Marxismus

  • Sobald eine Ideologie, oder Philosophie, um zu funktionieren einen völlig neuartigen, anderen, gegen wesentliche Elemente seiner Natur handelnden Menschen fordert, um sich als valide und haltbar beweisen zu können, ist das ganze Konstrukt zum Scheitern verurteilt und obsolet.


    Das gilt zumindest also so lange, bis die Evolution des Geistes sich so weit entwickelt hat, dass die Menschen sich freiwillig der Ideologie, die diesen neuen Menschen, der wider wesentliche seiner natürlichen Instinkte handelt, fordert, unterwerfen und den ideologischen und hierarchisch geforderten Schablonen anpassen wollen.


    Diesen selbstaufopfernden Prozess der völligen Unterwerfung gibt es, doch so richtig freiwillig ist das auch nicht. Es überkommt die Menschen, gelockt durch Pheromone und macht sie zur Gegenwehr völlig unfähig, weil die Körperchemie die Steuerung übernommen hat. Man nennt das Liebe.


    Die kann ich einem Marx genauso wenig entgegen bringen, wie jedem anderen Philosophen, schon gar nicht einer Ideologie, die von mir fordert, was diejenigen, die sie propagieren, selbst nicht zu erbringen gewillt waren, sind und sein werden.
    Die leben nämlich für gewöhnlich ganz gerne und möglichst gut in einem gewissen elitären Dünkel und abgegrenzten Wohlstand, damit auch jeder die herausragende Stellung erkennen kann, die des überlegenen Geistes und Standes, wie auch des ganz profanen politischen Führungszirkels.


    Denn die Partei, die Partei, die hat schließlich immer Recht. :wink5:

  • WennMarx genau erklärt hat, wie der Kapitalismus funktioniert, warum hat er dann nicht auch genau erklärt, wie "der richtige" Sozialismus funktioniert, so dass ihn irgendwer auf der weiten Welt irgendwo hätte organisieren können?


    Er hat genau beschrieben, was er vorfand.
    Er hat erkannt, dass die gesellschaftliche Entwicklung nach Gesetzmäßigkeiten verläuft.


    Ich vermute, er hat gewusst, dass der Mensch eigentlich noch ein Herdentier ist, welcher irgendeinem Idioten nachläuft.
    Bis eben auf die 10 Prozent, die mit Hirn und Wissen "gesegnet" sind.

  • Sobald eine Ideologie, oder Philosophie, um zu funktionieren einen völlig neuartigen, anderen, gegen wesentliche Elemente seiner Natur handelnden Menschen fordert, um sich als valide und haltbar beweisen zu können, ist das ganze Konstrukt zum Scheitern verurteilt und obsolet.


    So sehe ich das ebenfalls, der heutige Mensch ist schlicht zu dämlich, um sich auf eine herrschaftsfreie Form des Zusammenlebens, sei es Kommunismus oder Anarchokapitalismus einlassen zu können. Noch dazu ist ein zu großer Teil nur auf den eigenen Vorteil bedacht.


    Das gilt zumindest also so lange, bis die Evolution des Geistes sich so weit entwickelt hat, dass die Menschen sich freiwillig der Ideologie, die diesen neuen Menschen, der wider wesentliche seiner natürlichen Instinkte handelt, fordert, unterwerfen und den ideologischen und hierarchisch geforderten Schablonen anpassen wollen.


    Und jetzt betrachten wir den heutigen Zustand mal unter genau diesem Gesichtspunkt. Wir brauchen heute diverse Sicherheitsbehörden, Finanzämter und Unterdrückungs- und Zwangseinrichtungen wie die Arbeitsagentur, um Menschen auf Linie der derzeit vorherrschenden Ideologie zu halten bzw. auf Linie zu bringen. Guckt ein Maulwurf zu weit aus dem gestatteten Loch spielt man "whack-a-mole".

  • Unterordnung geschieht vor dem Hintergrund und unter unter Androhung von Konsequenzen und Repression für den Fall der Zuwiderhandlung. Das ist das ordnende Prinzip. Daher gibt es Religionen, in beinahe allen einen strafenden Gott und daran angelehnt strafende Hierarchien.

  • Ich vermute, er hat gewusst, dass der Mensch eigentlich noch ein Herdentier ist, welcher irgendeinem Idioten nachläuft.
    Bis eben auf die 10 Prozent, die mit Hirn und Wissen "gesegnet" sind.

    Zu denen Du gehört hast. Na jut.
    Jedenfalls kann man feststellen, dass jemand, der ein brillantes Lebens- und Gesellschaftskonzept für eine ganz andere, viel weiter entwickelte Art von Mensch erdenkt, nicht zu den 10 % gehören kann, es sei denn, er wollte scheitern.
    Gegen utopische Ideen ist nichts einzuwenden, solange man nicht ein Volk, zu dem sie nicht passen, damit ins Unglück stürzt.


    So sehe ich das ebenfalls, der heutige Mensch ist schlicht zu dämlich, um sich auf eine herrschaftsfreie Form des Zusammenlebens, sei es Kommunismus oder Anarchokapitalismus einlassen zu können. Noch dazu ist ein zu großer Teil nur auf den eigenen Vorteil bedacht.

    Kann sein, aber da nützt kein Greinen, man muss den Anzug schneidern, der dem Kunden passt. Umerziehung funktioniert nur in stalinistisch geprägten Straflagern.


    Zitat

    Und jetzt betrachten wir den heutigen Zustand mal unter genau diesem Gesichtspunkt. Wir brauchen heute diverse Sicherheitsbehörden, Finanzämter und Unterdrückungs- und Zwangseinrichtungen wie die Arbeitsagentur, um Menschen auf Linie der derzeit vorherrschenden Ideologie zu halten bzw. auf Linie zu bringen. Guckt ein Maulwurf zu weit aus dem gestatteten Loch spielt man "whack-a-mole".

    Heute? Heute brauchen wir die? Wann je oder wo hätte man keine Sicherheitsbehörden oder Finanzämter oder auch Arbeitsagenturen gebraucht? Erzähl mal.
    Die Arbeitsagenturen von früher waren die fehlenden Sozialgesetze. Ohne Arbeit nix zu essen, das war die Arbeitsagentur. Den Zehnten (und viel mehr) abgeben musste man immer, und Sicherheitsbehörden gab es auch - hieß nur alles anders.


    Ich denke, dass der "heutige Zustand" der bessere ist, es sei denn, Du weist mir nach, wo ein Staatsleben ohne das alles funktionierte. Vielleicht zu Ötzis Zeiten, der übrigens gemeuchelt wurde, wie man jetzt weiß.

    Einmal editiert, zuletzt von ArgoNaut ()

  • Heute? Heute brauchen wir die? Wann je oder wo hätte man keine Sicherheitsbehörden oder Finanzämter oder auch Arbeitsagenturen gebraucht? Erzähl mal.
    Die Arbeitsagenturen von früher waren die fehlenden Sozialgesetze. Ohne Arbeit nix zu essen, das war die Arbeitsagentur. Den Zehnten (und viel mehr) abgeben musste man immer, und Sicherheitsbehörden gab es auch - hieß nur alles anders.


    Ich denke, dass der "heutige Zustand" der bessere ist, es sei denn, Du weist mir nach, wo ein Staatsleben ohne das alles funktionierte. Vielleicht zu Ötzis Zeiten, der übrigens gemeuchelt wurde, wie man jetzt weiß.


    Es ging mir gar nicht so sehr um das Wörtchen "heute", dass es früher eher schlechter war ist mir auch klar. Es ging eher darum, zu verdeutlichen, dass auch die angeblich so freien Gesellschaften heute auch nur auf einer Ideologie, besser dem Dogma "Arbeit ist Lebenszweck" beruhen, und dies ohne Rücksicht auf Menschen mit anderer Einstellung oder auch weniger intelligenten oder schwächeren Bürgern durchziehen. Nur Menschen mit ausreichendem Vermögen haben die Möglichkeit, sich daraus zu verabschieden.

  • Ach, armer Kater. Warum nur musst Du immer diesen auswendig gelernten Politsprech


    Ein grauer kater hat höchstens mal das Einmaleins und gelegendlich Gedichte oder Lieder auswendig gelernt. Ansonsten hatte und hat er das nicht nötig. Wer die Entwicklungen im einst "real existierenden Sozialismus" oder in China, Vietnam, Nordkorea, Kampodscha exakt analysieren will, muss die historischen Fakten beachten. Die werden jedoch immer ausgeblendet. Die Revolutionen waren ursprünglich nationaldemokratische Revolutionen. Sie fanden auch nicht deshalb statt, weil der Kapitalismus in diesen Staaten an die Grenzen seiner Entwicklungsfähigkeit gelang war, sondern sie erfolgten nach Kriegen und Zusammenbrüchen der jeweiligen Ordnung in den Staaten. Nach Marx hätte eine sozialistische Revolution in den entwickelsten Staaten stattfinden müssen, das waren 1917/18 allerdings Deutschland, Frankreich, Großbritannien, USA und keineswegs Russland oder China etc. die teilweise noch im Feudalismus verhaftet waren. Die Machtfrage ist bei jeder Revolution die entscheidende Problematik. Die kommunistischen Parteien konnten sie zu ihren Gunsten nach aufwendigen und opferreichen Kämpfen lösen, doch dann begann das schwierigere Kapitel, wie erreicht man die gesellschaftlich notwendige höhere Produktivität, wie bildet man die Massen aus, findet die richtigen Talente für Führungspositionen und wie besteht man gegen Mächte, die wesentlich fortgeschrittener sind und die keine Aktivität scheuen, um das neue System zu beseitigen bzw. zu destabilisieren. Man hat auf Stalinismus/Maoismus gesetzt und damit aufs Falsche Pferd. Der real existierende Kapitalismus hat sich als wandlungsfähiger erwiesen und war eben in der Lage mehr Ressourcen aufzubringen. Die These, "Ãœberholen ohne einzuholen!" war dialektisch richtig, doch sie hätte erfordert, sich vom Staatskapitalismus zu verabschieden und realdemokratische Reformen durchzusetzen, was aber die Führungscliquen die Macht gekostet hätte.

  • Ein grauer kater hat höchstens mal das Einmaleins und gelegendlich Gedichte oder Lieder auswendig gelernt. Ansonsten hatte und hat er das nicht nötig. Wer die Entwicklungen im einst "real existierenden Sozialismus" oder in China, Vietnam, Nordkorea, Kampodscha exakt analysieren will, muss die historischen Fakten beachten. Die werden jedoch immer ausgeblendet. Die Revolutionen waren ursprünglich nationaldemokratische Revolutionen. Sie fanden auch nicht deshalb statt, weil der Kapitalismus in diesen Staaten an die Grenzen seiner Entwicklungsfähigkeit gelang war, sondern sie erfolgten nach Kriegen und Zusammenbrüchen der jeweiligen Ordnung in den Staaten. Nach Marx hätte eine sozialistische Revolution in den entwickelsten Staaten stattfinden müssen, das waren 1917/18 allerdings Deutschland, Frankreich, Großbritannien, USA und keineswegs Russland oder China etc. die teilweise noch im Feudalismus verhaftet waren.


    Richtig. Vom standpunkt des marxismus aus gesehen, waren die realsozialistischen staaten asiens und osteuropas gar nicht geeignet. Aber, es gab marxismus ja auch in Deutschland, Polen, Tschechien, also, in staaten, die durchaus im bürgerlichen zeitalter angekommen waren.




    Zitat


    Die Machtfrage ist bei jeder Revolution die entscheidende Problematik. Die kommunistischen Parteien konnten sie zu ihren Gunsten nach aufwendigen und opferreichen Kämpfen lösen,


    Interessante interpretation :)


    In wirklichkeit kamen die marxisten nur gegen den willen des volkes mit waffengewalt, mord, folter und terror an die macht. Wer wählt schon freiwillig die kommunisten? Soweit ich weiss, soll es im letzten jahrhundert in einem indischen bundesstaat mal eine demokratisch gewählte, regionale, kommunistische regierung gegeben haben.


    Es ist einfach zuviel faschismus im realexistierenden...



    Zitat


    doch dann begann das schwierigere Kapitel, wie erreicht man die gesellschaftlich notwendige höhere Produktivität, wie bildet man die Massen aus, findet die richtigen Talente für Führungspositionen und wie besteht man gegen Mächte, die wesentlich fortgeschrittener sind und die keine Aktivität scheuen, um das neue System zu beseitigen bzw. zu destabilisieren. Man hat auf Stalinismus/Maoismus gesetzt und damit aufs Falsche Pferd.


    Nunja... wer war denn "man"? das volk mit sicherheit nicht.
    Die Macht konnte ja nur noch von verbrechern errungen werden. Und die treten nicht ab, wenn das regime gefestigt ist. Hat "man" das ernsthaft erwartet?



    Zitat


    Der real existierende Kapitalismus hat sich als wandlungsfähiger erwiesen und war eben in der Lage mehr Ressourcen aufzubringen.


    Welche überraschung! Eine diktatur mit 5-jahresplänen kommt aus der misswirtschaft nicht raus. Was hat "man" denn erwartet? den weihnachtsmann? den jahresendmann oder was?


    Zitat


    Die These, "Ãœberholen ohne einzuholen!" war dialektisch richtig, doch sie hätte erfordert, sich vom Staatskapitalismus zu verabschieden und realdemokratische Reformen durchzusetzen, was aber die Führungscliquen die Macht gekostet hätte.


    Was erwartest du in staatlichen gebilden ohne opposition, ohne freie wahlen, ohne freie presse aber mit viel geheimdienst? Noch dazu vom großen bruder aus moskau gegängelt... denn ohne ihn hätten sich die ossis das einfach nicht gefallen lassen. Ohne gewalt kein sozialismus. Mit gewalt, keine zukunft.

  • Richtig. Vom standpunkt des marxismus aus gesehen, waren die realsozialistischen staaten asiens und osteuropas gar nicht geeignet. Aber, es gab marxismus ja auch in Deutschland, Polen, Tschechien, also, in staaten, die durchaus im bürgerlichen zeitalter angekommen waren.....................................................


    Ja den gab es, doch keineswegs war die Entwicklung so fortgeschritten, dass die Schwelle zur sozialistischen Revolution erreicht war. Dieses Stadium wird der Kapitalismus wohl eventuell in den nächsten 20 bis 50 Jahren in den fortgeschrittenen Staaten erreichen, wenn die Industrie 4.0/5.0 und die umfassende Robotik/Automation die Erwerbsarbeit verdrängen. Eine andere Variante wird sein, wenn China sich rasant zum Global Player entwickelt, die USA, Canada und Europa aufkauft, nach Lenins Aussage: "Am besten wäre es die ganzen Bagage aufzukaufen!"

  • Das ganze Elend kommunistischen Denkens ist die innere Unlogik. Hier ist es Dein Satz:

    Zitat von grauer kater

    Die These, "Ãœberholen ohne einzuholen!" war dialektisch richtig, doch sie hätte erfordert, sich vom Staatskapitalismus zu verabschieden und realdemokratische Reformen durchzusetzen, was aber die Führungscliquen die Macht gekostet hätte.

    Die These war eben NUR dialektisch richtig und hat sich in der Realität als falsch erwiesen. Es ist unmöglich, jemanden oder etwas zu überholen, ohne es an einem bestimmten Punkt eingeholt zu haben. Das ist wie ein "rechnerischer Beweis", der in der Realität nicht funktioniert und sich dann als falsch erweist.

  • Diese Politkader-Dialektik ist in der Realität nicht nur falsch, sie ist vor allem inkonsistenter und struktureller Unsinn. Diese Art der Politphrasendrescherei könnten auch aus einem dialektischen Bullshit-Generator stammen.

  • Das ganze Elend kommunistischen Denkens ist die innere Unlogik. Hier ist es Dein Satz: Die These war eben NUR dialektisch richtig und hat sich in der Realität als falsch erwiesen. Es ist unmöglich, jemanden oder etwas zu überholen, ohne es an einem bestimmten Punkt eingeholt zu haben. Das ist [/COLOR]wie ein "rechnerischer Beweis", der in der Realität nicht funktioniert und sich dann als falsch erweist.


    Man muss eben denken können und dazu gehört mehr, als dümmliche Thesen und Abwertungen zu formulieren, wie das seit einigen Tagen von Konrad und Dir praktiziert wird.

  • Wer sagt, dass etwas zwar DIALEKTISCH richtig war, aber nicht funktionierte oder nur zu unannehmbaren Bedingungen, DER kann nicht denken.

  • Wer sagt, dass etwas zwar DIALEKTISCH richtig war, aber nicht funktionierte oder nur zu unannehmbaren Bedingungen, DER kann nicht denken.


    Du hast eine bourgoise affinität zur logik.


    Ich schlage vor, du übst öffentlich selbstkritik. Ungläubiger!

  • Wer sagt, dass etwas zwar DIALEKTISCH richtig war, aber nicht funktionierte oder nur zu unannehmbaren Bedingungen, DER kann nicht denken.


    Ich befürchte, Du weißt gar nicht, was Dialektik ist.
    Jedenfalls kann man das dem von mir zitierten Text eindeutig entnehmen.


    Womit ich nicht sagen möchte, dass ich dem Kater in Sachen Marxismus zustimmen würde.

  • Ich befürchte, Du weißt gar nicht, was Dialektik ist.
    Jedenfalls kann man das dem von mir zitierten Text eindeutig entnehmen.


    Womit ich nicht sagen möchte, dass ich dem Kater in Sachen Marxismus zustimmen würde.


    Bisher habe ich von Keinem verlangt, mir zuzustimmen! Nur einfach mit beleidigenden Äußerungen und primitiven Unterstellungen zu kontern, ist eben keine Diskussionsbasis und wenn man die Entwicklungen oder die Ereignisse der letzten 150 Jahre nicht einordnen und verstehen kann, ist sowieso bei Einigen Hopfen und Malz verloren. Zudem sollte sich jeder die Frage stellen, wie er/sie selbst in der jeweiligen Position gehandelt hätte, ausgehend vom verfügbaren Wissen seiner Zeit.

  • Das ganze Elend kommunistischen Denkens ist die innere Unlogik. Hier ist es Dein Satz: Die These war eben NUR dialektisch richtig und hat sich in der Realität als falsch erwiesen. Es ist unmöglich, jemanden oder etwas zu überholen, ohne es an einem bestimmten Punkt eingeholt zu haben. Das ist [/COLOR]wie ein "rechnerischer Beweis", der in der Realität nicht funktioniert und sich dann als falsch erweist.


    Lass uns das mal an einem ( recht brutalen ) über 100 jahre alten Video darstellen:




    Dialektisch voll ok - mit nem Fledermausanzug fliegen zu wollen - realistisch, halt als falsch erwiesen.


    So war das mit dem real-existierenden Marxismus....

    Einmal editiert, zuletzt von Bicyclerepairmen ()


  • Damals war der Anzug nicht ausgereift! Heute fliegen Leute mit "jump-suits" von Gipfeln, Steilwänden oder gar vom Flugzeug aus bis zu über dutzende Kilometer. Und wie die auf jeden Fall kommende zukünftige Gesellschaftformation durch unsere Nachkommen gestaltet werden wird, entzieht sich voll unserer Kenntnis. Es sei denn, der Kapitalismus vernichtet in einem Inferno alles höhere Leben auf der Erde.

  • Damals war der Anzug nicht ausgereift! Heute fliegen Leute mit "jump-suits" von Gipfeln, Steilwänden oder gar vom Flugzeug aus bis zu über dutzende Kilometer.


    Wo finde ich die "ausgereifte version" des marxismus? Mehr in nordkorea oder eher in der alten ddr?


    Oder gibts doch unterschiede zum ultraleichtfliegen? :)




    Zitat


    Und wie die auf jeden Fall kommende zukünftige Gesellschaftformation durch unsere Nachkommen gestaltet werden wird, entzieht sich voll unserer Kenntnis. Es sei denn, der Kapitalismus vernichtet in einem Inferno alles höhere Leben auf der Erde.


    Also... wie der marxismus jemals funktionieren würde, kannst du dir auch nicht vorstellen... vielleicht mal in ferner zukunft... ja?


    Und bis dahin bekämpfen wir das beste, was bisher erfunden wurde. Einfach so, aus wut auf die realität und hass auf die menschen.


    Altkommunisten sind ziemliche traurige und frustrierte gestalten...

  • Damals war der Anzug nicht ausgereift! Heute fliegen Leute mit "jump-suits" von Gipfeln, Steilwänden oder gar vom Flugzeug aus bis zu über dutzende Kilometer. Und wie die auf jeden Fall kommende zukünftige Gesellschaftformation durch unsere Nachkommen gestaltet werden wird, entzieht sich voll unserer Kenntnis. Es sei denn, der Kapitalismus vernichtet in einem Inferno alles höhere Leben auf der Erde.


    Um im Bild zu bleiben: es ist also dialektisch in Ordnung, Leute in einen unausgereiften Suit zu stecken und in das gelobte Land zu schubsen, um auf dem Weg dahin erst einmal ein paar Dutzend Höhenmeter nach unten zu fallen und dabei mit großer Wahrscheinlichkeit schwer zu Schaden zu kommen.


    Und die, die nicht springen wollen, einzusperren und die, die weg wollen, auf der Flucht zu erschießen, nur um die große Idee von Jump-Suit für Jedermann in einer fernen Zukunft vorzubereiten und die Menschen schon mal mit untauglichen Mitteln auf den Weg in die Utopie vom fliegenden Menschen zu schicken?


    Und am Ende wird noch der allgegenwärtige Teufel (Antichristen, Klassenfeind usw.) als Abschreckung für die ganz Doofen an die Wand gemalt, damit auch wirklich jedem klar wird, was gemeint ist und wie Ernst die Sendungsbewussten sich und Ihre Mission nehmen.


    Josef Mengele hat mit seinen medizinischen Experimenten auch nicht wesentlich anders argumentiert und das hehre Ziel der Vervollkommnung - in seiner Abartigkeit war sein Alibi der Nutzen für Medizin und Wissenschaft - als Rechtfertigung für alle Methoden hergenommen.


    Die Köpfe, die sich unermüdlich solcher artverwandten Dialektik als Werkzeuge bedienen und die inkonsistenten inhärenten Moralitäten dabei geflissentlich übersehen wollen, die sich für jeden klar denkenden Betrachter offensichtlich auftun, scheinen das aber völlig in Ordnung zu finden, und könnten sich in ihrem inneren Antrieb und den goutierten Methoden damit viel näher sein, als so manchem lieb sein kann.


    Stalin hat es ja gezeigt, wie man eine Ideologie durchsetzt. Durch Selektion und Vernichtung der Opposition. Manche müssen eben zu ihrem Glück gezwungen werden. Und diejenigen, bei denen das auch nichts half, schaffte man millionenfach beiseite. Schöne neue Welt. Und wer genau sollte diesen paradiesischen Verheissungen erwartungsvoll entgegen blicken wollen?

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