Literatur-Zeit

  • […] das hast Du wie gewöhnlich missverstanden

    Was ist daran mißzuverstehen, wenn Du überheblich barmst

    Zitat

    Wie traurig es um den Buchmarkt mittlerweile bestellt ist, zeigt sich signifikant u.a. daran, dass aktuell gerade angekündigt wird, wer demnächst eine Literatursendung im dritten Fernsehprogramm des Bayrischen Rundfunks präsentieren wird…

    Kennst Du Gottschalk persönlich? Hast Du eine Ahnung, wes Geistes Kind er ist? Hast Du Sendungen von ihm gesehen oder gehört? Oder ist die Tatsache, dass er von Unterhaltungssendungen lebt, für Dich Grund genug, ihm mal auf jeden Fall zu unterstellen, dass er sich "Geplauder" auf den Leib schreiben lässt und er - parbleu - auch noch erfolgreich ist. Denn das schreibst Du, ohne eine einzige Sendung gesehen zu haben:

    Zitat


    - da sein Name "zieht", wird er auch mit jener Sendung erfolgreich sein, d.h. hohe Einschaltquoten erzielen. Allerdings werden das ihm auf den Leib geschneiderten Geplauder über aktuelle Bestseller, die wegen ihrer Platzierung im TV dann nochmals stärker nachgefragt werden, dem allgemeinen "Interesse" an Literatur keinerlei Wachstumsimpuls bewirken,

    das kannst Du überhaupt nicht wissen, das scheint Deinem mißgünstigen Wesen zu entstammen

    Zitat

    sondern nur den ohnehin von den Verlagen bevorzugt ins Rampenlicht der Medien gestellten Autoren/Titeln, also den etwa zeitgleich in Zeitschriften und Magazinen bereits beworbenen Titeln, zu "zufällig" auch im Feuilleton der Tages- und Wochenzeitungen wohlwollend rezensiert werden, einen zusätzlichen "Channel" öffnen.

    Auf so ein dummes, überhebliches Gefasel ohne die geringste Ahnung muss man erst mal kommen. Ich sage nicht, dass es so nicht kommen kann, ich sage nur, dass wir - Du nicht, ich nicht - noch keine Ahnung haben, wie die Sendung gestaltet wird. Du allerdings müsstest Dich jetzt allerdings dazu herbeilassen, zu bekennen, bereits Gottschalk-Sendungen gesehen oder gehört gehabt und deshalb bestimmte Erwartungen zu haben. Oder hast Du einen Bericht über ihn in der "Bunten" gelesen?

    Zitat

    in einer derartigen Fernsehsendung vorkämen, könnte eventuell das langsam aussterbende Hobby der philatelistischen Sondergebiete und des Sammelns anderer als "altmodisch" angesehener Bildträger immerhin ein wenig Nachwuchs finden.

    Wozu?

  • […] ich sage nur, dass wir - Du nicht, ich nicht - noch keine Ahnung haben, wie die Sendung gestaltet wird. […]

    Nun, die Sendeanstalt, also der Bayrische Rundfunk, hegt ja offensichtlich ganz bestimmte Erwartungen daran, Thomas Gottschalk zu verpflichten - dessen Gagenforderung wiederum wird sich in einer Größenordnung bewegen, die dazu zwingt, das Sendeformat als Dauerwerbesendung zu gestalten, wo ihre jeweiligen Neuerscheinungen zu präsentieren Kleinverlage chancenlos sind - das TV verschärft also lediglich die seit Jahrzehnten auf dem kriselnden Buchmarkt üblichen Tendenzen, die von der Buchhandelskette Thalia seit den 1990er Jahren zum Branchenstandard erhoben wurden.
    Die zunehmend aliterarische Buchproduktion und das ihr gegenüber schwindende Publikumsinteresse mag dazu zwingen, sich jetzt einer prominenten Identifikationsfigur zuzuwenden, um den Spaßfaktor stärker zu betonen - auch der Handel will stärker auf Lifestyle setzen…

  • Das sind alles Vermutungen. Ein erfolgreicher Moderator, der für seinen schnellen Wortwitz bekannt ist, muss ja für Dein steifleinernes Literatur- und Sprachverständnis aufreizend sein - das ist alles. Wart´s doch ab.


    (Ich sag´s ungern, aber wenn Du keinen Verlag findest, kann das auch an der Qualität Deiner schriftstellerischen Erzeugnisse liegen. Nicht alles ist schlecht, was nicht von Dir kommt.)

  • […] Kennst Du Gottschalk persönlich? […]

    Die persönliche Bekanntschaft mit Werbeikonen ist nicht nötig, um nachvollziehen zu können, wie ein solcher Kontrakt zustandegekommen ist, und wessen Interessen im Zentrum dieser Vereinbarung stehen…

    […] hast Du einen Bericht über ihn in der "Bunten" gelesen? […]

    Es gut mir ja leid, aber Presseerzeugnisse wie die Bunte pflege ich nicht zu lesen - sollte ich im Laufe der Jahre meiner Internetnutzung im Einzelfall mal auf einen "Bunte"-Artikel hingewiesen haben, dann, weil ich ihn anlässlich der Suche nach einer aktuellen Schlagzeile über news.google.de an bevorzugter Stelle der Suchergebnisse vorgefunden habe.

  • Kinderbücher etwas anders […]

    "Kinderbücher", die als "kindgerecht" präsentierte Propaganda fungieren, sind nun wirklich nicht in diesem Thread unterzubringen. Enno Samp, Ãœbersetzer des Buches und lt. Impressum Verantwortlich für die Inhalte der von Dir (doppelt) verlinkten Webseite ist politisch kein unbeschriebenes Blatt - er gehört beispielsweise der PdV an. Er publiziert bisweilen auf "eigentümlich frei", einem Webportal, das verwunderlicherweise in der Auflistung hier unerwünschter Verlinkungen noch nicht aufgeführt ist.

  • "Kinderbücher", die als "kindgerecht" präsentierte Propaganda fungieren, sind nun wirklich nicht in diesem Thread unterzubringen. Enno Samp, Ãœbersetzer des Buches und lt. Impressum Verantwortlich für die Inhalte der von Dir (doppelt) verlinkten Webseite ist politisch kein unbeschriebenes Blatt - er gehört beispielsweise der PdV an. Er publiziert bisweilen auf "eigentümlich frei", einem Webportal, das verwunderlicherweise in der Auflistung hier unerwünschter Verlinkungen noch nicht aufgeführt ist.


    Ich hatte es nicht als Werbung verstanden wissen wollen, sondern eher als Info.


    Frdl. Grüße
    Christiane

  • Ich hatte es nicht als Werbung verstanden wissen wollen, sondern eher als Info. […]

    Als Info mag der Hinweis auf besagtes Buch zu verstehen sein, aber die Frage, inwieweit Kinderbücher ideologisch auf den Lesernachwuchs einwirken sollen, halte ich schon für strittig - und Verfasser und Ãœbersetzer vertreten da ein eindeutiges Statement.

  • ... von dannen ziehst? :)

    Klar, der :substi: versteht diese Ausdrucksweise.


    Die persönliche Bekanntschaft mit Werbeikonen ist nicht nötig, um nachvollziehen zu können, wie ein solcher Kontrakt zustandegekommen ist, und wessen Interessen im Zentrum dieser Vereinbarung stehen…

    Ich bin wirklich nicht hier, um Herrn Gottschalk zu bewerben, aber er ist a. keine Werbeikone und b. kenne ich ihn beruflich und weiß, dass er intelligenter und gebildeter ist als viele seiner Kritiker zusammen. (Es würde mich sehr wundern, wenn Du jetzt der Versuchung widerstehen könntest, das als eine Frage des Maßstabes zu deuten)


    Zitat

    Es gut mir ja leid, aber Presseerzeugnisse wie die Bunte pflege ich nicht zu lesen

    Ist ja guuut :brav:-

    Zitat

    sollte ich im Laufe der Jahre meiner Internetnutzung im Einzelfall mal auf einen "Bunte"-Artikel hingewiesen haben, dann, weil ich ihn anlässlich der Suche nach einer aktuellen Schlagzeile über news.google.de an bevorzugter Stelle der Suchergebnisse vorgefunden habe.

    Ja jaa. Niemand nimmt an, dass Du die "Bunte" liest. Aber (Jaki, aufgepasst!) sprich an: Woher stammen denn Deine "Kenntnisse" über den zukünftigen Literatursendungs-Bestreiter?

  • […] er ist a. keine Werbeikone und b. kenne ich ihn beruflich und weiß, dass er intelligenter und gebildeter ist als viele seiner Kritiker zusammen. […]

    Selbstverständlich ist er eine Werbeikone - vielleicht wirst Du Dich daran erinnern, dass er und sein Bruder beispielsweise mal einen lukrativen Vertrag als Werbebotschafter für DHL geschlossen haben… und im Fernsehen geht's nur die Zugkraft des Namens - und beim deutschen Fernsehpublikum ist garantiert, beim Namen Thomas Gottschalk die Einschaltquoten am jeweiligen Ausstrahlungstermin zu erhöhen…
    Es ist zudem verständlich, dass die marktbeherrschenden Verlagshäuser (Random House, Holtzbrink, S.Fischer, Suhrkamp) vor allem ihre aktuellen Topsellertitel im TV präsentiert sehen wollen - schließlich geht's nicht darum, ein größeres Publikum zum Lesen zu animieren, sondern darum, den Verkauf anzukurbeln… das Buch wird so zum "must have" erhoben, sind's doch dieselben Titel, deren Autoren ohnehin ständig in Presse und Rundfunk genannt werden, deren Titelbilder in den Schaufenstern der Buchhandlungen gezeigt werden, und denen auch Denis Scheck in seiner Fernsehsendung Sendeminuten gewidmet hat…
    Was da im Vierteljahrestakt vom Bayrischen Rundfunk auszustrahlen geplant ist, ist jedenfalls keine Sendung über die Geschichte untergegangener Verlage oder Buchhändler, und ebensowenig ist anzunehmen, dass das Wirken Karl Goedeckes oder Franz Brümmers auch nur in jeweils dreiminütigen Filmeinspielungen mal Erwähnung finden wird. Unter den Studiogästen wird man sicher auch niemals einen Antiquar zu sehen bekommen.

  • Selbstverständlich ist er eine Werbeikone - vielleicht wirst Du Dich daran erinnern, dass er und sein Bruder beispielsweise mal einen lukrativen Vertrag als Werbebotschafter für DHL geschlossen haben…

    Das muss vor meiner Geburt gewesen sein, erinnern kann ich mich daran nicht.


    Zitat

    und im Fernsehen geht's nur die Zugkraft des Namens - und beim deutschen Fernsehpublikum ist garantiert, beim Namen Thomas Gottschalk die Einschaltquoten am jeweiligen Ausstrahlungstermin zu erhöhen…

    Also was willst Du? Wenn das im Fernsehen "so ist", sei froh, dass es sich überhaupt der Literatur widmet.


    Zitat

    Es ist zudem verständlich, dass die marktbeherrschenden Verlagshäuser (Random House, Holtzbrink, S.Fischer, Suhrkamp) vor allem ihre aktuellen Topsellertitel im TV präsentiert sehen wollen - schließlich geht's nicht darum, ein größeres Publikum zum Lesen zu animieren, sondern darum, den Verkauf anzukurbeln…

    Wenn das verständlich ist, was maulst Du dann?


    Zitat

    das Buch wird so zum "must have" erhoben,

    Na bitte!


    Zitat

    Was da im Vierteljahrestakt vom Bayrischen Rundfunk auszustrahlen geplant ist, ist jedenfalls keine Sendung über die Geschichte untergegangener Verlage oder Buchhändler, [...)Unter den Studiogästen wird man sicher auch niemals einen Antiquar zu sehen bekommen.

    Die Geschichte untergegangener Verlage ist wenig interessant, wenn man bücher empfehlen will - und was hätte ein Antiquar, dessen Sortiment eher zufällig sein dürfte, in einer solchen Sendung zu suchen? Soll er ein Buch empfehlen, dass in nur noch 20 Exemplaren - wenn´s hoch kommt - übers Land verteilt zu bekommen ist?

  • Das muss vor meiner Geburt gewesen sein, erinnern kann ich mich daran nicht. […]


    Solltest Du tatsächlich erst 15 Jahre alt sein? Und der DHL-Schriftzug auf den Fahrzeugen der Paketauslieferung durch die Post wird Dir in jedem Falle auch schon aufgefallen sein.

    […] Die Geschichte untergegangener Verlage ist wenig interessant, wenn man bücher empfehlen will […]

    Nun, gerade die lesenswerteren Bücher sind in Verlagen erschienen, die im aktuellen Buchhandel längst nicht mehr anzutreffen sind. In den literaturaffineren Zeiten (etwa noch der 1970er und 80er Jahre) haben literarische Wiederentdeckungen (also Neudrucke langjährig vergessener Bücher) wesentlich dazu beigetragen, dass eben nicht nur die aktuelle SPIEGEL-Bestenliste oder ein am Vorabend im Fernsehen präsentierter Bestsellerautor Kaufinteressenten in die Buchhandlungen gehen ließ…

  • Da haben wir das Problem: Du schreibst, dass die "lesenswerteren Bücher" in inzwischen nicht mehr im Buchhandel "anzutreffenden" Verlagen erschienen sind - lesenswert für wen? Wer entscheidet, was lesenswert ist? Wessen Urteil gilt? Ich will ja nicht darauf hinaus, dass Millionen von Fliegen nicht irren können, aber kann es sein, dass Du eine Minderheiten-Entscheidung propagierst? Was den Wenigsten gefällt, muss gut sein...?

  • […] Wer entscheidet, was lesenswert ist? […]

    Letztlich liegt die Entscheidung bei jedem Leser selbst - aber um entscheiden zu können, muss die Auswahl an Büchern eben auch jene umfassen, die jeweils ein zahlenmäßig kleineres Publikum finden.

    […] kann es sein, dass Du eine Minderheiten-Entscheidung propagierst? […]

    Natürlich könnte McDonalds im Alleingang die Nahrungsversorgung der Weltbevölkerung übernehmen - aber wäre dies wünschenswert? Und analog dazu ist die Versorgungslage mit geistiger Nahrung in die Hände einer stark geschrumpften Anzahl von Fast-Food-Lieferanten gelegt… keine sehr glückliche Ausgangssituation für's Buch, seiner traditionellen Bedeutung als Kulturgut weiterhin gerecht zu werden.

  • Tja, da sind wir an dem Punkt, an dem zu fragen wäre, was Dich so sicher macht, dass DEIN Urteil das richtige ist.

  • Tja, da sind wir an dem Punkt, an dem zu fragen wäre, was Dich so sicher macht, dass DEIN Urteil das richtige ist.

    Es täte dem Thread und der Attraktivität des Forums insgesamt natürlich besser, würden die Dir notwendig erscheinenden Fragen sich enger an das diskussionsauslösende Thema schmiegen - auch wenn dem Massengeschmack mit der aktuellen Buchproduktion bei Vereinheitlichung der gängigen literarischen Genres und der unübersehbaren Verminderung der Anzahl der Verkaufsstätten geschmeichelt wird… wenn die Zahl der Leser und die Zahl der im Laufe des Jahres getätigten Buchkäufe durch die verbliebenen Leser rückläufig sind, dann scheint der Massengeschmack allein von eher geringem Nutzen für Händler und Produzenten zu sein.

  • […] Die Geschichte untergegangener Verlage ist wenig interessant. […]

    Für Leser ist die Geschichte von Verlagen, ihren Gründern, ihren einstigen Autoren, ihrer ursprünglichen Sortiments- und Produktgestaltung eine höchst informative und interessante Lektüre, selbst wenn man leider einräumen muss, dass Jubiläums- oder Festschriften oftmals weniger unterhaltsam zu lesen sind als ein Krimi… „Bücher sind das Werk der Einsamkeit und die Kinder des Schweigens“, schrieb Marcel Proust, während im heutigen Literaturbetrieb der Autor als Popstar zu agieren gezwungen ist, und sein Werk bloß noch als Mitnahmeartikel zum sofortigen Verbrauch (einem Schokoriegel oder einem Coffee-to-go-Portionsbecher ähnlich) Geltung erzielt…

  • Es täte dem Thread und der Attraktivität des Forums insgesamt natürlich besser, würden die Dir notwendig erscheinenden Fragen

    ...hier also die Frage, warum Dein Urteil über derzeit verlegte Bücher das einzig richtige sein soll

    Zitat

    soll sich enger an das diskussionsauslösende Thema schmiegen -

    das tun sie - angeregt von Deiner in jeder Zeile erkennbaren Mißachtung heutiger literarischer Druckerzeugnisse

    Zitat

    auch wenn dem Massengeschmack mit der aktuellen Buchproduktion bei Vereinheitlichung der gängigen literarischen Genres und der unübersehbaren Verminderung der Anzahl der Verkaufsstätten geschmeichelt wird

    Wie meinen? Dass dem Massengeschmack (auch das Deine unerträglich hochmütige Dauerbeurteilung) mit Vereinheitlichung gängiger literarischer Genres geschmeichelt wird, könnte man noch einsehen, aber dass dem Massengeschmack mit Verminderung der Buchhandlungen geschmeichelt wird, ist der reine Blödsinn. Als ob der leseunwillige Bürger sich geschmeichelt freut, wenn eine Buchandlung zumacht. Manchmal vergaloppierst Du Dich mit Deinen Bandwurm"argumenten".

    Zitat

    … wenn die Zahl der Leser und die Zahl der im Laufe des Jahres getätigten Buchkäufe durch die verbliebenen Leser rückläufig sind, dann scheint der Massengeschmack allein von eher geringem Nutzen für Händler und Produzenten zu sein.

    Richtig. Allerdings kann man das nicht ändern, indem man Bücher auf den Markt bringt, die nur von einer Handvoll Sonderlingen gelesen werden. Vielmehr müsste es zur Umsatzsteigerung mehr Bücher geben, die dem Massengeschmack entsprechen. Manchmal widersprichst Du Dir selbst in Deinen Texten und merkst es nicht mal


    Für Leser ist die Geschichte von Verlagen, ihren Gründern, ihren einstigen Autoren, ihrer ursprünglichen Sortiments- und Produktgestaltung eine höchst informative und interessante Lektüre,

    Wenn Du unter Lesern Leute verstehst, die jeden bedruckten Fetzen lesen, dann stimmt diese Aussage. Dem gewöhnlichen Leser dürften Verlagsgeschichten über Gründer und frühere Publikationen herzlich egal sein.,

    Zitat

    selbst wenn man leider einräumen muss, dass Jubiläums- oder Festschriften oftmals weniger unterhaltsam zu lesen sind als ein Krimi…

    Ach! Wirklich? :smilewinkgrin:

    Zitat

    „Bücher sind das Werk der Einsamkeit und die Kinder des Schweigens“, schrieb Marcel Proust, während im heutigen Literaturbetrieb der Autor als Popstar zu agieren gezwungen ist, und sein Werk bloß noch als Mitnahmeartikel zum sofortigen Verbrauch (einem Schokoriegel oder einem Coffee-to-go-Portionsbecher ähnlich) Geltung erzielt…

    Du verwechselt wieder mal einiges. Als Popstar agiert ein Schriftsteller, nachdem er ein Buch veröffentlicht hat, vorher begibt er sich in aller Regel in die Einsamkeit.

  • […] Als ob der leseunwillige Bürger sich geschmeichelt freut, wenn eine Buchandlung zumacht. […]

    Dir scheint es wirklich sehr schwer zu fallen, den Sinngehalt geschriebener Sätze nachzuvollziehen.

    […] Bücher, die nur von einer Handvoll Sonderlingen gelesen werden […]

    Diese Handvoll Sonderlinge bescherte dem Buchhandel bisher jedenfalls über's Jahr gerechnet recht konstante Umsätze, weil sie halt öfters weitere (ihren sonderlichen Interessen entsprechende) Bücher erwerben.

    […] Wenn Du unter Lesern Leute verstehst, die jeden bedruckten Fetzen lesen, dann stimmt diese Aussage. […]

    Unter dem Terminus "Leser" sind eher Personen zu verstehen, die sich für das interessieren, was in den von ihnen gelesenen Büchern geschrieben steht - und für die die Lektüre eines Buches Anreiz ist, den Autor und eventuell dessen Ãœbersetzer näher kennenzulernen, beider prägende Lektüre, und zu guter Letzt sogar noch die in des Autors Nachlass aufzuspürenden Notizen zu unveröfflichten, aber geplanten Werken zu lesen begehren.

    […] Dem gewöhnlichen Leser dürften Verlagsgeschichten über Gründer und frühere Publikationen herzlich egal sein. […]

    "Lesern" Deines Schlages mag das ja so gehen.

  • Dir scheint es wirklich sehr schwer zu fallen, den Sinngehalt geschriebener Sätze nachzuvollziehen.

    Du hast geschrieben

    Zitat

    auch wenn dem Massengeschmack mit der ... aktuellen Buchproduktion bei Vereinheitlichung der gängigen literarischen Genres und der unübersehbaren Verminderung der Anzahl der Verkaufsstätten geschmeichelt wird

    Weißt du immer, was Du schreibst?

    Zitat

    Unter dem Terminus "Leser" sind eher Personen zu verstehen, die sich für das interessieren, was in den von ihnen gelesenen Büchern geschrieben steht

    genau! -

    Zitat

    und für die die Lektüre eines Buches Anreiz ist, den Autor und eventuell dessen Ãœbersetzer näher kennenzulernen, beider prägende Lektüre, und zu guter Letzt sogar noch die in des Autors Nachlass aufzuspürenden Notizen zu unveröfflichten, aber geplanten Werken zu lesen begehren.

    Das wiederum weniger.

    Zitat

    "Lesern" Deines Schlages mag das ja so gehen.

    :lach-m:Ach :substi: Substi, was weißt Du denn von mir?? Rein gar nix.