Kartelle in Deutschland und der EU

  • Um was es genau geht, ist noch nicht offen gelegt. Das was ich bisher im Netz finden konnte klärt für mich noch nicht abschließend, was genau im Detail passiert ist. Im Zweifel für den Angeklagten - und auch nochmals der Hinweis: Gespräche zwischen Marktteilnehmern sind völlig normal. Nicht jedes Gespräch wird dazu geführt, um irgendwen abzuzocken - völlig normal sind beispielsweise auch Kongresse, bei denen über Standards, Weiterentwicklungen, notwendige rechtliche und politische Rahmenbedingungen etc. geredet wird.


    Hier hinter jedem Austausch gleich ein Kartell zu vermuten ist völlig überzogen.


    Umgekehrt kann aber auch schnell aus einem harmlos beginnenden Dialog eine kreative Idee zum Ausnutzen eines Kartells entstehen - hier ist halt immer auch Platz für einen gewissen Graubereich. Kippt die Intention, wird aus einem zunächst harmlosen Dialog schnell eine kriminelle Handlung.


    Was , wie mit der Offenlegung geschieht, kan man doch am Verhalten der Manager von VW sehen. Leider mußte erst ein USA -Gericht den Betrug aufdecken.
    Aber solange die Politik diese Handlungen noch unterstützt (Niedersachen würde Milliarden einbüsen, in Bayern und BW würde tausende von Arbeitsplätze wegfallen) wird sich nichts ändern.

  • Was, wie mit der Offenlegung geschieht, kann man doch am Verhalten der Manager von VW sehen. Leider mußte erst ein USA -Gericht den Betrug aufdecken.
    Aber solange die Politik diese Handlungen noch unterstützt (Niedersachen würde Milliarden einbüsen, in Bayern und BW würde tausende von Arbeitsplätze wegfallen) wird sich nichts ändern.


    Niedersachsen müsste gezwungen werden, die VW Anteile sofort zu verkaufen, was die private Aktienstruktur des Konzerns verbessern würde, denn derzeit sind nur etwa 7 % im Streubesitz, woraus eine Ãœberbewertung der Aktien zugunsten der Großaktionäre resultiert. Und Vertrauen könnten BMW und Daimler durchaus gewinnen, wenn sie ihre Diesel mit den BNOx-SCR- Abgasreinigungssystemen von Twintec ausrüsten bzw. nachrüsten würden. Diese Systeme reduzieren die NOx Belastung um rund 90 %, was bedeutet, dass sämtliche Grenzwerte weit unterschritten werden. Leider ist in der öffentlichen Diskussion davon keine Rede, dafür bietet man völlig untaugliche Softwarelösungen an, die man vor dem Dieselskandal wohlweislich nicht eingesetzt hat, weil sie zu Motorschäden und verminderten Leistungsparametern führen. So versucht man einen Skandal zu lösen und schafft die Voraussetzungen zum Nächsten, wo die Dieselkunden dann mit den Schäden auf ihren Kosten sitzenbleiben oder teure Klagerisken eingehen müssen.


  • Warum werden die Küngler nicht persönlich zur Rechenschaft gezogen...? Wie gewonnen, so zerronnen? Wer Millionen Boni kassiert, Gehälter jenseits jeglicher Schamgrenzen, der hat auch genug finanzielle Mittel, sich den Strafen zu stellen.


    Hier ist der Gesetzgeber gefordert,und das in aller Kürze (wobei ich bei der momentanen politischen Konstellation mehr als skeptisch bin)! Warum ist nicht schon längst die persönliche Haftung der Häuptlinge im Gesetz verankert?? Bei der vielfach ausgeprägten (auch persönlichen) Geldgier der Konzernlenker und ihrer Adlaten wäre es durchaus vertretbar,Leute dieser Einkommensklassen spürbar an Sanktionen zu beteiligen.