Kein einziger DAX-Konzern in den neuen Bundesländern

  • Nicht alles, was technisch denkbar oder auch möglich ist, überzeugt am Ende die betriebswirtschaftlichen Controller… und gerade ein junges Unternehmen kann beim ersten Projekt nicht unbedingt so sehr aus dem Vollen schöpfen, wie eines, das seit Jahrzehnten den Markt seines Kerngeschäfts dominiert.


    Kater hat eigentlich nur geschildert was nach seiner Ansicht möglich wäre.


    Lass mich raten. Du würdest wohl eine Bleikonstruktion empfehlen, ...... dass das Luftschiff ja auf dem Boden bleibt.

  • […] Deine Rechnung mit Energieaufwand zur Fertigung passt hinten und vorne nicht. […]

    Schau Dir, das ist immer recht lehrreich, den Rohbau eines Luftschiff-Gerüsts an. Und glaub mir: Das wird man auch in 50 Jahre nicht aus Kohlefaser bauen, egal welche konstruktiven Vorteile das hätte, und zwar, weil sich's nicht rechnet. Das ist auch der Grund, weswegen man eigentlich nur noch "Blimps" einsetzt, also recht kleine aufblasbare Hüllen, die als surrender Werbeträger mal für ein Viertelstündchen in die Luft gehen, damit ein paar Leute nach oben schauen, aber keinen verkehrstechnischen Zweck erfüllen. Und keine Transportaufgaben leisten.

  • Zitat


    Nicht alles, was technisch denkbar oder auch möglich ist, überzeugt am Ende die betriebswirtschaftlichen Controller… und gerade ein junges Unternehmen kann beim ersten Projekt nicht unbedingt so sehr aus dem Vollen schöpfen, wie eines, das seit Jahrzehnten den Markt seines Kerngeschäfts dominiert.


    was für ein sinfreies geschwurbel.
    oder ist das bereits das rückzugsgefecht?


    rekapitulieren wir also: es ging um machbarkeit. die wurde bestritten.
    nun scheint die munition verschossen, also kommt jetzt der neue spin ins spiel und es wird weiter ausgewichen und so getan, als ob irgendein wissen hinter den leeren phrasen steckt - einmal mehr. und das ganz nur, um wenigstens ein krümelchen recht zu behalten. dir ist doch die diskussionskultur wichtig. so ein trash-verhalten gehört unbedingt auf die nogo-seite der +/-liste. wie wäre es also, wenn du mal bei dir sebst anfängst? vllt. mal mit echten und verifizierbaren inhalten aufwartest?


    diese wissensvortäuschungen haben den thread gleich von anfang an auf die abwege der unschönen elequenzsimulation geführt und du warst nicht unwesentlich beteiligt. denk mal darüber nach.

  • Schau Dir, das ist immer recht lehrreich, den Rohbau eines Luftschiff-Gerüsts an. Und glaub mir: Das wird man auch in 50 Jahre nicht aus Kohlefaser bauen, egal welche konstruktiven Vorteile das hätte, und zwar, weil sich's nicht rechnet.


    Auch nicht in 50 Jahren? Und das weist Du? Kohlefaserstoffe werden immer und grösseren Mengen produziert und somit immer billiger. Aber schön das du Preise vorhersagen kannst, und das für 50 Jahre. Du bist ein Genie. Wie hoch ist der Ölpreis in 3 Monaten, z.B.? Hier ist ein Genie erforderlich, Experten werden sich nicht einig.

  • was für ein sin[n]freies geschwurbel […]

    Ich wette, es würde der Mehrheit der Politopier besser gefallen, wenn auch Deine Beiträge bisweilen ein wenig Themenbezug zeigten… also: Wirtschaft u. Unternehmen in den neuen Bundesländern - es gibt immerhin eine Auflistung der 100 größten Unternehmen Mitteldeutschlands, womit die Fläche der ehem. DDR gemeint ist. Ich hatte in einem früheren Beitrag bereits darauf hingewiesen, dass es sich überwiegend um regionale Versorgungsunternehmen oder selbstständige Tochterunternehmen größerer Konzerne handelt. Die Frage ist also, was unternommen werden könnte, um die ökonomische Eigenständigkeit mitteldeutscher Standorte zu stärken. Dazu ist nicht die Neugründung eines "DAX-Konzerns" nötig - aber eine tragfähige Geschäftsidee, die von den bestehenden Unternehmen auf dem Gebiet der alten Bundesländer bislang vernachlässigt wurde. Unübersehbar ist auch, dass es ein gewisses Kultpotential "ostalgisch" verklärter Markennamen gibt - jedoch wiederum nicht stark genug, dass ein Relaunch mehr als nur einen kurzen Kaufanreiz auslöst. (Den Markennamen einer Politurpaste hatte ein anderer Forist bereits in einem neuen Thread zum Gesprächsgegenstand erhoben, dort allerdings im Zusammenhang mit der Tatsache, dass sich ein Comedy-Duo dieses Namens bedient; die Polierpaste indes gilt als legendär genug, dass ihre wiederaufgenommene Produktion im Manufaktum-Katalog zu finden ist)

  • Stein des Anstosses war eigentlich ein Schwerlastluftschiff aus Ostdeutschland. Was ist daran OT? Ich finde den Gedanken gut und für umsetzbar, falls man das nötige Startkapital hat. Wenn man natürlich die Last mit Seilen und Haken, die reissen könnten, befestigen will wird das nichts. Du bist immer bemüht dir Dinge aus den Fingern zu saugen um Neuerungen unmöglich zu machen.

  • Stein des Anstosses war eigentlich ein Schwerlastluftschiff aus Ostdeutschland. Was ist daran OT?

    Zunächst einmal nichts - aber der Cargolifter ist Geschichte - und jetzt lang genug in diesem Thread thematisiert worden, zumal sich an einer gewissen Anzahl der hiesigen Beiträge zeigt, dass am Thema selbst kein oder wenig Interesse zu bestehen scheint…

  • Bei mir war die Rede von superleichten Karbonfaserkonstruktionen, ergänzt durch hochfeste Schaummetalle, die sich am Knochenaufbau der Vögel orientieren. Im übrigen dürfte die Hülle konstruktiv das größte Problem darstellen.


    Das ist völlig egal.
    EinLuftschiff braucht nun einmal Volumen und zwar viel, schon für die Nettolast. Und die verlängerte Tropfenförmigen ist ziemlich ideal für Luftwiderstand und Richtungsstabilitaet,wenn der Vorteil des Schwebend nicht aufgegeben werden soll, kann man nur begrenzt auf Auftirb durch Dynamik setzen.
    Die Tragstruktur des Zeppelin NT besteht bereits aus Kohlefaser.
    Extreme Formen sind Schwachsinn, weil Winde aus allen Richtungen kommen können und weil bei größerer Ausdehnung die Belastungen groesser werden. Zeppeline taugen nur für Spezialaufgaben, wie Tourismus, wegen der Aussicht und bei Beherrscung der technischen Problematik auch für Schwerlasttransporte.


    Gruss
    Verbalwalze

  • Sollte der Cargolifter nicht genau dafür eingesetzt werden?

    Der Cargolifter war eine Art Geldsammelmaschine, wo "Investoren" und Fördermittelverwaltern der Bau eines "materiellen Wertes" vorgegaukelt werden sollte - nachdem der "Neue Markt" mit all seinen "Visionen" ja gescheitert war… verkauft wurden im Prinzip nur Computeranimationen, wie das heutzutage halt im Geschäftsleben üblich zu sein scheint. Erstaunlich genug können die "Macher" des Cargolifters, kaum dass die Firma insolvent ist, eine neue Gesellschaft gründen und eine neue Blase als Geschäftsmodell vorstellen…

  • Sollte der Cargolifter nicht genau dafür eingesetzt werden?


    Sollte er, aber das mit der Technik hat eben zumindest wirtschaftlich nicht geklappt.
    Ein Problem ist nämlich genau die Windempfindlichkeit. Wäre ja elegant, z.B. eine Windturbinen von oben aufzusetzen. Ist aber weniger elegant, wenn es dann verweht wird.
    Wetter abhängig mit ist kein Ausweis von Zuverlässigkeit und Windturbinen werden z.B. genau da aufgestellt wo es windig ist.


    Gruss
    Verbalwalze

  • Sollte er, aber das mit der Technik hat eben zumindest wirtschaftlich nicht geklappt.
    Ein Problem ist nämlich genau die Windempfindlichkeit. Wäre ja elegant, z.B. eine Windturbinen von oben aufzusetzen. Ist aber weniger elegant, wenn es dann verweht wird.........................GrussVerbalwalze


    Es war die durchgängige Finanzierung des Projekts, die nicht gesichert wurde und zusätzlich ein schlechtes Management mit zu wenig Ideen, woraus die Pleite resultierte. Und Windturbinen können auch mittels Hubschrauber oder Krantechnologie nur bei fast Windstille montiert werden, weil das eben mm-Arbeit ist, bei der man die Monteure und Besatzungen nicht in Lebensgefahr bringen möchte.

  • […] Windturbinen können auch mittels Hubschrauber oder Krantechnologie nur bei fast Windstille montiert werden, weil das eben mm-Arbeit ist, bei der man die Monteure und Besatzungen nicht in Lebensgefahr bringen möchte.

    Toll - und was folgt daraus? Doch wohl: Dass der Cargolifter bei weit höherem Einstandspreis keinerlei Vorteile gegenüber Hubschrauber oder Kran besessen hätte, was wiederum darauf schließen lässt, dass kaum jemand das Ding im Bedarfsfall gemietet hätte.

  • Toll - und was folgt daraus? Doch wohl: Dass der Cargolifter bei weit höherem Einstandspreis keinerlei Vorteile gegenüber Hubschrauber oder Kran besessen hätte, was wiederum darauf schließen lässt, dass kaum jemand das Ding im Bedarfsfall gemietet hätte.


    Der Cargolifter oder besser überhaupt Luftschiffe der heute möglichen Technologie waren kaum dafür gedacht, die Gondeln von Windturbinen auf die Türme zu setzen, sondern längere Transporte entsprechender Güter zu gewährleisten, die anders nur mit erheblichen Aufwand realisierbar wären. Man hat weltweit kein Straßennetz, wie in Europa oder Nordamerika! Und entsprechende Straßen kosten Milliarden von Euro, die Spezialtransportfahrzeuge sind auch keineswegs billig. Hinzu kommen die Brücken und Engen, die man hinsichtlich Tragkraft oder Durchlässigkeit beachten muss, was Schwerlasttransporte zu einem extrem kostspieligen Unternehmen werden lässt. In der Luft ist Platz genug. Und Luftschiffe können punktgenau die Last anliefern. Dagegen sind Hubschrauber entsprechender Tragfähigkeit technisch gar nicht realisierbar.

  • […] längere Transporte entsprechender Güter zu gewährleisten, die anders nur mit erheblichen Aufwand realisierbar wären. Man hat weltweit kein Straßennetz, wie in Europa oder Nordamerika […]

    Und schon frage ich mich, was der Transport extrem schwerlastigen Geräts in straßenmäßig (infrastrukturell) wenig erschlossenes Gebiet sollte? Ein größere Industrieanlage in unwegsamem Gelände hätte ja Probleme, Mitarbeiter zu finden, ihr Rohmaterial angeliefert zu bekommen oder die fertigproduzierte Ware abholen zu lassen… Industrieansiedlungen, größere Bauvorhaben usw. finden für gewöhnlich an Orten statt, die verkehrsmäßig irgendwie erreichbar sind. Wenn nicht auf der Straße, dann auf dem Seeweg.

  • Und schon frage ich mich, was der Transport extrem schwerlastigen Geräts in straßenmäßig (infrastrukturell) wenig erschlossenes Gebiet sollte? Ein größere Industrieanlage in unwegsamem Gelände hätte ja Probleme, Mitarbeiter zu finden, ihr Rohmaterial angeliefert zu bekommen oder die fertigproduzierte Ware abholen zu lassen… Industrieansiedlungen, größere Bauvorhaben usw. finden für gewöhnlich an Orten statt, die verkehrsmäßig irgendwie erreichbar sind. Wenn nicht auf der Straße, dann auf dem Seeweg.


    Grins
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ice_Road_Truckers


    Das ist nur ein Beispiel, es gibt derlei Transportbedürfnisse weltweit. Und wenn man sich in dieser Serie mal anschaut, wie hoch die Kosten für die Herstellung und Wartung des Fahrwegs, und die Menge an abgesoffenen, in Schneewehen und sonstigen Hindernissen liegen gebliebenen Trucks inkl. Bergung berücksichtigt, würden Schwerlasttransporte per Luft durchaus Sinn machen.

  • Grins […]

    Lol. Eine Fernsehserie (oder genauer: Deren wikipädische Erwähnung) ist als Argument natürlich unschlagbar… übrigens: Wenn Du (oder der Cargolifter-Geschäftsführer) diese Ice Road Truckers arbeitslos gemacht hat - wo liegt dann der Vorteil? Als erstes würde es ohnehin einen Haufen internationaler Proteste hageln, ausgerechnet das Geschäftsmodell eines Unternehmens, das den Inuit gehört und als finanzielle Absicherung dient, zu schädigen…

  • Der Cargolifter oder besser überhaupt Luftschiffe der heute möglichen Technologie waren kaum dafür gedacht, die Gondeln von Windturbinen auf die Türme zu setzen, sondern längere Transporte entsprechender Güter zu gewährleisten, die anders nur mit erheblichen Aufwand realisierbar wären. Man hat weltweit kein Straßennetz, wie in Europa oder Nordamerika! Und entsprechende Straßen kosten Milliarden von Euro, die Spezialtransportfahrzeuge sind auch keineswegs billig. Hinzu kommen die Brücken und Engen, die man hinsichtlich Tragkraft oder Durchlässigkeit beachten muss, was Schwerlasttransporte zu einem extrem kostspieligen Unternehmen werden lässt. In der Luft ist Platz genug. Und Luftschiffe können punktgenau die Last anliefern. Dagegen sind Hubschrauber entsprechender Tragfähigkeit technisch gar nicht realisierbar.


    Luftschiffe, die diese Aufgaben erledigen könnten waren auch nicht wirtschaftlich realisierbar.


    Wir sprechen hier ausschließlich von Frachten, die nicht von Standard-LKWs bewältigt werden können, ansonsten ist Lufttransport ziemlich teuer. Also so etwas wie eine Turbinensatz, Pressmaschine oder ähnliches, dass man dann, am Fertigungsort komplett montieren könnte und von oben abstellen, z.B. durch ein nicht fertig gestelltes Hallendach.
    Davon gibt es nicht besonders viele, das reichte niemals für einen DAX-Konzern, selbst wenn es funktioniert.


    Und ich finde es ausgesprochen unfair, hier "unfähiges Management" zu ziehen, bei technischen Durchbruchsprojekten mit neuartigen Anwendungsfällen gibt es große technische und wirtschaftliche Risiken und die meisten scheitern. Aber es muss trotzdem versucht werden, man muss nur irgendwann den Stöpsel rausziehen, wenn absehbar wird, dass es (jetzt) noch nicht reicht. Am Anfang sollte man den Skeptikern weniger Raum geben, je weiter man kommt (mit dem Geldausgeben nicht der Lösung), aber mehr.


    Gruß
    Verbalwalze

  • Und schon frage ich mich, was der Transport extrem schwerlastigen Geräts in straßenmäßig (infrastrukturell) wenig erschlossenes Gebiet sollte? Ein größere Industrieanlage in unwegsamem Gelände hätte ja Probleme, Mitarbeiter zu finden, ihr Rohmaterial angeliefert zu bekommen oder die fertigproduzierte Ware abholen zu lassen… Industrieansiedlungen, größere Bauvorhaben usw. finden für gewöhnlich an Orten statt, die verkehrsmäßig irgendwie erreichbar sind. Wenn nicht auf der Straße, dann auf dem Seeweg.


    Wer sagt Dir denn, dass das Gebiet, wo man eine neue Industrie aufbauen möchte, nicht erschlossen ist und nicht schon hunderte Spezialisten vor Ort sind, die außergewöhnliche Chancen wahrnehmen? Ob allerdings die Wege dahin schon vorhanden sind, oder ob es sich lohnt, sie überhaupt zu bauen, weil eben die Produkte auf anderen Wegen den Markt erreichen??? Schon mal in Sibirien gewesen??? Oder in der Sahara etc.???