Deutsche Wirtschaftsethik?

  • (...)


    Wo ist eigentlich Diogena ? Die sollte unsere ganzen Abschweifungen mal wieder auf Linie bringen. Dann hat sie fürs WE zu tun. :biggrin:


    wohin auch immer du meinst abgeschwafelt zu sein, ich bin mittendrin in der grundlagenforschung zur synthese der deutschen wirtschaftsethik im allgemeinen, unter berücksichtigung der globalen zwänge und lokal-folkloristischen kontexte im besonderen... :biggrin:

  • .....Gestern las ich ein Interview mit einem dieser Leute. Deren moralisierendes Gehabe war nicht auszuhalten.Leider kann ich das Interview nicht wiederfinden.


    Stimmt, ethisches Verhalten scheint bei dir körperliches Unwohlsein hervorzurufen. xxxxxxxxx edit xxxxx

    Einmal editiert, zuletzt von theinsider () aus folgendem Grund: beleidigung

  • […] Gestern las ich ein Interview mit einem dieser Leute. Deren moralisierendes Gehabe war nicht auszuhalten. […]

    Dass Du nicht zielführend verlinkst, ist bekannt, dass Du jetzt schon nicht mehr so genau weisst, wo Du am gestrigen Tag ein Interview mit wem gelesen hast - so viele unterschiedliche Zeitungen oder Fernsehsender werden's ja nun nicht sein, deren Nachrichten oder Beiträge Du konsumierst - ist allerdings bedenklich. Dass Dir das Thema Ethik unerträglich ist, mag ja sein, aber die Weltanschauung jenes Ethikverbandes der deutschen Wirtschaft e.V. und dessen Stellungnahme zu aktuellen Ereignissen müssten doch voll auf Deiner Linie liegen!

  • Dass Du nicht zielführend verlinkst, ist bekannt, dass Du jetzt schon nicht mehr so genau weisst, wo Du am gestrigen Tag ein Interview mit wem gelesen hast - so viele unterschiedliche Zeitungen oder Fernsehsender werden's ja nun nicht sein, deren Nachrichten oder Beiträge Du konsumierst - ist allerdings bedenklich. Dass Dir das Thema Ethik unerträglich ist, mag ja sein, aber die Weltanschauung jenes Ethikverbandes der deutschen Wirtschaft e.V. und dessen Stellungnahme zu aktuellen Ereignissen müssten doch voll auf Deiner Linie liegen!


    Lauter dummes Zeug. Das zu widerlegen ist nicht meine Art.


    Gehab Dich wohl;(

  • Korruption hat ja ganz klar etwas mit Ethik zu tun. Es ist aber auch bei uns so, dass das irgendwie schon akzeptabel ist. Natürlich nie offiziell - um Gottes Willen, so etwas tut man doch nicht... Aber im Grunde geht es immer nur darum nicht erwischt zu werden. Irgendwie hat jeder seinen Preis.


    Doppelstandards.


    Das Problem warum manche über diese dortigen Verhältnisse ordentlich lamentieren können ist ganz einfach weil wir unsere Korruption gesetzlich legitimiert haben. Halt im Gegensatz zu den Blödianen vor Ort.
    Habe ich denen immer wieder vorgehalten. Macht ein ordentliches Gesetz um eure Korruption und gut iss.


    Es war herrlich wenn sich da so ein deutscher Mittelständler, Marke Haffenloher für Arme echauffiert hat und wir den gemütlich an der Hotelbar sitzend haarklein darlegen konnten das der Döskopp doch in seiner BaWü Provinz exakt das Gleiche veranstaltet.

    Einmal editiert, zuletzt von Bicyclerepairmen ()

  • [MOD] verstehe es als letzte Warnung [/MOD]

    Mir egal, verstehe bitte dies: Ich werde bei jemandem, der wieder und wieder menschenverachtende und diskriminierende Links einstellt und ebensolche Kommentare postet, keinerlei political correctness walten lassen, etwas, was von ihr und ihresgleichen ja immer so angeprangert wird.Wer sich an political correctness stört, sollte nicht quieken wie ein getretener Hund, wenn es ihn selbst trifft.Und jetzt kannst du mich sperren oder bannen, juckt mich nicht. Ich werde mir jedenfalls nicht untersagen lassen, jemanden als das zu bezeichnen, was er nach hunderten Posts in diesem Forum erwiesenermaßen ist.


  • Zum Thema Griechenland kann man nur unterstreichen, was hier geschrieben steht. Das sehe ich ganz genau so.


    Ob Deutschland ein Staat, in dem "Gewinn(maximierung) ueber allem steht? Hier wuerde ich die Betonung weniger auf "Deutschland" legen, sondern fragen, gibt es ueberhaupt einen Staat, bei dem Gewinnmaximierung nicht ueber allem steht, allen voran die fuehrenden Industrienationen. In der oekonomisch globalisierten Welt stellt das Verhaeltnis von Marktwirtschaft und Menschenrechte eine grosse Herausforderung fuer Wirtschaft und Politik bei der Durchsetzung der Menschenrechte dar.


    Manager lernen in ihrer Ausbildung, dass oberste Prioritaet eines Unternehmens ist, Profit und Gewinn zu machen.
    Ethisches Wirtschaften kann man auf Gewinn und Gewissen reduzieren. Wer beides vereinbart, kann von ethischem Handeln sprechen. Ich sehe weder in Wirtschaftunternehmen noch in der Politik diese beiden Gs - Gewinn und Gewissen vereint bzw. vereinbar. Die wirtschaftliche Globalisierung und Gewinnmaximierung sind schwer vereinbar mit moralischer und
    ethischer Ueberlegung.
    Deutschland ist der drittgroesste Waffenexporteur. Passt dies zu den "(Werte)-Grundlagen unserer Gesellschaft - oder muessen wir uns nicht fragen, ob dieser Wirtschaftszweig nicht von grosser volkswirtschaftlicher Bedeutung ist und wieviele Arbeitsplaetze daran haengen? Gewinn oder Gewissen?????


    Nicht nur Russland , China und anderen Schwellenlaender nehmen es mit den "Werte- Grundlagen" unserer Gesellschaft nicht allzu genau. Wir selbst sind es, die wir es nicht so genau damit nehmen, wenn es um Gewinnmaximierung geht.
    Nur Russland und China? Wie sieht es mit unserem grossen Bruder damit aus?


    Last not least - wenn wir von Wirtschaftsethik sprechen, sollten wir unsere Rolle als Konsumenten nicht vergesssen.

  • ......
    denn: streng genommen ist das gesamte wirtschaftssystem zutiefst unethisch, wir alle leben zu lasten der zukunft nächster generationen. und nun? diese erkenntnis haben wir hier bereits öffzig mal im zentrum von diskussionen erlebt.


    Das ist der Punkt, der mich stört hinsichtlich der Fragestellung oder besser, der Unterstellung, Wirtschaft und Ethik seien miteinander verbunden. Es ist m.E. eher so, daß viel Geld ausgegeben wird, um das Fehlen ethischer Grundsätze zu verbergen.

  • weshalb ich das einzelbeispiel brachte. ethik ist stets an personen und individuelle entscheidungen gebunden.
    gremien erzielen konsens, erarbeiten kompromisse, setzen strategische zielmarken und entwerfen taktische handlungspläne, um die gesetzten ziele zu erreichen. das führt zur nivellierung der saldierten individuellen ethik der teilnehmenden. ergebnis ist eine durchschnittslösung, deren operative eignung gemessen wird an den anforderungen und dem grad der zielerreichung.
    das hat etwas technokratisch-administratives und das wiederum entbehrt per se bereits jeder ethik. gremien dienen daher auch aufs beste der durchlaufenden umleitung jeglicher verantwortung. auch das ist ein zeichen dafür, dass vielmehr die generelle, programmatische, systemimmanente abwesenheit von ethik in der wirtschaft, und nicht deren besondere 'deutsche' eigenschaft, ein thema wäre.

    2 Mal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: t


  • Deutschland ist der drittgroesste Waffenexporteur. Passt dies zu den "(Werte)-Grundlagen unserer Gesellschaft - oder muessen wir uns nicht fragen, ob dieser Wirtschaftszweig nicht von grosser volkswirtschaftlicher Bedeutung ist und wieviele Arbeitsplaetze daran haengen? Gewinn oder Gewissen?????


    Könnte man angesichts einer solchen Argumentation nicht auch vorbringen, dass die Drogendealer ihre "Arbeitsplätze" verlieren würden, wenn der Staat Drogenhandel effektiver bekämpfte? Unter der Prämisse, maximalen Gewinn als einzig entscheidendes Kriterium zu betrachten, spräche doch eigentlich nichts dagegen, gut verdienenden Kriminellen aller Art (also nicht nur Waffenexporteuren :wink5:) freie Hand zu lassen - denn reichlich Gewinn erzielen sie ja oft ...
    Ja, dieser Vergleich hinkt aus verschiedenen Gründen, kann aber vielleicht dennoch zum Nachdenken anregen ...


    Ich selbst könnte mir z.B. überhaupt nicht vorstellen, in der Rüstungsindustrie zu arbeiten, egal wie gut das bezahlt würde. Da du also fragst: "Gewissen!" - ich wäre lieber arbeitslos als in bestimmten Branchen (z.B. auch für Geheimdienste) zu arbeiten.


    Die Politik, die den Rahmen für wirtschaftliches Handeln absteckt, sollte meiner Meinung nach durchaus auch ethische Aspekte berücksichtigen, z.B. versuchen, überwiegend Arbeitsplätze in solchen Branchen zu schaffen, in denen Menschen dann auch guten Gewissens arbeiten können.
    Allerdings sind m.E. die Dinge nicht immer so einfach zu bewerten, wie das bei Waffenexporten in Krisengebiete der Fall ist. Sind diese meiner Ansicht nach grundsätzlich "unmoralisch", bewerte ich beispielsweise den Import von Textilien aus Entwicklungsländern nicht so eindeutig negativ, da es eine schwierige Frage ist, ob es den Produzenten ohne ihre Jobs möglicherweise nicht noch schlechter ginge als ohnehin schon ... Es ist also selbst bei vorhandenem guten Willen nicht immer leicht, "richtige" Entscheidungen zu treffen, was aber nicht bedeutet, dass man es nicht versuchen sollte.

  • Könnte man angesichts einer solchen Argumentation nicht auch vorbringen, dass die Drogendealer ihre "Arbeitsplätze" verlieren würden, wenn der Staat Drogenhandel effektiver bekämpfte? Unter der Prämisse, maximalen Gewinn als einzig entscheidendes Kriterium zu betrachten, spräche doch eigentlich nichts dagegen, gut verdienenden Kriminellen aller Art (also nicht nur Waffenexporteuren :wink5:) freie Hand zu lassen - denn reichlich Gewinn erzielen sie ja oft ...
    Ja, dieser Vergleich hinkt aus verschiedenen Gründen, kann aber vielleicht dennoch zum Nachdenken anregen ...


    Ich selbst könnte mir z.B. überhaupt nicht vorstellen, in der Rüstungsindustrie zu arbeiten, egal wie gut das bezahlt würde. Da du also fragst: "Gewissen!" - ich wäre lieber arbeitslos als in bestimmten Branchen (z.B. auch für Geheimdienste) zu arbeiten.


    Die Politik, die den Rahmen für wirtschaftliches Handeln absteckt, sollte meiner Meinung nach durchaus auch ethische Aspekte berücksichtigen, z.B. versuchen, überwiegend Arbeitsplätze in solchen Branchen zu schaffen, in denen Menschen dann auch guten Gewissens arbeiten können.
    Allerdings sind m.E. die Dinge nicht immer so einfach zu bewerten, wie das bei Waffenexporten in Krisengebiete der Fall ist. Sind diese meiner Ansicht nach grundsätzlich "unmoralisch", bewerte ich beispielsweise den Import von Textilien aus Entwicklungsländern nicht so eindeutig negativ, da es eine schwierige Frage ist, ob es den Produzenten ohne ihre Jobs möglicherweise nicht noch schlechter ginge als ohnehin schon ... Es ist also selbst bei vorhandenem guten Willen nicht immer leicht, "richtige" Entscheidungen zu treffen, was aber nicht bedeutet, dass man es nicht versuchen sollte.


    Nicht Argumentation, nur als Gegenueberstellung der beiden GG - Gewinn und Gewissen - wie schwer diese zu vereinbaren sind.
    Dem Vergleich mit den Drogendealern moechte ich jenen der Ruestungsindustrie gegenueberstellen.
    Die Ruestungsindustrie ist -was sonst - unserer "Verteidigung":triumphant:nuetzlich - der Nutzen von Drogendealern sucht man dagegen vergeblich.
    Das Thema "Textilien aus Entwicklungslaendern" kann man so - oder so betrachten. Sie sagten es. Was die Abnehmerlaender viel mehr tun muessten, naemlich sich fuer faire Arbeitsbedingung und faire Entlohnung einzusetzen. Fraegt sich, wie sich das mit Gewinnmaximum vereinbaren laesst und dann kommen wir zur gerechten Verteilung........

  • gewinn und gewissen... hört sich zwar gut an, aber was heisst das eigentlich?
    mit begriffen in den spähren der abstrakten konjunktive zu diskutieren, ist zwar eine gerne zelebrierte und zur schau getragene intellektuelle feingeistigkeit des salons, lässt aber auch genügend raum für "man müsste, könnte,sollte..."-ausflüchte. das hat sich bereits in der vergangenheit als fruchtlos erwiesen, sonst wäre diese diskussion unnötig.


    menschen treffen entscheidungen. menschen wissen (tendenziell) um die folgen ihrer entscheidungen.
    die meisten entscheidungen fallen in gremien, arbeitsgruppen tragen die strategischen und operativen handlungsalternativen vor, ausschüsse und stabsabteilungen selektieren nach umsetzbarkeit und nutzen, rechtsabteilungen sondieren die machbarkeit innerhalb der gesetzlichen rahmengebung ... politische entscheidungen grenzen die handlungsspielräume ein, ebenfalls erarbeitet in gremien, koalitionen, arbeitsgruppen, fraktionen.
    und überall werden einflüsse ausgeübt - aber nie ist dort jemand für eine entscheidung verantwortlich, denn es waren "gemeinschaftliche beschlüsse nach intensiver debatte und durchaus kontroversem meinungsbildungsprozess".


    wenn ein/e verantwortliche/r inhaber/in einer firma entscheidet, dann ist die frage nach der verantwortung und damit auch der zugrunde liegenden ethik klar zu beantworten.
    sobald aber strategische und operative mehrheitsentscheide in gremien ins spiel kommen, wird es kompliziert, die ethik überhaupt noch am individuum festzumachen, doch sie hängt unmittelbar am entscheidenden und ist kein arithmetisch zu ermittelnder durchschnittswert.
    fazit: ein gremium ist eine prima tarnkappe zur neutralisierung der individuellen ethischen verantwortlichkeit. und ein ethikbegriff ohne subjekt ... ist was?


    eine leere worthülse.

    13 Mal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: korr.

  • Mir fehlen die "Macher" unter den Feingeistern, die keine Zeit mit der Ziselierung von Konjunktiven vertun. Konjunktive sind zu unscharf. Sie decken die gesamte Bandbreite zwischen "anpacken" und "och nö, lieber doch nicht" ab, ...


    ... aber für Wortgeklingel reichen sie allemal.


  • Deutschland ist der drittgroesste Waffenexporteur. Passt dies zu den "(Werte)-Grundlagen unserer Gesellschaft - oder muessen wir uns nicht fragen, ob dieser Wirtschaftszweig nicht von grosser volkswirtschaftlicher Bedeutung ist und wieviele Arbeitsplaetze daran haengen? Gewinn oder Gewissen?????


    Ja, darauf weisst man gerne hin. Nur sollte man mit realistischen Zahlen rechnen. Wie gross ist der Abstand zu den zwei Führenden. Wie hoch ist der Anteil der Rüstungsexporte gemessen an der Wirtschaftsleistung. Dann sehen die Zahlen schon anders aus.
    http://scienceblogs.de/chevoja…stungsexporte-uebersicht/


    Mit der Bedeutung des Rüstungsexportes für die Gesamtwirtschaft wird gerne übertrieben.

  • […] Deutschland ist der drittgroesste Waffenexporteur. Passt dies zu den "(Werte)-Grundlagen unserer Gesellschaft […] ?

    Und wie gut das passt - denn innerhalb Deutschlands sind Waffenhandel und -besitz äusserst restriktiv reguliert; also verkauft man, was man auf hohem Niveau zu produzieren versteht, ins Ausland. "Waffen", das sind übrigens bei weitem nicht nur Sport- oder Jagdwaffen; was Deutschland exportiert, sind bekanntlich U-Boote, Fregatten, Teile für den Eurofighter, Panzer, Lenkwaffen etc.

  • Wie schön, dass es hier so viel zu lesen gibt :)


    Das Problem. das mich umtreibt, ist, dass die Wirtschaft (=PRIVAT mit PRIVATinteressen) und die Außenpolitik (=STAAT mit gesamtgesellschaftlichen Interessen) bei uns so eng verschränkt sind. Die Außenpolitik sollte (meiner Meinung nach) auf einem ethsichen Grundgerüst fußen, dass unserem geellschaftlichen System entspricht und das aus der Vergangenheit lernt. Nur dann wiederholen sich die Fehler aus der Geschichte nicht immer wieder.


    Die Wirtschaft muss in Deutschland immer neue Absatzmärkte und Produktionsstätten suchen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Und sie brauchte einen - im Verhältnis zur D-Mark - schwächeren Euro, weil sie hiervon auf den internationalen Märkten profitiert. Sie profitiert auch davon, wenn man es mit den Regierungssystemen nicht so genau nimmt. Und sie braucht braucht die Außenpolitik zum Anbahnen der Geschäfte, es braucht Abkommen, Vereinbarungen, Investitionssicherheit.


    Nun gibt es ein Problem (z.B. die Ukraine) und Wirtschaftssanktionen werden vereinbart - damit scheiden wir uns aber ins eigene Fleisch. Oder Griechenland: Hier hätte es bei einer echten Währungsunion einer deutlich anderen Vorgehensweise beduft. Aber auch diese wurde dem eigenen Profit geopfert.


    Und dieser Profit ist in Europa immer der deutsche. Deutschalnd hat aufgrund seiner wirtschaftlichen Struktur momentan die stäkste Kraft in Europa und setzt diese Stärke äußerst egoistisch ein und destabillsiert damit die EU. Solidarität gibt es nur, wenn Deutschland sie braucht - wie jetzt in der Flüchtlingskrise. Da ist auf einmal sogar ein Deal mit der Türkei recht, die weit weg von europäischen Werten und momentan nicht mal auf dem Weg dahin ist.


    Für mich herrscht hier eine deutlich sichtbare Interessenkollusion zwischen den Werten, die bei uns gelten und die Basis der Außenpolitik sein sollten und den Interessen der Wirtschaft, für die derartige in der Regel nur unnötigen Balssat darstellt.


    Ich finde diese seltsame Verschränkung sehr bedenklich, in deutscher, in europäischer und in globaler Hinsicht.

  • (...)
    Und dieser Profit ist in Europa immer der deutsche. Deutschalnd hat aufgrund seiner wirtschaftlichen Struktur momentan die stäkste Kraft in Europa und setzt diese Stärke äußerst egoistisch ein und destabillsiert damit die EU. Solidarität gibt es nur, wenn Deutschland sie braucht - wie jetzt in der Flüchtlingskrise. Da ist auf einmal sogar ein Deal mit der Türkei recht, die weit weg von europäischen Werten und momentan nicht mal auf dem Weg dahin ist.


    Für mich herrscht hier eine deutlich sichtbare Interessenkollusion zwischen den Werten, die bei uns gelten und die Basis der Außenpolitik sein sollten und den Interessen der Wirtschaft, für die derartige in der Regel nur unnötigen Balssat darstellt.


    Ich finde diese seltsame Verschränkung sehr bedenklich, in deutscher, in europäischer und in globaler Hinsicht.



    deutsche interessen? wessen denn?
    der deutsche profit? wessen?
    hast du in den letzten jahren einen ausserordentlichen profit gemacht, während in deutschland die milliardenhohen vermögensberge in den kapitalhimmel gewachsen sind?
    das system? welches? wessen?


    es wird unermüdlich geld gedruckt, als giralgeld geschaffen und in dieses system gepumpt.
    kommt davon etwas bei dir an?
    wer profitiert von den riesigen geldmengen?


    wem gehört die welt?
    das ist der titel eines freds hierzuforen. lies da mal rein. ich kann dir auch den bankenfred ans herz legen, wenn du etwas mehr über das geldsystem erfahren möchtest.


    deutsche wirtschaftsethik?
    ahnst du, wen die tatsächlich interessiert?


    genau.

    9 Mal editiert, zuletzt von A0468 ()


  • Dem Vergleich mit den Drogendealern moechte ich jenen der Ruestungsindustrie gegenueberstellen.
    Die Ruestungsindustrie ist -was sonst - unserer "Verteidigung":triumphant:nuetzlich - der Nutzen von Drogendealern sucht man dagegen vergeblich.


    Ich würde den Waffenexporteur mit dem Drogendealer vergleichen.
    Um sich verteidigen zu können, muss man keine Waffen exportieren. Da das "unsere" Rüstungsindustrie aber in nicht geringem Ausmaß tut ("drittgrößter Waffenexporteur"), würde ich dort nicht arbeiten wollen.