Arbeitszeiten: fest oder flexibel?

  • Ich muss es leider noch schreiben, aber gerade die Paket-Zustelldienste sind mittlerweile so unglaublich schlecht, dass man allen Beteiligten (so wohl den äußerst schlecht bezahlten Zustellern als auch den zunehmend frustrierten Kunden) nur wünschen kann, dass sich in dieser Branche etwas ganz grundlgened ändert.


    Zustimmung!


    Es brennt! Das ist Fakt. Natürlich muß sich etwas ändern. Es geht einfach nicht, dass die Zusteller den Druck der Konzerne wie DPD oä. noch länger ertragen. Mal davon ab, dass diese Konstrukte fast wie Sekten agieren.
    was auch mies ist - Ale in "Uniform" des Konzerns, alle in Fahrzeuge des Konzerns....nur nix davon bezahlt der Konzern! Die Fahrzeuge werden zu 90% von Autoherstellern über CI-Verträge gemietet, die Klamotten müssen von den Subis bezahlt werden, für die Scanner wird monatlich auch eine Miete berechnet und Risiken trägt auch der Subi.


    DPD stellt nur die Pakete und die Bedingungen, die Verladestationen und den Zustellstreß zur Verfügung. Alles andere bleibt im Risikobereich des Unternehmers.


    Wer soll denn deiner Meinung nach die Drohnen stellen? DPD selbst? Oder sollen die von den Subis zur Verfügung gestellt werden?


    Dein Artikel ist gut. Denn er spricht ja genau die Problematik an (hier DHL[Dauert Halt Länger]), die das Geschäft hat krank werden lassen.


    Es ist für Firmen wie DHL oder DPD eben mittlerweile schwer, noch Subis zu finden. Das gleiche gilt für Palettenlogistik via LKW.
    Dachser, Kühne&Nagel oder EMONS etc. stellen die Lager und die Dispo. Letztere ist in Teilen eine Katastrophe, weil die jungen Menschen, die sich selbst nicht in den Relationen auskennen, planen und disponieren aber keinen Bezug zum Thema haben.


    Solch Konstrukte sind in sich schon so unflexibel, dass man sich die Haare raufen könnte.


    Unsere DPD Fahrer stehen ab 4 Uhr an der Rampe und scannen sich ihre Ware ein und beladen diese selbst. Das geht so locker mal über 4-5 Stunden. Danach geht es ab auf die Piste und gegen 15 Uhr sind die durch. Nun noch schnell ab ins Depot und Abholungen abladen und einscannen und sortieren. Wenn die dann gegen 17 Uhr Feierabend haben, weiß jeder, was er so den Tag über gemacht hat.


    Bei unseren LKW, die für Dachser fahren ist es ähnlich. Ab 6 an der Rampe und ca 2- 2 1/2 Stunden laden, ab 10 in der Relation (Ausliefergebiet) und fix 15 - 19 Kunden zugestellt. Dabei ca 250 - 300 Km gefahren und wenn du gut bist, bist du mit den Abholern gegen 16 Uhr wieder im Depot und ladest das Zeuch noch aus. Feierabend zwischen 17 /18 Uhr.


    Unseren benötigten Tagesumsatz von 360€ erreichen wir nur, wenn wir 15,2 Stopps/Tag im Schnitt erreichen. Das ist aber kaum möglich. Gründe dafür liegen selten bei den Fahrern, meist bekommen wir Morgens gar nicht so viel in den LKW.


    Hinzu kommen Abzüge für nicht ausgelieferte Ware (Kunde nicht da, Tour nicht geschafft) oder für zu spät zugestellte Ware. Denn es gibt die 10 Uhr oder die 12 Uhr Zustellung (Zustellgarantie). Die werden zwar etwas besser bezahlt (20% Aufschlag), nur wenn die Unterschrift 1 Min. zu spät erfolgt, zieht dir Dachser 120€ als Strafe ab. Das ist mehr, als du für die Zustellung selbst bekommst.


    Der Druck auf die Unternehmer und letztlich auf die Fahrer entläd sich dann in einem Krankenstand, der kaum noch logisch ist. Und wenn man sich anschaut, dass Dachser in Landsberg (Sachsen Anhalt) sein Warenaufkommen um 11% gesteigert hat, das Lager aber schon mit 20% überlastet ist, bei den Fahrern eine Ausfallquote von mehr als 30 % aufweist, dann muß man gaaaaaaaaaaaaanz dringen und vor allen grundlegend etwas ändern. DRINGEND!!!!

  • Das ist doch wunderbar Gunny :sifone: Dann hat der Fahrer seine Wochenarbeitszeit bei 35 Stunden Woche nach guten 3,5 Tagen erreicht und sich ein schönes langes WE verdient ^^ Das freut uns doch und den Arbeitgeber erst... :biggrin:


    :lol: Ja, schön wärs!


    Nur das wird 5 Tage durch gezogen. Bei einem Brutto von ca 1900€ + Spesen (ca 240€/Mon.) und im Fernverkehr sieht es mittlerweile genauso aus. Früher hat man da wenigstens noch gutes Geld verdient, heute muß du schon suchen, um eine Angebot von über 2000€ Brutto zu finden.


    Wir haben in den letzten 20 Jahren (eigentlich schon länger) den Dienstleistungssektor sträflich vernachlässigt. Ist wohl die alte "Mach es doch selbst"-Mentalität. Nur wenn man nicht die Zeit hat, etwas selbst zu machen, dann braucht man eben Hilfe. Wenn die billig sein soll, bekommt man auch eben solches.

  • Nur weiß jeder, dass die Arbeitgeber gerade in dem Bereich tricksen, was das Zeug hält, z. B. indem Ladezeiten als Ruhepause gelten.


    Richtig! Und eben das ist der Beschiß. Kleines Beispiel aus der Praxis.


    Wir haben einen Kunden, wo wir regelmäßig Abholungen haben (Gibswerke KNAUF in Rottleberode) Standzeiten sind hier immer lang. Das ermöglicht die Pause bei diesem Kunden zu machen. Und das ist noch angemessen, weil eben die Wartezeiten hoch sind. Nur sowas funktioniert nicht immer. Alle meine Fahrer bekommen von mir die Richtlinie erteilt, die ersten 15 Min. vllt bei einer etwas länger dauernden Zustellung unterzubringen. Die verbleibende halbe Stunde soll aber als echte Pause gemacht werden.


    Was letztlich bedeutet, dass von rund 5 h Auslieferzeit noch eine halbe Stunde abgeht. Da bestehe ich aber drauf. Wie die Fahrer das nun letztlich umsetzen, kann ich nicht beeinflussen. Falls ich aber mitbekomme, dass sie eigentlich während dessen arbeiten, dann gibt es schon mal eine Ermahnung!

  • Dies ist eine Diskussion, wie sie typisch ist für die derzeitig vorrangig erlebbaren Arbeitsmodelle.
    Ich halte diese Arbeitsmodelle für überholt!


    Dafür gibt es eine Vielzahl an Gründen - beispielsweise:


    Die aktuelle Arbeitswelt ist eine von Männerdenken geprägte Welt. Typische Frauenarbeit - wie das biologisch bedingte Kinder bekommen - ist nicht in den Geldkreislauf integriert. In der Folge wird viel von typischer Frauenarbeit als minderwertig betrachtet, weil es ja nicht bezahlt wird. Tatsächlich wird es in unserer Männernormierten Welt ins Privatleben transportiert.


    Die Idee der bezahlten Arbeitszeit, die sich dann sogar noch auf irgendwelche Minuten ausrichtet, stammt typischerweise aus der Industrialisierung. Davor war sie fremd - und heute ist sie wieder in vielen Berufen fremd und sogar nervtötend. Der typische Landwirt von vor 300 Jahren und mehr zurück hat seine Arbeitszeit und die seiner Angestellten daran ausgerichtet, was notwendig und möglich war. Erst die Industrialisierung hat mit sich gebracht, dass immer strikter zwischen dem Leben und der Arbeit unterschieden wurde. Tatsächlich ist diese strikte Trennung heute schon wieder in vielen Berufen überholt. Die typische Debatte von Smartphone-nutzern im betrieblichen Kontext, die mal ihre Firmenmails lesen oder auch nicht, zeigt auf, wie weltfremd der strikte Trennungsansatz zwischen Berufsleben und Privatleben ist. Ein Arbeitnehmer ist keine Maschine, die man an und abschalten kann.



    Lohn und Einkommen werden heute noch immer gerne als Folge von Arbeitsleistung gesehen. Tatsächlich ist der Begriff der Arbeitsleistung bei den allermeisten Berufen die wir heute in Deutschland haben ziemlich willkürlich. Leistung ist physikalisch definiert und bedeutet Arbeit je Zeiteinheit. In Deutschland wird aber nicht nach Arbeitsleistung bezahlt! Oft genug ist schon strittig, ob und wie man genau die Leistung von jemanden misst. Tatsächlich wird in marktwirtschaftlichen Gesellschaften vor allem nach Angebot und Nachfrage bezahlt - in diesem Sinne sind Tarifverträge, die auf Stundenbasis abrechnen regelrecht ein Relikt der Steinzeit.


    Es ist eine Kernfrage, ob die Wirtschaft für die Menschen da ist, oder die Menschen für die Wirtschaft. Der erstere Ansatz führt in Richtung eines gesunden Gleichgewichtes zwischen den positiven Aspekten menschlicher Arbeit in der Gesellschaft - der zweite Ansatz führt in Kapitalismus pur und in Ausbeutung. Anstatt die Ausbeutung zu begleiten, sollte der gesellschaftliche Anspruch sein, mehr die Wirtschaft wieder zum Diener der Menschen zu machen. Das führt aber zu Ãœberlegungen in Richtung eines Grundeinkommens und einigem mehr.


    Ganz praktisch gesehen kann man das Thema auch mal aus Sicht der Betroffenen aufgreifen - also beispielsweise aus Sicht derer, die arbeiten. Und da gibt es große Unterschiede! Gerade junge Menschen nach dem Schulabschluss oder dem Ausbildungsende wollen gerne zeigen, dass sie was auf dem Kasten haben. Wenn sie das dann nicht mehr dürfen, weil sie eine 35h-Woche haben - dann ist das armselig und Freiheitsberaubung. Umgekehrt hat so mancher 50+ Kandidat mehr und mehr mit der Gesundheit zu kämpfen, eventuell auch mit der Pflege der Eltern und mehr. Da sind ganz andere Bedürfnisse im Spiel. Doch für den ist die temporäre Verringerung der Arbeitszeit mit erheblichen Nachteilen beim Einkommen und der Rente verbunden.
    Und: Ähnliche Phasen machen auch junge Eltern durch, die eigentlich immer wieder mal eine Flexibilisierung ihrer Arbeitszeit gut gebrauchen könnten. Mal ist die richtige Antwort Nachts oder während der Schulzeit arbeiten zu können, mal wäre es gut, mehr Urlaub nehmen zu können. Die heutige Arbeitsweilt ist dafür noch viel zu starr.


    Meines Erachtens nach muss die Suche in die Richtung gehen, dass wir danach ausschau halten, wie wir wieder die typische menschliche Welt mit der Wirtschaft so in Einklang bringen können, dass einerseits die, die leisten wollen, auch leisten dürfen - aber andererseits die, die andere Lebensmodelle haben, nicht gesellschaftlich benachteiligt sind.


    Die heutigen Systeme sind mir in der Folge alle viel zu starr - es sind Systeme die aus der Zeit der Industrialisierung stammen, und die nicht mehr auf die aktuellen Herausforderungen passen. Hier sollte ein Umdenken stattfinden.

  • Ich bin zwar selbstständig, kann aber auch nicht arbeiten, wann immer ich will. Es gibt Aufträge, für die ich die Nacht durcharbeiten muss, und an normalen Tagen muss ich dann parat sein, wenn meine Gesprächspartner auch da sind - glücklicherweise passen mir deren Zeiten sehr gut. Ich kann da also nicht mitreden, habe aber, als der Unternehmer sich vernehmen ließ, man müsse den Arbeitnehmer die gelegenheit einräumen, auch mehr zu arbeiten, als bislang erlaubt, um damit auch mehr zu verdienen, sofort daran gedacht, dass er die Sache mit dem Mehrverdienst à la longue nicht so ernstnehmen wird


    :lol: Elegant ausgedrückt. Das klingt immer so puschelig: Dass man den Leuten ganz locker die Chance einräumt, nach Gusto (mehr) zu arbeiten und zu verdienen. Ja, ja.
    Aber Nachverhandeln ist im Prinzip immer schlecht. Zumindest aus Arbeitgebersicht.


    Ansonsten: kenne ich. Kenne ich alles von A - Z. Kann sehr beflügelnd, aber auch unglaublich nervig sein, wenn z.B. kurz vor 'ner Deadline massig Änderungswünsche reinknallen oder schlimmstenfalls eine (die!) wesentliche Festplatte abraucht oder (auch das kam vor, häufiger) mitten in der Nacht das Telefon klingelte, weil hier, da oder dort .... na klar. Also raus, egal wie lang. Und anderntags natürlich auch wieder an Deck sein, logo. Schönen guten Morgen.


    Ich bin für möglichst kurze und möglichst flexible Arbeitszeiten bei möglichst viel "Home Office" (das schont auch die Umwelt).


    Schont die Umwelt, ist aber ansonsten m.E. nicht das unbedingt das Gelbe vom Ei. Jedenfalls nicht in Branchen mit Kernarbeitszeiten und permanentem, fluidem Abstimmungsbedarf mit Kolleg/innen. Gut, Du bist vermutlich der Meinung, das kann man alles digital erledigen. Möglicherweise machbar, wahrscheinlich geht das.
    Aber in Deutschland?, beim sowieso vorhandenen Digital Split und partiell sehr lahmen Datenverbindungen? Ganz mal ab vom nebenbei immer vorhandenen Home Office-Risiko, auf Dauer im eigenen Saft zu schmoren. Dagegen hilft nur viel Netzwerken, auch das kostet Zeit.


    Zitat

    Außerdem denke ich, dass wir angesichts zunehmender Automatisierung und Digitalisierung unbedingt vom auf lange Sicht gesehen unerreichbaren "Ideal" der "Vollbeschäftigung" wegkommen sollten. Es sollte nicht mehr mit einem Stigma behaftet sein, sich längere Phasen seines Lebens 'nur' weiterzubilden, Kinder zu erziehen oder auch einfach nichts zu tun (letztlich arbeitet ohnehin jeder von uns immerwährend in Form der stetig ablaufenden Stoffwechselprozesse seines Körpers :wink5:). Wäre das völlig normal, fiele es auch nicht mehr ganz so schwer, sich vom herrschenden "Arbeitsethos" (also Arbeit als Wert an sich, statt als Mittel zum Zweck zu betrachten) zu lösen. :)


    Da bin ich bei Dir. ; )


    Ich bin mir offen gesagt nicht ganz sicher, welches AZ-Modell ich wirklich bevorzuge. Als Angestellte fühlte ich mich mit Anfang/Mitte 30 meist eingesperrt und wegen einem Zuviel an administrativen Aufgaben, Meetings, Konferenzen etc.pp. teilweise ziemlich genervt (hab dann ja auch die Konsequenzen gezogen). Das Optimum als Alleinerziehende war eine 4-Tage-Woche für gutes Geld ohne Präsenzpflicht mit Home Office-Option, wann immer ich es für sinnig hielt.
    Praktisch lief das Modell (selbst schuld, irgendwie hatte ich ein latent schlechtes Gewissen wegen der vergleichsweise hohen Bezahlung) auf 5 bis 6 Tage hinaus, um kinderlose Kolleginnen zu befrieden, die mir alles Mögliche wegen vermeintlicher "Sonderrechte" neideten und war auch nicht das Gelbe vom Ei.


    Am liebsten wäre mir wohl eine monatliche Höchstarbeitszeit, egal, wann, wie und unter welchen Umständen (aber mindestens 50% Home Office) oder aber die Möglichkeit, ein halbes Jahr durchzuziehen und die andere Hälfte im Sabbatical zu verbringen.


  • Gut, Du bist vermutlich der Meinung, das kann man alles digital erledigen. Möglicherweise machbar, wahrscheinlich geht das. Aber in Deutschland?, beim sowieso vorhandenen Digital Split und partiell sehr lahmen Datenverbindungen?


    Hoffen wir einfach mal, dass Deutschland nicht für immer Internetschlusslicht bleibt ... es geht ja bei all diesen Diskussionen um Wunschvorstellungen und Ziele, nicht um den IST-Zustand. Für einen Online-Gruppenchat
    dürfte es in den meisten Fällen allerdings auch jetzt schon reichen ...



    Ganz mal ab vom nebenbei immer vorhandenen Home Office-Risiko, auf Dauer im eigenen Saft zu schmoren.


    Oh, mir ist dieses Risiko allerdings deutlich lieber, als jenes, ständig irgendwelchen nicht selbst ausgesuchten Homo sapiens begegnen und mit ihnen reden zu müssen, haha. :wink5:
    Abgesehen davon macht Teamarbeit ohnehin faul und unglücklich. :)



    Als Angestellte fühlte ich mich mit Anfang/Mitte 30 meist eingesperrt und wegen einem Zuviel an administrativen Aufgaben, Meetings, Konferenzen etc.pp. teilweise ziemlich genervt (hab dann ja auch die Konsequenzen gezogen).


    Das kann ich nachvollziehen! Vielen Chefs ist gar nicht klar, dass genau die Firmen am erfolgreichsten sind, in denen so viel wie möglich Unnötiges weggelassen wird.

  • Nur weiß jeder, dass die Arbeitgeber gerade in dem Bereich tricksen, was das Zeug hält, z. B. indem Ladezeiten als Ruhepause gelten.


    Was meinst du wie absurd das in Bezug auf Umzugsunternehmen ist:smilewinkgrin:.Da wird permanent gegen Gesetze verstossen.Zum einen gegen die gesetzliche Länge der Arbeitszeit an sich und dann noch in Kombination mit der Fahrzeit (Fahrer).Klar, der/die Fahrer liegen während des eigentlichen Umzugs (laden) in der Kabine und pennen:biggrin:.Das Lesegerät geht derweil automatisch in den Ruhemodus, damit man bei der Kontrolle durch die BAG korrekte Fahrzeiten vorlegen kann (mit einem Grinsen auf dem Gesicht).Der BAG-Hansel muss natürlich auch grinsen.


    Arbeitszeitgesetze sind dafür da, dass du deinen Arbeitgeber rektal beschlafen kannst, wenn es an der Zeit ist.Ansonsten läuft in D nach Wild-West Style...wörk, wörk, wörk.Ist in anderen Ländern aber auch nicht anders.


  • 2. wird oft an Stellen angeliefert, wo ein abladen mit was auch immer nicht möglich ist. Da muß Manneskraft oder Frauenpower ran!


    Das ist ein entscheidendes Kriterium in Bezug auf Paket und Briefzustellung.Man muss sich nur die Innenstädte (wie gebaut wurde) anschauen um zu erkennen, dass gar nicht alles erreicht (z.B. zu eng) werden kann.Das funktioniert erst, wenn Nr. 5 aussteigt.


    Aber der Transport zwischen Depots und Häfen wird das erste Einsatzgebiet.


    Die Zustellung von Paketen und Briefen könnte man kurzfristig "automatisieren", wenn man die Fracht an Stationen (Kiosk, Läden, Postfilliale etc.) abgeben würde und der Kunde die letzten "100m" selbst übernehmen würde.Ausnahmen wären dann natürlich Zustellungen mit erhöhtem Gewicht und Kunden mit Beeinträchtigung.
    Das würde aber ein umdenken des Kunden erfordern.Allerdings wäre damit auch das ständige Ärgern minimiert.


    Dazu wird es aber wahrscheinlich nicht kommen und darum wird auch weiterhin der Fahrer (motivationslos) aufgrund des Kostenfaktors das schwächste Glied in der Kette und der Ärger groß sein.

  • Ich wollte jetzt nicht durch meine beruflichen Beispiele das Thema in Richtung Transport drehen.


    Klar gehts hier weiter um Flexibilität der Arbeitszeit, wo sie durchführbar ist und Sinn macht.
    Was mir dabei immer ein wenig zu kurz kommt, ist der schlichte Umstand, dass eben diese Flexibilität auch die Geschäftspartner betrifft.


    Kann man sehr gut bei Feiertagen beobachten, die nur ein/zwei Bundesländer betreffen. Hier steht der 22.11. vor der Tür, der in Sachsen ein Feiertag ist. Nur haben da einige Sachsen nix von, weil sie hinter der Landesgrenze Sachsens arbeiten.
    Was würde wohl passieren, wenn diese sich diesen Feiertag einfach nehmen?


    Istzustand ist, dass selbst in Sachsen Büros besetzt sind, Lager betrieben werden, Waren transportiert und gehandelt werden.


    Nach einigem Ãœberlegen und vielen Post hier, komme ich eher zu dem Schluß, dass feste Zeiten viel besser zu kalkulieren sind, weniger Organisation brauchen. Aufwand und Nutzen sollten hier im Vordergrund stehen. Ein Unternehmen kann nicht immer auf individuelle Anforderungen eingehen, wenn die Rahmenbedingungen nicht passen. Ein Mitarbeiter, der sich um Personalfragen kümmert, kann seine Arbeitszeit nicht immer in einen Bereich legen, wo die Angestellten nicht arbeiten. Nicht alles kann man mit E-Mails oder Telefonaten klären.


    Wo macht es Sinn? Wer muß sich im Umfeld eines flexiblen Arbeitsfeld auf diese Flexibilität einstellen?


    Wir haben die Formulierung "Werktags". Damit ist die Spanne Mo - Sa gemeint. Innerhalb dieser Spanne gibt es "Geschäftszeiten". Meist liegen diese in einem Bereich, wo andere auch ihre Geschäftszeiten haben. ...macht Sinn! Grob gesagt, wenn jeder entscheiden kann, wann er arbeiten will, dann ensteht ein Organisationsproblem, dass gelöst werden muß.


  • Die Sache mit der Zustellung von Paketen und allgemein von Briefen, die persönlich übergeben werden müssen, ließe sich recht leicht lösen, indem man einerseits die Zustellung solcher Produkte auf die Zeit ab 15 Uhr verlegt, wenn die Leute also zuhause sind. Denn eines der größten Kostenproblem ist der hohe Anteil an zwei Zustellversuchen. Außerdem ließe sich eine Datenbank einrichten, in der für jeden Bürger erkennbar ist, an wen bzw. welche Nachbarn Ersatzzustellungen gehen dürfen. Man fragt bei der ersten Zustellung beim Kunden ab und lässt allen Zustelldiensten Zugang zu dieser Datenbank. Ich persönlich bestelle online überwiegend aus dem Grund, weil ich mir dann den Gang in die Stadt spare. Wenn ich meine bestellte Ware aber irgendwo in der Pampa selbst abholen muss oder wegen Benachrichtigung zu einem Depot oder einer Filiale fahren muss, dann entfällt für mich der Hauptgrund einer Bestellung. Da kann ich dann gleich während eines Einkaufsbummels im Einzelhandel einkaufen.

  • [...]
    Nach einigem Ãœberlegen und vielen Post hier, komme ich eher zu dem Schluß, dass feste Zeiten viel besser zu kalkulieren sind, weniger Organisation brauchen. Aufwand und Nutzen sollten hier im Vordergrund stehen. Ein Unternehmen kann nicht immer auf individuelle Anforderungen eingehen, wenn die Rahmenbedingungen nicht passen. Ein Mitarbeiter, der sich um Personalfragen kümmert, kann seine Arbeitszeit nicht immer in einen Bereich legen, wo die Angestellten nicht arbeiten. Nicht alles kann man mit E-Mails oder Telefonaten klären.


    Wo macht es Sinn? Wer muß sich im Umfeld eines flexiblen Arbeitsfeld auf diese Flexibilität einstellen?


    Wir haben die Formulierung "Werktags". Damit ist die Spanne Mo - Sa gemeint. Innerhalb dieser Spanne gibt es "Geschäftszeiten". Meist liegen diese in einem Bereich, wo andere auch ihre Geschäftszeiten haben. ...macht Sinn! Grob gesagt, wenn jeder entscheiden kann, wann er arbeiten will, dann ensteht ein Organisationsproblem, dass gelöst werden muß.


    Das Disponieren der Einsatzzeiten der Mitarbeiter, in Verbindung mit der Abgleichung von Bedarf, Erfordernis, Kapazitäten und (Arbeits-)Zeitmanagement für Administration, Logistik und Produktion, ist eine zentrale Schaltstelle für einen funktionierenden Betrieb.
    Die Ungleichgewichtung von Feiertagen hatte ich bereits an anderer Stelle kritisiert. Das Problem gehört abgeschafft. Das ist sowohl betrieblich, wie auch unter dem Gerechtigkeitsaspekt, eine unnötige und vermeidbare Schieflage, die korrigiert gehört. Entweder werden Sonderfeiertage abgeschafft, oder ein Ausgleich für alle anderen muss her. Dann ist auch die Frage nach der grenzüberschreitenden Beschäftigung entschärft.
    Ansonsten ist es eben die Aufgabe der betrieblichen Instanz, die das koordiniert, die ganzen einzelnen Stellrädchen miteinander zu synchronisieren. Das ist die Kehrseite der Medaille individualisierter "flexibler" Einsatzplanung und -erwartung.

    Einmal editiert, zuletzt von A3243 ()

  • Die Sache mit der Zustellung von Paketen und allgemein von Briefen, die persönlich übergeben werden müssen, ließe sich recht leicht lösen, indem man einerseits die Zustellung solcher Produkte auf die Zeit ab 15 Uhr verlegt, wenn die Leute also zuhause sind. Denn eines der größten Kostenproblem ist der hohe Anteil an zwei Zustellversuchen. Außerdem ließe sich eine Datenbank einrichten, in der für jeden Bürger erkennbar ist, an wen bzw. welche Nachbarn Ersatzzustellungen gehen dürfen. Man fragt bei der ersten Zustellung beim Kunden ab und lässt allen Zustelldiensten Zugang zu dieser Datenbank. Ich persönlich bestelle online überwiegend aus dem Grund, weil ich mir dann den Gang in die Stadt spare. Wenn ich meine bestellte Ware aber irgendwo in der Pampa selbst abholen muss oder wegen Benachrichtigung zu einem Depot oder einer Filiale fahren muss, dann entfällt für mich der Hauptgrund einer Bestellung. Da kann ich dann gleich während eines Einkaufsbummels im Einzelhandel einkaufen.



    Die Problematik ist vielfältig und nicht mit Einschränkungen lösbar.Denn wie soll der steigende Paketanteil ab 15 Uhr ausgeliefert werden?Wenn dann der Postmann um 22Uhr zweimal klingelt...:biggrin:


    Meine Paketannahmestelle liegt 500 Meter entfernt von meiner Haustür.Es hängt also von der Anzahl solcher Annahmestellen ab.Ich bestelle nur über Internet, wenn die Zustellung über DHL läuft, wegen besagter Annahmestelle, da ich eigentlich nie zu Hause bin.


    Und wenn alle Kunden ihre Zustellung auf Samstag verlegen...du siehst...


    Ultraflexibel kann nicht für alle funktionieren, da irgendwo in der Kette immer ein aber kommt.Es geht also nur über eine Kombination verschiedener Angebote und da kann die Digitalisierung tatsächlich helfen.Es wird aber auch nicht ohne mehr Man-Power funktionieren und der Verteuerung der Leistung.
    Dieses geizige Volk muss langsam mal kapieren, dass Dienstleistung auch eine Leistung ist.Und in der westlichen Welt wird nun einmal die Wertschätzung und der Luxus einer Leistung über die Bezahlung ermittelt.Da hilft auch nicht der platteste Spruch der Neoliberalen "das kann aber jeder".Denn wenn jeder es wollte oder könnte, dann würde er/sie es selber machen.Also bekommen wir im Umkehrschluss nur die Motivation, Engagement die wir gewillt waren zu bezahlen.
    Und dann muss der Kunde eben 5 Sprachen beherrschen, um den Paketboten zu erklären, dass man nichts bestellt hat oder nicht dieser Kunde ist.Es darf ruhig noch viel quälender werden!



  • 15-20 Uhr. Mit entsprechend mehr Personal, aber halt nicht in Vollzeit. Das reicht.
    Zu Deinen möglichen Einwänden möchte ich folgendes vorbringen: In meiner alten Firma führte man in den 90er Jahren einen Dienst 2-5 Uhr nachts ein, 5 mal pro Woche, also mit 15 Wochenstunden, weil in dieser Zeit die meiste Arbeit war. Eine Verlagerung von Arbeit in andere Zeitlagen war aus Kosten, Lagerplatz- und auch aus gesetzlichen Vorgabegründen nicht möglich. Ich dachte damals: „Die finden dafür nie ausreichend Leute“. Das Gegenteil war der Fall. Man konnte sich vor Bewerbungen kaum retten.

  • 15-20 Uhr. Mit entsprechend mehr Personal, aber halt nicht in Vollzeit. Das reicht.
    Zu Deinen möglichen Einwänden möchte ich folgendes vorbringen: In meiner alten Firma führte man in den 90er Jahren einen Dienst 2-5 Uhr nachts ein, 5 mal pro Woche, also mit 15 Wochenstunden, weil in dieser Zeit die meiste Arbeit war. Eine Verlagerung von Arbeit in andere Zeitlagen war aus Kosten, Lagerplatz- und auch aus gesetzlichen Vorgabegründen nicht möglich. Ich dachte damals: „Die finden dafür nie ausreichend Leute“. Das Gegenteil war der Fall. Man konnte sich vor Bewerbungen kaum retten.



    Weil die Vergütung in der Nacht bei den Altvorderen auch ein echter Anreiz war.


    Ob die das bis 20 Uhr hinbekommen würden ist eine Sache des Glaubens und müsste in einer Teststellung bewiesen werden.Wenn die Paketboten es heute an einem ganzen Tag nicht schaffen (teilweise auch erst um 19 Uhr auftauchen und später) dann habe ich daran berechtigte Zweifel (ich hoffe du siehst mir das nach).In einigen Großstädten fahren manche Paketboten sogar Sonntags los, damit sie am Montag nicht in Heulkrämpfe ausbrechen.


    Allerdings bezweifle ich auch das viele Kunden zu einer bestimmten Uhrzeit noch gestört werden wollen.Weiterhin zweifle ich an das viele der Kunden auch zwischen 15-20 Uhr zu Hause sind, womit dann auch das Argument des ausgelieferten Paketes weiterhin in der Schwebe hängt.


    Worauf ich mich persönlich aber verlassen kann ist, dass mein Paket 7 Tage in der Paketstation bleibt, bevor es zurückgesendet wird und darum ist es für mich persönlich die beste Option- aber eben nur für mich.


  • Die Vergütung war natürlich ein Teil des Anreizes. Es war aber vor allem die Kürze und die Tageslage der Arbeitszeit. Mütter, die morgens noch mit den Kindern frühstückten, sie nachher in die Kita brachten und dann schliefen, hatten für die Familie einen gut organisierbaren Zusatzverdienst. Das war eine Gruppe, denen das zupass kam.
    Wenn mein Paket von DHL zur Abholung an der Station liegt, dann kostet mich das eine Stunde, ohne Berücksichtigung der Tatsache, dass ich mich am Schalter hinter 10 Leute anstellen und warten muss. Dann gehe ich da gar nicht hin, sondern lasse die 7 Tage verstreichen und das Paket geht zurück an den Absender. Wenn GLS das schickt, dann ist das noch weiter entfernt. Du kannst das ja gerne tun, wenn Du Zeit hast. Ich bestelle da einfach nicht mehr. Ich gehe davon aus, dass das viele so handhaben wie ich.
    Dass alle Menschen zu einer bestimmten Zeit immer zuhause sind, das gibt es nicht, denn dann wären zu dieser Zeit alle Straßen leer. Aber wenn tagsüber beispielsweise im Schnitt 20% zuhause wären und zwischen 15 und 20 Uhr aber 60%, dann ist damit schon sehr viel gewonnen. Wenn man dann zusätzlich noch die Ersatzzustellung in der Nachbarschaft ordentlich regelt, dann hat man kaum mehr Kosten für Lagerungen und Zweitzustellversuche.

  • 15-20 Uhr. Mit entsprechend mehr Personal, aber halt nicht in Vollzeit. Das reicht.
    ....


    Um ca 100 Zustellungen zu laden, braucht ein Top DPD Fahrer bei uns min. 3-4 Stunden. Die solltest du noch an die von dir vorgeschlagenen Auslieferzeiten dran hängen. Aber dann ist es eben Vollzeit. Und mehr Personal.... :smilielol5: ....Brüller! Was glaubst du, was solch Tätigkeit für den Fuhrbetrieb, der den Auslieferfahrer beschäftigt, einbringt?


    Kleine Milchmädchenrechnung für Anfänger:


    Miete CI Transporter: ca 1100€/Monat
    Bruttolohn+Ag Anteile: ca 2500€/Monat
    Vergütung für ca 100 Zustellungen: 180-200€
    Da muß der Treibstoff noch mit rein und diverse Kleinigkeiten. Wie willst du davon noch einen zweiten AN bezahlen?
    Ach und wenn du gewisse Zustellung nicht schaffst zu laden, weil das Auto knackvoll ist, diese aber raus müssen, dann werden den Unternehmern auch noch die Kosten für den Kuriertransport berechnet.


    Da müßte sich grundlegend in der Vergütung der Leistung der Transportunternehmer was ändern. Geht aber nicht, weil sich das auf die Versandpreise auswirkt und mit hohen Versandpreisen ist man einfach nicht mehr Konkurrenzfähig.


    Der Kunde will ja nix bezahlen. Oder würdest du noch online bestellen, wenn du dafür zw 15 - 20€ blechen müßtest? Auch für Retouren? Denn letztere sind die eigentlichen Ãœbeltäter. Genau wie dieses Mistige AMAZON Prime. Jeder, der für seinen Versand so wenig wie möglich bezahlen will, ist Schuld an dieser Misere. ....Geiz is geil und seit kurzen kann man sich sogar reich sparen.... :out:


    Nö, deine Beispiele funzen nur, wenn sich Preise erhöhen und diese auch an die weiter gereicht werden, die wirklich zustellen.


  • Wenn mein Paket von DHL zur Abholung an der Station liegt, dann kostet mich das eine Stunde, ohne Berücksichtigung der Tatsache, dass ich mich am Schalter hinter 10 Leute anstellen und warten muss. Dann gehe ich da gar nicht hin, sondern lasse die 7 Tage verstreichen und das Paket geht zurück an den Absender.


    Wir sprechen aneinander vorbei.Meine Pakete landen in meiner hood- einem Laden der mit DHL zusammenarbeitet.Da gehe ich rein und bin nach 5 Minuten wieder draußen.Aber es hat natürlich nicht jeder das Glück in seiner Nachbarschaft so einen Laden zu haben.Das liegt aber an der Konzeption des ganzen Vorgangs.Und ich kann Gun nur beipflichten, dieses Problem kann nur über den Preis und mehr Mitarbeiter gelöst werden.Ansonsten wird die Situation in einigen Gegenden noch viel schlimmer, da das Kaufverhalten (Internet) sich ja noch mehr in diese Richtung verändern wird.


    Jetzt zu Weihnachten nimmt der Wahnsinn erst richtig fahrt auf.Da werden wieder Leute "eingestellt" (alles was 2 Beine hat und laufen kann), um die Masse an Paketen auf 4 Rädern zu bewältigen.Es werden also Leute (5000 Fahrer fehlen/ stand gerade in den Zeitungen) in den schlimmsten Monaten des Jahres "eingearbeitet".Natürlich in der Mehrzahl Arbeitslose die sich natürlich berechtigte Hoffnung auf eine weiterführende Anstellung machen.Aber spätestens in der Mitte vom Februar, wenn die ganzen Retouren abgearbeitet sind, wird der größte Teil wieder gefeuert werden (Probezeit).Dafür hatten sie aber bestimmt die geilsten 2 Monate ihres Lebens und erhöhten Blutdruck.


  • Der Kunde will ja nix bezahlen. Oder würdest du noch online bestellen, wenn du dafür zw 15 - 20€ blechen müßtest?


    Der Kunde, der nix bezahlen will, ist der Onlinehändler.
    Er bezahlt auch keine 20% von dem, was er dem Kunden später in Rechnung stellt.
    Insofern bekommst Du das Problem auch nicht über höher ausgewiesene Versandgebühren gelöst.
    Denn die bleiben als Reingewinn beim Onlinehändler. Sonst passiert da gar nix.

  • Der Kunde, der nix bezahlen will, ist der Onlinehändler.
    Er bezahlt auch keine 20% von dem, was er dem Kunden später in Rechnung stellt.
    Insofern bekommst Du das Problem auch nicht über höher ausgewiesene Versandgebühren gelöst.
    Denn die bleiben als Reingewinn beim Onlinehändler. Sonst passiert da gar nix.



    Rechne mir das mal vor. Am Beispiel eines Kaffeevollautomaten und eines Mittelklasse-Smartphones - bitte mit Quellenangaben.


    Ich bin durchaus daran interessiert, Deinen Goldesel zu kaufen, wenn er seriös kalkuliert und substanziell durchdacht ist.

    2 Mal editiert, zuletzt von A3243 () aus folgendem Grund: t