Aufarbeitung des G20-Gipfel: Ist die losgetretene Hatz auf Linke gerechtfertigt ?

  • Wenn ich mir den generalstabmäßig durchgeführten Angriff auf die Elbchaussee anschaue, kommen mir keine Zweifel.
    Und da kann man auch nicht Krawalltouristen als Verantwortliche kleinreden.


    Und Steineschmeißen gegen Polizisten als "nix" zu bezeichnen zeugt auch nicht von Rechtsstaatlichkeit.

  • Generalstabsmäßig?
    Die Horde ist in kleineren Gruppen Kilometer weit ganz offen durch die Straßen bis dort hin marschiert. Hätte man sein Handwerk verstanden, wären die von Anfang an unter Beobachtung gestanden.
    Worum es hierbei gehen sollte, ist das Versagen der Einsatzleitung, die keine Vorkehrungen für diese vorhersehbaren Ereignisse getroffen hatte. Und wer meint, das war nicht verhersehbar, erteilt sich selbst das Zeugnis, untauglich für diese Aufgabe zu sein.
    Da war nix generalstabsmäßig, sondern das war schlichtweg nur verpennt - und zwar seitens der Einsatzleitung, weil niemand zum Aufpassen abgestellt war und keiner auf die Idee kam, eine Einsatzgruppe in Bereitschaft zu halten, die dort, ortsnah wo die Camps waren, hätte in Stellung gebracht sein müssen.
    Die Beobachtung der Bewegungen derjenigen, die man im Auge behalten will und sollte, wird Aufklärung genannt, und dabei handelt es sich nicht um ein Geheimnis höherer Weihe der Geheimdienstausbildung, sondern um polizeiliches Alltagswissen.


    Erst nicht aufpassen, und hinterher etwas von ausgefeilter Planung quatschen, mit der niemand rechnen konnte? Ich bezeichne das als armselig, vor allem die Taktik, hinterher die eigenen Fehler, also die der Einsatzleitung, zu mystifizieren und von einem überlegen taktierenden "Gegner" zu fabulieren.
    Arm ist das, ganz arm.

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  • ...Und Steineschmeißen gegen Polizisten als "nix" zu bezeichnen zeugt auch nicht von Rechtsstaatlichkeit.


    Genau das hat derjenige aber nicht getan. Es gibt keinerlei Zeugen, keine Videos, nichts. Das einzige, was ihm vorgeworfen wird - er war in der Nähe. Staatsanwaltschaft und Richterschaft üben anscheinend langsam das Verhalten unter einem rechtsgerichteten Obrigkeitsregime. Die jetzt nach Monaten erfolgten Durchsuchungen lassen den Verdacht aufkommen, dass die Beweislage in etlichen laufenden Verfahren so dermaßen dünn ist, dass jetzt mit aller Macht etwas gefunden werden muss, um sich vor Gericht nicht vollkommen zu blamieren.

  • Die Gerichte werden öffentlich tagen, einschließlich Beweisaufnahme. Presse und Medien werden die Faktenlage - dünn oder nicht dünn - diskutieren und die Urteile dementsprechend bewerten.


    Was danach noch an "Aufregern" aus Sicht des eher stramm konservativen Lagers oder des eher stramm autonomen Lagers als ernsthaft diskussionswürdig übrig bleibt, wird sich dann zeigen.

  • Sukzessive rudern die politisch Verantwortlichen zurück.
    Das sieht, nach all den einseitigen Schuldzuweisungen der Einsatzleitung, doch verdächtig nach Absetzbewegungen aus.


    Und wenn alle auf der Leitungebene einen Schritt zurück treten, bleiben die bis zuletzt Standhaften, auf den operativen Ebenen, am Ende ganz alleine vorne im Rampenlicht stehen...


    Zitat


    G20-Krawalle im Schanzenviertel
    Hamburgs Polizeipräsident entlastet Rote Flora

    Wer waren die Chaoten, die beim G20-Gipfel im Hamburger Schanzenviertel randalierten? Ein internationaler Mob, sagt Hamburgs Polizeipräsident dem SPIEGEL - und nimmt ein linkes Zentrum in Schutz.

  • So arbeitet die Polizei in einem Rechtsstaat:

    Zitat


    G20-Prozess
    Polizisten durften vorab Zeugenaussagen lesen

    Vor einem G20-Prozess konnten Polizisten Einblick in die Aussagen ihrer Kollegen bekommen. Der Anwalt eines Angeklagten sagt, die Bemühungen des Gerichts, den wahren Sachverhalt zu ermitteln, würden "durch die Polizei torpediert".

  • Darf ja nicht sein, dass alle was anderes sagen. Solch Verwirrung kann man dem Bürger nicht präsentieren. :gaehn:

  • Polizisten, die beim G20-Gipfel im Einsatz waren und als Zeugen bei Gerichtsverfahren gegen angebliche/vorgebliche Randalierer und Angreifer befragt werden, geraten immer mehr ins Zwielicht. Der Vorwurf der strafbewehrten Falschaussage und Absprache von Zeugenaussagen steht im Raum und wurde bereits konkret nachgewiesen.


    Zitat


    Korpsgeist bei G20
    Verblendete Kollegen
    Polizisten müssen sich aufeinander verlassen können, wenn es gefährlich wird. Doch mehrere Strafverfahren nach dem G20-Gipfel vor einem Jahr zeigen, was passiert, wenn Solidarität zu weit geht.

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