Die Würde des Menschen ist Befragbar.

  • Nein, wir haben aber den Vorteil, noch beide Umstände (also das Leben ohne Facebook und Co.) mit dem Nachbarn/Freund in echter Gestalt nach Gutdünken vermischen zu dürfen. Wir dürfen noch aussuchen, ob hierüber oder wir rufen jemanden an und bitten mal wieder zum Kaffee etc. Die Kids haben die beiden Seiten nicht mehr zur Auswahl, weil sie sich beider Seiten Vorteile nicht ausmalen können. Woher auch? Sie haben die gleiche Qual wie wir auch in der Schulzeit: "Warum mag mich der mehr und der andere gar nicht oder weniger?" aber sie weichen dann schnell aus auf Freunde auf Facebook und Co. und die Fragen sind schnell weg und verschoben. Wie Zizou weiter oben schrieb: "Aus- und Einschalten".


    Frdl. Grüße
    Christiane



    Das sehe ich dann doch anders: Die (Un)Kultur unserer Tage erreicht sehr viele Menschen unabhängig vom Alter und Geschlecht. Eigentlich sollte man es sich aussuchen können - auch die jungen Menschen , weil die weder in einer Retorte zur Welt kamen noch im Kindergarten ohne den direkten menschlichen Kontakt auskommen mussten.


    Es ist aber laut meiner Beobachtung zumindest nicht einfach seinen eigenständigen Weg zu gehen, zu sehr versuchen Werbung und Zeitgeist den Menschen in Beschlag zu nehmen und zu sehr wiederum wirkt das Massenverhalten dieser Menschen wiederum auf den Zeitgeist.


    Seit 50 Jahren etwa gilt das Autofahren in Deutschland als Kult, seit 10 Jahren das Nutzen aktueller Handys und PCs genau wie generell das Präsentieren von Statussymbolen in Deutschland als gesellschaftlicher Wert definiert wird.


    Das aber ist alles willkürlich und eigentlich großer Schwachsinn: Der viele Autoverkehr nervt (auch die, die da am Steuer sitzen), kostet Leben und Gesundheit, verbraucht fossile Energien und belastet das Klima. Die Abhängigkeit von Handy & Co hat schon neurotische Züge und hat das soziale Klima auch nicht unbedingt verbessert, im Internet trollen Fuzzies, die sich ihr Deppenverhalten in der persönlichen Begegnung nur schwer leisten könnten, weil sie sonst im Umgang mit etwas unsensibleren Natur um ihr höchstpersönliches Wohlbefinden fürchten müssten.


    Kurzum: Ein gestörtes und wenig menschenfreundliches Verhalten ist im Spätkapitalismus gang und gäbe und gehört systembedingt dazu. Man wird zum Arschloch erzogen, um ständig auf die ewig gleiche Konsumzwangmasche hereinzufallen, die der Kabarettist Volker Pispers so schön beschrieben hat:


    "Dinge, die man nicht braucht von einem Geld zu kaufen, das man nicht hat um Menschen imponieren zu können, die man nicht leiden kann."


    Der Kapitalismus macht viele rund, das merken nur die Menschen mit noch genügen Geld (und das sind dann doch oft ältere Menschen) zuletzt.

    Einmal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Zitat

    "Dinge, die man nicht braucht von einem Geld zu kaufen, das man nicht hat um Menschen imponieren zu können, die man nicht leiden kann."


    Das ist doch der Kernpunkt auf dem unser Systhem aufgebaut ist und Ausbeutung zur Folge hat.


    Die Würde des Menschen, was bedeutet das denn? Auf diesem Planeten ab der Geburt mit allem versorgt zu sein um sich prächtig zu entwickeln und innewohnende Talente und Begabungen bestmöglich zum Ausdruck bringen zu können.
    Sich als Wesen zu entfalten und weiter zu entwickeln.
    Im Alter, im Pflegeheim so etwas wie würdevolle Behandlung zu finden, ist ein Glückspiel, genauso wie als Bittsteller beim Arbeitsamt.
    Die Herzen der Menschen erkalten zunehmend.



    Es gibt einen schönen Film auf Yootube den ich jedem empfehlen möchte um etwas sichtbar zu machen.
    Dieser Film tut gut, mit angenehmer Musik untermalt. Es ist ein Spielfilm.
    Wer mag:


    Das Geheimnis der Inspiration
    https://www.youtube.com/watch?v=9LtvUZrWuYc

    2 Mal editiert, zuletzt von Sonne ()



  • Die Menschen müssen sich entscheiden:


    Maximaler monetärer Profit (für wenige) oder gutes Leben für alle.


    Beides geht nicht zusammen.

  • Die Menschen müssen sich entscheiden:


    Maximaler monetärer Profit (für wenige) oder gutes Leben für alle.


    Beides geht nicht zusammen.

    Wenn man "maximal" definiert, würde ich auch beides für möglich halten.
    Man mag aber nur Minimal, gegen großen Wiederstand der Maximalen, definieren.

  • Die Menschen müssen sich entscheiden:


    Maximaler monetärer Profit (für wenige) oder gutes Leben für alle.


    Beides geht nicht zusammen.


    Ein gutes Leben für ALLE ist meine Triebfeder in Foren zu schreiben. Das ist aber nur möglich wenn wir anerkennen, erkennen das
    " HABEN " nicht gleich Sein ist. Menschen definieren ihren Wert über persönlichen Besitz und Neid zu erregen scheint ein Volkssport zu sein.


    Die Superreichen dieser Erde sind aber ihrer Gier so verfallen ( weil sie nicht erkennen das sie nichts von dem mitnehmen könnnen wenn sie den Löffel abgeben ) daß sie über Leichen gehen.


    " Wer mit den meisten Spielzeugen stirbt, hat gewonnen ".


    Wie die Wirtschaftsspiele gespielt werden und was es mit Schulden auf sich hat, wurde gut in dem Buch " Economic Hitman " verdeutlicht.