Terror-Paranoia ...

  • ... breitet sich immer stärker aus, Menschen haben Angst, weil ein Professor im Flugzeug mathematische Gleichungen löst oder ein Student Arabisch spricht:
    http://www.spiegel.de/panorama…orverdacht-a-1091305.html


    http://www.spiegel.de/panorama…-verlassen-a-1087699.html


    Der Terrorismus scheint tatsächlich gesiegt zu haben: Wegen jeder Kleinigkeit reagieren erwachsene Menschen inzwischen panisch und lassen sich vor lauter Angst freiwillig reglementieren, überwachen und ausspionieren. Nichts als panische, ängstliche Schafe, wohin man auch sieht. Ich weiß gar nicht mehr, ob ich deshalb lachen (weil es irgendwo auch komisch ist) oder (vermutlich) eher weinen sollte ...

  • Ich kann Dir in Deiner psychologischen Einschätzung nur zustimmen. Man sagt das Wort „Geld regiert die Welt“ nicht zu Unrecht, heute muss man das ergänzen um „Angst regiert die westliche Welt“. „Westlich“ deshalb differenziert, weil die übrige Welt in ständiger Furcht eine andere psychische Abwehrbeherrschung kennt, als wir alle.

  • „Angst regiert die westliche Welt“.


    Als Flüchtling aus der muslimischen Welt hätte ich aber Angst, sonst wäre ich nicht geflohen.

  • Als Flüchtling aus der muslimischen Welt hätte ich aber Angst, sonst wäre ich nicht geflohen.


    was ja auch viele bereits taten, erfolgreich oder zu Tode gekommen auf der Flucht, und immer noch tun. Diese haben aber nicht nur „Angst“, sondern sind des Todes bedroht. Erkennen Sie den Unterschied?
    Oder erklären Sie mir bitte näher, was Sie meinen.

  • ... breitet sich immer stärker aus, Menschen haben Angst, weil ein Professor im Flugzeug mathematische Gleichungen löst oder ein Student Arabisch spricht:
    http://www.spiegel.de/panorama…orverdacht-a-1091305.html


    http://www.spiegel.de/panorama…-verlassen-a-1087699.html


    Der Terrorismus scheint tatsächlich gesiegt zu haben: Wegen jeder Kleinigkeit reagieren erwachsene Menschen inzwischen panisch und lassen sich vor lauter Angst freiwillig reglementieren, überwachen und ausspionieren. Nichts als panische, ängstliche Schafe, wohin man auch sieht. Ich weiß gar nicht mehr, ob ich deshalb lachen (weil es irgendwo auch komisch ist) oder (vermutlich) eher weinen sollte ...



    was an der meldung aufhorchen lässt, ist der umstand, dass das personal offenbar nicht imstande ist, mathematische berechnungen als solche zu erkennen und die sache an bord, ohne weiteres aufheben zu veranstalten, aufzuklären.
    dass dagegen verschrobene leute sich verschrobene gedanken bei ihnen unbegreiflichen beobachtungen machen, ist keine erfindung, die erst durch die terror-hysterie aufgekommen ist.


    dass sich aber auch leute so wenig souverän zeigen, die eigentlich dafür ausgebildet sein und über ausreichende allgemeinbildung verfügen sollten, um die situation zu erfassen und unaufgeregt zu lösen, ist das eigentlich beängstigende.
    die wären immerhin auch in einem echten notfall die kapellmeister für die problemlösung an bord....

    2 Mal editiert, zuletzt von A0468 ()

  • Ähnliche Gedanken gingen mir beim lesen auch durch den Kopf.
    Ich fragte mich, warum man solch banale Angelegenheiten nicht einfach ansprechen und klären kann.


    Anscheinend ist die Bildungsmisere in den USA schlimmer als ich dachte.

  • Was die Bildungsmisere angeht, brauchen wir uns wirklich nicht vor den USA zu verstecken.


    Das Bildungsniveau der unteren Schichten braucht nur so weit entwickelt zu sein, dass sie gerade imstande sind, ihre Verrichtungen als Konsumenten kritiklos zu erledigen. Als Arbeitskräfte werden sie eigentlich nicht gebraucht, weil irgendwo auf der Welt billigere zur Verfügung stehen. Das, was vom Staat noch übrig ist, alimentiert diese Konsumenten, damit sie als solche auch handlungsfähig sind. Finanzier der Alimentierung ist der arbeitende Mittelstand, der aber auch nur die Bedeutung erhält, die er für seine Funktion als dieser Finanzier unbedingt braucht.


    Damit dieses Hamsterrad auch immer gut geölt läuft, wird die Terror-Paranoia, Islam-Paranoia und jede andere, die sich marktgerecht entwickeln lässt, kultiviert.


    Ich will damit ausdrücklich kein VT-Monstrum aufbauen, weil dieses erst gar nicht funktionieren kann, denn es benötigt so viele Mitwisser und -täter, dass sich eine Verschwörung von selbst ad absurdum führt.


    Es reicht doch aus, eine reale und überhaupt nicht abstreitbare Gefahr wie z.B. IS medien- und bildungsniveaugerecht aufzuhübschen, um sie den Marathonläufern in ihren Hamsterrädern am besten als scripted reality vorzududeln. Das schafft doch Identität und ein Feindbild, das die tatsächlich wirkenden Mechanismen unspannend erscheinen lässt.

    2 Mal editiert, zuletzt von Wieben Klas ()

  • Man muss sich fragen, warum gerade die, die schon bei einer theoretisch vorhandenen Gefahr in Panik geraten, so wenig Verständnis für die haben, die aus ihren Ländern abhauen, weil ihnen tatsächlich ständig Bomben oder Sprengstoffgürtel um die Ohren fliegen.

  • Ich kann Dir in Deiner psychologischen Einschätzung nur zustimmen. Man sagt das Wort „Geld regiert die Welt“ nicht zu Unrecht, heute muss man das ergänzen um „Angst regiert die westliche Welt“. „Westlich“ deshalb differenziert, weil die übrige Welt in ständiger Furcht eine andere psychische Abwehrbeherrschung kennt, als wir alle.


    Ach Gottchen, schon wieder mal die Angstkarte... Langsam wird es langweilig.


    Kein rational denkender Mensch hat Angst, Betroffener eines Terroranschlages zu werden. Egal, ob von linken, rechten oder religiös gesteuerten Idioten verursacht. Beruflich tatsächlich gefährdete Menschen mal außen vor. Die meisten wollen ganz einfach nicht, das Terror zum festen Bestandteil der politischen Auseinandersetzung, also zum Leben, in der westlichen Gesellschaft wird. Völlig ungeachtet der tatsächlichen Wahrscheinlichkeit, selbst direkt betroffen zu sein.

  • Ähnliche Gedanken gingen mir beim lesen auch durch den Kopf.
    Ich fragte mich, warum man solch banale Angelegenheiten nicht einfach ansprechen und klären kann.
    Anscheinend ist die Bildungsmisere in den USA schlimmer als ich dachte.


    Och Gott, nicht nur die Bildungsmisere... Aber im Ernst, wenn jemand wie Rivaldo kurz eben "posted" das er möglichen Olympia Besuchern von einem Aufenthalt in Rio abrät http://www.spiegel.de/sport/fu…de-janeiro-a-1091355.html ist das natürlich morbid sexy und schürt die Angst.. Unterschlägt er natürlich das seit Jahren ganz andere Städte in Brasilien die Kriminalitätsrate toppen ( Ich war ja gerade in einer der Besagten ).


    Aber solche Twitereien lesen wir kaum aus Los Angeles ( und seine Stadtteile) - wo sich ja jeder eingeflogene RTL C Promi bekanntlich so sauwohl fühlt ...


    "But Rio Is Safer Than Compton, Detroit, St. Louis..."


    http://www.forbes.com/sites/ke…s-in-brazil/#6e1b2fae1a0b

    2 Mal editiert, zuletzt von Bicyclerepairmen ()


  • Was irgendwie auffällig ist, ist dass alle gefährlichen Städte auf dem amerikanischen Kontinent liegen, wenn man mal alle in einen Topf schmeißt.


    http://www.travelbook.de/welt/…edte-der-welt-738997.html

  • Kriegsgebiete sind ausgenommen. Ansonsten ist es kaum der Rede wert.


    die menschen die ihr leben verloren haben werden nicht wieder lebendig.kollateralschaden????????????

  • die menschen die ihr leben verloren haben werden nicht wieder lebendig.kollateralschaden????????????


    Es ging um die 50 gefährlichsten Städte der Welt (Tote pro 100.000 Einwohner). Davon findest Du in Afrika nur ganz wenige in den Townships Südafrikas. Ansonsten alle anderen in Süd- und Nordamerika.


  • Kein rational denkender Mensch hat Angst, Betroffener eines Terroranschlages zu werden.


    Dann bleibt die Frage, ob sich nicht derzeit das Verhältnis der irrational zu den rational denkenden Menschen bedenklich zu Ungunsten letzterer am verschieben ist - auch beeinflusst durch Politik und Berichterstattung. Diese Fälle von panisch reagierden Menschen häufen sich bedenklich. Wenn ich das nächste Mal eine Schachpartie im Flugzeug notiere, bin ich dann vermutlich all dieser komischen Symbole wegen der nächste "Terrorist" ...



    Die meisten wollen ganz einfach nicht, das Terror zum festen Bestandteil der politischen Auseinandersetzung, also zum Leben, in der westlichen Gesellschaft wird.


    Er wird es aber gerade dadurch, dass dem Thema in Berichterstattung und politischen Debatten ("In unsicheren Zeiten wie dieser ...") mehr Raum zugestanden wird, als ihm aufgrund der tatsächlichen Alltagsrelevanz eingeräumt werden sollte. Wenig verwunderlich, dass irgendwann immer mehr Leute in jedem Koffer gleich eine Bombe wähnen und jeden, der eine ihnen nicht verständliche Sprache spricht (oder schreibt) für die Auferstehung Bin Ladens persönlich halten ...

  • Es ging um die 50 gefährlichsten Städte der Welt (Tote pro 100.000 Einwohner). Davon findest Du in Afrika nur ganz wenige in den Townships Südafrikas. Ansonsten alle anderen in Süd- und Nordamerika.


    zufaelligerweise war ich mal in suedafrika..seit dem sturz der "weissen"regierung wurde nichts besser fuer die mehrheit.der so hochgelobte mandela war auch kein heiliger.ich wuerde meinen sudafrika ist inzwischen mit das gefaehrlichste pflaster in der welt ,toppt auch mexiko

  • Kriegsgebiete sind ausgenommen. Ansonsten ist es kaum der Rede wert.


    Sprichst du jetzt von "Tourismus" hinter hohen Mauern und Terrorismus oder von der Gefährdung von Menschen, die einfach ihren Rucksack nehmen und dort hin gehen, um Land und Leute kennen zu lernen??

  • Sprichst du jetzt von "Tourismus" hinter hohen Mauern und Terrorismus oder von der Gefährdung von Menschen, die einfach ihren Rucksack nehmen und dort hin gehen, um Land und Leute kennen zu lernen??


    Es ging doch nur um eine Statistik, die ich noch nicht mal selbst gefälscht habe. :biggrin: Es ist weiter oben verlinkt (die 50 gefährlichsten Städte der Welt - Tote pro 100.000 Einwohner). Und die sind so gut wie alle über'm Teich. Siehst Du das anders ? Ist es in Sachsen gefährlicher ? :wink5: