Aufarbeitung des G20-Gipfel: Ist die losgetretene Hatz auf Linke gerechtfertigt ?


  • Ja, musste ich.Da bin ich ganz british, mit meinem schwarzen Humor.Denn es wäre genau die Antwort, die sie in umgekehrter Sachlage geben würden.
    Was sie getan haben ist Verleumdung und das von einer Jugendorganisation des bürgerlichen Lagers und der stimmenstärksten Partei D.Und es wird keine Konsequenzen haben.Wie war das noch mit einem fairen Wahlkampf?


  • Oh Jörg, Du hast Dich selbst übertroffen, besser konntest Du Deine Unfähigkeit, die Realität zu reflektieren, wirklich kaum darstellen. Ein Meisterwerk der Irrrationalität, verdient einen Orden, den eventuell die Karnvalsgesellschaft eines Weilers in Deiner Heimat zu vergeben hat.

  • Den Sündenfall habe ich schon im SPD oder CDU Thread gepostet.Aber es nützt nichts, die Lüge ist "draußen" und da schwirrt sie auch weiter herum.
    Einen falschen Kontext zu konstruieren ist eine Sache, aber den Inhalt, durch eine gefakte Adresse (Namen) einer bestimmten Person unterzujubeln ist Böswilligkeit.Menschen vorzutäuschen das hier der echte Maddin getwittert hat ist schäbig.


    ...


    Diese Gangart ist im rechten konservativen Lager gang und gäbe. Kriminelle Vereinigungen sind verbal heruntergespielt ein Fehlverhalten siehe Autoindustrie, Lobbyhörigkeit ist keine Korruption, diese rechten konservativen mit dem C im Namen mißbrauchen ja sogar den Namen Christi für ihr schäbiges Verhalten. Ich kann mich noch erinnern wie in einer Firma (Maschinenbau) vor einer Bundestagswahl die Lager voll gestellt wurden, dann Verkaufsverträge in der Firma herumgereicht wurden, mit der Klausel nur wirksam bei einem Wahlsieg der CDU, damals war die SPD im Bund in der Regierung, um die Belegschaft zu erpressen und "richtig zu Wählen", da man sich ja vorstellen kann was passiert wenn die SPD die Wahl gewinnt und die vollen Lager nicht abverkauft werden können. Wer hat damals die Wahl gewonnen? Richtig die CDU. Lügen, betrügen, erpressen, bestechen mit Posten nach ausscheiden aus dem Amt bei willfährigem Politverhalten sind an der Tagesordnung in dieser verlotterten Bananenrepublick. Keiner hält sich mehr an irgendwelche Spielregeln, die gelten immer nur für andere, siehe Straßenverkehr als bestes Beispiel und Offenbarung deutscher Denke. Radarfallen sind mitnichten ein Mittel die Geschwindigkeitseinhaltung zu kontrollieren, nein das ist eine reine Abzocke. Wer mit solcherlei Gedankengut durch die Welt wandelt darf sich nicht eines Tages über eine blutige Nase wundern.
    Der Unterschied zwischen linksradikal und rechtsradikal ist folgender:
    Linksradikales Gedankengut geht gegen die Minderheit der herrschenden Geldmacht und deren regierende Büttel.
    Rechtsradikales Gedankengut tastet herrschende Geldmacht und deren regierende Büttel nicht an sondern nur andere ethnische oder religiöse Minderheiten.
    Aus diesem Grund ist die Hatz auf die Linken in der Gesellschaft aus konservativer Sicht gerechtfertigt und die Rechten sind darin die natürlichen Verbündeten. Mit deren Hilfe lassen sich dann irgendwann wieder die kriminellsten Machenschaften auf diese "Rechten" abwälzen, die Handlanger und Schreibtischtäter bleiben uns sicherlich wieder erhalten, leider.

    Einmal editiert, zuletzt von Durch Blick ()

  • ...
    Für das Glück sind wir 1989 auf die Straße gegangen , während ihr hinter der Gardienen gesssen habt.
    Es ist in der Zwischenzeit soviel zurückgeflossen, das ich über den Soli der längst nicht mehr für den Osten eingesetzt wird (Bestandteil den Haushaltes) nur noch lachen kann.


    In einem Punkt gebe ich dir recht, wir WESSI haben es versaut, hätten wir ebenfalls sofort runde Tische gegründet und unser Politpack gleich mitentsorgt hätten wir viele Probleme die wir heute haben nicht. Dafür aber sicherlich andere und ob die dann die besseren wären, wer weis das schon.

  • ...Krieg ...:whip:


    Oh Jörg, Du hast Dich selbst übertroffen, besser konntest Du Deine Unfähigkeit, die Realität zu reflektieren, wirklich kaum darstellen. Ein Meisterwerk der Irrrationalität, ...


    Auch wenn der Kater Recht hat, ist es wertvoll für ein politisches Forum, dass der Jörg sich den konservativen Hass unter Beifall so offenherzig von der Seele geschrieben hat. Die Liste könnte direkt vollständig sein, aber wahrscheinlich findet sich noch mehr Linksgrünversifftes, wenn der Jörg mal bei einem Whisky darüber nachdenkt. :sifone:


    Nein ehrlich, ich finde den Text so schön dass er eher zu einem eigenen richtig konservativen Thread passen würde. So etwas belebt das Geschäft hier. :angel:

  • .............. Radarfallen sind mitnichten ein Mittel die Geschwindigkeitseinhaltung zu kontrollieren, nein das ist eine reine Abzocke. .......................


    Das stimmt jedoch in den meisten Fällen eben doch. Die Städte und Gemeinden, weniger die Polizei, investieren hunderttausende Euro in diese Technik, beschäftigen nebenbei noch private Abzocker und Piratendienste, die an völlig ungefährlichen aber vielbefahrenen Stellen ihre Raubrittertätigkeit ausführen, um dem Bürger um sein Bestes, sein Geld zu bringen und die Stadtsäckel aufzufüllen, die konstant immer leer sind, weil die Brüder nicht mit Geld umgehen können. Bei der Höhe der Steuern und Abgaben für den normalen Bürger in Deutschland, dem Verzicht des Staates, Großkonzerne und Kapitalfonds analog zu besteuern, ist die Administration selbst schuld, wenn sie mit dem Etat nicht zurecht kommt.
    Nichts gegen Kontrollen vor Kindereinrichtungen, Schulen und Kliniken sowie Seniorenheimen, an Stellen, wo real Gefahrenpotential vorhanden ist. Aber Kontrollen im schnell fließenden Verkehr führen zu Unfallrisiken und sind weitgehend überflüssig. Wenn Zivilstreifen der Polizei mobil Verkehrssünder herausziehen, ist das auch wirksam und zu begrüßen.

  • Ist hier eigentlich OT, möchte aber doch Widerspruch einlegen. Eine Geschwindigkeitskontrolle ist niemals Abzocke, man fahre mit der erlaubten Geschwindigkeit und gut ist, macht man es nicht zahlt man zu recht und wird nicht abgezockt sondern für eine Ordnungswidrigkeit bestraft. Genau diese faulen Ausreden warum man sich an nichts halten muss sind es, es gibt keine Begründung warum man sich nicht an ein ausgeschilderte Geschwindigkeit halten muss. Ãœberall Blitzer hin und diese Raserei hat ein Ende, wir haben inzwischen viel zu viele Verkehrsraudis die weder rote Ampeln noch sonstige Verkehrsregeln beachten und damit gut zu diesem Thema hier im Thread.

  • Das Problem ist, dass jedes Gemeinwesen aus Menschen besteht, die anders als niedrigere Tierarten sehr bewusst ihren Vorteil auf Kosten anderer Menschen zu erreichen suchen, was Regeln erforderlich macht, die für Einschränkungen sorgen.


    Man kann als Bürger eines solchen Gemeinwesens solche Einschränkungen ablehnen, wenn sie nicht gleichzeitig anderen Bürgern oder dem Gemeinwesen als solchem zu Gerechtigkeit, gleichem Recht, verhelfen und im Prinzip richtig sind. Das ist ja der eigentliche Grundgedanke des Utilitarismus, der aber, auf die Spitze getrieben, zu einer Diktatur der Wohlmeinenden führt.


    Ich nehm ja gerne das Beispiel des Veggie-Days der Grünen her: Jeder weiß, dass im Sinne der Volkgesundheit (Krankheitskosten der Allgemeinheit) zu viel Fleisch gegessen wird, dass die Fleischproduktion Flora und Fauna massiv (Böden und Artensterben) beeinträchtigt bis zerstört, vom Tierschutz ganz abgesehen.


    Deshalb ist der Veggie-Day als Anfang eigentlich eine gute Sache, aber sie wurde nicht nur von "Gutmenschen" angeregt, was ja an sich schon des Teufels ist, sondern der Vorschlag greift auch in den privaten Alltag ein und erzeugt dadurch ohne jedes Nachdenken schnell ein Gefühl des Dagegen-sein-müssens. Der Bürger, der seine Gewohnheiten gerne an seiner Umgebung ausrichtet, anzieht und isst, was die Nachbarn oder die Freunde anziehen und essen, kriegt die Krise, wenn der Vorschlag von "oben" kommt, besonders, wenn dieses "oben" ein verhasstes Milieu ist.


    Jörg hasst vieles, was im Sinne des Gemeinwesens wünschenswert ist, er würde das Gesetz des Dschungels schätzen.

  • Zurück zur Aufarbeitung G 20 Viseotext NDR 49 Verfahren gegen Polizisten eingeleitet.
    Auch das gehört zur Aufarbeitung dazu und nicht die täglich sich wiederholenden Bilder von der Chaoengewalt.

  • Na wenn es schon den Schlägertypen an den Kragen gehen soll, dann aber auch den Typen der sogenannten Ordnungsmacht....

  • Steuern auf Grundstück ist Vermögensbesteuerung. Steuer beim Erwerb in Ordnung, Besteuerung des Gewinns (Verkaufspreis minus Kaufpreis minus Bankübliche Verzinsung der eingesetzten Kaufsumme welche zu den Konditionen für Zinsgewinne zu besteuern ist) über die Besitzzeit beim Verkauf in Ordnung. Ergo nur alle Gewinne werden besteuert und zwar gleich in %von. dabei ist es egal wie hoch die zu bezahlend Summe ist, keinerlei Extrawürste. Ich höre jetzt schon das Wehgeschrei betroffener die dann Millionen abdrücken müssen und ihre Drohung das Land zu verlassen. Sofort wegen versuchter Erpressung der Staatsmacht 10 Jahre in den Bau, ohne wenn und aber, dann haben die faxen ein Ende. Wer glaubt viel Vermögen gebe ihm einen Freifahrtschein muss lernen es ist nicht so, im Gegenteil ist dies die Verpflichtung zur Vorbildfunktion. Eine Gemeinschaft die Extrawürste brät zerfällt, ist aktuell in vielen teilen der Welt zu beobachten.
    Eine Abgabe jährlich an die Gemeinde zur Erhaltung der Infrastruktur (Straßenlicht, Teerdecken für Straßen und Gehwege, etc) sind keine Steuern sondern Kosten die für jeden auch als solche steuerlich behandelt werden sollten wie bei Unternehmern.


    Warum wird ein Denkverbot verordnet, wenn man über Vermögensbesteuerung nachdenkt?
    Faktisch ist Vermögen ein Privileg, was die Gesellschaft dem Einzelnen zugesteht. Es ist eben nicht selbstverständlich, dass ein Einzelner überhaupt Privatbesitz haben darf - und schon gar nicht, dass der Einzelne den Privatbesitz dauerhaft haben darf.


    Was genau auch sagt Besitz aus - es ist das Zugeständnis der Allgemeinheit, dass der Einzelne Entscheidungen zu seinem Besitz treffen darf, in die sich die Allgemeinheit nicht mehr einmischt - und mehr noch, die die Allgemeinheit nicht in Frage stellt.


    Selbstverständlich darf die Allgemeinheit für dieses Zugeständnis eine Gebühr verlangen! Warum auch nicht! Denn im Umkehrschluss verzichtet doch auch die Allgemeinheit darauf, diese Vermögen für die eigenen Zwecke nutzen zu können.


    Nehmen wir mal konkret Besitzrechte an Bodenschätzen. Warum sollte die Allgemeinheit einem einzelnen dieses Besitzrecht geben? Und wenn die Allgemeinheit sich entschließt, dem einzelnen das Besitzrecht zu geben - warum soll die Allgemeinheit nicht dafür eine jährliche Gebühr/Steuer oder was auch immer verlangen dürfen?


    Die Idee, dass man nur den Gewinn aus dem Besitzrecht versteuern muss, ist populär - aber stammt noch aus Zeiten, in denen wir eine Goldgebundene Währung hatten. Heute kann die Gesellschaft erwarten, dass jemand, der Besitzrechte an irgendwas geltend macht, mindestens 2% je Jahr an Rendite erwirtschaftet. Denn dies entspricht dem Inflationsziel der EZB. Insofern ist es nur zulässig, wenn MINDESTENS 2% an Rendite für die Allgemeinheit eingefordert wird, wenn die Besitzrechte verscherbelt werden. Also: 2% Vermögenssteuer für alle!


    Bei abgeschätzten 15 Billionen Privatvermögen (nicht Unternehmensvermögen) in Deutschland sind das aber schon 300 Milliarden Euro! Die MÃœSSTEN eigentlich diejenigen, denen wir Privatvermögen zubilligen, jedes Jahr zur Finanzierung des Staates beitragen, damit wir als Gesellschaft akzeptieren können, dass sie so eine Menge an Privatvermögen aufbauen dürfen.



    Auch 450 Milliarden an Vermögenssteuern wären durchaus gerechtfertigt - eigentlich darf man schon auch eine Renditeerwartung haben, wenn man in einem Schuldgeldsystem Vermögensrechte verkauft.......1% ist da sicher nicht zu viel.
    Im Gegenzug kann man alle anderen Steuern und Abgaben nochmals kritisch hinterfragen - und reduzieren. Mit 450 Milliarden Einnahmen wäre der Bundeshaushalt dann auch schon faktisch finanziert......alle restlichen Steuereinnahmen und Abgaben dienen also unseren Sozialsystemen und teilweise noch anderen Ebenen staatlichen Handelns.


    Ich mache nur mal klar, dass viele Branchen mit 1% Gewinn nicht auskommen - da werden regelmäßig auch 2-3% Gewinn gefordert - oder sogar auch gerne mal 20%!


    Wir könnten unseren ganzen Staat mit einer Gewinnerwartung von 8% inklusive unserer Sozialsysteme finanzieren - also mit der Idee, dass jedem, dem wir Besitzrechte von der Gemeinschaft her zugestehen, dafür zu sorgen hat, dass diese mindestens 8% Rendite je Jahr abwerfen, um den Staat zu finanzieren.


    Auif alle anderen Steuern und Abgaben könnten wir im Gegenzug verzichten.


    Bei 15 Billionen Privatvermögen entsprechen 1,2 Billionen jährlich zu finanzierendem Staatshaushalt ungefähr diesen 8%.


    Ist es zuviel, wenn ich als Gemeinschaft von meinen Bürgern erwarte, dass sie im Gegenzug für das Besitzrecht 8% je Jahr an Steuern abdrücken?


    Wer also 500.000€ BESITZ hat (ohne Schulden!) müsste jährlich nur 40.000€ an Steuern und Abgaben zahlen......denn es gäbe ja nur noch VERMÖGENSSTEUERN. Für die meisten Menschen in Deutschland wäre das deutlich weniger als heute.
    Dazu kommt - alle Unternehmen müssten keine Steuern und Abgaben mehr zahlen - würden also dramatisch an Wettbewerbsfähigkeit international gewinnen. Es wäre ein leichtes, dass die Guten Unternehmen dann auch mehr als 8% Rendite abwerfen.


    Es würde sich was dramatisch verändern, wenn wir die Staatsfinanzierung auf die Vermögen umstellen würden - aber wir wären damit endlich wieder näher dran an dem, was gesellschaftlich wünschenswert ist.


    Wer Privatbesitz haben will, und diesen auch nachhaltig halten will - der sollte in der Lage sein, 8% jährliche Vermögenssteuer zu zahlen. Vor allem dann, wenn im Gegenzug alle anderen Steuern und Abgaben keine Rolle mehr spielen.


    Wer Besitzrechte an etwas haben will, was dann keine 8% Rendite mehr abwirft - der wird Vermögen abbauen müssen.


    8% rendite unter deutlich und dramatisch verbesserten Wettbewerbsbedingungen!

  • Warum wird ein Denkverbot verordnet, wenn man über Vermögensbesteuerung nachdenkt?


    Jo, denk mal nach:


    Wer also 500.000€ BESITZ hat (ohne Schulden!) müsste jährlich nur 40.000€ an Steuern und Abgaben zahlen......denn es gäbe ja nur noch VERMÖGENSSTEUERN.


    Wer also ein lastenfreies Einfamilienhäuschen im Wert von 500.000€ hat, und ein derzeitiges Durchschnittseinkommen von 41.000€ brutto, hätte nach deiner Rechnung noch 1000€ zum überleben für das ganze Jahr.
    Hervorragendes System.


    Ein Einkommensmillionär würde keine Steuern mehr bezahlen, und sein Vermögen in ausländischen Stiftungen wäre für den deutschen Fiskus nicht greifbar. Dafür kann er sich jetzt die Notverkäufe der Kleinbürger billig aneignen, beleihen und das Geld wiederum in ausländische Investments stecken.

    Einmal editiert, zuletzt von Diogenes2100 ()

  • Was genau ist an der Diskussion über Besteuerungen themennäher ("Ist die losgetretene Hatz auf Linke gerechtfertigt?"), als die Feststellung, dass plakatives Fahnenschwingen. Linkenhetze und Phrasendreschen von Rechtslastigen und liberitären Anarchoegozentrikern sinnvolle politische Diskussionen ins Off führt und damit die Teilnahmebereitschaft an solchen Diskussionen marginalisiert?
    http://politopia.de/threads/34…476&viewfull=1#post960476

    3 Mal editiert, zuletzt von A3243 () aus folgendem Grund: Link zum verschobenen Beitrag

  • ...


    Jörg hasst vieles, was im Sinne des Gemeinwesens wünschenswert ist, er würde das Gesetz des Dschungels schätzen.


    Oder er übernimmt eben einfach nur die Rolle des Anwalt Diaboli, was er recht gut macht. Danke JJ.


    Dem Rest deiner Einlassung stimme ich voll zu.

  • Jo, denk mal nach:




    Wer also ein lastenfreies Einfamilienhäuschen im Wert von 500.000€ hat, und ein derzeitiges Durchschnittseinkommen von 41.000€ brutto, hätte nach deiner Rechnung noch 1000€ zum überleben für das ganze Jahr.
    Hervorragendes System.


    Bleibt nur die Moeglichkeit die Huette platt zu machen und sich was zu mieten.


    Nur, wie hoch sollten dann die Mieten sein?

    Einmal editiert, zuletzt von wudi ()

  • Bleibt nur die Moeglichkeit die Huette platt zu machen und sich was zu mieten.


    Nur, wie hoch sollten dann die Mieten sein?


    Vermögensbesteuerung in tatsächlich nennenswertem Umfang dient weder Gleichheit noch Gerechtigkeit. Sie führt entgegen aller Beteuerungen zu noch mehr Vermögenskonzentration. Da wird gar nichts nach unten umverteilt, ganz im Gegenteil. Viele, die heute ein Eigenheim ihr eigen nennen, können es angesichts der Preisentwicklung und belastender Baugesetzgebung als Normalverdiener kaum noch halten. Von neu bauen rede ich mal vorsichtshalber gar nicht. Wenn er Pech hat, liegt die Bude irgendwo in einem Hochpreisgebiet. 5% oder 10% Vermögenssteuer drauf? Viel Spaß dabei. Wer wird die wohl kaufen, wenns zum Äußersten kommt? Grundschullehrer Meyer von nebenan? Vergiss es einfach. Was ist mit dem Betriebsvermögen des Einzelunternehmers? 10% drauf? Viel Spaß bei den nächsten Handwerkerrechnungen. Die allesseligmachende Ideallösung scheint mir das nicht zu sein.

  • Eine mögliche Alternative sind halt Verbrauchssteuern. Wirken auch an der Quelle, belasten die Unternehmen nur administrativ, bieten Möglichkeiten zu steuern (umweltschädlichkeit, Ressourcenverbrauch, Energieverbrauch, Bodenversiegelung, genutztes/ungenutztes Land) und sie können soziale Komponenten haben. Niedrige Sätze auf Güter des täglichen Bedarfs wie Nahrung, alkoholfreie Getränke, Babyzubehör, mittlere Sätze auf Konsumgüter, hohe Sätze auf Luxusgüter.


    Der Vorteil ist, dass jeder selbst durch seinen Konsum bestimmt, wie viele Steuern er zahlt.


    Oder man besteuert, wie schon des öfteren von mir verlinkt, jede Finanztransaktion.
    http://www.microtax.ch/de/2016/09/28/idee-deutsch/



  • Da hast du einige Denklücken in deiner Argumentation - und den gravierendsten schildere ich dir sofort:
    Mit der heutigen Steuergesetzgebung kommt ein Empfänger eines Durchschnittseinkommens faktisch binnen seines Lebens nicht auf ein Vermögen von 500.000€.
    Also kommt das Vermögen von 500.000€ daher, dass er dieses Vermögen geerbt hat oder geschenkt bekommen hat. In aller Regel also von einem, der im Laufe seines Lebens steuerbegünstigt dieses Vermögen subventioniert bekommen hat. Und nun beutest du also die aus, die weniger Glück mit Erbschaften haben, gegen die, die zu niedrig besteuertes Vermögen erben.


    Mach dir klar, die 1,2 Billionen Einnahmen des Staates werden heute auch bezahlt. Nur zahlen Vermögende keine 8% ihres Vermögens. Das machen Andere für diese. Also die, die weniger Vermögen haben. Das hältst du für sozial?


    Faktisch ist das durchschnittliche Vermögen eines Haushaltes heute bei ca. 214T€. Bei einem durchschnittlichen Haushaltsbruttoeinkommen von ca. 48.000€ je Monat.
    In meinem Modell wäre das durchschnittliche Haushaltsvermögen bei ca. 300T€. Erst bei einem höheren Einkommen kippt die Finanzierbarkeit, und die Steuer- und Abgabenlast wäre größer als im heutigen Modell. Dieses Gap zeigt deutlich auf, dass die Ungerechtigkeit, die ich anspreche, faktisch in unserer Gesellschaft gegeben ist.
    Mit deiner Schönrechnung, bei der das Vermögen quasi aus der Luft entsteht, begünstigst du faktisch eine kleine Gruppe der Gesellschaft zum Nachteil der Meisten. Deine Vermittlung kommt dann noch im Basta-Stil - und verschleierst in der heute üblichen Manier, dass heute Normalverdiener zu viel zur Staatsfinanzierung beitragen, während Reiche und noch mehr Sehr Reiche sich einem normalen Anteil entziehen.


    Der Teufel bei einer REINEN Vermögenssteuerfinanzierung liegt an ganz anderen Stellen - gleichzeitig fordere ich auch keine reine Vermögenssteuerfinanzierung, sondern nur ein Staatsfinanzierungssystem, welches mittelfristig sicherstellt, dass sich der Finanzierungsanteil am Vermögensanteil orientiert.


    Den Einkommensmillionär kann man durchaus auch bei einem Vermögenssteueransatz abgreifen - zum einen weil man durchaus auch Einkommen besteuern kann. Ich übertreib es auch hier gleich mal: Besteuer doch alle Einkommen oberhalb Hartz IV mit 90%. Ãœber den Jahressteuerausgleich wird dann alles, was zuviel gezahlt wurde, zurückgegeben. Auch dies eine leichte Ãœbertreibung, wie man den von dir geschilderten Nachteil in der Praxis durchaus umgehen könnte! Bei einem kontinuierlichen Berufsleben mit kontinuierlichem Einkommensfluss wäre der Nachteil einer solchen Regelung praktisch nur im ersten Jahr des Berufslebens gegeben........