Können wir wirklich erkennen was wir tun?

  • Ich denke, es ist, wenn überhaupt, in der Tat sinnvoller, die Pflanzen gegen bestimmte Schädlinge resistent zu machen, statt gegen Chemikalien, denn letzteres ist fast immer mit dem Wunsch verbunden, diese Chemikalien dann in großen Mengen einsetzen zu können, da sie zwar alles andere, nicht aber die Pflanze selbst schädigen ...



    das ist doch genau das konzept der hersteller von saatgut und "pflanzenschutzmitteln", resp. schädlingsbekämpfungsmittel. das ist deren cashcow. siehe monsanto, basf, bayer, dow und wie sie alle heissen. die haben das denkbar geringste interesse daran, ihre umsatzträchtigen und zukunftsfähigen umsatzquellen aufzugeben. aus deren sicht ist die abstimmung der genome auf resistenz gegen chemiecocktails wesentlich sinnvoller, als die schädlingsresistenz, siehe bsw. roundup/roundupready.



    und um den bezug zum thread-titel herzustellen:
    selbstredend wissen die verantwortlichen ganz genau, was sie tun. ganz besonders dann, wenn sie sich den anschein geben, sich auf von ihnen in auftrag gegebene gutachten zu stützen, die entsprechende unbedenklichkeitszertifikate ausstellen und nahe legen und die "böswillig" unterstellten möglichen folgen und konsequenzen als fehlurteile abzuqualifizieren sind.
    siehe auch die "sieben zwerge" der tabakgiganten.

    5 Mal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: bezug

  • EU will Glyphosat für weitere sieben Jahre zulassen:
    http://www.spiegel.de/gesundhe…t-auflagen-a-1086986.html


    Im Zweifelsfalle wird mal wieder gegen Verbraucher- und Umweltschutz und für die Interessen der Konzerne entschieden.


    "Die SPD-Abgeordnete und Umweltschutzexpertin Susanne Melior verteidigte den jetzt vom Parlament verabschiedeten Kompromiss."
    Genau deshalb ist die SPD unwählbar und verliert m.E. völlig zu Recht immer mehr Stimmen. Sie ist die Partei, welche für faule Kompromisse und fehlendes Rückgrat steht. Einmal klar Stellung zu beziehen, sei es zur NSA-Affäre oder eben zum Verbraucherschutz, ist ihre Sache nicht.

  • EU will Glyphosat für weitere sieben Jahre zulassen:
    http://www.spiegel.de/gesundhe…t-auflagen-a-1086986.html


    Im Zweifelsfalle wird mal wieder gegen Verbraucher- und Umweltschutz und für die Interessen der Konzerne entschieden.


    "Die SPD-Abgeordnete und Umweltschutzexpertin Susanne Melior verteidigte den jetzt vom Parlament verabschiedeten Kompromiss."
    Genau deshalb ist die SPD unwählbar und verliert m.E. völlig zu Recht immer mehr Stimmen. Sie ist die Partei, welche für faule Kompromisse und fehlendes Rückgrat steht. Einmal klar Stellung zu beziehen, sei es zur NSA-Affäre oder eben zum Verbraucherschutz, ist ihre Sache nicht.



    Die sPD ist wirklich keinen Pfifferling mehr wert. Ich wünsche mir, daß diese Nietenpartei endlich von der Bildfläche veschwindet, so daß die verbliebenen sogenannten Traditionswähler endlich ihren Kopf einschalten und ihr Kreuz an anderer Stelle setzen müssen.


    Ich muß mich schämen, daß ich bis zu dem Brioni-Kanzler über Jahrzehnte Mitglied in dem Verein war. Asche auf mein Haupt.


    Widerlich, diese elenden Schleimer, Lügner und Verbrecher.

  • Für Theatralik bin in nicht unbedingt zu haben, da gibt es hier andere, die das besser drauf haben, ...


    ... aber in diesem Fall bricht mir das Herz, wenn ich sehe, was die SPD aus sich gemacht hat.


    Wenn die das wirklich täten, wofür sie sich bei Wählern über Jahre Vorschusssympathien erschwindelt haben, verfügten sie jetzt über ein ansehnliches Wählerpotenzial.

  • Und auch hier haben wir vor einigen Jahren Wissenswertes zu Monsanto/Roundup und den Hintergründen zusammengetragen:


    http://www.politopia.de/thread…em-Weg-zur-Weltherrschaft


    >>>>>
    Robin zeigt an vielen Beispielen: Monsanto beherrscht als Big Player nicht nur die Wandelgänge der Lobby vor Parlamenten, Ministerien und Zulassungsbehörden. Sein Personal wechselt auch regelmäßig zwischen der Vorstandsetage des Konzerns und den Führungsebenen von Politik und Verwaltung. Die Autorin nennt das den Drehtüren-Effekt.


    "Vier wichtige Ministerien der Regierung Bush wurden von Monsanto nahestehenden Personen geleitet: John Ashcroft, der Justizminister und Gesundheitsminister Tommy Thompson, beide Spendenempfänger von Monsanto; Landwirtschaftsministerin Ann Venneman, früher Chefin eines Monsanto-Unternehmens, genauso wie Donald Rumsfeld( ... ) Unter Bill Clinton wechselte dessen Assistentin Marcia Hale ins Monsanto-Direktorium, ebenso wie Josh King, Veranstaltungsmanager des Weißen Hauses, und Michael Kantor, Handelsminister von 1996 bis 1997. Linda Fisher war Leiterin der Umweltschutzbehörde und ging danach zu Monsanto, ebenso wie ihr Stellvertreter Michael Friedman. Dafür ging Margaret Miller von Monsanto zur FDA, der Genehmigungsbehörde für gentechnisch veränderte Pflanzen."


    (...)
    Deutschlandfunk - Andruck - Ein skrupellos agierender Konzern


    <<<<<


    Monsanto lieferte auch Agent Orange. Bei Lieferengpässen kam dann die deutsche Firma Boehringer zu Hilfe.

  • Welche Position bezieht unser Vizekanzler in solchen Dingen?


    Er hat doch großartig geparteitaggesprecht:


    "Wir müssen raus ins Leben; da, wo es laut ist; da, wo es brodelt; da wo es manchmal riecht, gelegentlich auch stinkt."
    (auf dem SPD-Parteitag am 13. November 2009 in Dresden).

    Wieder ein Pfund weißer Balsam für die geschundenen SPD-Seelen: "Ja, endlich der Aufbruch!"


    Und er ist dorthin aufgebrochen, wo es laut ist, brodelt, stinkt ...


    ... direkt in die Betten der Lobbyisten, und er war ihnen zu Willen.


    Und es vergehen wieder die Jahre, es finden wieder Parteitage statt, die weiße Balsamindustrie boomt, Aufbrüche werden pressegerecht verkündet, ...


    ... und irgendwann wird es so weit sein, dass sich alle Mitglieder der SPD an einem Ort versammeln, um der Verkündigung live beizuwohnen. Das wird in die Parteigeschichte eingehen als die Verkündigung in der Schützenhalle von Karbunkelsdorf.


    Ja, wir können wirklich erkennen, was wir bei den letzten Wahlen getan haben ...


    ... wir müssen es nur erkennen wollen.


  • Danke!


    Wieviele Menschen durch Monsanto ihrer Existenzgrundlage beraubt wurden/werden und in die Verschuldung bis zum Selbstmord getrieben wurden/werden wäre eine Studie wert.


    Können wir wirklich erkennen was wir tun, unserem Körper antun gentechnisch verändertes Gemüse zu essen? Besprüht mit Pestiziden?
    Wieviel Energie ist in dieser Nahrung enthalten im Vergleich zu nicht manipulierter Nahrung die ohne Pestizide wachsen durfte?


    Gibt es einen Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und energieloser Nahrung? Was ist energielose Nahrung?

    Einmal editiert, zuletzt von Sonne ()

  • Gedankenspiel:


    Patente auf Saatgut, den Pflanzen, die aus diesem Saatgut wachsen und auf den Samen, den diese Pflanzen bilden.


    Patente auf genetisch optimierte Embryos, den Menschen, die aus diesen Embryonen wachsen und auf dessen Nachwuchs?


    Wir reden hier über ein "Industrie" die sich anmaßt, etwas "MEINS" zu nennen, obwohl diese Industrie keine Kontrolle über das Wachstum hat, den Anbau und die Entwicklung. Die sich aber nicht zu fein ist, genau dies als eigen zu beanspruchen. Ich nenne das pervers. Realitätsfremd. Nicht nur der entstehenden Abhängigkeit wegen, sondern weil eben diese Anmaßung Menschen und Industrie "versklaven".


    Wer solchen Vorgehensweisen nicht entgegen steuert, der macht sich zu solch einen Sklaven oder er ist auf dem besten Weg dahin. Da braucht man sich nur die Geschichte solcher Konzerne anzuschauen (Dio hat es in Teilen schon angedeutet). Es gab fast keinen Zeitpunkt, wo solche Konzerne nicht ihre Finger im Spiel der Macht hatten. Weiter sollte man sich verdeutlichen, wer Fürsprecher solcher Konzerne war und ist. ....kennt ihr nicht? Es sind meist die, die von denen profitieren, nur werden die das nie so deutlich formulieren. Kleener Tipp: Wer die Worte von "rechts" hört hat schon mal die grobe Richtung. :wink5: