Nur oberflächlich gelesen

  • Keine Mitgliedschaft für Frauen: Freimaurerloge daher nicht gemeinnützig
    https://www.otto-schmidt.de/ne…einnutzig-2017-08-02.html
    Also, entweder gibt es demnächst FreimaurerInnen oder der Gemeinnutz ist (Achtung, neues Wort im Duden) futschikato. Wollen mal schauen, was den Herren Freimaurern wichtiger ist. Geld oder unter sich zu bleiben.


    Frdl. Grüße
    Christiane

    Einmal editiert, zuletzt von Meinungsbaum () aus folgendem Grund: Kenntlichmachung

  • Keine Mitgliedschaft für Frauen: Freimaurerloge daher nicht gemeinnützig ...


    Erfreuliches Urteil. Und jetzt warten wir alle darauf, dass dies auch bei Studentenverbindungen und deren diversen eingetragenen Vereinen angeleiert wird.

  • Keine Mitgliedschaft für Frauen: Freimaurerloge daher nicht gemeinnützig
    https://www.otto-schmidt.de/ne…einnutzig-2017-08-02.html
    Also, entweder gibt es demnächst FreimaurerInnen oder der Gemeinnutz ist (Achtung, neues Wort im Duden) futschikato. Wollen mal schauen, was den Herren Freimaurern wichtiger ist. Geld oder unter sich zu bleiben.


    Frdl. Grüße
    Christiane


    Da werden sich sicher clevere Rechtsanwälte unter den Freimaurern finden, die Logenkriterien so entwickeln, dass dennoch keine Steuern anfallen. Zudem dürfte es auch Frauenbünde und -vereine geben, die Männer auch als Mitglieder nicht aufnehmen. Man muss nicht alles vermischen. Zudem steht es den Damen ja frei auch Logen zu gründen, wenn sie eben daran Interesse haben! Wäre mal interessant, wer dann die größere philosophische Leistung erbringt und damit Resonanz findet.

  • Erfreuliches Urteil. Und jetzt warten wir alle darauf, dass dies auch bei Studentenverbindungen und deren diversen eingetragenen Vereinen angeleiert wird.


    Der Staat sollte sich eher darum kümmern, dass Studenten in den Universitätsstädten bezahlbaren Wohnraum bekommen und auch sonst ihr Studium finanzieren können, ohne sich auf Jahre/Jahrzehnte verschulden zu müssen, wenn sie kein wohlhabendes Elternhaus vorweisen können.

  • Da werden sich sicher clevere Rechtsanwälte unter den Freimaurern finden, die Logenkriterien so entwickeln, dass dennoch keine Steuern anfallen. Zudem dürfte es auch Frauenbünde und -vereine geben, die Männer auch als Mitglieder nicht aufnehmen. Man muss nicht alles vermischen. Zudem steht es den Damen ja frei auch Logen zu gründen, wenn sie eben daran Interesse haben! Wäre mal interessant, wer dann die größere philosophische Leistung erbringt und damit Resonanz findet.


    Es geht nicht darum alles "vermischen" zu wollen. Aber Gemeinnützigkeit mit entsprechender Steuerbefreiung sollte definitiv keiner Vereinigung gewährt werden, welche die Hälfte der Bevölkerung ausschließt.

  • Es geht nicht darum alles "vermischen" zu wollen. Aber Gemeinnützigkeit mit entsprechender Steuerbefreiung sollte definitiv keiner Vereinigung gewährt werden, welche die Hälfte der Bevölkerung ausschließt.


    Vielleicht helfen dann ein paar "Quotendamen", gut aussehend, glutäugig und schlank mit rasanten Kurven???:triumphant::angel::)

  • Ich weiss eigentlich gar nicht, was an denen überhaupt so nützlich ist... machen die nicht nur so seltsame rituale in seltsamen verkleidungen?
    Ist das so nützlich für die gemeinschaft?

  • Alles ist nützlich, was die Leute von der Straße holt und niemandem schadet.


    Du ich bin voll für das recht darauf, in seltsamen verkleidungen, seltsame rituale zu vollziehen. Da brauchen wir nciht drüber reden. Aber, wenn das eine geschlossene gruppe in geschlossenen räumen tut... hm... wo liegt der nutzen für die gemeinschaft?


    Dass nicht jeder verein jeden hanswurst aufnimmt, sollte auch klar sein und das halte ich nichtmal für entscheidend, ob der verein der gemeinschaft nutzt oder nicht. Bei den katholiken kannste als frau auch nicht viel werden.

  • Du ich bin voll für das recht darauf, in seltsamen verkleidungen, seltsame rituale zu vollziehen. Da brauchen wir nciht drüber reden. Aber, wenn das eine geschlossene gruppe in geschlossenen räumen tut... hm... wo liegt der nutzen für die gemeinschaft?

    Na, darin, dass sie nicht auf der Straße randalieren oder ihre Kippen überall rumschmeißen.


    Zitat

    Dass nicht jeder verein jeden hanswurst aufnimmt, sollte auch klar sein und das halte ich nichtmal für entscheidend, ob der verein der gemeinschaft nutzt oder nicht. Bei den katholiken kannste als frau auch nicht viel werden.

    Eben. Dafür kann ich nicht Hebamme werden.

  • Na, darin, dass sie nicht auf der Straße randalieren oder ihre Kippen überall rumschmeißen.


    Meinetwegen... aber es sollte der gemeinschaft nicht teurer kommen, als die katholische jugendfreizeit.


    Zitat


    Eben. Dafür kann ich nicht Hebamme werden.


    Es gibt tatsächlich, männliche hebammen. Richtig offiziell mit ausbildung und allem.

  • Es geht nicht darum alles "vermischen" zu wollen. Aber Gemeinnützigkeit mit entsprechender Steuerbefreiung sollte definitiv keiner Vereinigung gewährt werden, welche die Hälfte der Bevölkerung ausschließt.



    Wenn man diese Filter beim Wort nähme, dürften die meisten Vereine ihren Status verlieren.
    Die Ausgrenzung erfolgt bei den meisten Vereinen bereits durch deren Tätigkeitsschwerpunkte.
    Die meisten Vereine sind sogar explizit ihrem Wesen nach für jeweils definierte Minderheiten, deren Interessen sie vertreten, resp. für deren Interessen sie Angebote formulieren und konkret nutzbar machen, gestaltet.


    Die Gemeinnützigkeit entsteht also im Umkehrschluss nicht durch die Inklusion aller, sondern durch die Interessenvertretung der definierten Mitglieder. Die Gemeinnützigkeit gestaltet sich über das Recht und die Vielfalt der Vereine, die deren Mitgliederinteressen gemäße Angebote gestalten und deren Ausübung ermöglichen, und eben nicht über die Beliebigkeit und Gleichverteilung der Interessenlagen der Mitglieder, bis hin zur Konterkarierung des ureigensten Vereinszwecks. Es gibt übrigens auch Frauenfußballvereine etc.


    Meine Positionierung ist, unabhängig davon, um welchen Verein es sich handelt und ob ich selbst diese Interessen teile, die, dass die spezifische Vereinsgestaltung einen durchaus zu schützenden Grad an Freiheit und ein vernünftiges Recht, das besser nicht egalisiert wird, darstellen.


    Der Gemeinnützigkeitsanspruch geht dann verloren, wenn der Verein nur den formalen und steuergünstigen Mantel für kriminelle Machenschaften, Staatsfeindlichkeit, oder klandestin betriebene Gewinnerzielungsabsichten darstellt.

    7 Mal editiert, zuletzt von A3243 () aus folgendem Grund: Korrektur

  • Darum u. a. ging es in der Urteilsbegründung: Wer ohne sachlich zwingenden Grund eine Gruppe der Allgemeinheit ausschließt, soll nicht erwarten dürfen, von der Allgemeinheit (einschl. der Gruppe, die ausgeschlossen wird) dann trotzdem noch Vorteile zu haben (im Sinne von Steuergeschenken).


    Frdl. Grüße
    Christiane

  • Darum u. a. ging es in der Urteilsbegründung: Wer ohne sachlich zwingenden Grund eine Gruppe der Allgemeinheit ausschließt, soll nicht erwarten dürfen, von der Allgemeinheit (einschl. der Gruppe, die ausgeschlossen wird) dann trotzdem noch Vorteile zu haben (im Sinne von Steuergeschenken).


    Frdl. Grüße
    Christiane



    Es gibt keine Steuergeschenke. Vereine werden steuerlich begünstigt, da ihre Umsätze dem Betrieb des Vereins dienen sollen und kein Gewinne im Sinne des Steuerrechts zum Ziel haben dürfen. Ãœberschüsse dürfen erzielt, aber nicht entnommen werden. Sie müssen verwendet werden, um die Obliegenheiten des Vereins zu finanzieren, auch Rücklagen dürfen gebildet werden, um damit beispielsweise die Infrastruktur zu verbessern usw. Das eine bedingt das andere. Manche Vereine werden bezuschusst - beispielsweise Sportvereine auf kommunaler Ebene -, da sie aus eigenen Mitteln anderenfalls die Infrastruktur nicht unterhalten könnten. So ein Sportplatz, oder eine Halle, erzeugen hohe Kosten. Usw.. Andere Vereine sind mit dem Betrieb und der Sicherstellung von Kultur"betrieben" befasst und sorgen dafür, dass alte Kulturstätten gepflegt undoder unterhalten werden, andere sammeln zweckgebundene Spenden. Diese Einnahmen bleiben unbesteuert, so lange sie dem Vereinszweck gemäß innerhalb der Obliegenheiten des Vereinszwecke verwendet werden.


    Das ist der Sinn der Gemeinnützigkeit. Sie ist aus den grundsätzlichen Erwägungen über die Existenz dieser Vereinsstrukturen entstanden, denn diese Form der Gemeinschaftsgestaltung, wenn auch mit unterschiedlichen Zielen, Interessenbereichen und Ausprägungen, dient letzlich allen, da alle einen Bereich finden können sollen, der ihre Interessen bevorzugt bedient. Und die reine Existenz der Struktur wird, unbesehen der Ziele (in den erlaubten Grenzen und an formale Anforderungen gebunden) im einzelnen, unterstützt.
    Darum geht es.

    Einmal editiert, zuletzt von A3243 ()

  • Darum u. a. ging es in der Urteilsbegründung: Wer ohne sachlich zwingenden Grund eine Gruppe der Allgemeinheit ausschließt, soll nicht erwarten dürfen, von der Allgemeinheit (einschl. der Gruppe, die ausgeschlossen wird) dann trotzdem noch Vorteile zu haben (im Sinne von Steuergeschenken).


    Frdl. Grüße
    Christiane



    Angenommen ich gründe eine Verein, der nur eine bestimme Bevölkerungsgruppe inkludieren soll, weil nur diese genau die Zielrichtung des Vereins verkörpern?
    Nehmen wir an, ich möchte die Kultur der biertrinkenden und rauchende Männer pflegen, und während der gepflegten Veranstaltungen soll in Bierzeltatmosphäre nach Altforderensitte Blasmusik gespielt und Biertrinkerpoesie für Männer in Lederhosen rezitiert werden.
    Und nehmen wir weiter an, die Statuten enthalten als Vereinsziel die aufrechterhaltung des bietrinkenden und rauchenden Brauchtums von Männerrunden nach traditioneller Art und Sitte. Und die Satzung enthält entsprechende Vereinsziele, wie bespielsweise das Veranstalten regelmäßiger Männerabende mit ausgiebigem Bier- und Rauchwarengenuss. Und das ist förderungswürdige Traditionspflege, trachtenpgflegerisch und damit also gemeinnützig.
    Was ist dann mit abstinenten Nichtrauchern? Dürfen die darauf bestehen, in den Verein aufgenommen zu werden, selbst wenn sie anschließend gegen das Rauchen Klage erheben und auf ihr uneingeschränktes Recht der körperlichen Unversehrtheit bestehen würden? Womöglich gar den Bierausschank verbieten wollen?


    Ich denke, dass Vereine das Recht haben sollen, sich Ihre Statuten geben zu können und niemand sollte gezwungen werden, sich diesen zu unterwerfen, was ja eine Art Zwangsmitgliedschaft voraussetzen würde.
    Die Gemeinnützigkeit in jedem einzelnen Fall alleine aufgrund der Einschränkungen des Zielpublikums bereits infrage zu stellen, führt die gesamte Grundidee ad absurdum. Solche Urteile zeugen nur von Weltfremdheit und fehlendem Urteilsvermögen. Urteile, die Gerichte sprechen, sind nicht schon alleine deshalb gut und auch klug gefällt, weil sie gesprochen wurden. Ich habe mich schon viel zu oft gefragt, welche verheerende Verstopfung so manchen Richter geplagt haben mag, dass die sich bis ins Hirn ausgewirkt hat.

    3 Mal editiert, zuletzt von A3243 ()