Göttliche Rache?

  • Ich habe überwiegend Menschen erlebt, die sich gerne der Bestrafung hingeben.

    Heute noch? Selbstgeißelungen bis zur Extase sind in manchen alten Klöstern die Regel gewesen, oder bei Umzügen, wo sich Menschen selbst mit Peitschen geschlagen haben, bis das Blut lief. ich meine, dass irgendeine verdreht sexuelle Motivation dabei gewesen ist, so eine fromme Sado-Maso-Nummer.

  • Heute noch? Selbstgeißelungen bis zur Extase sind in manchen alten Klöstern die Regel gewesen, oder bei Umzügen, wo sich Menschen selbst mit Peitschen geschlagen haben, bis das Blut lief. ich meine, dass irgendeine verdreht sexuelle Motivation dabei gewesen ist, so eine fromme Sado-Maso-Nummer.


    Das sehe ich heutzutage nur noch bei den Shia.

  • Das sehe ich heutzutage nur noch bei den Shia.


    Na, dann tät ich das doch mal aufzeigen tun, gelle? Auf Deine bloße Sicht möchte ich mich nur ungern verlassen. Ich seh es zum Beispiel bei der immer noch grassierenden Schwulen- und Lesbenaversion in unserer Kultur, bei der Sucht abendländischer Kulturen, scharf darauf zu achten, wer denn dazu gehören darf - da erwähne ich nur die amerikanische Gesellschaft, wo Schwarze beliebig gern erschossen werden dürfen von Amts wegen -, and so on. Tu Dich mal in den Netzen außerhalb dieses wohlerzogenen Politopia um und akzeptiere, wieviel widerlicher Haß und Schmähungen dort über Schwule, Leben und Andersartige ausgekippt wird. Dann halt endlich die Klappe, wie böse der böse, böse Islam doch ist. Wenn ich in die Abgründe beider Lager schaue, weiß ich wahrlich nicht, wofür ich mich entscheiden soll.

  • Heute noch? Selbstgeißelungen bis zur Extase sind in manchen alten Klöstern die Regel gewesen, oder bei Umzügen, wo sich Menschen selbst mit Peitschen geschlagen haben, bis das Blut lief. ich meine, dass irgendeine verdreht sexuelle Motivation dabei gewesen ist, so eine fromme Sado-Maso-Nummer.


    Nun, der Große Exorzimus ist bei den Katholen bis heute nicht widerrufen worden. Ich erinnere an den Fall der Anneliese Michel, die in den 70ern 67 mal zu Tode exorziert wurde.


    Look at this und erschaudere: https://de.wikipedia.org/wiki/Anneliese_Michel

  • Na, dann tät ich das doch mal aufzeigen tun, gelle? Auf Deine bloße Sicht möchte ich mich nur ungern verlassen. Ich seh es zum Beispiel bei der immer noch grassierenden Schwulen- und Lesbenaversion in unserer Kultur, bei der Sucht abendländischer Kulturen, scharf darauf zu achten, wer denn dazu gehören darf - da erwähne ich nur die amerikanische Gesellschaft, wo Schwarze beliebig gern erschossen werden dürfen von Amts wegen -, and so on. Tu Dich mal in den Netzen außerhalb dieses wohlerzogenen Politopia um und akzeptiere, wieviel widerlicher Haß und Schmähungen dort über Schwule, Leben und Andersartige ausgekippt wird. Dann halt endlich die Klappe, wie böse der böse, böse Islam doch ist. Wenn ich in die Abgründe beider Lager schaue, weiß ich wahrlich nicht, wofür ich mich entscheiden soll.


    Anstatt der Pöbelei mache Dich lieber mal schlau, zu welchem Anlass die Selbstgeißelung (Sinazani) ausgeübt wird.


    Steht in Wikipedia unter "Aschura".


    Unter "Bilder" auf "Google" siehst Du dann wie blutig das ist. Selbst kleine Kinder werden dazu angehalten.


  • Das Motiv der Rache macht mich sprachlos und es ist ein Argument, dem ich jetzt erst einmal nichts entgegen setzen kann und will. Danke für deine Antwort.
    Es ist gut das es Gerichte gibt die ein Strafemaß anordnen, damit der Schädiger zur Besinnung kommt.


    Heute noch? Selbstgeißelungen bis zur Extase sind in manchen alten Klöstern die Regel gewesen, oder bei Umzügen, wo sich Menschen selbst mit Peitschen geschlagen haben, bis das Blut lief. ich meine, dass irgendeine verdreht sexuelle Motivation dabei gewesen ist, so eine fromme Sado-Maso-Nummer.


    Ja du hast Recht. Ich habe mir den folgenden Link angesehen, den Jerry eingestellt hat. Ich kann es einfach nicht glauben, es ist so abartig.


  • Das Motiv der Rache macht mich sprachlos und es ist ein Argument, dem ich jetzt erst einmal nichts entgegen setzen kann und will. Danke für deine Antwort."
    Es ist gut das es Gerichte gibt die ein Strafemaß anordnen, damit der Schädiger zur Besinnung kommt.


    Die etwas provokante Frage mag erlaubt sein, ob ein Täter-Opfer-Ausgleich und eine Bereinigung der Situation im „ganzheitlichen Sinne“ überhaupt stattfindet, wenn der Täter nicht das gleiche erleidet wie das Opfer, solange er also an sich selbst nicht spürt, was seine Tat bewirkte? Möglicherweise ist erst das die Voraussetzung dafür, dass sich die Tat nicht wiederholt. Die Frage, ob dies in Selbstjustiz oder durch eine übergeordnete, kollektiv legitimierte Ordnungsmacht geschieht, ist an diesem Punkt der Betrachtung erst einmal zweitrangig. Unsere "moralisch-ethischen" Vorstellungen und Leitbilder basieren auf einer täterorienterten Betrachtungsweise von Taten. Sie rücken den Täter in den Mittelpunkt, seine Motive usw. und nur sekundär das Opfer. Es ist für unser Rechtsverständnis nicht gleichgültig, ob ein Opfer auf diesem oder auf anderen Weg dasselbe erleidet. Für das Opfer ist es im Ergebnis aber durchaus dasselbe. Wir schauen also auf den Täter und nicht primär auf das Opfer.

  • Nun, der Große Exorzimus ist bei den Katholen bis heute nicht widerrufen worden. Ich erinnere an den Fall der Anneliese Michel, die in den 70ern 67 mal zu Tode exorziert wurde.


    Look at this und erschaudere: https://de.wikipedia.org/wiki/Anneliese_Michel

    Das war eine Selbstgeißelung? Was es nicht alles gibt!


    Geantwortet hatte ich auf Ennos Satz

    Zitat

    Ich habe überwiegend Menschen erlebt, die sich gerne der Bestrafung hingeben. Ich schreibe bewusst " Gerne

    und das kann ich mir nun gar nicht recht vorstellen, dass es das heutzutage bei uns noch in einem Maße gibt, dass Ennos überwiegend Menschen erlebt hat, die sich gerne der Bestrafung hingeben. Heutzutage!



  • Ja, sehe ich auch so. Das Kind wird sich schämen, weil es sich selbst bloß stellen muss: Als Dieb. Und ich glaube, dass diese Form eines Schamempfindens schlimmer ist als wenn es irgendeine andere Strafe erhält.

  • Das war eine Selbstgeißelung? Was es nicht alles gibt!


    Geantwortet hatte ich auf Ennos Satz und das kann ich mir nun gar nicht recht vorstellen, dass es das heutzutage bei uns noch in einem Maße gibt, dass Ennos überwiegend Menschen erlebt hat, die sich gerne der Bestrafung hingeben. Heutzutage! [/COLOR]



    Nun ja, Anneliese Michel hat sich freiwillig der Qual des Exorzismus
    unterzogen.
    Vielleicht hat Ennos ja diejenigen gemeint, die "Devoten" bei einer "Domina", die winseln: Herrin, ich war böse, bitte bestrafe mich... :clap: Das glaube ich dann schon, dass die das "gerne" tun, sich bestrafen lassen. Kicher*

  • Die exzessive Täterfixierung der Öffentlichkeit bei Ereignissen, in denen jemand durch Menschenhand zu Schaden kommt, ist schon sehr erstaunlich, scheint auch kaum jemanden aufzufallen. Unsere Gesellschaft hat ein um ein Vielfaches größeres Bedürfnis, auf vermeintliche Täter einzuprügeln als das Opfer in den Arm zu nehmen und zu trösten. Das kann man bei allen solchen Ereignissen erkennen. Man beschäftigt sich praktisch nur mit dem „bösen“ Täter und möglicherweise auch noch mit der gesellschaftlichen Gruppe aus der er stammt. Vor allem Ausländer, Araber, Muslim machen sich da immer gut.
    Diese Täterfixierung bricht eigentlich nur dann ein, wenn der Täter quasi der liebe Gott bzw. das Schicksal ist, d.h. wo man keinen Täter zuordnen kann. Dann gibt es ein paar formalistische Beileidskundgebungen und nach zwei Tagen ist der Fall aus der Öffentlichkeit.
    Das sagt viel über uns und unsere Gesellschaft.

  • Die exzessive Täterfixierung der Öffentlichkeit bei Ereignissen, in denen jemand durch Menschenhand zu Schaden kommt, ist schon sehr erstaunlich, scheint auch kaum jemanden aufzufallen. Unsere Gesellschaft hat ein um ein Vielfaches größeres Bedürfnis, auf vermeintliche Täter einzuprügeln als das Opfer in den Arm zu nehmen und zu trösten. Das kann man bei allen solchen Ereignissen erkennen. Man beschäftigt sich praktisch nur mit dem „bösen“ Täter und möglicherweise auch noch mit der gesellschaftlichen Gruppe aus der er stammt. Vor allem Ausländer, Araber, Muslim machen sich da immer gut.
    Diese Täterfixierung bricht eigentlich nur dann ein, wenn der Täter quasi der liebe Gott bzw. das Schicksal ist, d.h. wo man keinen Täter zuordnen kann. Dann gibt es ein paar formalistische Beileidskundgebungen und nach zwei Tagen ist der Fall aus der Öffentlichkeit.
    Das sagt viel über uns und unsere Gesellschaft.


    Besonders pharisäerhaft finde ich, wenn gefallene Soldaten per Flugzeug nach Hause geholt werden
    und dann die "Berufsbetroffenen" an der Gangway stehen mit traurigem Gesicht.
    Täter: Anonym. Schon gar nicht diejenigen, die ihn dahin geschickt haben....
    Man nennt es dann "trauriges Schicksal". Aber "ehrenvoll"....

  • Strafe!
    Auch wenn es per Gesetz verboten ist Kinder mit Gewalt ( Schlagen ) zu bestrafen, so ist leider diese Erziehungsart immer noch weit verbreitet.
    Schaun wir in die Welt, Gewalt das Bestrafungsinstrument. Gewalt mit Gewalt auslöschen ( was nie funktionieren kann wenn eine echte Verbesserung angestrebt wird ) und wer nicht nach der Pfeife einer selbst ernannten Wertegemeinschaft tanzt, wird mit Sanktionen bis hin zum Krieg gestraft.
    Selbstgeißelung hatte ich dabei nicht im Sinn.

  • Ach so. Ich bezog mich auf die Formulierung, Du hättest vorwiegend Menschen erlebt, die sich gerne der Bestrafung hingeben.

  • Besonders pharisäerhaft finde ich, wenn gefallene Soldaten per Flugzeug nach Hause geholt werden
    und dann die "Berufsbetroffenen" an der Gangway stehen mit traurigem Gesicht.
    Täter: Anonym. Schon gar nicht diejenigen, die ihn dahin geschickt haben....
    Man nennt es dann "trauriges Schicksal". Aber "ehrenvoll"....



    Nachvollziehbar.


    Ich gebe nur folgendes zu bedenken:
    Du bist offensichtlich westlich sozialisiert. Der Individualismus ist nicht spurlos an dir und deiner Einstellung vorüber gegangen.
    Wärst du anders sozialisiert worden, wäre die ggf. der Einzelne auch nicht egal, er hätte nur eine andere Bedeutung für dich.


    Diese individualistische Einstellung, die wir heute typischerweise in westlichen Gesellschaften vorfinden, ist aber nicht für die Menschheit selbstverständlich! Viele Gesellschaften historisch hatten einen anderne Bezug, und viele Gesellschaften heute ordnen den Einzelnen gegenüber der Gesamtheit auch heute noch anders ein.


    Wenn man im Bewußtsein den Einzelnen für unwichtig gegenüber der Kollektiv sieht, ist es ggf. ehrenhaft, dass der einzelne sich für das Kollektiv eingesetzt und geopfert hat. Dass dann die Repräsentanten des Kollektivs am Gangway stehen, ist nicht nur aufgesetzt, sondern wird von den Betroffenen selbst auch so authentisch empfunden.


    Gehen wir in der Geschichte Europas wenige Jahrhunderte zurück, finden wir durchaus auch gesellschaftliche Muster, in denen der Einzelne deutlich geringer geschätzt wurde, und vor allem finden wir eine starke Sozialisation, die nicht auf die Gegenwart und das Diesseits, sondern vor allem auf das Jenseits ausgerichtet war.


    Im römischen Reich waren die Ansätze eher dem ähnlich, was wir heute kennen, allerdings nur für einen kleinen Teil der Menschheit. Die Masse der Menschen hoffte auch eher auf das Jenseits, oder sah sich den Führern verpflichtet unter Selbstaufopferung der eigenen Ãœbereugungen.


    Die Aufklärung in Europa war ein Meisterwerk! Sie ist bis heute eine sehr starke gesellschaftliche Kraft, die nach Individualismus und Gleichheit aller verlangt. Die Beharrungskräfte aber sind auch enorm - der derzeit erstarkende Nationalismus ist eine Gegenbewegung - eine ziemlich irrationale hinzu.




  • Menschen verstecken sich gerne in der Masse. Das Anonymum Gesellschaft. Dort fühlen sie sich wohl und geborgen, angenommen und bestätigt. Beispielhaft hierfür die Pegidianer, einer grölt und alle mit....War schon früher so: Wollt ihr...... Begeistertes Ja. Ein Phänomen der Massenbewegungen ist dann auch, dass es später keiner, kaum einer, gewesen sein will. Keiner sich der Mitläuferschaft zichtigt sondern eher noch als leuchtendes Beispiel gegensätzlicher Ansichten herausstellen möchte....
    Da fragt man sich: So viele, die dagegen waren - und dennoch haben sie - irgendetwas/irgendwen - nicht gestoppt? Kommt immer nur der Abschaum nach oben und das Gute ist am Boden "eingekerkert"?


    Es ist traurig, dass und wenn der Einzelne nur wenig zählt. Und nur das "Cui bono" im Vordergrund steht.
    Wo dann ein getöteter Soldat ein Kollateralschaden ist. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan...
    Aber so lange sich Menschen in eine Form pressen lassen und nicht merken, dass sie benutzt werden, so lange Mütter um ihre Söhne weinen, jedoch stolz auf den Orden am mit Trauerflor umkränzten Bild sind und diesen nicht den Kriegstreibern vor die Füße werfen, so lange wird sich nicht wirklich etwas ändern. So lange jungen Männern eingeredet wird, wie ehrenvoll es ist, fürs "Vaterland" zu kämpfen. Und zu sterben.
    Rilkes "Kornett" lässt grüßen.