Terror-Paranoia ...

  • Dazu was aus Wikipedia:


    Zitat

    Robert Steinhäuser war bis Anfang Oktober 2001 Schüler des Gutenberg-Gymnasiums. Ende September 2001 blieb er einige Tage vom Unterricht fern, als Entschuldigung legte er ein ärztliches Attest vor. Jedoch wurde schnell bemerkt, dass es sich um eine Fälschung handelte. Wegen dieser Urkundenfälschung wurde Steinhäuser der Schule verwiesen.Im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern gab es in Thüringen an Gymnasien keine Prüfungen oder automatische Zuerkennung der mittleren Reife (Realschulabschluss) nach der 10. Klasse. Schüler, die das Abitur nicht bestanden oder – wie Steinhäuser – der Schule verwiesen wurden, hatten dadurch keinen Schulabschluss und somit kaum eine berufliche Perspektive.
    Als mögliches Motiv für den Amoklauf wird daher der aus Sicht des Täters ungerechtfertigte Schulverweis, der später auch als rechtlich nicht haltbar erkannt wurde (s. S. 306/307 des Berichtes des Untersuchungsausschusses), und die damit verbundene berufliche Aussichtslosigkeit angesehen.


    Immer wieder hört man davon, wie bedenkenlos Lehrer mit dem beruflichen Schicksal ihrer Schüler umgehen. Eine Bekannte von mir, eine Journalistin, die u.a. Schulgeschichten "aufarbeitet", sagt immer, dass sie sich wundert, dass aus Schulen nicht mehr Amokläufer hervorgehen.

  • Dazu was aus Wikipedia:



    Immer wieder hört man davon, wie bedenkenlos Lehrer mit dem beruflichen Schicksal ihrer Schüler umgehen. Eine Bekannte von mir, eine Journalistin, die u.a. Schulgeschichten "aufarbeitet", sagt immer, dass sie sich wundert, dass aus Schulen nicht mehr Amokläufer hervorgehen.



    Er hätte doch nach dem Verweis von der Schule auf eine Realschule gehen können. Nach Wiederholung der 10. Klasse hätte er die Mittlere Reife bekommen - falls bestanden.

  • Wenn ein seriöses Medium wie der Spiegel davon schreibt, dass eben diese beschriebene Prozedur Herr Steinhäuser auch hätte machen können ...
    " Scheitern sie dabei, müssen sie die Klasse wiederholen oder die Schule verlassen. In dem Fall könnten sie jedoch die 10. Klasse auf der Realschule noch einmal absolvieren und so das Zeugnis der Mittleren Reife erhalten. Das allerdings hätte auch Robert Steinhäuser in Erfurt machen können. "
    ... so ging ich davon aus, dass Herrn Steinhäuser damals die Möglichkeit des Schulwechsels bereits offengestanden hätte!
    Ich verstehe das Zitat so, dass Steinhäuser nach seinem Scheitern am Gymnasium nur hätte auf eine Schule wechseln müssen, an der er die Mittlere reife nachholen konnte.
    Oder wie ist dann der zitierte Abschnitt zu interpretieren?


    Zumindest anders, als Ihre vorher gegangene Interpretation des Automatismus (Abschluss 10. Klasse Gym = autom. Mittlere Reife) sich las, denn Sie schreiben doch selbst, er, Steinhäuser, hätte durch den Wechsel der Schule seine MR "nachholen" können.

  • Er hätte doch nach dem Verweis von der Schule auf eine Realschule gehen können. Nach Wiederholung der 10. Klasse hätte er die Mittlere Reife bekommen - falls bestanden.


    Wiederholung eines Jahres. Was ist jetzt mit dem Automatismus?


  • Und was stand dazu im Spiegel-Artikel?
    Scheitern sie dabei, müssen sie die Klasse wiederholen oder die Schule verlassen. In dem Fall könnten sie jedoch die 10. Klasse auf der Realschule noch einmal absolvieren und so das Zeugnis der Mittleren Reife erhalten. Das allerdings hätte auch Robert Steinhäuser in Erfurt machen können.
    Folglich hätte Steinhäuser also nur auf eine Realschule wechseln und sich dem im Spiegel-Artikel beschriebenen Prozedere unterziehen müssen!



  • Hätte er. Genau so wie ich oder ander mit 50-60 noch eine Hochschulreife ( wenn Sie denn keine haben ) nachholen können.
    Per Abendschule oder was auch immer.

    Der Punkt ist, das man in Thüringen nach dem nicht erreichen des Abiturs in einem Gymnasium ohne jeglichen Schulabschluss da stand. Und Anlass der lang hinfälligen Änderung dieses Schwachsinns war der Amoklauf in Erfurt.

  • Ohne behaupten zu wollen, dass alle Lehrer die Schüler mobben, möchte ich aber davor warnen, die Schulen als friedlichen Hort des begleiteten Lernens zu betrachten. Amokläufer, die ja sehr oft ihre eigenen Schulen als Ziel wählen, zeigen die Spitze des Eisbergs.


    Heutzutage schlagen die Lehrer nicht mehr, sie haben aber subtile Methoden, missliebige Schüler dem Schülermob zuzutreiben. So weiß ich aktuell von einem Fall, bei dem ein Lehrer jedes Mal, wenn er einem bestimmten Schüler eine Frage stellt, sie einleitet mit den Worten: "Hoffentlich weißt Du wenigstens das." Klar, dass der Junge auf dem Heimweg regelmäßig verprügelt wird.

    Solche Lehrer und solche Prügelvergnügen gab es in meiner Gymnasialzeit viele - ich war selbst viele Male Opfer. Auch des kollektiven Prügelns. Ausgenommen die Heroen meiner Schulzeit, die mir die Augen für die Welt öffneten und an die ich heute nach 50 Jahren noch mit Dankbarkeit und Liebe denke.

    Einmal editiert, zuletzt von Anakoluth ()

  • Ich weiß nicht, ob man den Schulen allein alle Verantwortung zuweisen sollte. Ich denke eher, sie sind der Auslöser. Um Amokläufer werden zu wollen/können, braucht es eine bestimmte Psyche - und die entwicklet sich im Elternhaus. Und so findet man bei Amokläufern häufig ein liebloses, von physischer oder psychischer Gewalt geprägtes Zuhause.


    Jemand, der aus einem liebevollen Elternhaus kommt, stabil im Leben steht, Freude daran hat, wird in der grottigsten Schule kein Amokläufer.

  • Hätte er. Genau so wie ich oder ander mit 50-60 noch eine Hochschulreife ( wenn Sie denn keine haben ) nachholen können.
    Per Abendschule oder was auch immer.

    Der Punkt ist, das man in Thüringen nach dem nicht erreichen des Abiturs in einem Gymnasium ohne jeglichen Schulabschluss da stand. Und Anlass der lang hinfälligen Änderung dieses Schwachsinns war der Amoklauf in Erfurt.

    Dazu kommt, was im Wikipedia-Beitrag auch genannt wurde, nämlich

    Zitat

    Als mögliches Motiv für den Amoklauf wird daher der aus Sicht des Täters ungerechtfertigte Schulverweis, der später auch als rechtlich nicht haltbar erkannt wurde (s. S. 306/307 des Berichtes des Untersuchungsausschusses), und die damit verbundene berufliche Aussichtslosigkeit angesehen.


  • Ich weiß nicht, ob man den Schulen allein alle Verantwortung zuweisen sollte. Ich denke eher, sie sind der Auslöser. Um Amokläufer werden zu wollen/können, braucht es eine bestimmte Psyche - und die entwicklet sich im Elternhaus. Und so findet man bei Amokläufern häufig ein liebloses, von physischer oder psychischer Gewalt geprägtes Zuhause.


    Jemand, der aus einem liebevollen Elternhaus kommt, stabil im Leben steht, Freude daran hat, wird in der grottigsten Schule kein Amokläufer.

    Das ist natürlich richtig, aber wenn das Elternhaus bereits lieblos ist und der Schüler obendrein dort, wo er fast mehr seiner wachen Zeit zubringt als daheim, schikaniert und schlecht und ungerecht behandelt wird, kann man das durchaus als erklärbares Motiv dafür sehen, dass einem die Sicherung durchbrennt.


    Ich will das nicht entschuldigen, ich meine nur, dass gerade bei Amokläufen genau hingeschaut werden muss, wer außer den Eltern noch versagt hat. Im Fall Steinhäuser war es definitiv die Lehrerschaft, allen voran die Direktorin, die mit ihrem Fehlverhalten leider durchkam.


    Ich kann mich erinnern, dass ich damals, als ich von der Neueröffnung der Schule und der "bewegten" Rede der Direktorin las, am liebsten hingefahren und ihr mit ein paar Ohrfeigen zu Diensten gewesen wäre.

  • Möglicherweise wird in Deutschland deswegen marginalisiert um zu versuchen andere zu terrorisieren. Ãœber die Ausbeutung von Teilen der ehemaligen Mittelschicht werden schwierige Gewaltäter gestärkt, die teilweise zu terroristischen Anschlägen bereit sind. Es ist bekannt bereits, dass die Beschneidung und Verschleierung von Frauen zu einer politischen Polarisierung führen kann , die letztendlich in inneren Unruhen, bürgerkriegsähnlichen Zuständen und mehr mündet. Auch andere Frauenfeindlichkeiten, wie Zwangsprostitution ohne Einkommen, Kneifen und Schlagen der Frau lädt den frauenfeindlichen Mob ein, der irgendwann nicht mehr aufzuhalten ist. Sie sind schon auch grund von Eingriffen in anderen Ländern. Es ist eine Illusion gewaltätige Menschen noch so stoppen zu können. Die rotten sich so schon zusammen. So könnte doch irgendwann eine militärische Massnahmen gegen sie notwendig werden. Es wird deshalb versucht z.B. über die Inklusion Formen der Ausbeutung zu kompensieren.Immer wieder geraten Menschen an den Rand der Gesellschaft, werden Obdachlos und haben keine Chance mehr."Die Forderung nach sozialer Inklusion ist verwirklicht, wenn jeder Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollem Umfang an ihr teilzuhaben oder teilzunehmen. Unterschiede und Abweichungen werden im Rahmen der sozialen Inklusion bewusst wahrgenommen, aber in ihrer Bedeutung eingeschränkt oder gar aufgehoben. Ihr Vorhandensein wird von der Gesellschaft weder in Frage gestellt noch als Besonderheit gesehen. (...)Inklusion beschreibt dabei die Gleichwertigkeit eines Individuums, ohne dass dabei Normalität vorausgesetzt wird. Normal ist vielmehr die Vielfalt, das Vorhandensein von Unterschieden. Die einzelne Person ist nicht mehr gezwungen, nicht erreichbare Normen zu erfüllen, vielmehr ist es die Gesellschaft, die Strukturen schafft, in denen sich Personen mit Besonderheiten einbringen und auf die ihnen eigene Art wertvolle Leistungen erbringen können. " Aus: Wikipedia: Soziale Inklusion

  • Yo, so schnell wird aus einem armen Mobbingopfer unter Medikamenten der voll zurechnungsfähige Nazi.... danke für die hier ausführliche Vorführung der Doppelzüngigkeit. :)


    Deinen Griff ins Klo vor fast genau 2 Jahren kontere ich hier mal mit dem:


    http://www.belltower.news/arti…e-rechtsextremismus-13977


    Zitat

    Fast zwei Jahre ist der Amoklauf am Münchner Olympia-Einkaufszentrum mit neun Toten her. Jetzt gibt es neue Erkenntnisse zum Täter. David Sonboly gehörte zu einer weltweiten Gruppe von jungen und hasserfüllten Rechtsextremen. Doch die ermittelnden Behörden wollen davon wenig wissen. Die Nebenklage erhebt schwere Vorwürfe.

  • Es sollte in jedem Land eine Polizeigruppe geben, die sich nur mit Vernetzungen befasst. Dem Verfassungsschutz kann man das wohl nicht anvertrauen, wohl aber guten Internetlern. Die hätten besser den Sumpf um Zschäpe herum erkennen können, so dass ihre Erkenntnisse beizeiten in die Polizeiarbeit hätten einfließen können.