Erfüllen die Medien noch Ihre ureigensten Aufgaben?

  • Die aktuelle Konzertkritik zum Auftritt Nick Masons in der Laeiszhalle in Hamburg des Hamburger Nachrichtenmagazins Der SPIEGEL, scheint doch immerhin sorgfältig geschrieben zu sein; im Gegensatz dazu dichtet die Hamburger Morgenpost die Mitwirkung Syd Barretts beim seit späteren Album "The Dark Side of the Moon" in die Bandgeschichte…
    Die Idee, das Frühwerk Pink Floyds nochmals auf die Bühne zu bringen, freut die Altfans - und die Aufführenden sind mit jenen Songs sowieso aufgewachsen bzw. dadurch angeregt worden, selbst ein Instrument zu spielen zu erlernen.

  • Nun, wie schon hier erwähnt wurde gibt es im Schnitt fast 2 Tötungsdelikte in Deutschland. Und die werden nicht alle in den Hauptnachrichten erwähnt, nur in Fällen von besonderem Interesse. Dass eine bestimmte Klientel natürlich für jeden Fall, in dem ein Nichtarier Täter ist ein besonderes Interesse bejaht ist nicht verwunderlich.
    Gut, wenn sich die ÖR nicht vor diesen Karren spannen lassen.

    Darauf möchte ich mal zurückkommen: Ich halte es für blauäugig von Redakteuren, zu glauben, dass die Herkunft von nicht-europäischen Tätern nicht von anderer Seite fleißig kommuniziert wird. Genau diese Art von gutgemeinter, aber naiver Zurückhaltung hat ja das Wort von der "Lügenpresse" kreiert. Die Medien müssen sich daran gewöhnen, dass sie keine Informationshoheit mehr haben und einen Weg finden, den Anteil der Aufreger-Tötungen an der Gesamtmenge unauffällig (!) deutlicher zu machen.

  • ............. gibt es im Schnitt fast 2 Tötungsdelikte in Deutschland,......... in dem ein Nichtarier Täter ist ..........................


    Gibt es die pro Tag/pro Woche/pro Monat/ oder Jahr??? Zudem, wer ist in Deutschland "Arier" ??? Flüchtlinge aus Russland, Iran, Pakistan, Indien oder Sri Lanka??? Die wenigsten Deutschen sind Arier, das sollte wohl nach der verheerenden Rassismuspraxis im III. Reich geläufig sein.

  • Gibt es die pro Tag/pro Woche/pro Monat/ oder Jahr? […]

    Sinnvoll ist's, auch die weiter zurückliegenden Beiträge, etwa diesen, zur Kenntnis zu nehmen. Und was Diogenes2100 ansprechen wollte, ist eher das Problem, dass neuerdings so gern bemängelt wird oder gar einen Shitstorm nach sich zieht, wenn bei Meldungen über Straftaten nicht die Nationalität oder das Herkunftsland des Tatverdächtigen die Schlagzeilen beherrschen…


    Nur ist das eben nebensächlich, denn die Tat ist verwerflich, wenn sie vorsätzlich verübt wurde, bzw. bedauerlich, wenn sie aus Fahrlässigkeit oder im Affekt geschehen ist.

  • Sinnvoll ist's, auch die weiter zurückliegenden Beiträge, etwa diesen, zur Kenntnis zu nehmen. .....


    Man kann erwarten, dass in einem Beitrag die Bezugsgröße angeführt wird, auch der Begriff "Nichtarier" ist in diesem Zusammenhang fehldeutbar. Darauf wollte ich hinweisen, denn die Beiträge von Freund Diogenes finden mehrheitlich meinen Beifall.

  • Derzeit erfüllen sie ihre Aufgaben zur neutralen und weitgehenden umfassenden Information wohl kaum. Zudem wird tendentiell berichtet, werden einseitige Wertungen verbreitet. Beste Beispiele sind die Berichterstattung zu Russland, zum Ukrainekonflikt, zum Krieg im Yemen, zu Iran und isbesondere zum Nahostkonflikt, wo völlig abwegig die zionistischen Positionen der Israel-Lobbies und die Hasbara Propaganda des iraelischen Regimes verbreitet wird. Selbst WIKIPEDIA konnte jetzt nachgewiesen werden, dass es Fake-News verbreitet und seine angebliche Rolle als Lexikonersatz umfassend nicht erfüllt.

  • […] Selbst WIKIPEDIA konnte jetzt nachgewiesen werden, dass es Fake-News verbreitet und seine angebliche Rolle als Lexikonersatz umfassend nicht erfüllt.

    Die Wikipedia verbreitet gar keine News, sondern zitiert allenfalls aus Nachrichtenquellen, die dann auch in den Fußnoten und Quellennachweisen aufgelistet sind.

  • Die Wikipedia verbreitet gar keine News, sondern zitiert allenfalls aus Nachrichtenquellen, die dann auch in den Fußnoten und Quellennachweisen aufgelistet sind.


    Dann schreibe ich halt: massive Fehlinformationen, Geschichtsklitterung und offensichtliche Lügen zu historischen Ereignissen.

  • Die aktuelle Konzertkritik zum Auftritt Nick Masons in der Laeiszhalle in Hamburg des Hamburger Nachrichtenmagazins Der SPIEGEL, scheint doch immerhin sorgfältig geschrieben zu sein; im Gegensatz dazu dichtet die Hamburger Morgenpost die Mitwirkung Syd Barretts beim seit späteren Album "The Dark Side of the Moon" in die Bandgeschichte…
    Die Idee, das Frühwerk Pink Floyds nochmals auf die Bühne zu bringen, freut die Altfans - und die Aufführenden sind mit jenen Songs sowieso aufgewachsen bzw. dadurch angeregt worden, selbst ein Instrument zu spielen zu erlernen.



    Und was genau hat diese Betrachtung mit dem Fred-Thema zu tun?
    Welche Aufgabe der Medien ist es denn, die hier erfüllt, oder nicht erfüllt wurde? Und warum, wo ist die Begründung der Einschätzung, bezüglich der Medien?


    Mir kommt der Erlebnisbericht des Autoren ein wenig deplatziert vor (wie auch der Beitrag in diesem Fred), wie der beflissene Versuch eines Nerds, Shakespeare erklärend zu rezensieren und betont wohlwollend zu goutieren, ohne selbst die Befähigung zu besitzen, sich in die Geschichte fallen zu lassen, oder sie im Zeitgeist einordnen und im Kontext bewerten zu können; eine statische, lieb- und leblose Beschreibung, damit das diametrale Gegenteil dessen, worüber geurteilt wurde, dabei aber sehr bemüht, einen guten, gebildeten und verständigen Eindruck hinterlassen zu wollen.
    Woran erinnert mich das nur...? :thinking-020::nixda::winken:


    Nachtrag: Jedenfalls nicht an ein Problem, das ich zwingend in einen Zusammenhang mit den Medien stellen würde...;)

    2 Mal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: Nachtrag

  • Derzeit erfüllen sie ihre Aufgaben zur neutralen und weitgehenden umfassenden Information wohl kaum. Zudem wird tendentiell berichtet, werden einseitige Wertungen verbreitet. Beste Beispiele sind die Berichterstattung zu Russland, zum Ukrainekonflikt, zum Krieg im Yemen, zu Iran und isbesondere zum Nahostkonflikt, wo völlig abwegig die zionistischen Positionen der Israel-Lobbies und die Hasbara Propaganda des iraelischen Regimes verbreitet wird. Selbst WIKIPEDIA konnte jetzt nachgewiesen werden, dass es Fake-News verbreitet und seine angebliche Rolle als Lexikonersatz umfassend nicht erfüllt.


    Das Konzept kannst Du nicht verstehen, die Medien sollen nicht neutral sein, sondern frei.
    Es darf nämlich keine Stelle geben, die die objektive Wahrheit festlegt.


    Gruß
    Verbalwalze

  • ... die Medien sollen nicht neutral sein, sondern frei....


    Wobei ich zumindest für den Bereich der öffentlich-rechtlichen Sender inkl. deren Internetauftritte leise Zweifel anmelde. Die nächste Einschränkung im Bereich der privaten sind dann die Besitzverhältnisse - zumindest die Verleger sind frei, die abhängig beschäftigten Redakteure und Journalisten schon wieder nicht so ganz.
    Wes Brot ich ess ....

  • Wobei ich zumindest für den Bereich der öffentlich-rechtlichen Sender inkl. deren Internetauftritte leise Zweifel anmelde. Die nächste Einschränkung im Bereich der privaten sind dann die Besitzverhältnisse - zumindest die Verleger sind frei, die abhängig beschäftigten Redakteure und Journalisten schon wieder nicht so ganz.
    Wes Brot ich ess ....


    Die öffentlich rechtlichen nehmen offensichtlich eine Sonderstellung ein. Man muss sie z. B. bezahlen, auch wenn man sie nicht nutzt. Die Redaktionslinien der Politmagazine sind zum Teil arg scharf ..
    Und Du sollst dahin gehen, wo Dir das Brot schmeckt, im Printsektor vermisse ich nichts, da ist das ganze Spektrum abgedeckt.


    Gruß
    Verbalwalze

  • […]


    Wes Brot ich ess ....


    Damit stecken aber auch die "Privaten" in einer selbst gewählten Falle, denn sie sind unmittelbar vom Wohlwollen der Werbewirtschaft und damit mittelbar vom Wohlwollen derer Auftraggeber abhängig.


    Kritische und nachhaltige Auseinandersetzung mit der Nahrungs- und Konsumgüterindustrie? Bei den "Privaten" Fehlanzeige.


    Kritische und nachhaltige Auseinandersetzung mit der Finanzindustrie? Bei den "Privaten" Fehlanzeige.


    Kritische und nachhaltige Auseinandersetzung mit den Parteien, insbesondere den extremen? Bei den "Privaten" Fehlanzeige.


    Welches Unternehmen will seine Geschäftsgrundlage durch dasselbe Medium in Frage gestellt sehen, über das es auch Werbung verbreitet?


    Wenn jemand immer wieder beharrlich die "Öffentlichen" angeht, dann hat er deren Schwächung oder Ausschaltung zum Ziel, damit das Wirken der Schattenreiche abseits des öffentlichen Einblicks unbeobachtet bleibt. Das passt zu den psychischen und physischen Angriffen der Extremen auf Journalisten und Journalismus.

  • Damit stecken aber auch die "Privaten" in einer selbst gewählten Falle, denn sie sind unmittelbar vom Wohlwollen der Werbewirtschaft und damit mittelbar vom Wohlwollen derer Auftraggeber abhängig.


    Das ist sicher richtig beobachtet, aber so sehr viel besser sieht das bei den "seriöseren" Medien auch nicht aus.


    Wenn jemand immer wieder beharrlich die "Öffentlichen" angeht, dann hat er deren Schwächung oder Ausschaltung zum Ziel, damit das Wirken der Schattenreiche abseits des öffentlichen Einblicks unbeobachtet bleibt. Das passt zu den psychischen und physischen Angriffen der Extremen auf Journalisten und Journalismus.


    Die "Öffentlichen" bieten leider genügend Anlass für Kritik,
    deren Schwächung sehe ich als größtenteils selbstverschuldet-

  • Bitte sage doch, woher korrekte Informationen Deiner Meinung nach heutzutage kommen.


    Gute Frage, die zwar nicht an mich gerichtet ist, auf die ich dennoch eine "Antwort" zu finden versuche.Die von grauer Kater genannten Beispiele Iran, Jemen und der Israel-Palaestinakonflikt und last not least der Ukrainekonflikt werden in den deutschen Mainstreammedien "lueckenhaft" bedient.
    Ich wuenschte mehr Independent - Journalisten des Formats des Briten Robert Fisk, ueber dessen Arbeit in deutschen Medien kaum je etwas zu lesen ist. Aus "guten" Gruenden verzichtet man auf dessen korrekte Informationen.

  • Wobei ich zumindest für den Bereich der öffentlich-rechtlichen Sender inkl. deren Internetauftritte leise Zweifel anmelde. Die nächste Einschränkung im Bereich der privaten sind dann die Besitzverhältnisse - zumindest die Verleger sind frei, die abhängig beschäftigten Redakteure und Journalisten schon wieder nicht so ganz.
    Wes Brot ich ess ....

    Die Walze hat ja auch ganz richtig geschrieben: Die Medien SOLLEN frei sein...

  • Und was genau hat diese Betrachtung mit dem Fred-Thema zu tun? […]

    Da der ursprüngliche Auftrag der Medien ist, ihre Nutzer zu informieren, und zwar insbesondere über aktuelle Geschehnisse, sollte man etwa Konzert- oder andere Veranstaltungsrückblicke, in denen eine Bewertung des Dargebotenen enthalten ist, zu den typischen Inhalten etwa einer Tageszeitung, zumal einer von überwiegend regionaler Verbreitung, zählen.
    Der SPIEGEL ist ein Nachrichtenmagazin, das in Hamburg gegründet wurde und heute noch dort seinen Sitz hat, und seit es zusätzlich zur Printausgabe online präsent ist, ist die Aufnahme aktueller Meldungen obligatorisch. Der von mir in diesem Thread verlinkte Artikel Christoph Twickels ist also unbedingt zum Thema passend, um so mehr, als er mustergültig zeigt, wie journalistische Arbeiten gestaltet und dargeboten werden können.
    Deswegen hatte ich, um zu zeigen, wie man's schlechter machen kann, was sich leider in vielen Medienprodukten auch durchzusetzen scheint, zum Vergleich auf den STERN hingewiesen, der doch auch mal ein renommiertes Magazin war.

  • Noch einmal: "Die Medien haben aus ihrem ursprünglichen Selbstverständnis nur die selbst gestellte Aufgabe der Information!"


    Das ist das von den Medien selbst definierte Ideal der Print- und Rundfunkmedien aus den 1950er Jahren und davor. Dieses Ideal ist kein juristisch einforderbares Gesetz sondern eine Richtlinie unter den checks und balances der klassischen Medien.


    Dieser Ausrichtung folgten in etwa noch die Werbemedien unter dem von ihnen selbst geschaffenen Aufsichtsgremium "Werberat". Allerdings ist die Handhabung der Aufsicht aus Eigeninteresse weniger strikt, weil Werbung ein ständiger Irrweg zwischen beauftragter Wahrheit (eher selten) und beauftragter Beihilfe zum Betrug (eher die Regel). Dies beruht auf Vertragsverhältnissen und daraus resultierenden Aufgabe. Der Boom der Werbemedien zeigt, dass sie ihre ureigensten Aufgaben bestens erfüllen.


    Relativ neu sind die sozialen Medien, in denen jeder nach eigenem Gusto Wahrheit nach besten Wissen und Gewissen bis hin zum vorsätzlichen Meinungsbeschiss verbreiten darf. Diese Medien verstehen ihre ureigenste Aufgabe darin, lediglich werbefinanzierte Plattform zu sein ohne Verantwortung für die Inhalte. Führend bei der Definition der Aufgabenstellung für diese Medien ist das Interesse der Werbepartner, die "Klicks" sehen wollen, und diese "Klicks" werden umso häufiger generiert, je fragwürdiger die Inhalte in ethischer, wissenschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Hinsicht sind. Auch hier bestehen Vertragsverhältnisse welcher Art auch immer mit dem Ziel der Maximierung von "Klicks". Also auch hier: ureigenste Aufgabe erfüllt. Das Urmodell dieser Art von Medien ist übrigens die Bild-"Zeitung" mit ihrer Affinität zu einer Berichterstattung, die man heute "fake" nennt.


    Den Journalisten reinsten Wassers kann man heute nur noch in speziellen Reservaten bewundern, in denen aber für die Sicherung der eigenen Existenz nur unzureichende Gehälter gezahlt werden.

    Einmal editiert, zuletzt von Wieben Klas ()

  • Das Konzept kannst Du nicht verstehen, die Medien sollen nicht neutral sein, sondern frei.
    Es darf nämlich keine Stelle geben, die die objektive Wahrheit festlegt.


    Gruß
    Verbalwalze


    Frei und neutral schließen einander nicht aus. Allerdings musst Du mir mal erklären, wie Medien frei sein sollen, wenn sie von in Deutschland 4 - 5 Monopolisten beherrscht werden, es freien Journalisten kaum noch gelingt, freie Meinungen zu veröffentlichen und weltweit die Informationen von etwa drei großen Nachrichtenagenturen kommen, die die Medienlandschaft beherrschen. Hinzu kommt der selektierende Einfluß der Politik und der Lobbies der diversen kapitalstarken Interessengruppen.