Dezentrale ZuhauseKraftwerke ersetzen zwei Atomkraftwerke

  • 100.000 Minikraftwerke, wir zapfen heisses Wasser aus Autos ab, Mini-Akkus, die jeden Furz einfangen und speichern...


    Sagt man sich da nicht als Normalbürger: "Was soll der ganze Aufwand? Baut ein Atomkraftwerk und passt halt auf!" ?


    Darf ich den ersten Satz unter energetischer Satire bzw. Sarkasmus einorden? Ich vermute du kannst dir ein gewisses Schmunzeln dabei nicht verkneifen.


    Den Zweiten Satz verstehe ich als den Versuch des Moderators massiven Widerspruch vor dem Hintergrund der Klimaerwärmung und des Energieproblems zu provozieren. Oder bist du tatsächlich der Ansicht, das man das Problem mit dem Bau von KKWs lösen kann?
    Tatsache ist das es in dieser Diskussion grundsätzlich zwei arg "verfeindete" Lager gibt. Da ist einerseits die Atomlobby und andereseits die Ökolobby. Beide mit ihren jeweiligen Anhängern die da wild durcheinander diskutieren, wobei sich die Mehrzahl ihrer jeweiligen Anhänger mit fachlich extremer Unkenntniss auszeichent. Die ganzen Ökoargumente (CO2-->Klimawandel) beider Lager sind in Wirklichkeit Teil einer Auseinandersetzng zwischen Lagern mit unterschiedlichen wirtschaftlichen Intressen. Das Ökolabel haben sich beide als Fassade nur umgehängt. Es wäre zu wünschen das diese Diskussion pragmatischer und weniger emotionell geführt wird! Weder Kernkraft noch Wind- oder Wasserkraft noch nachwachsende Energieträger oder Sonne können dieses Problem langfristig stabil und schon gleich gar nicht zu verträglichen kosten lösen!! Die gesamte Energiepolitik auch die der Ökos(!) ist Flickschusterei und laboriert an Symtomen aber nicht an den Ursachen! Dennoch haben alle derzeit bekannten Umwandlungssysteme, auch Kernkraft(!), unter aktuellen Bedingungen ihre Daseinsberechtigung. Alle tragen zu einem unter aktuellen Bedingungen sinnvollen Energiemix bei. Die Energieversorgung jedoch, kann auf Dauer weder mit dem Ausbau der einen oder der anderen Prozesse bzw. Umwandlungssysteme stabil gesichert werden.


    - Die Kernkraft hat nur von der theoretischen Leistungfähigkeit her das Potential den Gesamtbedarf zu decken! Praktisch ist das gar nicht machbar weil:
    * Die Subventionssummen zum Bau aus dem Staatshaushalt aus bekannten Gründen für die nächsten 100 Jahre sicher auszuschliessen sind.
    * Es gar nicht genügend dazu geeignete Standorte gibt! Auch bei einem Kernkraftwerk fallen 60% der freigesetzten Energiemengen eben als Abwärme an. Den Reaktoren sind ja in allen Fällen reine Kondensationsmaschinen nachgeschaltet und da kommen am Ende nicht mehr als 40% der Kernenergie als Strom heraus! Der Rest ist die Abwärme, also die gewaltigen Dampfwolken die aus den Kühltürmen quellen!! Und dazu braucht man Kühlwasser! Deshalb kommen nur Standorte in Frage, welche nicht nur allen anderen Anforderungen (Sicherheit, Verkehrsanschluss, Baugrund etc.) entsprechen, sondern auch genügend Kühlwasser verfügbar ist. Schon von daher ist es ausgeschlossen, das der Anteil der Kernenergie an der gesamten Kraftwerksleistung in Deutschland wesentlich ausgebaut werden könnte. Sicherlich ist die eine oder andere Ersatzinvestion sinnvoll möglich und machbar, aber ein signifikanter Ausbau der Gesamtleistung der KKWs wird kaum realistisch sein.
    Das Entsorgungsproblem ist dabei noch gar nicht berücksichtigt.


    - Die Verfechter der vielgepriesenen Fusionstechnologie sind derzeit auch deutlich kleinlauter geworden! Die hat nicht nur ein noch weit grösseres Kühlwasserproblem wie die KKWs, sondern dazu auch noch einen bei weitem schlechteren Wirkungsgrad!! Bis dato gibt es nach 20 Jahren Forschung und zig Milliarden Kosten noch nicht einemal eine brauchbare Energiebilanz. Die liegt bei einem modernem KKW bei ca. 0,4 : 1 (anlagentechnisch) und wenn man alles, also die komplette Ver- und Entsorgung, Bau- und Rückbau etc., einrechnet bei ca. 0,28 : 1. Beim ITER liegt sie derzeit bei rund 0,0021 : 1 und ist damit mehr als 100mal schlechter!! Damit sich ITER überhaupt erst mal selbst am laufen hält muss er anlagentechnisch auf mindestens 5 : 1 kommen und wenn er dazu noch Strom produzieren soll und das auch noch wirtschaftlich auf mindestens 12 : 1!!! Die nächsten 100 Jahre ist damit nicht zu rechnen!


    - Konventionelle Kraftwerke auf Basis fossiler Brennstoffe, werden noch geraume Zeit wesentliche Anteile an der gesamten Erzeugerleistung behalten. Das gilt trotz der z.Z. relativ hohen CO2 Emissionen!! Aber gerade hier liegt auch das größte Potential, die CO2 Emissionen zu verringern. Diese Kraftwerke müssen nicht stillgelegt werden! Vielmehr sind spezielle Rauchgasbehandlunganlagen angedacht, womit die Abgase selbst wieder aufbereitet und im teilweise geschlossenen Stoffkreislauf genutzt werden. Das funktioniert besonders im Zusammenhang mit z.B. Windkraft und Photovoltaik gut, aber nicht mit dem aktuellen Energierecht!!! Wind und Sonne können auch in Zukunft durchaus einen sehr guten Beitrag zu einem vernünftigen Energiemix leisten. Man müsste nur Lösungen finden den Nachteil ihrer Diskontinuität auszugleichen. Da erst könnte man ihr reales Potential voll nutzen! Diese Lösungen gibt es, sie aber derzeit politisch nicht opportun!!!


    - Silane sind ein hochwertiger Brennstoff den viele gar nicht kennen und dabei sind Silane seit mehr als 100 Jahren bekannt. Sie werden nur nicht aus Rohöl destilliert, sondern aus simplen Sand gewonnen!!! Und wieviel davon hat es in Deutschland?? Dazu müssen grosstechnische Verfahren und ausreichend Kapazitäten in der Chemieindustrie entwicklelt werden! Sitzen in Deutschland nicht genügend arbeitslose Ingenieure und Techniker herum und braucht die kränkelnde Chemieindustrie nicht neue wettbewerbsfähige Produkte?? Wie gut wäre es denn wenn sich Deutschland von Rohölimporteur zum Silantreibstoff- Exporteur entwickelt. So ein verdammter Mist aber auch, da hätte man doch tatsächlich ein Millionen Arbeitsplätze mehr!!??
    Bei der vwerbrennung von Silanen entsteht überhaupt kein CO2!!! Sie reagieren gar nicht mit Sauerstoff sondern mit dem Luftstickstoff!!
    Deshalb hier mal ein allgemeinverständlicher Link dazu was Silane überhaupt sind


    http://de.wikipedia.org/wiki/Silane


    - Und schliesslich gibt es auch schon Arbeiten die sich mit den Grundlagen brennstoffloser Energieumwandlungssysteme beschäftigen, denn es gibt Energiearten die eben nicht an Brennstoffe gebunden sind. Das sei aber nur am Rande erwähnt und führt sowieso in trocken wissenschaftliche Regionen.


    Man muss also trotz aller Katastrophenszenarios des Energiekollapses nicht unbedingt befürchten, das der Untergang droht. Das gilt aber nur dann wenn man seitens der Politik endlich ewtas tut, anstatt nutzlos teure "Gipfelkonferenzen" zu veranstalten und sich mit geschraubten Luftformulierungen aus der Affäre zu ziehen. Auch und vor allem unsere Politkasper in Berlin könnten dazu schon etwas beitragen, wenn sie anstatt die Welt auf Konferenzen in Kopenhagen zu retten, erst mal was im eigenen Land tun würden. Da sitzen naemlich nicht nur vollgefressene Geldsäcke nutzlos herum, sondern auch jede Menge Techniker, Ingenieure und ID- Leute allerdings ebenso nutzlos. Die ersteren produzieren, dank der "ausgezeichenten" Leistungen der Politgansterclique ja ein hervorragendes Wachstum der Rendite! Wie waere es wenn man mal ein Wachstum der Wirtschaft ankurbelt, denn das machen die letzteren mit ihrem Know How und ihren Technologie Ideen. Das Problem ist, daß dies für die Politholzköpfe offensichtlich eine zu hohe Wissenschaft ist! Oder sind das vielleicht gar keine denkenden Menschen, sondern nur verkleidete Aliens vom Mars die gar nicht selber denken können und brauchen daher "Experten" als Berater??
    Was könnten die denn tun das hier diskutierte Problem (das nur eines unter anderen ist!) zu lösen bzw. eine Entwicklung zur Lösung einzuleiten?
    1. Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes (EWG). Dieses Gesetz muss modernisiert werden, denn es stammt im Kern aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts und damals war die Situation und die Anforderungen mit der/den heutigen nicht annähernd vergleichbar.
    2. Novellierung des Energieeinspeisegesetzes (EEG) und der Subventionsbestimmungen für regenerative Energien. Nicht deren Subventionierung ist notwendig, sondern ihre maximale und effektive Nutzung!!! Subventionen produzieren nur neue Spekulationsblasen und Abzocke, aber keine Energieeffizienz!! Nicht die Einspeisung in die Netze anderer Eigentümer ist die Lösung, sondern die Einspeisung in Netze deren Miteigentümer alle Stromerzeuger auch die ganz kleinen sind! Die Netze müssen den Grosskonzernen weggenommen werden! Die haben sie sowieso durch Monoplpreise finanziert, womit die Netze in Wahrheit nicht von den Konzernen sondern von allen ihren Kunden bezahlt sind!! Diese Netze können von einer Betreibergesellschaft in Form einer AG übernommen werden. Jeder Stromerzeuger, gleich ob KKW oder Grosskraftwerkbetreiber oder Kleinerzeuger erhält 1 Aktie pro Megawatt seiner installierten Eigenleistung. Das kann man auch in verschiedene Netzteile bzw. Spannungsebenen aufteilen. Kleinerzeuger können sich auch zu Erzeugergemeinschaften bzw. juristischen Personen nach Handelsrecht (GmbH, KG usw.) zusammenschliessen und erhalten dann Anteile die sich auf deren Gesamtleistung beziehen. Die Netzkosten bleiben die gleichen und werden unverändert auf den Endpreis umgelegt. Der Strompreis für den Endkunden bleibt damit absolut unverändert. Die Netzgesellschaft jedoch eröffnet eine eigene Internetseite auf der alle Erzeuger, vom größten bis zum kleinsten aufgeführt sind und wo als auch auf welcher Spannungsebene sie in die Netze einspeisen. Die Netzkosten sind füer alle Stromanbieter gleich und betragen einheitlich z.B. 35% auf der Hochspannungsebene, 30% auf der Mitelspannungsebene und 20% auf der Niederspannungsebene. Das ist keine Wettbewerbsverzerrung den die höheren Netzkosten sind mit dem betrieb von Umspannwerken erforderlich. Die Grosserzeuger werden damit auch nicht benachteiligt, weil sie auch Grossabnehmer versorgen die sowieso niemals Kunden der kleinen Erzeuger werden. Die kleinen Erzeuger speisen hauptsächlich in die Niederspannungsnetze und nutzen die Hochspannungsnetze gar nicht, denn ihre Kunden liegen ja in der Nachbarschaft.
    Somit kann jeder Stromanbieter seinen Abgabepreis je nach Marktlage selbst bestimmen und auf der Internetseite der Netzbetreiber AG wo er selbst Aktionär ist veröffentlichen. Jeder Stromkunde setzt sich an seinen PC und ruft diese Seite auf. Dort findet er alle Anbieter die es gibt und kann sich welche aus seiner eigenen Region aussuchen. Der Abgabepreis und die verfügbare Leistung stehen auf der Seite. Der Stromkunde muss zum Abgabepreis des Anbieters nur die allgemeingültige feste Netzabgabe addieren und hat somit seinen eigenen Endpreis. In Verbinding mit intelligenten Stromzählern kann auch der Anbieter den Zählerstand abrufen und somit den Verbrauch und die Zahlung kontrollieren. Damit werden durch/mit den Unternehmergeist alle Reserven der Leute mobilisiert auch die allerletzte örtliche Energiereserve aufzuspüren und nutzbar zu machen weil sich die Investition rechnet und die Stromkunden erhalten mehr und preiswerten Ökostrom aus der eigenen Region. Auch die Betreiber von städtischen Niederspannugsnetzen z.B. Stadtwerke können dabei durchaus mit von den Grosserzeugern billiger eingekauften Strom
    (der Abgabepreis ist Verhandlungssache, so ist das in einer funktionierenden Marktwirtschaft!) durchaus auch als Anbieter auftreten. sie erhalten von den kleinen Erzeugern 20% Netzkosten die sie den Kunden berechnen und an den Netzbetreiber abführen. Nur die Monopole der Grossversorger müssen dann aufgegeben werden und damit sind wir einen Schritt näher an einer echten Marktwirtschaft!
    3. Um das zu erreichen müssen natürlich die Bestimmungen des Konzessionsrechtes geändert werden! Denn bis dato haben ja nur die Grossen die Konzessionen und damit sind sowohl Kunden wie alle Kleinerzeuger direkt von ihnen abhängig. Wir brauchen keine Konzessionen zur Versorgung! Das war vor etwa 1960 erforderlich! Heute ist das Konzessionsrecht nur ein überflüssiges Relikt aus der Zeit von Kaiser Wilhelm, sonst nichts. Es müssen Bedingungen geschaffen werden unter denen es sich für den/die Einzelnen wirtschaftlich lohnt, selbst etwas für sich zu tun und Eigeninitiativen zu entwicklen, anstatt alle Tatkraft darauf zu verwenden den Dschungel der Fördergesetze nach staatlichen Geldleistungen zu durchforsten!!!


    Und dazu gibt es eine Unmenge Aufgaben für Politiker dazu geeignete gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die vor allem die Bürger ohne Jura zu studieren auch verstehen können!! Deshalb müssen die Politkasper in Berlin durch Politiker ersetzt oder kräftig umgeschult werden!! Das es neben der Energiepolitik noch andere Politikfelder gibt die heute schon brennen und dringend beackert werden müssen steht natürlich ausser Frage. Aber da gibt es auch Leute die dazu vernünftige Alternativen entwicklen könnten. Wer kann schon alles?


    Grüsse Icabaru

    2 Mal editiert, zuletzt von Icabaru ()

  • Darf ich den ersten Satz unter energetischer Satire bzw. Sarkasmus einorden? Ich vermute du kannst dir ein gewisses Schmunzeln dabei nicht verkneifen.


    Den Zweiten Satz verstehe ich als den Versuch des Moderators massiven Widerspruch vor dem Hintergrund der Klimaerwärmung und des Energieproblems zu provozieren. Oder bist du tatsächlich der Ansicht, das man das Problem mit dem Bau von KKWs lösen kann?
    ...


    Ich persönlich bin der Ansicht, dass man alle Möglichkeiten nutzen sollte, um den Umweltschutz zu verbessern.
    Bei Atomkraftwerken gibt es noch das Problem, dass radioaktiver Müll entsteht. Der muss auch irgendwo engelagert werden. Bei uns ist es das Endlager Asse. Das ist jetzt schon inzwischen hoffnungslos überfüllt.


    Ich bin auch dafür, dass man die Bevölkerung für dieses Thema sensibilisieren sollte. Man wird nicht alle unbequemen Lösungen umsetzen können, aber das größtmögliche könnte erreicht werden.
    Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, als Müll nicht getrennt wurde oder es einen ähnlichen Streit in der Öffentlichkeit gab, als bei den Autos Katalysatoren eingesetzt werden mussten.
    Heute ist das alles eine Selbstverständlichkeit.

  • Dass das "Ökolager" nur wirtschaftliche Interessen verfolgt ist ein Missverständnis, das daraus hervorgeht dass den ökologischen Interessen dieses Lagers normalerweise überzogen dargestellte ökonomische Nachteile entgegehalten werden. Natürlich geht das Lager der "Ökos" dann auf die ökonomische Argumentation ein.

    Das Einsparpotential durch KWK und BHKW ist grösser als 400MW: Der durchschnittliche Primärenergiebedarf pro Kopf für Heizung dürfte sicherlich über einem Äquivalent von 200 Liter Heizöl liegen. Bei einem elektrischen Wirkungsgrad von etwas über 20% erzeugt man dabei übers Jahr gemittelt 4000 MW und spart dabei etwa 7 Millionen Tonnen Heizöläquivalent ein, und es werden über 20 Millionen Tonnen CO2-Emissionen eingespart.

  • Zitat

    Dass das "Ökolager" nur wirtschaftliche Interessen verfolgt ist ein Missverständnis, das daraus hervorgeht dass den ökologischen Interessen dieses Lagers normalerweise überzogen dargestellte ökonomische Nachteile entgegehalten werden. Natürlich geht das Lager der "Ökos" dann auf die ökonomische Argumentation ein.

    Was für ein Unsinn soll denn das sein?
    Wenn ein Betreiber eines Umwandlungssystems regenerativer Energien, egal ob Wind, Sonne, Wasser oder Biobrennstoffe(!), diese Investition nur ausschliesslich aus ökologischer Einsicht vornimmt ist er spätens bei Inbetriebnahme insolvent!!! Die Investition und das betreiben einer solchen Anlage ist immer und in jedem Falle eine wirtschaftliche Entscheidung und die muss sich rechnen! Das gilt auch unter Berücksichtung der ökologischen Aspekte die zweifellos wichtig sind! Natürlich verfolgt das Ökolager auch ökologische Interessen. Aber wenn sich die berechtigten ökologischen Interessen mit den wirtschaftlichen Erfordernissen nicht vertragen bzw. diese vernachlässigen und teilweise sogar ignorieren, handelt es sich um Ökochaoten und realitätsferne Träumer! Ökologie und Umweltschutz sind eine extrem wichtige Aufgabe. Aber die kann man nicht mit fantastischen Ökoträumen angehen, sondern nur mit modernster Technologie und wirtschaftlicher Effizienz!! Die technischen Lösungen und Versorgungskonzepte im Rahmen des ökologischen Umbaus der Energieversorgung müssen langfristig tragbar und sicher funktionstüchtig sein. Dazu sind grüne Fähnchen und Blumen im Knopfloch von Ökoaktivisten oder spektatkuläre Aktionen aller Art gewiss nicht die geeigneten Beiträge. So wie die regenerativen Energien bzw. die entsprechenden Anlagen heute betrieben und gefördert werden erfüllen die weder Anforderungen nach wirtschaftlicher noch energetischer Effizienz! Das ist Fakt!! Die ökonomisch unsinnigen Kosten trägt in allgemeinem der Steuerzahler! Das muss nicht zwangsläufig so sein, denn diese Anlagen sind mit geänderten Einsatzbedingungen auch ohne Subventionen wirtschaftlich betreibbar! Das gilt auch und gerade weil sie ökologisch sinnvoll sind!


    Zitat

    Das Einsparpotential durch KWK und BHKW ist grösser als 400MW:

    Welches Potential bitte?? Das absolut existente Potential oder das wirtschaftlich, energetisch und ökologisch sinnvoll nutzbare Potential?? Da wäre es doch sehr interessant wie sie ein Potential überhaupt berechnen. Hier geht es um das Potential, daß sich aus 100000 Eierkochmaschinen in 100000 Eigenheimen ergibt. Das sich dieses Potential nicht aus deren Nennleistung in Summe ergibt und warum steht in meinen letzten Beitrag.
    Natürlich ist das absolute Potential in Deutschland größer. Aber da reden wir nicht mehr über Eierkocher von 10KW Leistung, sondern z.B. über BHKW mit einer Einzelleistung von 250 bis 2500KW pro Einzelaggregat, oder über KWK in Heizkraftwerken mit Fernwärmesystemen!!!


    Zitat

    Der durchschnittliche Primärenergiebedarf pro Kopf für Heizung dürfte sicherlich über einem Äquivalent von 200 Liter Heizöl liegen. Bei einem elektrischen Wirkungsgrad von etwas über 20% erzeugt man dabei übers Jahr gemittelt 4000 MW und spart dabei etwa 7 Millionen Tonnen Heizöläquivalent ein, und es werden über 20 Millionen Tonnen CO2-Emissionen eingespart.

    Das ist eine der typischen Ökochaotenrechnungen. Der durchschnittliche Wärmebedarf zur Heizung ist eine völlig uninteressante Größe, denn er ist von so vielen Faktoren abhängig, daß eine Statistik dazu schwachsinnig ist. Und eine Rechnung pro Kopf ist komplette Idiotie!! Offensichtlich beherrschen Ökochaoten kaum mehr Mathematik als die Grundrechenarten von Energetik wollen wir da mal gar nicht erst reden.
    Der Wärmebedarf wird nicht nach Köpfen berechnet, sondern konkret nach den Gebäudedaten. Dazu gibt es konkrete Programme und auch eine verbindliche DIN Norm! Schon mal was davon gehört???
    Und wie bitte kommen sie auf den elektrischen Wirkungsgrad 20%?:wand:
    Haben sie da eine alte Nähmaschine mit Tretwippe aus Großmutters Zeiten auf dem Flohmarkt gefunden? Haben sie schon mal etwas vom Netzlastgang und dem Unterschied zwischen strom bzw. wärmegeführter KWK gehört?? Haben sie überhaupt eine Ahnung von Energie und wie Energieversorgung funktioniert?? Oder braucht man solche Kenntnisse für den ökologisch sinnvollen Umbau der Energieversorgung nicht?
    Eine besonders beeindruckende mathematische Spitzenleistung ist, wie man aus 7 Millionen Tonnen Heizöläquivalent auf 20 Millionen Tonnen eingesparte CO2 Emissionen kommt!:oha:
    Sämtliche Mathematiker und Energetiker dieser Welt erblassen vor Neid und erzittern vor Hochachtung ihrer gigantischen mathematischen Fähigkeiten!:lol:
    Mit ihren beeindruckenden Fachkenntnissen auf diesen Gebiet sollten sie sich am besten als Dozent an einer technischen Hochschule bewerben! Da wartet man schon lange auf solche "Experten".:lol::lol::lol:


    Grüße Icabaru

  • Fossile Brennstoffe bestehen zum grossen Teil aus CH2-Ketten. Die relative Molekularmasse von CH2 beträgt 14. Das Kohlenstoffatom wird bei der Verbrennung mit 2 Sauerstoffatomen verbunden, wodurch die relative Molekularmasse 44 resultiert. Der Faktor ist grösser als 3. Also entsteht bei der Verbrennung von 7 Millionen Tonnen fossilem Brennstoff in etwa das 3-fache an CO2. Nach der Rechnung wären es genau 22 Millionen Tonnen, aber mir reicht es den Wert nach unten abzuschätzen.

    Der elektrische Wirkungsgrad den ich angenommen habe ist der eines mit Holzpellets betriebenen Stirlingmotors a la sunmachine. Natürlich könnte ich auch einen höheren elektrischen Wirkungsgrad annehmen, dann würden eben mehr als 7 Millionen Tonnen Heizöläquivalent pro Jahr eingespart - um so besser.

    Den Pro-Kopf-Heizenergieverbrauch habe ich abgeschätzt um darüber die gesamte für Heizung aufgebrachte Primärenergie abzuschätzen. Da für je zwei durch BHKW für Heizung benötigte Energieeinheiten bei 20% elektrischem Wirkungsgrad eine Energieeinheit Primärenergie für Abwärme bei der Stromerzeugung im Kraftwerk entfällt komme ich bei jährlich 16 Milliarden Litern Heizöläquivalent Primärheizenergie auf 7 Millionen Tonnen Gesamteinsparung.

    Ihre Beleidigungen und Polemik können Sie sich an den Hut stecken, Sie haben es nötig Andere als Chaoten zu bezeichnen. Und was Kompetenz bezüglich Energiebilanzen betrifft stecke ich SIE noch im Halbschlaf in die Tasche, egal wie viele DIN-Normen Sie vollweinen.

    32 Mal editiert, zuletzt von litholas ()

  • Ich finde die Beiträge hier sehr interessant, auch wenn ich kein Mathematiker oder Energetiker bin und das alles nicht nachrechnen kann. Bedauerlich, dass Icabaru, der auf der einen Seite anschaulich und nachvollziehbar schreibt und dem ich in vielem zustimme, besonders darin die monopolistischen Energieversorgerstrukturen zu zerschlagen, auf der anderen Seite so unerträglich arrogant wird, dass es kaum möglich ist damit vernünftig umzugehen.
    Von den Silanen wußte ich bisher noch gar nichts. Sand als Energieträger. Klingt ziemlich genial. Wieso steht das nicht in allen Zeitungen ? ^^

  • Ich finde die Beiträge hier sehr interessant, auch wenn ich kein Mathematiker oder Energetiker bin und das alles nicht nachrechnen kann. Bedauerlich, dass Icabaru, der auf der einen Seite anschaulich und nachvollziehbar schreibt und dem ich in vielem zustimme, besonders darin die monopolistischen Energieversorgerstrukturen zu zerschlagen, auf der anderen Seite so unerträglich arrogant wird, dass es kaum möglich ist damit vernünftig umzugehen.
    Von den Silanen wußte ich bisher noch gar nichts. Sand als Energieträger. Klingt ziemlich genial. Wieso steht das nicht in allen Zeitungen ? ^^


    Danke, ich gelobe Besserung!!


    Grüsse Icabaru

  • Zitat

    Fossile Brennstoffe bestehen zum grossen Teil aus CH2-Ketten. Die relative Molekularmasse von CH2 beträgt 14. Das Kohlenstoffatom wird bei der Verbrennung mit 2 Sauerstoffatomen verbunden, wodurch die relative Molekularmasse 44 resultiert. Der Faktor ist grösser als 3. Also entsteht bei der Verbrennung von 7 Millionen Tonnen fossilem Brennstoff in etwa das 3-fache an CO2. Nach der Rechnung wären es genau 22 Millionen Tonnen, aber mir reicht es den Wert nach unten abzuschätzen.

    Der elektrische Wirkungsgrad den ich angenommen habe ist der eines mit Holzpellets betriebenen Stirlingmotors a la sunmachine. Natürlich könnte ich auch einen höheren elektrischen Wirkungsgrad annehmen, dann würden eben mehr als 7 Millionen Tonnen Heizöläquivalent pro Jahr eingespart - um so besser.



    da haben sie allerdings recht! War ein höchst voreiliger Schnellschuss meinerseits. Soll nicht wieder vorkommen.


    Grüsse Icabaru