gehört zum Menschen.
    Zu lügen, auch sich selbst zu belügen angesichts der eigenen Begrenztheit und Schwäche, ist menschlich.


    Ist Religion deshalb eine Lüge?

    Einmal editiert, zuletzt von Firecreek ()

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    Zu lügen, auch sich selbst zu belügen angesichts der eigenen Begrenztheit und Schwäche ist menschlich.


    Ist Religion deshalb eine Lüge?


    Ich wuerde es nur dann als Lüge bezeichnen, wenn man gezwungen wird sich einer Religionszugehoerigkeit zu bekennen. Diese Art von Zwang kann vielseitig sein. Das fehlen von Anerkennung und Respekt sind Zeichen von solchen Druckmittel. Es gibt Glaubensgemeinschaften die Atheisten den Tieren gleichstellen. Fuer die ist ein Atheist asocial und womoeglich noch drogensuechtig. Es gibt auch andere Formen von Gewalt die solchen Menschen angetan werden, nicht nur psychologische. Religion deshalb aber als "Lüge" zu betitteln finde ich persoenlich denen gegenueber , die Religion "freiwillig" leben, respektlos. Allen anderen die "unfreiwillig" um Anerkennung und Respekt in der Gemeinschaft zu ernten, sich der Religion bekennen, wissen selber , wie sie diese "Misery" bezeichnen wollen. Ich will da niemandem etwas auf die Zunge legen.

    5 Mal editiert, zuletzt von family ()

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    Ist Religion deshalb eine Lüge?


    Aus meiner Sicht ist Religion ein verzerren des Glaubens.


    DIE Religion setze ich nicht gleich mit DEM Glaube. Da sie für mich nur ein Ãœberbau des Glaubens ist. Innerhalb einer Religion gibt es immer individuelle Auslegungen und Ansichten. Die einen nehmen ihr BUCH wörtlich, andere legen es aus. Religion per se als Lüge zu identifizieren ist deshalb gar nicht möglich. Lügner innerhalb einer Religion gibt es natürlich. Für mich sind das diejenigen, die Religion als ganzes fundamental und/oder radikal auslegen, andere diskriminieren, sie als "nicht würdig" betrachten oder eben in Gänze ablehnen. Diese lügen sich selbst und ihren Folgern so die Hucke voll, dass es weh tut.


    mfg

  • Wie oft soll ich das noch sagen * Religion * ist was für extrem Leichtgläubige Menschen .
    Die eine Religion auch schnell , unkompliziert ausbeuten kann.
    Von Menschen die sich nicht selber als eigener Mensch kennen und helfen können , und ihr Seelen Heil und Sorgen im Religiösen Dogma suchen .
    ( Schwerer Fehler wie ich meine )


    Sollen sie nur tun , machen und buckeln vor solchen * Scheinheiligen Misanthropen Popen * , wie das aussieht braucht man nur der ganz breiten * Religions -Blutspur * der Historie , bis zum heutigen Tag folgen mit aber Millionen Toten und widerliche / grausame Tötungs / Folter Exzesse im Namen von weiß ich was .


    Na dann ,, alles Seelenheil oder was ?


    BB

  • Eine im thread Religiöser Fanatismus gestellte Frage verdient vielleicht einen eigenen thread:


    Religion zu haben, gehört zum Menschen.
    Zu lügen, auch sich selbst zu belügen angesichts der eigenen Begrenztheit und Schwäche, ist menschlich.


    Ist Religion deshalb eine Lüge?


    Deswegen allein nicht.


    Menschen haben genügend Gelegenheit zu unterschiedlichsten Anlässen zu lügen, müssen das aber nicht. In der Politik, so ein von mir hier oft gebrauchtes Statement, wird m.E. gelogen, dass sich die Balgen biegen und umsonst wird Politik nicht als Hure beschimpft. Dabei müsste das nicht sein - Poiltik muss genauswenig wie Religion mit Lügen verbunden sein.


    Allerdings zeigen Religion und Politik einige Gemeinsamkeiten bezogen auf Umstände,
    die zur Lüge bewegen können.:


    Grundsätzlich wird in beiden Bereichen viel geglaubt und geredet, es werden also Sachverhalte bzw. Aussagen behauptet, deren Aussagegahlt unwahr sein kann (aber nicht muss). Selbst im Fall der Unwahrheit muss das noch keine Lüge sein, denn sowie ich en Begriff "Lüge" verstehe, geht der von einem Vorsatz beim die Unwahrheit sagen aus: Jemand sagt etwas,# von dem er zum Zeitpunkt dieser Aussage weiß, dass es nicht stimmt.


    (Merkel hat z.B. gelogen, als sie 2013 behautete von der NSA -Affaire nichts gewusst zu haben, denn zu dem Zeitpunkt, den sie da meinte, war sie unterrichtet. Ach als Merkel behauptete es würde mit den Amis ein "No Spy" Abkommen geben, war ds eine Lüge, weil zu dem Zeitpunkt ihrer Aussage (Spätsommer 2013) die Amerikaner verbidlich erklärt hatten, sie würden ein solches Abkommen nicht unterzeichnen.)


    In der Religion werden zunächst Aussagen getätigt, die schwer oder unmmöglich beweisen bzw. wiederlegt werden können. Ob es z.B. einen Gott gibt oder nicht, kann mit menchlichem Ermenssen nicht geprüft werden, das ist eine Glaubensache. Wer an einen Gott glaubt und so davon spricht, als ob es diesen gäbe, lügt m.E. nicht, weil er ja nicht wider besseren Wissen reden kann (und vermutlich nicht will).


    Probematisch wird es, wenn die Gluabensinhalte als einzige Wahrheit dragestellt werden, die es zu glauben gilt bzw. diese als Gewißheit gehandelt werden sollen. Solch eine intolerate Einstellung will dann meist abweichende Meinungen als Unwahrheit behaupten. Das hat mit Wahrheitsfindung bzw. einem Bemühen um eine glaubhaft versuchte wahre Rede nichts zu tun. We behauptet, er wüsste etwas, was er aber nur glauben kann (darf), überzieht es mit seiner Aussage. das ist dann noch keine Lüge, aber dass dann schnell abweichende Aussagen als Lüge behandet werden sollen weist auf das eigentliche Probem: Die Intoleranz.

    2 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Eine im thread Religiöser Fanatismus gestellte Frage verdient vielleicht einen eigenen thread:


    Religion zu haben, gehört zum Menschen.
    Zu lügen, auch sich selbst zu belügen angesichts der eigenen Begrenztheit und Schwäche, ist menschlich.


    Ist Religion deshalb eine Lüge?

    Menschen jeder Entwicklungsstufe sind sich ihrer Schwäche und ihrem Ausgeliefertsein an Unverstandenes bewusst. Daraus entsteht der Glaube an beeinflussbare höhere Mächte, zu deren Geneigheit allerorten unterschiedliche Rituale nötig sind. Glaubt eine menschliche Gemeinschaft an dieselbe Art von Mächten und folgt denselben Ritualen, ist eine Religion entstanden.


    So hat jede Religion das Verhältnis des Menschen zu angeblichen übernatürlichen Mächten zum Inhalt. Jeder Religion ist zu eigen, diesen Inhalt als einzige Wahrheit anzunehmen, obwohl kein Mensch und keine Glaubensgemeinschaft jemals die Wahrheit ihres Religionsinhalts auch nur ansatzweise hat beweisen können. Glaube ist nicht beweisbar. Deshalb ist die allen Religionen immanente Behauptung, ihr Inhalt sei die einzige Wahrheit, eine Lüge.


    Blieben die Religiösen bei ihrem Credo -, das in der christlichen Kirche immerhin (allerdings unbeachtet) nur "Ich glaube" heißt -, dann wäre es keine Lüge. Eine Lüge ist es in dem Moment, in dem man nicht "ich glaube" sagt, sondern diesen Glauben als Wissen, als Wahrheit ausgibt.


    (Die Wahrheitsbehauptung führt oft genug dazu, dass für den Glauben einer Gemeinschaft, die Religion, das Schwert gezückt wird, weil man nicht nur selbst glaubt, sondern sich anmaßt, für "die Wahrheit" kämpfen zu müssen, ohne sie wirklich kennen zu können.)

  • [quote='family','http://politopia.de.w018f524.kasserver.com/forum/index.php?thread/&postID=822130#post822130']Ich wuerde es nur dann als Lüge bezeichnen, wenn man gezwungen wird sich einer Religionszugehoerigkeit zu bekennen. Diese Art von Zwang kann vielseitig sein. Das fehlen von Anerkennung und Respekt sind Zeichen von solchen Druckmittel. .........../QUOTE]


    Darum ist es Erprssung, wenn man ein Baby tauft und dann zu den Gläubigen zählt, zusätzlich wird die Taufe als unauflöslich erklärt.


    Wo ist denn der Mensch frei?


    MfG. Rainer

  • .................Religion zu haben, gehört zum Menschen.....................


    Nein, nicht unbedingt, zudem ist Religion nur eine Erscheinungsform von Ideologie. Menschen können auch gut ohne Religion leben, allerdings fehlen ihnen dann die Tröstungen und Rechtfertigungen, die ihre Handlungen in die Verantwortlichkeit eines Gottes überführen lassen.


    Ideologien sind für den Zusammenhalt der Gesellschaft notwendig, es gibt auch keine ideologiefreien Räume. Solange sich Ideologie an der wissenschaftlichen Erkenntnis orientiert, sich auf dem Stand des gesellschaftlich vorhandenem Wissen bewegt, ist sie nit verlogen und keine Lüge. Wenn sie sich mit dem Erkenntnisprozeß weiterentwickelt, dient sie der gesellschaftlichen Entwicklung und somit dem Wohl der Menschen. Wenn sie, wie die meisten Religionen, auf einem Dogma verharrt, wenn sogar die religiöse Tradition des innewohnenden ursprünglichen Humanismus verfälscht wird, wird sie zur komplexen Lüge und dient einzig als Herrschaftsinstrument zur Massenmanipulation und zur Unterdrückung der Andersdenkenden. Grüsse vom grauen kater

  • Man muss zwischen Glaeubigentaufe und Kindertaufe unterscheiden.

    Einmal editiert, zuletzt von Firecreek () aus folgendem Grund: zitat wurde gelöscht, da es falsch zugeordnet war.

  • Gläubigentaufe ist für Jugendliche/ Erwachsene und gleichzeitig ein Glaubensbekenntnis. Kein Religiöser meint mit einer Kindertaufe ein Kleinkind gläubig zu machen.


    Im allgemeinen nennt man Menschen die so etwas erzählen Phantasten.


    MfG. Rainer

  • Religion wurde in der Steinzeit gebraucht um das WIR vom Familienclan auf eine größere Gemeinschaft zu erweitern, was notwendig ist, wenn eine Gesellschaft größere Projekte stemmen will als eine Hütte zu bauen und das tägliche Ãœberleben der Familien zu sichern. Ob es Wahrheit oder Lüge war, war egal, denn es erfüllte seinen Zweck die jeweilige Gesellschaft bedeutender, reicher und wehrhafter zu machen. Religion trug also zum Ãœberleben dieser Gesellschaft bei. Heutige Gesellschaften würden für das WIR keine Religionen mehr brauchen, aber sie erfüllt diesen Zweck nach wie vor und nach wie vor führt die Frage nach der Wahrheit dabei in die Irre. Es geht um das WIR und DIE ANDEREN.

  • Religion wurde in der Steinzeit gebraucht um das WIR vom Familienclan auf eine größere Gemeinschaft zu erweitern, was notwendig ist, wenn eine Gesellschaft größere Projekte stemmen will als eine Hütte zu bauen und das tägliche Ãœberleben der Familien zu sichern. Ob es Wahrheit oder Lüge war, war egal, denn es erfüllte seinen Zweck die jeweilige Gesellschaft bedeutender, reicher und wehrhafter zu machen. Religion trug also zum Ãœberleben dieser Gesellschaft bei. Heutige Gesellschaften würden für das WIR keine Religionen mehr brauchen, aber sie erfüllt diesen Zweck nach wie vor und nach wie vor führt die Frage nach der Wahrheit dabei in die Irre. Es geht um das WIR und DIE ANDEREN.

    Vielleicht irre ich mich, aber in diesem thread wird die Frage nach der Wahrheit gar nicht gestellt.

  • Vielleicht irre ich mich, aber in diesem thread wird die Frage nach der Wahrheit gar nicht gestellt.


    Ich habe es auch eher als eine logische Frage verstanden. Also es geht schon um Wahrheit (Aussagenwahrheit), aber nicht um die Wahrheiten oder Lügen einer Religion.

  • Ich habe es auch eher als eine logische Frage verstanden. Also es geht schon um Wahrheit (Aussagenwahrheit), aber nicht um die Wahrheiten oder Lügen einer Religion.

    Eben. so habe ich es auch verstanden, und das habe ich auch mit "Religion ist eine Lüge" gemeint.

  • Religion wurde in der Steinzeit gebraucht um das WIR vom Familienclan auf eine größere Gemeinschaft zu erweitern, was notwendig ist, wenn eine Gesellschaft größere Projekte stemmen will als eine Hütte zu bauen und das tägliche Ãœberleben der Familien zu sichern. .......................... Es geht um das WIR und DIE ANDEREN.


    So ist es! Wir, die wir den richtigen Glauben, die richtige Ideologie haben, haben damit von Gott das Recht erhalten, als "Gottes auserwähltes Volk" über die anderen Völker zu herrschen, sie uns untertan zu machen! Wer wollte da etwas gegen sagen können! "Deus lo vult!" So konnten drei monotheistische Religionen behaupten, ihr Gott sei der einzig wahre Gott und sie das einzig auserwählte Gottesvolk!
    Nur haben die Muslime nach anfänglichen Erfolg es versäumt, ihre militärischen und ökonomischen Strukturen analog zu den westlichen Gesellschaften weiterzuentwickeln, woraus ihre heutige Lage resultiert, die zugleich noch durch ihre internen Rivalitäten erheblich geschwächt wird. Gegen eine geeinte Umma könnte auch der Westen nichts ausrichten.

    Einmal editiert, zuletzt von grauer kater ()

  • Wenn wir Glück haben , dann landen demnächst ein paar Aliens hier auf Erden die Lichtjahre durch Raum und Zeit geflogen sind und nie auf ihrer langen Reise ein übernatürliches Wesen Namens Gott usw getroffen haben .


    Wenn Aliens hier landen würden wären die Religionen schlagartig mit ihrem Latein am ende und werden zu dem was sie immer waren , nichts anderes als eine Märchen Truppe mit brutalem Hintergrund .
    Die sich seit Tausenden von Jahren von dem leichtgläubigen Volk für Mumpitz alimentieren lassen .


    BB

    Einmal editiert, zuletzt von BON BOX ()

  • Mit der Religion ist es noch nicht zu Ende, wird sie doch jetzt gezielt eingesetzt.
    Ein US Hersteller bietet nun ein neues Sturmfeuergewehr namens Cruzader an in welches ein Bibelspruch eingraviert wird.
    Man verspricht sich davon dass islamistische Terroristen dieses Gewehr nicht in die Hand nehmen werden.