Neues zu aktuellen Lage: Die Sondierungs- und Koalitionsgespräche

  • ................Ãœbrigens frage ich mich, warum der im Link aufscheinende Koalitionsvertrag vor jeder Zeile eine Nummer hat. Soll denn noch was geändert werden?


    Man muss sich nur mal ansehen, was real aus dem letzten Koalitionsvertrag realisiert wurde, um zu begreifen, was aus dem neuen Entwurf werden wird, falls die Ja-Sager-Truppe wider besseres Wissen nochmals die Merkel in den Sattel hebt. Wenn Merkel erneut Kanzlerin wird, wird nichts besser, Deutschland verliert erneut weitere Jahre, die unbedingt für qualitative Entwicklung benötigt würden und die SPD dürfte als "Volkspartei" zum Witz der Geschichte werden, während die AfD weiteren Zulauf bekommt.


  • Ãœbrigens frage ich mich, warum der im Link aufscheinende Koalitionsvertrag vor jeder Zeiule eine Nummer hat. Soll denn noch was geändert werden?



    Bei Verhandlungen und zur Diskussion stehenden Ausarbeitungen durchaus üblich. Denn man muss die Stellen, die besprochen werden, oder zu denen erwartungsgemäß Fragen (beispielsweise von Parteimitgliedern beim Parteitag oder von Journalisten) gestellt werden, schließlich auch schnell finden können.

  • Wenn es stimmt, verkommt Martin Schulz so langsam mehr und mehr zur Peinlichkeit.


    Das Gehampel in der SPD-Führung ist zum Fremdschämen und beinahe schon mitleiderregend...




    Zitat


    Schulz will auf Außenministerium verzichten


    Der noch amtierende SPD-Chef Martin Schulz will nach SPIEGEL-Informationen auf das Außenministerium verzichten. Offenbar ist der Druck aus den eigenen Reihen zu groß.

    2 Mal editiert, zuletzt von A3243 () aus folgendem Grund: zum

  • Wenn es stimmt, verkommt Martin Schulz so langsam mehr und mehr zur Peinlichkeit.


    Das Gehampel in der SPD-Führung ist zum Fremdschämen und beinahe schon mitleiderregend...


    :smilewinkgrin:


    Sei nicht so streng mit Schulz. Mit solchen Manövern ist er jahrelang auf EU-Ebne prima durchgekommen. In Brüssel ist man eben unter sich und die Öffentlichkeit schaut kaum bis gar nicht hin. Auf nationaler Ebene funktioniert die öffentliche Kontrolle wesentlich besser. Das kennt der Maddin so gar nicht. Der Parteivorstand, der Schulz als Aussenminister 2 Tage vorher noch abgesegnt hat, hätte es allerdings besser wissen müssen und hat den Parteivorsitzenden sehenden Auges ins Messer laufen lassen. Entweder das oder es handelt sich um fortgeschrittene Inkompetenz.
    Gewisse Entertainmentqualitäten kann man der ollen SPD allerdings derzeit nicht absprechen und man befindet sich endlich in den Schlagzeilen - dummerweise nach der Wahl.

  • Wenn es stimmt, verkommt Martin Schulz so langsam mehr und mehr zur Peinlichkeit.


    Das Gehampel in der SPD-Führung ist zum Fremdschämen und beinahe schon mitleiderregend...


    Vom Hoffnungstraeger zum Hoffnungstrueger im Sprintertempo -muss man/frau auch erst mal koennen.

  • Martin Schulz ist inzwischen ein Sinnbild der "tragischen Figur".


    Er ist von anderen quasi zum Messias erkoren worden. Und von diesem hohen Podest gibt es eigentlich nur noch eine Richtung. Und weil von einem Messias fehlerfreie Performance - zu der Schulz auch zuvor nicht in der Lage war - erwartet wird, eigentlich auch nur den beim Aufbruch in die Mission vorgezeichneten Weg. Menschlich ist das tragisch.

  • Dumm, dümmer, sPD- Vorstand.... Und mittendrin ein völlig überforderter, hilfloser, sich selbst überschätzender, ohne jegliches Gespür agierender Schulz. Wer berät diese "Eliten"?

  • Da müsste ja zunächst geklärt werden, ob wir es überhaupt mit "Eliten" zu tun haben.


    Und wer wen berät wird augenblicklich völlig sekundär, wenn gute Beratung auf vernagelte Beratungsresistenz trifft. Das ist im Kleinen so - und im Großen nicht anders.

  • Bei Verhandlungen und zur Diskussion stehenden Ausarbeitungen durchaus üblich. Denn man muss die Stellen, die besprochen werden, oder zu denen erwartungsgemäß Fragen (beispielsweise von Parteimitgliedern beim Parteitag oder von Journalisten) gestellt werden, schließlich auch schnell finden können.

    Das weiß ich, aber ich dachte, das sei die fertige Fassung gewesen. In fertigen Fassungen ist das nicht üblich, auch nicht Journalisten gegenüber, sondern nur wenn "von Zeile 468 bis 475" noch Änderungen gewünscht werden.


    Martin Schulz ist inzwischen ein Sinnbild der "tragischen Figur".


    Er ist von anderen quasi zum Messias erkoren worden. Und von diesem hohen Podest gibt es eigentlich nur noch eine Richtung. Und weil von einem Messias fehlerfreie Performance - zu der Schulz auch zuvor nicht in der Lage war - erwartet wird, eigentlich auch nur den beim Aufbruch in die Mission vorgezeichneten Weg. Menschlich ist das tragisch.

    Ich halte Schulz inzwischen nicht mehr für halbwegs intelligent. Erst hat er sich das dämliche, zum Widerspruch reizende "Ich werde Bundeskanzler..." einfallen oder aufschwätzen lassen, und jetzt hat er wohl geglaubt, er könne Gabriel, der ihn ja praktisch "geholt" hat, widerspruchslos entsorgen, und es käme auch nicht raus, dass er was anderes versprochen hat. Denn das glaube ich schon, dass es dieses Versprechen gegeben hat.

  • Dumm, dümmer, sPD- Vorstand.... Und mittendrin ein völlig überforderter, hilfloser, sich selbst überschätzender, ohne jegliches Gespür agierender Schulz. Wer berät diese "Eliten"?

    Leute, die dem Schulz geraten haben, mit dem Spruch "Ich werde Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland" durchs Land zu ziehen. Und die ihm nicht geraten haben, einen Stimmlehrer zu engagieren.

  • Ein bisschen VT noch dazu, um das ganze vollends abzurunden:
    Gewinnerin dieser Rochade aus den Tollhaus ist übrigens Nahles (Ministeramt, SPD Vorsitz).

  • Noch ist sie gar nichts. Mit dem Ministeramt wird es nichts, bevor nicht die Basis der Groko zugestimmt hat. Was angesichts der derzeitigen Zustände in der Partei gar nicht so sicher ist. War ja schon vorher knapp. Der innerparteiliche Teil der Rochade (ich mach den Außenminister, du wirst Chefin) ist auch nicht unwidersprochen in der Partei vorbeigegangen. Dort hat man sich tatsächlich erinnert, den Schulz ja gerade erst gewählt zu haben.


    Aber die sPD ist ja nicht alleine. Auch in der CDU gärt es nach dem Verlust fast aller wichtigen Ministerien außer dem Kanzleramt. Und ihr beabsichtigter personeller Kabinettsumbau hat nicht nur zufriedene Gesichter hinterlassen. Sie sollte schon mal in der Bedienungsanleitung nachlesen, wo der Knopf für die Bergabfahrhilfe ist.

  • Gewinner ist die CSU. Es ist unglaublich, dass sie als Regionalpartei an den Verhandlungen teilnehmen konnte und drei Ministerämter abgeräumt hat, darunter das wichtige Innenministerium für Seehofer. Nicht zu fassen. Umfragen bei einigen CSU-Mitgliedern haben ergeben, dass die meisten gesagt haben, es sei gut, dass man Seehofer mit dem Amt jetzt nach Berlin schicken könne, denn hier wünsche man sich eher frischen Wind. Berlin, bzw. das Innenministerium als Halde für festklebende Politiker. Der Mann ist 71 und nicht gesund. Dass Nahkles ein Monisteramt anstrebt, glaube ich nicht. Die ist so klug und wartet ein Weilchen. bis sich die anderen selbst zerlegt haben.

  • Chaos hat auch was erfrischendes.


    Nun kann man zumindestens the next generation nicht mehr unter den Tisch fallen lassen.Besser jetzt und in Zeiten wo es dem Land relativ gut geht, als wenn Land unter ist.

  • Es ist unglaublich, dass sie als Regionalpartei an den Verhandlungen teilnehmen konnte und drei Ministerämter abgeräumt hat, darunter das wichtige Innenministerium für Seehofer.


    Bei genauerer Betrachtung: Entwicklungshilfe ist geschenkt und Verkehr + digital derzeit in den bestehenden Spannungsfeldern ein Schleudersitz, bei dem man eigentlich nur verlieren kann. Siehe Koalitionsvertrag. Wesentlich gestalten oder sich da einen Namen machen ist nicht in Sicht. Relevant ist eigentlich nur das Innenressort. Öffentlich gemachte Andeutungen aus den Groko Verhandlungen lassen aber schon mal den Schluss zu, dass das im Verhandlungsverlauf, konkret an dessen Ende, wieder mal auf: "Gib mir dein halbes Brötchen, dann geb ich von meinem Kaffee was ab" hinausgelaufen ist.

  • Martin Schulz ist […] von anderen quasi zum Messias erkoren worden. […]

    Eben. Er ist doch letztes Jahr mit überwältigender Mehrheit als Parteivorsitzender gewählt worden… schon, weil die SPD derzeit wenige Personen in ihren Reihen hat, die irgendwie die traditionellen Werte sozialdemokratischer Politik vertreten… insofern wäre die Ursache des fortschreitenden Niedergangs der Partei nicht bei der Einzelperson Schulz zu suchen, sondern bei der Parteibasis bzw. dem engeren Kreis der nach Parteiämtern schielenden Influencern… iim Hamburger Abendblatt ist diese substantielle Talfahrt der SPD recht treffend kommentiert, bloß stellt sich die Frage, ob Andrea Nahles Hoffnungsträgerin ist…

  • Es wird wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass der Koalitionsvertrag von der SPD-Basis abgelehnt wird und es zu Neuwahlen kommt, denn die CDU ist mit ihrem Ergebnis auch nicht zufrieden, und zwar zu Recht. Sie hat an die SPD mehr abgeben müssen als umgekehrt. Merkel tritt zurück und das Hickhack um die Spitzenkandidatur beginnt. Die CDU könnte Julia Klöckner vorzeigen, die SPD den nicht annähernd so ansehnlichen Scholz, denn Siggi hat sich wegen der Haare in Schulz´ Gesicht selbst hinausgeschossen. Lindner tritt wieder an und macht einen auf "konsequent zum Wohle Deutschlands". Die AfD tritt nach inneren Querelen mit einem Duo an, dem Tweedjacken-Gauland und der kühlen Blonden im Hanseaten-Look.


    FDP und AfD legen zu, CDU mit Klöckner könnte das letzte Ergebnis halten und mit Lindner eine Koalition eingehen, die SPD stürzt ab auf 13 %, der ehrgeizige Juso-Chef kämpft mit Nahles um den Vorsitz, weil er´s sowieso besser weiß. Die Grünen bleiben unbeachtet, wo sie sind. So oder ganz ähnlich kann es kommen.