Angeklagt: Wucherpreise

  • Ich möchte hier mal ein neues Thema eröffnen, das die Möglichkeit bietet Wucherpreise an den Pranger zu stellen, wie es sich bei Wucherei gehört. Manche Preiserhöhung findet nämlich nicht am Preisschild statt, sondern locker flockig durch Minimierung des Inhaltes einer Packung bei gleich gebliebenem Preis.


    Natürlich werden nun viele wieder mosern, wer so etwas kauft ist ja schließlich selbst Schuld! Klar. Doch darum geht es mir gar nicht, sondern es geht eher darum, sich selbst mal wieder die Sinne beim Einkaufen zu schärfen und die eigene Gedankenlosigkeit, die manchmal leider zum Kauf führt, wach zu rütteln.


    Tipp: Wer Lebensmittel kauft, sollte stets auf die Kilo- oder Literpreise schauen. Da wird einem bewusst, dass manche Unternehmen glauben, sie könnten sich alles vergolden lassen.


    Mal ein kleines aber doch beachtliches Beispiel:


    Oberhalb vom Kassenband findet man nicht nur Süßigkeiten zur Verführung der Kinder, sondern auch beispielsweise (heute gesehen) Penninger Blutwurz, ein Kräuterlikör in einer 100ml-Flasche.


    Preis für 100 ml 3,49 €! Das entspricht einem Literpreis von 34,90 €! :yikes:


    Die Älteren unter uns werden es noch in DM umrechnen und stellen mit Erstaunen fest, dass der Liter Tatsächlich knapp 70,- DM ausmacht! :yikes:


    Niemand würde einen Liter Kräuterlikör für einen solchen Preis kaufen! Doch in dem "kleinen Fläschchen" mit 100 ml greift schon mal er Eine der Andere zu, sonst wäre er da nicht platziert.


    Also, ich würde mich sehr freuen, wenn viele andere Wucherpreise hier an den Pranger gestellt werden. :peace2:


    Danke.


    John

  • Das kleine Schnäpschen an der Rewe-Kasse ist sicher ein gutes Beispiel für Ãœberteuerung. Nur, wie willst Du das regeln? Preise staatlich vorschreiben? Nach meiner persönlichen Beobachtung an der Supermarktkasse greifen überwiegend Leute zu diesem teuren Schnäpschen, die ganz offensichtlich kein allzu hohes monatliches Budget haben. Letzteres scheint kein Zufall zu sein.

  • Ich nehme an, dass der Hersteller bzw. Vertreiber von Waren der Supermarktkette einen deutlichen Aufpreis bzw. Bonus zahlen muss, um seine Ware direkt an der Kasse gelagert zu bekommen.

  • Ich nehme an, dass der Hersteller bzw. Vertreiber von Waren der Supermarktkette einen deutlichen Aufpreis bzw. Bonus zahlen muss, um seine Ware direkt an der Kasse gelagert zu bekommen.


    Kommt auf das Produkt an. Andere Vertreiber müssen ihre Produkte selbst in den Regalen einsortieren und auffüllen.

  • Das kleine Schnäpschen an der Rewe-Kasse ist sicher ein gutes Beispiel für Ãœberteuerung. Nur, wie willst Du das regeln? Preise staatlich vorschreiben? Nach meiner persönlichen Beobachtung an der Supermarktkasse greifen überwiegend Leute zu diesem teuren Schnäpschen, die ganz offensichtlich kein allzu hohes monatliches Budget haben. Letzteres scheint kein Zufall zu sein.


    Danke Miriam.


    Wir können das natürlich nicht durch Zwangsmaßnahmen, etwa durch staatliches Vorschreiben. Nein, das ist wirklich nicht das Ansinnen. Ich denke eher durch wiederholte Veröffentlichungen von Wucherpreisen beispielsweise durch einen Thread wie diesen, lässt sich vielleicht das Bewusstsein der Menschen schärfen, denn Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Und wenn die Nachfrage durch überhöhte Preise in die Knie geht, dann wird sich auch am Wucher etwas ändern lassen.


    Dazu ein Beispiel:


    Kürzlich hatten wir im Supermarkt eine Frau beobachtet. Sie dachte mit einem "Sonderangebot" ein Schnäppchen zu machen. Leider war nicht, wie sonst üblich, ein Kilo in der Packung, sondern nur 700 g! Darauf angesprochen, dass der Preis der sonst für ein Kilo bezahlt wurde, doch deutlich weniger betrug, fing sie an zu rechnen. Ergebnis: Sie nahm Abstand vom Kauf.


    Und so ist es eigentlich gedacht, die Menschen zum Nachdenken zu animieren und überlegen, ob vermeintliche Angebote nicht doch vom Preis her deutlich überzogen sind. Das sind dann die so genannten Tricks der Lebensmittelindustrie, die uns zu oft versucht übers Ohr zu hauen.


    Man bietet inzwischen ja z.B. 40 g Wurst (keine besondere Art oder Qualität!) schön ausgebreitet in einer riesigen Plastikverpackung an (was ohnehin schon umwelttechnisch verwerflich ist) als wäre es eine große Menge und der Preis dafür beträgt 99 ct! Macht also einen Kilopreis von 24,75 €, sprich: umgerechnet in DM 48,51/kg. Das hätte zu DM-Zeiten niemand gekauft, weil der Preis Wucher ist! Und genau darum geht es, Nachzudenken, was man da eigentlich bezahlen muss! Aufhören Dinge zu kaufen, die die Lebensmittelindustrie mittels Täuschungsmanöver zum schnellen Reichtum verhilft. Bei solchen Preisen kann man seine Fleisch- und Wurstwaren getrost beim Metzger kaufen (der auch überleben will), teilweise noch preiswerter und das in Spitzenqualität!

    Einmal editiert, zuletzt von JohnBW ()

  • […] Oberhalb vom Kassenband findet man nicht nur Süßigkeiten zur Verführung der Kinder, sondern auch beispielsweise (heute gesehen) Penninger Blutwurz, ein Kräuterlikör in einer 100ml-Flasche. […] Niemand würde einen Liter Kräuterlikör für einen solchen Preis kaufen! Doch in dem "kleinen Fläschchen" mit 100 ml greift schon mal er Eine der Andere zu, sonst wäre er da nicht platziert. […]

    Der Nachsatz mag korrekt sein, aber so ein 100ml-Flachmann wird ja auch nicht zur Vorratshaltung erworben, sondern bei dringlichem Bedarf zum Sofortverzehr… da achtet kaum jemand auf den Preis - und 100 ml sind doch schon eine ordentliche Portion, die eventuell als "Taschenwärmer" für den Wochenendausflug zum Fußballplatz (Kreisliga, Stehplatz) taugt… was würde dieselbe Menge dieser (an der Kasse des Fußballvereins) vorbeizuschmuggelnden Spirituose im Vereinsheim dagegen kosten?

  • Kommt auf das Produkt an. Andere Vertreiber müssen ihre Produkte selbst in den Regalen einsortieren und auffüllen.

    Der Aufpreis (gegenüber größeren Verkaufsgebinden) erklärt sich eher durch die im selben Zeitraum eher seltener verkaufte Ware, die zudem erhöhte Lagerkosten mit sich bringt, weil die kleinen Flaschen regelmäßig wieder ins Regal eingepflegt werden müssen, häufiger auch Langfingern in die Hände fallen und zudem wohl bereits herstellerseitig mit zusätzlichen Kosten/Beiträgen für die Altglasentsorgung belegt sind - und beide (der Abfüller und der Supermarkt) wollen ja eine angemessene Gewinnmarge am Produkt vorzufinden wünschen… das nennt sich "Mischkalkulation". Und hat mit "Wucher" absolut nichts zu tun.

  • […] Man bietet inzwischen ja z.B. 40 g Wurst (keine besondere Art oder Qualität!) schön ausgebreitet in einer riesigen Plastikverpackung an (was ohnehin schon umwelttechnisch verwerflich ist) als wäre es eine große Menge und der Preis dafür beträgt 99 ct! […] Das hätte zu DM-Zeiten niemand gekauft […]

    Nun, wenn 40g Wurstaufschnitt, fertig in Scheiben geschnitten und in der flachen Verpackung bereits teilüberlappend ausgebreitet, wie früher bei Muttern auf einer Platte angerichtet, präsentiert wird, dann kommt dies den veränderten Verbrauchsgewohnheiten (Singlehaushalt statt fünfköpfiger Familie, fleischarme Ernährung, keine Vorratshaltung oder Mitnahme der Pausenbrot-Zutaten ins Büro, um dort mehrere Brötchen fisch zu belegen) doch sehr entgegen.
    Gewiss kann man die Kunststoffverpackung als umweltproblematisch betrachten, aber im Selbstbedienungskonzept ist es erforderlich, die Ware hygienisch und sicher verpackt anzubieten - und eine Einheitsgröße jener tiefgezogenen Plastik-/Foliendeckel-Hohlkörper ist für die Großschlachterei, deren Verpacker und die mit der Distribution beauftragten Unternehmen und Mitarbeiter sowohl kostensenkend als auch vorteilhaft wegen der gleichmäßigeren Auslastung von Kühlräumen und Transport-Lkw.

  • Nun, wenn 40g Wurstaufschnitt, fertig in Scheiben geschnitten und in der flachen Verpackung bereits teilüberlappend ausgebreitet, wie früher bei Muttern auf einer Platte angerichtet, präsentiert wird, dann kommt dies den veränderten Verbrauchsgewohnheiten (Singlehaushalt statt fünfköpfiger Familie, fleischarme Ernährung, keine Vorratshaltung oder Mitnahme der Pausenbrot-Zutaten ins Büro, um dort mehrere Brötchen fisch zu belegen) doch sehr entgegen.
    Gewiss kann man die Kunststoffverpackung als umweltproblematisch betrachten, aber im Selbstbedienungskonzept ist es erforderlich, die Ware hygienisch und sicher verpackt anzubieten - und eine Einheitsgröße jener tiefgezogenen Plastik-/Foliendeckel-Hohlkörper ist für die Großschlachterei, deren Verpacker und die mit der Distribution beauftragten Unternehmen und Mitarbeiter sowohl kostensenkend als auch vorteilhaft wegen der gleichmäßigeren Auslastung von Kühlräumen und Transport-Lkw.


    Nun, dann hast Du vermutlich den Sinn nicht ganz verstanden. Egal, ob Singlehaushalt oder für wen auch immer:


    Wucher bleibt Wucher! :yesnod: ​:wink5:


    Das ändert leider nichts!


    Und dann kann man - wie bereits erwähnt - ebenso bei jedem Metzger kaufen. Der will auch leben und hat zumeist die bessere Ware. :D


    LG


    John

  • […] Und dann kann man - wie bereits erwähnt - ebenso bei jedem Metzger kaufen. Der will auch leben und hat zumeist die bessere Ware. […]

    Kann man, sicher, wenn ein richtiger Metzgereibetrieb und -verkauf grad in dem Moment, in dem man seinen Einkauf durchzuführen Gelegenheit hat, grad auf dem Weg liegt - den meisten Menschen ergeht's heutzutage allerdings so, dass sie wegen voll verplanten Tages den Einkauf auf dem Arbeits- oder Heimweg oder in der viel zu kurzen Mittagspause durchführen, je nach Verfügbarkeit geeigneter Einzelhandelsgeschäfte/Supermärkte/Discounter. Der typische Discounterkunde ist den Thekenverkauf eh nicht mehr gewohnt, wer als Pendler auf dem Land lebt, wird am Wohnort meist gar keine Einkaufsgelegenheit mehr vorfinden. Und wer für seinen Einkauf nicht zu viel ZEIT aufwenden will, wird nicht lange Preise vergleichen.

  • Danke Miriam.


    Wir können das natürlich nicht durch Zwangsmaßnahmen, etwa durch staatliches Vorschreiben. Nein, das ist wirklich nicht das Ansinnen. Ich denke eher durch wiederholte Veröffentlichungen von Wucherpreisen beispielsweise durch einen Thread wie diesen, lässt sich vielleicht das Bewusstsein der Menschen schärfen, denn Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.


    Wie veil Prozent der Bevölkerung erreichst Du in einem solchen Forum?
    Mein Eindruck ist, dass in den unterschiedlichen Foren immer dieselben paar Dutzend Leute leben.

  • Wie veil Prozent der Bevölkerung erreichst Du in einem solchen Forum?
    Mein Eindruck ist, dass in den unterschiedlichen Foren immer dieselben paar Dutzend Leute leben.


    Stimmt leider. Daher unterstütze ich nahezu alle Aktionen, wie Petitionen, campact, foodwatch, abgeordnetenwatch, attack, usw.


    Aber vielleicht finden sich in den Foren auch Menschen, die wertvolle Informationen in ihren Diskussionskreisen argumentativ weitervermitteln können.


    Der wachsende Widerstand wird inzwischen allerdings in vielen Foren deutlich erkennbar und drückt sich somit schon sehr in den letzten Landtagswahlen aus, in denen es den neoliberalen Zusammenschlüssen der rechtslastigen Einheitsparteien aus csDU/sPD/Grünen und der gelben Splitterpartei immer weniger gelingt, ihre verlogenen Bündnisse zusammen zu bekommen. Das ist für mich ein gutes Zeichen! :)


    :thinking-020:

  • Kann man, sicher, wenn ein richtiger Metzgereibetrieb und -verkauf grad in dem Moment, in dem man seinen Einkauf durchzuführen Gelegenheit hat, grad auf dem Weg liegt - den meisten Menschen ergeht's heutzutage allerdings so, dass sie wegen voll verplanten Tages den Einkauf auf dem Arbeits- oder Heimweg oder in der viel zu kurzen Mittagspause durchführen, je nach Verfügbarkeit geeigneter Einzelhandelsgeschäfte/Supermärkte/Discounter. Der typische Discounterkunde ist den Thekenverkauf eh nicht mehr gewohnt, wer als Pendler auf dem Land lebt, wird am Wohnort meist gar keine Einkaufsgelegenheit mehr vorfinden. Und wer für seinen Einkauf nicht zu viel ZEIT aufwenden will, wird nicht lange Preise vergleichen.


    Zum Einen entkräftet das in keinster Weise den Wucher. Zum Anderen muss man auch mal darauf hinweisen, dass idiotischerweise jeder Supermarkt eine Fleischtheke haben muss, wobei das alles gar nicht verkauft werden kann, weil es schlicht zu viel ist. Oft wird dann alles umetikettiert und als Gammelfleisch/-wurst untergejubelt! Das bringt wieder die schwachsinnige qualvolle Massentierhaltung auf den Plan, der die korrupte Politik Tür und Tor öffnet. Solange die Spenden stimmen!

  • Zum Einen entkräftet das in keinster Weise den Wucher. Zum Anderen muss man auch mal darauf hinweisen, dass idiotischerweise jeder Supermarkt eine Fleischtheke haben muss […]

    Muss er (der Supermarkt) ? - Also gerade die kleineren, REWE City, "Nahkauf", "Nah und Frisch" und wie sie alle heißen, haben schon aus Platzgründen keine. Discounter ebensowenig. An manchen Standorten lohnt der Verkauf über'n Bedienungstresen ebensowenig - und wäre zudem recht personalaufwändig. Und dass die Supermärkte selbst "umetikettieren" würden, müsste auch erst einmal nachgewiesen werden - soweit ich mich erinnere, betrafen die Fälle des "Gammelfleischskandals" vor allem mittelständische Fleischereibetriebe, die als Zulieferer von Verpackungsbetrieben tätig waren, weil auch Fleisch ja nur noch als "Markenware" in nennenswerter Menge ver-/gekauft wird - und natürlich beim unsachgemäßen Transport von Dönerspießen (bei ungekühlter Autobahnfahrt im ausgedienten Postfahrzeug) - die übrigens im Supermarkt gar nicht angeboten werden…
    Wenn Du das Stichwort "Wucher" zum Inhalt Deines Kampfes um Veränderung der Verbrauchergewohnheiten machen wolltest, wie wär's, bei den Ladenmieten zu beginnen?






  • Ich habe so ein wenig den Eindruck, Du gleitest mit diesem Beitrag so ein wenig ins Allgemeinpolitische und von Deinem eigentlichen Threadthema ab.



    Was ist Wucher? Wo beginnt er?
    Ich habe letztes Jahr das Geschäft meines vorher verstorbenen Schwagers aufgelöst und die im Laden befindlichen Waren ausverkauft.
    Mein Schwager hatte seine Waren im Schnitt mit einem 100% Aufschlag zum Einkaufspreis verkauft. Ist das Wucher?
    Er hat damit nach Steuern etwa 600 Euro monatlich verdient. Es war ein Zubrot zu seiner Rente und außerdem auch ein wenig Hobby.
    Der Internethandel, Amazon & Co, bietet die Waren, welche mein Schwager verkaufte, zu 10% unter dem Einkaufspreis an, weil man in Masse höhere Rabatte bei den Produzenten aushandeln kann.
    Ich habe einmal gelesen, dass in Deutschland etwa 1 Million Selbständige mit ihrer Arbeit maximal bis weniger als das verdienen, was man an Hartz IV bekäme. Viele von denen dürften noch nicht einmal Anspruch auf Hartz IV haben.
    Gesetzliche Regularien wie Preisvorgaben, aber auch Mindestlöhne, führen zwingend zum sukzessiven Aussterben kleinerer Geschäftsmodelle und zu einer Monopolisierung der Wirtschaft.
    Ich hatte heute morgen an der Tankstelle ein Gespräch mit einem anderen Kunden bzw. dieser unterhielt sich gerade mit dem Verkäufer. An der Tankstelle werden auch Brötchen verkauft. Der andere Kunde meinte, er kenne nur noch eine einzige Bäckerei in der Stadt, die nicht Teil einer Großkette ist. Ich ließ mir gleich die Adresse nennen, denn ich kannte die Bäckerei bisher nicht.
    Viele kleine Geschäfte können dauerhaft gar nicht existieren, wenn sie alle, durchaus gut gemeinten gesetzlichen Vorgaben erfüllen würden. Denn das kann sich ein Geschäft nur leisten, wenn es Masse verkauft, womit wir wieder beim Konzentrations- bzw. Monopolisierungseffekt durch solche Vorgaben wären.


  • Durchaus nicht! Ich hatte mir lediglich die Freiheit genommen, auf Deinen Post zu antworten. Manchmal driftet man dann leider ein wenig in die Ausführlichkeit ab. :smilewinkgrin:


    Wucher ist grundsätzlich, wenn der Wert der Ware nicht den Gegenwert erlangt, der dafür in Geld verlangt wird. Und die Platzierung, sowie der werbeeffekterhaschende Aufbau die Leute dazu verführt unbedacht zuzugreifen!


    Insbesondere ist dann Wucher gegeben, wenn verdeckte Preiserhöhungen auftreten, die nur und ausschließlich der Gewinnmaximierung dienen, was heute Standard ist. Beispielsweise durch Verkleinerung des Verpackungsinhaltes bei optischer Vergrößerung der Packung o.ä. Ergo viel Luft verkauft wird.


    Wucher ist wenn zum Beispiel für


    LIMBURGER Deutscher Weichkäse (St. Mang Limburger 200g 40% Fett i.Tr.)



    3,98 € verlangt wird! Entspricht round about 20,- € für das Kilo, sprich: 40,- DM! Das ist Wucher und wer das kauft, dem ist nicht zu helfen! Vor allem der Anbieter will sich so etwas quasi vergolden lassen!


    Schaut man sich um, dann bekommt man für weniger als 1/3 des Geldes den gleichen Käse! :thinking-020:



    Daher gehören solche Dinge an den Pranger der Abzocke! :reddevil:


  • Wieso ist das Wucher? In dem gesamten Lebensmittelsortiment gibt es neben der bekannten Markenware noch preisgünstige
    "Hausmarken". Anscheinend sind viele Verbraucher gerne bereit für die Markenware mehr zu zahlen. Sehe ich nicht als Wucher an. Oft ist es "Pay for the Label".

  • Wieso ist das Wucher? In dem gesamten Lebensmittelsortiment gibt es neben der bekannten Markenware noch preisgünstige
    "Hausmarken". Anscheinend sind viele Verbraucher gerne bereit für die Markenware mehr zu zahlen. Sehe ich nicht als Wucher an. Oft ist es "Pay for the Label".


    Lies die Beiträge!


    Für den Fall der Fälle, ruf Mami an, die liest Dir das vor.

  • Wieso ist das Wucher? In dem gesamten Lebensmittelsortiment gibt es neben der bekannten Markenware noch preisgünstige
    "Hausmarken". Anscheinend sind viele Verbraucher gerne bereit für die Markenware mehr zu zahlen. Sehe ich nicht als Wucher an. Oft ist es "Pay for the Label".




    Genau so ist es!
    Jemand, der quasi "mit dem "Cent" (früher Pfennig) rechnen muss, der/die wird sich schon genau informieren, wo es das günstigste Angebot gibt. Und auch um preiswerte Alternativen wissen, die Gleiches beinhalten, jedoch nicht den Markennamen tragen.


    Ist doch wie bei Kleidung. Man kann sich bei einem Billigladen ein T-Shirt kaufen oder in einer Boutique ein ähnliches. Den Unterschied sieht man dann lediglich beim Preis. Wenn dann, wie schon des Öfteren im FS gesehen, Vergleiche angestellt wurden hinsichtlich der Qualität, z.B. nach dem Waschen o.a. oder nach wie vielen Wäschen sich das Teil verzieht, dann ist angesichts der Tatsache, dass wir nicht mehr in einer Zeit leben, wo Kleidung "aufgetragen" wird. Öfter mal was Neues. Na ja, meine Kleiderschränke sprechen da für sich... ;-)


    Man kann natürlich einen Billigwein kaufen, der genau so gut oder besser schmecken mag als ein teurer. Aber der Kunde will auch das Gefühl haben, sich etwas besonders Gutes zu genehmigen - und zu können! Also keinen Rotkäppchen Sekt sondern lieber eine Veuve Cliquot o.a. Das ist einfach das, was ein Stück an Lebensqualität ausmacht. Nach dem Motto: Ich kann es mir leisten.


    Was ich meine ist: Man kann, wenn man kann, man muss aber nicht! Nicht nur Qualität hat ihren Preis, sondern das ganze Drumherum, das auch mitbezahlt werden kann. So kann man nicht hingehen und in einer Kneipe den Bierpreis für die getrunkenen Gläser umrechnen, wieviel Flaschen man dafür würde kaufen können. Und wenn ich im guten Restaurant den Preis für ein boeuf tatar zahle, dann denke ich auch nicht daran, wie viele Burger ich dafür bei McDonalds würde essen können. ;-)))


    Ich denke nicht, dass solche vm Threadstarter sicherlich gut gemeinten Aufrufe zu mehr Wachsamkeit hinsichtlich Ãœbervorteilung wirklich erfolgreich sein werden. Denn so blöd ist doch ein Kunde gar nicht, dass er nicht vorher liest, was er da kauft? Und Nachfrage regelt das Angebot. Das war schon immer so.


    Ich fände es viel sinnvoller, wenn er/sie hingehen würde und sich dafür einsetzte, lieber etwas mehr zu bezahlen, dafür aber (halbwegs) sicher gehen zu können, dass z.B. Geflügel nicht aus einem schrecklichen Massenzuchtbetrieb stammt...Nur eins von vielen Beispielen. Denn das mit dem Limburger Käse ist in meinen Augen "Käse". ;-)
    Nichts für ungut!:angel:

  • […] Ich fände es viel sinnvoller, wenn er/sie hingehen würde und sich dafür einsetzte, lieber etwas mehr zu bezahlen, dafür aber (halbwegs) sicher gehen zu können, dass z.B. Geflügel nicht aus einem schrecklichen Massenzuchtbetrieb stammt...Nur eins von vielen Beispielen. Denn das mit dem Limburger Käse ist in meinen Augen "Käse". […]

    Massenkäsehaltung ist aber auch inhuman… gerade Weichkäse braucht auch ein wenig Auslauf!