Wie wäre es mit Steuererhöhungen jetzt?

  • Allein eine materielle Verantwortlichkeit für Politiker und Beamte, Staatsbedienstete würde erheblich dazu beitragen, dass diese ihre Entscheidungen sorgfältiger hinterfragen. Dazu brauchte es keiner erneuten Kontrollorgane, die Rechnungshöfe und Staatsanwälte genügen. Wenn Merkel z.B. für die Schäden beim Hamburger Gipfel, die absehbar waren, persönlich haftbar gemacht würde, könnte sie bis zum Ende ihrer Tage mit Hartz IV Einkommen auskommen müssen. Solche Ãœberlegungen hätten bewirkt, dass in einem sozialen Brennpunkt mit Sicherheit kein "Gipfel" stattgefunden hätte.


    Nach meinem Kenntnisstand hat weder Frau Merkel noch sonst irgendein Politiker in Hamburg irgendetwas zerlegt oder größere Schäden verursacht.


    In Haftung genommen werden sollten die, die verantwortlich sind - das waren und sind in Hamburg nicht die Politik gewesen, sondern die, die meinen, dass Gewalt und Zerstörung ein legitimes Mittel der Interessenvertretung sei. Diese haben auch billigend in Kauf genommen, dass Existenzen von nicht beteiligten Dritten zerstört wurden.


    Ich finde, dass du diesem billigen Mob mit seinen Kriminellen Aktivitäten beispringst, und statt dessen Politiker in Haftung nehmen willst, die einfach nur einen Meinungsaustausch organisiert haben - das lässt tief blicken, was dein Verständnis dazu ist, wie man einen Rechtsstaat organisieren sollte.


    Der Mob, den du verteidigst, hat Zerstörung bei Unschuldigen angerichtet, den nun die Politik gegenfinanziert - mit Steuergeldern, die wieder andere zahlen, die auch nichts für den Mob können - die aber durchaus auch solidarisch bereit sind, den Geschädigten beizuspringen.


    Nicht Merkel hat Glasscheiben zertrümmert - aber du scheinst ja beim Thema der Haftung gerne die Verantwortung auf Hinz und Kunz abzuwälzen.


    Ich toleriere nicht Chaoten, die unbeteiligten Dritten eine mühsam erarbeitete Existenz kaputt machen, nur weil sie Spaß an Zerstörung haben, und unbändige Wut ohne Sinn gegen was auch immer empfinden.


    Ganz ehrlich - für so eine Haltung solltest du dich schämen! Deine Haltung trifft gerade die schwächeren in unserer Gesellschaft - und verantwortlich machst du die, die sich einfach nur zu einem Gespräch verabreden, und du rechtfertigst die, die auf niedrigstem Niveau der blanken Zerstörung das Wort reden.....sinnlos und ohne jeglichen Verstand.

  • Das ist soweit alles richtig, was Du schreibst, nur erlaubt eben unser Wahlsystem und das Parteiengesetz, das geklüngelt und manipuliert wird, unser Bildungssystem schult nicht das Denken, sondern kreiert vorwiegend Fachidioten, die durchaus manipulierbar sind, die sich wenig um die Zusammenhänge der Politik kümmern, geschweige denn die Verflechtungen der Macht durchschauen. Es ist kein Wunder, wenn seit Jahrzehnten die fast gleichen Politikertypen gewählt werden. Politiker haben zwar selten ein positives Image, gewählt werden sie dennoch. Zuerst wäre es erforderlich, dass es bei Wahlen keine Listenplätze geben dürfte. Dann müsste es Möglichkeiten geben, Politiker, die Ihre Wahlmandate nicht im Interesse der Wähler wahrnehmen, abzuwählen, auch in der Legislaturperiode. Und einen Fraktionszwang dürfte es auch nicht geben! Und vor Wahlen dürften keine Wahlprognosen veröffentlicht werden, denn die nehmen der Opposition die Chancen, niemand wählt Parteien, die lt. Prognose unter die 5-Prozent Klausel fallen.


    Und wieder das typische Problem der Fremdwahrnehmung und Eigenwahrnehmung....locker 80% der Bevölkerung würden auf die Frage, ob sie selbst ein Fachidiot sind, das verneinen. Fachidioten sind immer nur die anderen.....ich geh mal davon aus, dass du dann so ein Fachidiot sein musst, denn irgendwer muss es ja sein, oder?


    Wir haben unser Wahlsystem, weil es nicht ausreichend viele gibt, die so extrem denken wie du, und ein anderes Wahlsystem für erforderlich halten. Nur weil du als Extremist eine kleine verschwindende Minderheit vertrittst, bist du nicht besser als der Rest der Demokratie - und mit deinem Bekenntnis dazu, dass gewaltbereite Extremisten besser sind als sich austauschende Politiker gehörst du definitiv nicht zum demokratischen Spektrum, sondern zu denen, die vom Verfassungsschutz überwacht gehören, damit der Rest der demokratischen Bevölkerung vor dir geschützt wird.


    Du hat eine äußerst verzerrte Wahrnehmung - und kein gesundes Verständnis darüber mehr, dass du dich längst in extremistischen Gedankenkreisen bewegst. Kein Wunder, dass im Ergebnis dann solcherlei Äußerungen herauskommen - und auch kein Wunder, dass du die Mehrheiten als Fachidioten beschimpfst. Nicht die Mehrheit ist das Problem!


  • Bürgernähe zeigte so ein Politiker nicht gerade, wenn er sich so völlig in Plenarsaal, Ausschüsse oder Videokonferenzen zurückzöge…


    Bürgernähe zeigen Politiker, wenn sie sich mitten in Hamburg unter ihresgleichen verbarrikadieren?
    Nur weil ich der Meinung bin, dass sehr viel unnötig samt Gefolge durch die Gegend gefahren wird, heißt dass nicht, dass ich gegen 'bürgernahe' Politiker wäre.



    Die Frage ist, ob so ein kostenminimierendes Ein-Mann-Parlament wirklich noch die vielfältigen Bürgerinteressen zu repräsentieren imstande wäre.


    Die Frage ist, wer von einem Ein-Mann-Parlament geschrieben hat?



    Und diese Onlineportale, meinst Du, wären imstande, Arbeitslosen die Unterstützung zu gewähren bzw. zu zahlen?


    Ich bin nicht der Meinung, dass das Arbeitsamt effektive Hilfe zu leisten imstande ist. Dann ist ein Online-Portal auf jeden Fall günstiger, auch wenn es ebenfalls nicht alle Probleme löst. Und ich nenne diese komische Agentur ganz bewusst immer noch Arbeitsamt, weil sie nur dadurch, sich einen 'moderneren' Namen verapsst zu haben, kein bisschen besser geworden ist.




    Das Steuerwesen ist deswegen hier in Deutschland überdurchschnittlich kompliziert, um gewissen Ungerechtigkeiten vorzubeugen…


    Was meiner Meinung nach durch mehr Bürokratie eben nicht gelingt: man kommt vom Hundertsten ins Tausendste. Der eine will seinen langen Weg zur Arbeit absetzen, weil er weit entfernt auf dem Dorf wohnt. Der Städter könnte dann wiederum mit seinen höheren Mieten kommen usw. usf. Dann lieber einfach, 'ungerecht' und kostengünstiger für alle, denn der Staat würde viel Geld sparen, benötigte er nicht mehr dieses gewaltige Heer an Steuerbeamten. Eine ganze 'Industrie' bildet sich rund um unsere komplizierten Steuergesetze: öhne Steuerberater kommen viele (trotz durchaus im Normalbereich oder höher liegender Intelligenz) gar nicht mehr aus - einfach grotesk ...


  • Dein Appell, die Steuerverschwendung anzugehen, kann ich gut nachvollziehen, halte es aber für weltfremd, tatsächlich zu erwarten, dass es dazu kommt.


    Sieh dir mal den Namen des Forums an, welcher sich aus zwei Begriffen zusammensetzt ...
    Wir diskutieren, um unsere Ziele und Ideen zu vermitteln, völlig unabhängig davon, wie wahrscheinlich ihre Verwirklichung ist (so sehe ich das jedenfalls). Dürfte ich nur solche Wünsche in Diskussionen einbringen, die sich auch mit großer Wahrscheinlichkeit realisieren ließen, verstummte ich am besten gleich - dann dürfte ich zum Beispiel auch von der Politik nicht fordern, etwas gegen die Abgasbetrügereien der Autokonzerne zu unternehmen, denn wahrscheinlich ist es nicht, dass diese Regierung tatsächlich effektive Maßnahmen egreift ...


    Ich sage immer, egal wie schwierig ein Ziel zu erreichen ist, ist die Wahrscheinlichkeit, es zu erreichen stets größer, wenn man es versucht, als wenn man nichts tut. Also versuche ich es. :)

  • Bürgernähe zeigen Politiker, wenn sie sich mitten in Hamburg unter ihresgleichen verbarrikadieren? […]

    Das Problem ist offenbar, dass ein Teil unserer Mitmenschen und Zeitgenossen, die doch Bürgerrechte zu beanspruchen bzw. zu genießen wünschen, zugleich bestrebt sind, sich einen antibürgerlichen Habitus aneignen… mit anderen Worten: Verhielte der Souverän sich, wie man's von zivilisierten Leuten erwarten dürfte, ließe sich so ein Weltwirtschaftsgipfel ganz ohne Polizeischutz auf dem Rathausmarkt veranstalten… aber wie's um die politische Kultur von Ottokar Wutbürger und seinem "linksautonomen" Pendant bestellt ist, geht das eben nicht. Und deswegen gelten Amtsträger höheren Ranges als gefährdeter Personenkreis, der eben eines besonderen Schutzes bedarf.

    […] Die Frage ist, wer von einem Ein-Mann-Parlament geschrieben hat? […]

    Es stimmt, dass Du das Stichwort nicht geschrieben hattest - als konsequenteste Form der jedoch von Dir vorgeschlagenen Verkleinerung des Parlamentes habe ich dies nachgeholt. Aber auch ein drei- oder meinethalben zehnköpfiger Rat garantierte keine repräsentative Demokratie, deren Einwohnerzahl doch mit rund 82 Millionen Personen beziffert wird.

    […] Dann lieber einfach, 'ungerecht' und kostengünstiger für alle, denn der Staat würde viel Geld sparen […]

    Vereinfachungen, die Ungerechtigkeiten begünstigen, wären keine Verbesserung. Einfachheit mag das Bestreben bäuerlicher Speisenzubereitungen sein - als politisches Rezept taugt dergleichen nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von I'm a Substitute () aus folgendem Grund: Tippfehler bereinigt


  • Einfachheit mag das Bestreben bäuerlicher Speisenzubereitungen sein - als politisches Rezept taugt dergleichen nicht.


    Deine Meinung sei dir unbenommen. Ich kann allerdings nicht erkennen, dass durch immer mehr Bürokratie, Sonderregelungen und Schlupflöcher, die es dem Normalbürger immer schwerer machen, auch tatsächlich zu bekommen, was ihm zusteht, mehr Gerechtigkeit erzielt werden könnte.


    Ich halte es darüber hinaus für äußerst ungerecht, dass mir die Bürokratiefanatiker dieses Landes dermaßen komplizierte Steuererklärungen aufzwingen und mir eine enorme Menge an wertvoller Lebenszeit stehlen dürfen, die ich damit verbringe, mich mit diesem (und sonstigem) Mist zu beschäftigen.


    Aber ich glaube, hier sollten wir einen Punkt machen und die jeweils unterschiedlichen Meinungen zur Kenntnis nehmen.

    Einmal editiert, zuletzt von jaki01 ()

  • … aber wie's um die politische Kultur von Ottokar Wutbürger und seinem "linksautonomen" Pendant bestellt ist, geht das eben nicht. Und deswegen gelten Amtsträger höheren Ranges als gefährdeter Personenkreis, der eben eines besonderen Schutzes bedarf. ......................................


    Vielleicht sollten sich die "Amtsträger höheren Ranges" mal fragen, was von ihren Leistungen nicht den Interessen des Souveräns entspricht, oder dass es völlig abgehoben erscheint, wie sie einen Luxus pflegen, sich gegenseitig Posten und Privilegien zuschanzen, die in keiner Weise ihren Leistungen entsprechen! Als Primus inter Pares wären sie geachtet, als abgehobene Interessenvertreter der 2 % Superreichen sind sie nun mal den gerechten Volkszorn ausgesetzt. Jede Handlung hat eben ihre Ursachen!

  • Vielleicht sollten sich die "Amtsträger höheren Ranges" mal fragen, was von ihren Leistungen nicht den Interessen des Souveräns entspricht […]

    Zunächst einmal hat der Souverän nach geltendem Wahlrecht jene Amtsträger bzw. deren Parteilisten ja für eine mehrjährige Amtszeit gewählt… es gibt verschiedene Formen der Kontaktaufnahme mit diesen Amtsträgern, die es erlauben, auch ohne Straßenblockadenbau, Brandsätze etc. seinem politischen Willen bzw. seinem Protest gegen die Amtsausübung jenes Amtsträgers Ausdruck zu verleihen…

  • Vielleicht sollten sich die "Amtsträger höheren Ranges" mal fragen, was von ihren Leistungen nicht den Interessen des Souveräns entspricht, oder dass es völlig abgehoben erscheint, wie sie einen Luxus pflegen, sich gegenseitig Posten und Privilegien zuschanzen, die in keiner Weise ihren Leistungen entsprechen! Als Primus inter Pares wären sie geachtet, als abgehobene Interessenvertreter der 2 % Superreichen sind sie nun mal den gerechten Volkszorn ausgesetzt. Jede Handlung hat eben ihre Ursachen!


    Ich bitte dich! es geht doch um deutschland. Hier verdient der bundestrainer zehnmal so viel, wie die bundeskanzlerin.


    Wenn du ein land suchst, in dem alle spitzenpolitiker milliardäre sind, und keiner weiss genau, woher der zaster stammt, wo politik NUR für die superreichen gemacht wird und das volk verarmt... tja... dann schau auf putins korruptistan!
    Bitte, nicht ständig Deutschland mit russland oder nigeria verwechseln! Ein bisschen unterscheidungsfähigkeit (Intelligenz) hat noch keinem geschadet!


    "Im Luxus schwelgen" ist sowas:
    http://www.stern.de/politik/au…oll-s-wissen-7061496.html


    und nicht Merkels Etagenwohnung...

  • Ich bitte dich! es geht doch um deutschland. ...


    Es ging um die "Schutzbedürftigkeit höherer Amtsträger" allgemein, nicht nur in Deutschland! Scheint Dir aufgrund überragender Intelligenz nicht aufgefallen zu sein! Wenn Politiker zu der am wenigsten Achtung genießenden Berufsgruppe zählen, aufgrund ihrer Verlogenheit und Mißachtung des Wählerwillens nach Wahlen, ihrer unsäglichen Vernachlässigung ihrer Mandatspflichten, so ist das wohl ihr eigenes Verdienst, wenn sie den Volkszorn des Souveräns erregen und ihre Panzerfahrzeuge und Garden immer mehr aufrüsten lassen müssen. Früher getrauten sich die Könige und Kaiser noch in der offenen Kutsche unter das Volk!

  • […] Wenn Politiker zu der am wenigsten Achtung genießenden Berufsgruppe zählen, […]

    […] dann braucht das Volk (der Souverän) sich ja nicht zu wundern, dass für dergleichen Ämter stets nur noch Personen kandidieren, denen nicht zu trauen ist… es geht zunächst um die Achtung des Amtes. Ist jene nicht gegeben, kann das demokratisch Modell der Staatsform nicht wirklich funktionstüchtig sein… und der von Dir angesprochene "Volkszorn" ist übrigens seinerseits sehr leicht, allzu leicht, entflammbar, was Agitatoren stets bereit sind, auszunutzen… und daraus folgt, dass der Souverän also doch eine Bringschuld in Sachen Medienkompetenz zu tragen hat - im eigenen Interesse - und im Interesse des Ganzen… wer allzu bereit ist, sich Wortführern anzuschließen, ohne die Folgen zu bedenken, bedarf also einer mäßigend, korrigierenden Kraft, die wiederum durch's Parlament und seine turnusmäßig wechselnde Sitzverteilung gewährleistet sein sollte - auch dies ist also eine Idealvorstellung und somit eine real wohl unerreichbare…

  • […] dann braucht das Volk (der Souverän) sich ja nicht zu wundern, dass für dergleichen Ämter stets nur noch Personen kandidieren, denen nicht zu trauen ist… es geht zunächst um die Achtung des Amtes. Ist jene nicht gegeben, kann das demokratisch Modell der Staatsform nicht wirklich funktionstüchtig sein… und der von Dir angesprochene "Volkszorn" ist übrigens seinerseits sehr leicht, allzu leicht, entflammbar, was Agitatoren stets bereit sind, auszunutzen… und daraus folgt, dass der Souverän also doch eine Bringschuld in Sachen Medienkompetenz zu tragen hat - im eigenen Interesse - und im Interesse des Ganzen… wer allzu bereit ist, sich Wortführern anzuschließen, ohne die Folgen zu bedenken, bedarf also einer mäßigend, korrigierenden Kraft, die wiederum durch's Parlament und seine turnusmäßig wechselnde Sitzverteilung gewährleistet sein sollte - auch dies ist also eine Idealvorstellung und somit eine real wohl unerreichbare…



    Tatsächlich stehen beide Phänomene in Wechselwirkung. Wenn Politiker korrupt sind, brauchen sich diese nicht zu wundern, dass die Bürger ihnen keine Achtung zukommen lassen. Wenn die Bürger der Poltiik keine Achtung zukommen lassen, brauchen sich die Bürger nicht zu wundern, dass nur noch korrupte Menschen sich in der Politik engagieren.


    Die eigentliche Aufgabenstellung ist, wie man permanent und immer wieder aufs neue diesen Teufelskreis durchbrechen kann. Denn umgekehrt gilt auch das Gleiche:


    Ein Politiker mit höchstem Ansehen kann die Demokratie retten! Weil er die Bürger an die Demokratie glauben lässt. Und weil dem so ist, lassen sich mehr gute Menschen für die Poltiik aufstellen. Was dazu führt, dass mehr Menschen gute Politiker erkennen und diese für gut halten.


    Man kennt das Phänomen aus der Theorie-X-Y von McGregor.

  • […] dann braucht das Volk (der Souverän) sich ja nicht zu wundern, dass für dergleichen Ämter stets nur noch Personen kandidieren, denen nicht zu trauen ist… es geht zunächst um die Achtung des Amtes. Ist jene nicht gegeben, kann das demokratisch Modell der Staatsform nicht wirklich funktionstüchtig sein… und der von Dir angesprochene "Volkszorn" ist übrigens seinerseits sehr leicht, allzu leicht, entflammbar, was Agitatoren stets bereit sind, auszunutzen… und daraus folgt, dass der Souverän also doch eine Bringschuld in Sachen Medienkompetenz zu tragen hat - im eigenen Interesse - und im Interesse des Ganzen… wer allzu bereit ist, sich Wortführern anzuschließen, ohne die Folgen zu bedenken, bedarf also einer mäßigend, korrigierenden Kraft, die wiederum durch's Parlament und seine turnusmäßig wechselnde Sitzverteilung gewährleistet sein sollte - auch dies ist also eine Idealvorstellung und somit eine real wohl unerreichbare…


    Wenn der Staat, der ja demokratisch verfasst sein sollte, durch seine Bildungspolitik seinem Souverän die Fähigkeiten zum dialektisch logischen Denken nicht vermittelt, woher soll dann eine Bringeschuld des Souveräns für "Medienkompetenz" kommen??? Diejenigen, die sich selbst genügend gebildet haben, bleiben in der Minderheit! Resultat: Es regieren die Dummheit und vor allem Jene, die bewusst diese "geistig Armen" verführen und für ihre Interessen ausnutzen!


  • Im Grunde genommen, sind Zwangssteuern dasselbe wie in Westafrika die erzwungene Klitorisbeschneidung bei Frauen. Die Beschnittenen tragen diese "Tradition" weiter, weil sie das für "gut" befinden.


    Nur, wer kein Grund- oder Privatbesitz sein Eigen nennt, kann für "Steuern" sein. Steuern, -so zwangsbefohlen- sind eine Vergewaltigung des Privatmannes/frau.


    Freiwilligkeit, Generosität, Einsicht in die Notwendigkeit für das Gemeinwohl zu spenden, all das wird durch einen Sozial/Wohlfahrts/Umverteilungs/rot-braunen Staat mit entsprechendem judikativem und exekutivem Gewaltmonopol, pervertiert.


    Im Ãœbrigen halte ich deswegen die Demokratie für eine nicht legitime Staatsform. Die zahlenmässig, stimmberechtigten Minderwertigen, plündern die "Guten", Fleißigen und produktiven Individuuen aus. Ich bin durch mit dieser Gleichmacherei, mit diesem heuchlerischen Altruismius und diesem verlogenen "Common sense".


    Steuererhöhungen?.....willst du einen Volksaufstand? - denn kriegen wir eh bald.

  • Wenn der Staat, der ja demokratisch verfasst sein sollte, durch seine Bildungspolitik seinem Souverän die Fähigkeiten zum dialektisch logischen Denken nicht vermittelt, woher soll dann eine Bringeschuld des Souveräns für "Medienkompetenz" kommen???


    Im westen gilt denken als privatsache. Und der mensch nicht als produkt oder eigentum des staates. Also.... ein bisschen musste dich schon selber anstrengen, beim denken. Der staat kann und soll dir das nicht abnehmen. Wir leben doch nicht in orwells 1984.

    Zitat


    Diejenigen, die sich selbst genügend gebildet haben, bleiben in der Minderheit! Resultat: Es regieren die Dummheit und vor allem Jene, die bewusst diese "geistig Armen" verführen und für ihre Interessen ausnutzen!


    Würde es den deutschen vielleicht besser gehen, was solziale gerechtigkeit, wohlstand und bildung betrifft, wenn wir uns an dem russland unter putin ein beispiel nehmen würden?
    Oder würde das eher eine verschlechterung des zustands bedeuten?


    Anders gesagt, du erzählst uns ständig wie absolut schrecklich deutschland ist. Vor lauter eifer übertreibst du schonmal (denk z.b. an die "marktführer"!)... kann jedem mal passieren!
    Aber, welchen staat gibt es, wo alles soviel besser gelöst ist, als in D und an dem wir uns ein beispiel nehmen sollten?


    Wenn es keinen geben sollte, dann ist deine kritik unverständlich krass.


    Also: wer machts besser? wem sollten wir nacheifern?


    Oder gehts nur darum deutschland schlecht zu machen?

  • Wenn der Staat […] durch seine Bildungspolitik seinem Souverän die Fähigkeiten zum dialektisch logischen Denken nicht vermittelt, woher soll dann eine Bringeschuld des Souveräns für "Medienkompetenz" kommen? […]

    Der Staat hat über die Schulpflicht nebst Bereitstellung jener Schulen seinen Teil dieser Aufgabe erfüllt… wie sähe es eigentlich mit der bürgerlichen Akzeptanz verbesserten Bildungsangebotes aus, würde die Teilnahme daran (also beispielsweise als Abendschule für Erwachsenenbildung) hoheitlich vorgeschrieben?

  • Der Staat hat über die Schulpflicht nebst Bereitstellung jener Schulen seinen Teil dieser Aufgabe erfüllt…..


    Wie man am Erfolg dieser staatlichen Aufgaben sieht, ziemlich mangelhaft. Schulen verrotten, Lehrer fehlen, Investitionsstau, mieser Platz bei OECD-Vergleichen - das ist eines derart reichen Landes ganz schon unwürdig.

    2 Mal editiert, zuletzt von Diogenes2100 ()

  • […] wer machts besser? wem sollten wir nacheifern? […]

    Warum "nacheifern"? Den eigenen Ansprüchen und Idealen entsprechend könnte Deutschland (im Bildungswesen, bei der sozialen Gerechtigkeit usw.) durchaus eine Vorreiterrolle einnehmen - aber das scheint den Vorstellungen der bürgerlichen Mehrheit (vom schlanken Staat) auch wieder nicht zu entsprechen… und eine Volkswirtschaft dieser Größenordnung (Immerhin scheint mehr als 1% der Weltbevölkerung einen deutschen Pass zu besitzen oder einen festen Wohnsitz in Deutschland aufzuweisen) ist nun mal ein recht komplexes Gefüge unterschiedlichster Interessen, das einer gewissen öffentlichen Ordnung bedarf, deren Gewährleistung nicht zum Nulltarif zu haben ist.

  • […] Schulen verrotten, Lehrer fehlen, Investitionsstau, mieser Platz bei OECD-Vergleichen […]

    Man könnte sich natürlich fragen, wie "objektiv" diese OECD-Vergleiche sind, was also gemessen und verglichen wird, inwieweit der vielleicht nötige Anstrich der Fensterrähmen jetzt den Lernerfolg bei den Schülern verbesserte - und welcherlei Investitionen (es geht doch wohl hauptsächlich an die Anschaffung von Computern, als wären die das geeignetste Lehrmittel) ausstehen… im Gegenzuge darf man sich auch fragen, inwieweit die Schüler zum Verrotten ihrer Schulen aktiv beigetragen haben - und zu den Fehlstunden des Lehrpersonals…


    Die Bildungspolitik am Tabellenplatz der letzten PISA-Studie festmachen zu wollen, ist nicht sonderlich hilfreich. Und die so oft und gern geäußerten Vorwürfe, dass ein großer Teil der Schulabgänger bei Eintritt ins Berufsleben nicht ausbildungsfähig seien, richtet sich fälschlicherweise gegen die Schulen, während das Versäumnis doch oftmals bei den Eltern lernunwilligen Nachwuchses liegt. Vom schlechten Einfluss vieler peer-groups ganz zu schweigen.

  • Warum "nacheifern"? Den eigenen Ansprüchen und Idealen entsprechend könnte Deutschland (im Bildungswesen, bei der sozialen Gerechtigkeit usw.) durchaus eine Vorreiterrolle einnehmen - aber das scheint den Vorstellungen der bürgerlichen Mehrheit (vom schlanken Staat) auch wieder nicht zu entsprechen…


    Das klingt schon ganz anders und könnte ich auch unterschreiben!


    Die kritik vom, ich glaube kater wars, war halt so, als wär deutschland das absolut letzte und nur noch zu retten durch extremste massnahmen. So ein starkes geschütz wäre schon etwas fehl am platz, wenn einem auch bei viel nachdenken nichts besseres als D einfällt.


    Dass man auch gutes noch verbessern kann... natürlich! und man sollte es auch versuchen. Aber, wie gesagt, meine nachfrage ging an die, die alle demokratischen politiker in D für verbrecher halten. Dann möchte ich natürlich wissen, wies besser ginge.