Gesetzliche Versicherungen und SGB: soziale Sanierungsfälle

  • Die gesetzlichen Versicherungen, die für die individuelle Abmilderung sozialer Probleme als Folge unverschuldeter Ereignisse - insbesondere Unfälle - gegründet wurden, tragen nicht der Tatsache Rechnung, das Arbeitnehmer immer älter werden.


    Ein Grundsatz ist, dass für Unfallfolgen, die durch altersbedingten Verschleiß begünstigt wurden, nicht gezahlt wird. Die Gutachter beurteilen nach "Lehrmeinung", einem zementierten Konstrukt aus überalterten Forschungsergebnissen, Statistiken und einseitigen Durchführungsbestimmungen der BG'en und teilweise fragwürdigen Urteilen der Sozialgerichte. Die Gerichte schließen sich diesen Beurteilungen unreflektiert an. Die Gutachter glauben sich in einem Selbstbedienungsladen, denn so lange sie im Sinne der BG'en handeln, können sie sicher sein, mit weiteren Gutachten betraut zu werden, also ändert sich auch wider besseres Wissen nichts.


    Auf dieser Basis kommt es zu dem seltsamen Zustand, dass Arbeitnehmer die Beiträge für die BG'en zwar erwirtschaften, aber einige von ihnen auf Grund ihres Alters nicht daran partizipieren. Noch merkwürdiger, dass private Unfallversicherungen für ein und den selben Unfall nicht unerhebliche Beträge zahlen, während sich die BG'en und Sozialgerichte hinter die o.g. Lehrmeinung der Gutachter zurückziehen.


    Im Rahmen der Änderung in der Altersstruktur der Arbeitnehmer ist das unter sozialen Gesichtspunkten nicht mehr hinnehmbar und sollte ein konkreter Punkt zur Umsetzung "sozialer Gerechtigkeit" werden, an statt insbesondere in sozialdemokratischer Manier unspezifisch darüber zu schwadronieren.

  • Hast Du schon mal eine Versicherung gesehen, die freudig für irgendwelche Schäden eingetreten ist?


    Die Berufsgenossenschaften können bei der Abwehr von nach ihrer Meinung unberechtigten Forderungen immer darauf hinweisen, daß sie "ja nur" die Gelder der Beitragszahler gegen unberechtigte Ansprüche verteidigen.
    Da zieht man manchmal auch gerne Prozesse gegen Anspruchsteller durch alle Instanzen, (um die Kläger auszuhungern.....äh) um nicht leichtfertig mit den Beiträgen umgehen zu müssen.


    :thinking-020:

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  • Hast Du schon mal eine Versicherung gesehen, die freudig für irgendwelche Schäden eingetreten ist?


    Die Berufsgenossenschaften können bei der Abwehr von nach ihrer Meinung unberechtigten Forderungen immer darauf hinweisen, daß sie "ja nur" die Gelder der Beitragszahler gegen unberechtigte Ansprüche verteidigen.
    Da zieht man manchmal auch gerne Prozesse gegen Anspruchsteller durch alle Instanzen, (um die Kläger auszuhungern.....äh) nicht leichtfertig mit den Beiträgen umgehen zu müssen.


    :thinking-020:


    So einfach ist das ja nicht. Das erklärt noch lange nicht, warum man der Sozialgerichtsbarkeit nicht auf die Finger schaut. Die ist dafür da, um Recht im eigentlichen Sinne zu sprechen und nicht, um sich der Gutachter zu bedienen, die ihr die Rechtsprechung gleich in Textbausteinen vorgeben.
    Ganz ähnlich ist es bei den gesetzlichen Krankenkassen mit ihrem medizinischen Dienst.


    Frdl. Grüße
    Christiane