"Open Source" - ist die eingesetzte Wahlsoftware unsicher?


  • Der Staat hält die Aktien zu 100%, das ist richtig.Aber hinter der Kulisse wird es nach "privatwirtschaftlichen" Kriterien geführt.Ausgenommen sind die Größe des Streckennetzes und darum hat man den Börsengang erstmal auf Eis gelegt.Grund dafür waren unter anderem die Vorgänge in GB.Aber lass uns bei der IT bleiben.



    Für die Sicherheit und Langlebigkeit (in Zukunft) musst du ein enormes Vertrauen zu Unternehmen (und deren Angestellten) haben und gleichzeitig sicher sein das die Unternehmen wirtschaftlich überleben und nicht von anderen Unternehmen (Ausland) mehrheitlich übernommen werden.


    Also die Behauptung, dass ein angestellter Informatiker des Staates Rott programmiert finde ich ziemlich überheblich.Viele Ingenieure wechseln in späteren Jahren auf eine Stelle im öffentlichen Dienst und bringen Erfahrungen aus der freien Wirtschaft mit.


    Aber Dio hat ja auch einen guten Einwand gebracht, mit dem kann ich auch leben.Du hast aber nur eine Kontrolle über ein System, wenn du weißt was da abläuft und wie es aufgebaut ist.Darum ist es wichtig das dort Leute mitarbeiten und Einsicht haben, die auch nach einer Marktbereinigung eines Unternehmens eingreifen können, wenn etwas nicht richtig läuft.


    Eine kleine Schule ist auch nicht das richtige Beispiel dafür.Aber kannst du dir vorstellen was los ist, wenn ein heutiges System eines Konzerns nicht richtig läuft oder wenn ein kleiner Staat wie Estland angegriffen wird?Und wir sind erst am Anfang einer umfänglichen Durchdringung und Digitalisierung unseres Lebens und der Staaten.Ich habe schon selbst erlebt, wenn in einem mittelständischen Unternehmen etwas nicht funktioniert, der Betrieb aber aufrecht gehalten werden muss.Dann liegen Nerven blank.


    Ich möchte mir das nicht auf der Ebene eines Staates vorstellen.

  • Der Staat hält die Aktien zu 100%, das ist richtig.Aber hinter der Kulisse wird es nach "privatwirtschaftlichen" Kriterien geführt.


    :joker:
    Also das sehe ich jetzt eher andersrum, steht AG drauf, ist aber nicht drin.
    Und das ist auch gut so, denn bei der Bahn funktioniert richtiger Wettbewerb gar nicht.


    Aber Dio hat ja auch einen guten Einwand gebracht, mit dem kann ich auch leben.Du hast aber nur eine Kontrolle über ein System, wenn du weißt was da abläuft und wie es aufgebaut ist.Darum ist es wichtig das dort Leute mitarbeiten und Einsicht haben, die auch nach einer Marktbereinigung eines Unternehmens eingreifen können, wenn etwas nicht richtig läuft.


    Wenn das System voller Sonderregeln ist, hat man sowieso keine richtige Kontrolle und es wird sowieso teurer und kommt später.
    Ein billiges und sauberes System fängt bei den Anforderungen an. Und Du sollst es Dir ja nicht schlüsselfertig obfuskiert komplett kompiliert hinstellen lassen.


    Zitat von Schopenhauer

    Eine kleine Schule ist auch nicht das richtige Beispiel dafür.Aber kannst du dir vorstellen was los ist, wenn ein heutiges System eines Konzerns nicht richtig läuft oder wenn ein kleiner Staat wie Estland angegriffen wird?Und wir sind erst am Anfang einer umfänglichen Durchdringung und Digitalisierung unseres Lebens und der Staaten.Ich habe schon selbst erlebt, wenn in einem mittelständischen Unternehmen etwas nicht funktioniert, der Betrieb aber aufrecht gehalten werden muss.Dann liegen Nerven blank.


    Ich möchte mir das nicht auf der Ebene eines Staates vorstellen.


    Der Staat macht erstaunlich wenig Zeitkritisches, aber die Problemsituation bei Angriffszenarien ist eine ganz andere, die prinzipielle Sicherheit des Netzes und da wäre ich für ein Eingreifen des Staates, aber keine staatliche Software. Allerdings hat man es da mit einer ganz große Koalition von Blockern zu tun die es billig und anonym haben wollen. Und das ist eben nicht sicher. Wenn Millionen internetfähige Dingse auf den Markt geworfen werden mit rottiger Absicherung oder einfach mal die Stadtwerke ein Kraftwerk fernwartbar zurechtmurksen oder knallschotige "Sicherheitsdienste" einfach nicht kapieren, dass Tore die sie sich offenlassen auch noch von anderen genutzt werden können. Wenn Datenschützer Kinderschänder, Waffen- und Drogenhändler schützen, weil ja ein hypothetisch totalitärer Staat Infrastruktur missbrauchen könnte ...

  • ... Wenn Datenschützer Kinderschänder, Waffen- und Drogenhändler schützen, weil ja ein hypothetisch totalitärer Staat Infrastruktur missbrauchen könnte ...


    Lol, viel besser ist es doch, der Staat verfügt über garantiert 100% sichere Backdoors, um solche Leute zu kriegen. Es ist ja noch nie eine staatliche Software gehackt worden, nicht wahr?

  • Interessant, dass nun, als neue Perspektive, die vollelektronische Wahl, ausgerechnet jetzt, da die Sicherheitsaspekte der aktuell zum Einsatz kommenden Software diskutiert werden, ins Gespräch gebracht wird.


    Zitat


    Trotz Sicherheitslücken
    Bundesbehörde bringt elektronische Wahl ins Gespräch
    Gerade erst fanden Hacker Schwachstellen in der Software, die zur Bundestagswahl eingesetzt wird. BSI-Chef Schönbohm kann sich dennoch für die nächste Abstimmung ein elektronisches Verfahren vorstellen.
    Trotz Sicherheitslücken in der Software, die auch bei der Bundestagswahl zum Einsatz kommt: Der Chef des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) glaubt nicht, dass Deutschland sich von der Idee einer elektronischen Wahl verabschieden müsse.