Linke Sammlungsbewegung

  • Seit Jahren, also so ungefähr seit ich weiß wer Bernie Sanders ist, weise ich hier immer wieder darauf hin dass wir eine linke Sammlungsbewegung brauchen. :grins: Nun haben die Sahra und der Oskar endlich meine Idee aufgegriffen und wahrscheinlich auch geblendet vom Erfolg von Jean-Luc (nicht Picard) bis Jeremy das ganze linke Lager aufgeschreckt...


    https://www.google.com/search?…b..0.0.0....0.xu7bv49JNV4


    Darum bleibt uns hier gar nichts anderes übrig, als das auch zu klären. Die Kipping ist natürlich sofort in Ohnmacht gefallen und jetzt wettert auch Trittin. Eigentlich klar, denn Leuten wie diesen würde es an die Existenz gehen. Parteien wie den Linken oder Grünen auch, die SPD könnte es marginalisieren wie in F.


    Dabei hat die Sahra einfach Recht. Wenn die Linke irgendwann wieder mal am Tisch sitzen will, wenn es um's Gestalten geht, dann muss sich etwas ändern. Und zwar ganz radikal. Oder was meint Ihr ?

  • Die Idee ist wie alt? Ich würde auf mehr als 150 Jahre tippen.
    Linke können sowas nicht. Die reden nur über Gleichheit, aber sie selbst wollen es eigentlich gar nicht sein. Also gleich, mit den anderen. Die Kleinen Leute schon, aber die politischen Führer wollen alle Unikate sein und Geschichte schreiben, Kapitän spielen und auch mal das Ruder in eine andere Richtung gedreht haben.
    So habe ich es verstanden, seit ich Geschichtsbücher, Memoiren, Biographien und politische Manifeste lesen kann...

  • Die Idee ist wie alt? Ich würde auf mehr als 100 Jahre tippen.
    Linke können sowas nicht. Die reden nur über Gleichheit, aber sie selbst wollen es eigentlich gar nicht sein.


    Alt, aber jetzt halt auch wieder aktuell. Haben Sie die Google-Suchliste aufgeklappt Herr Konrad ? Natürlich nicht. :p


    Und außerdem, was ja noch dazu kommt, hat das in D eine Chance ? Dass es die überall sonst hat sieht man ja gerade an Bewegungen wie bei Sanders, Melenchon und Corbyn. Warum bei uns hier nicht ? Wegen Sahra ? Wegen Lafo ? Könnte sein...

  • Ich habe sogar noch 50 Jahre drauf gelegt, denn die Gründung der SPD kam ja auch aus dieser gedanklichen und durchaus ehrenwerten Ecke.

  • .......................Dabei hat die Sahra einfach Recht. Wenn die Linke irgendwann wieder mal am Tisch sitzen will, wenn es um's Gestalten geht, dann muss sich etwas ändern. Und zwar ganz radikal. Oder was meint Ihr ?


    Völlig richtig, das hat der SPD-Parteitag gestern voll bewiesen, mit dieser (Alten Garde) ist keine Veränderung zum Positiven erreichbar, die halten Merkel die Steigbügel und dienen ihr als Mehrheitsbeschaffer. Damit graben sie der SPD schlußendlich das Grab.


    Nur die Sammlung der echten linken Kräfte der Parteien und ein Zustrom bisher parteilich nicht gebundener Kräfte kann die Stagnation der Entwicklung seit etwa 1990 in Deutschland auflösen.

  • Ich traue den gegenwärtigen Frontleuten nicht.
    Die wollen alle ihr eigenes Bedeutungssüppchen köcheln lassen.


    Sich selbst, als Personen der zeitgeschichtlichen Bedeutung, zu marginalisieren, liegt den Protagonisten der Gegenwart einfach nicht. Lieber lassen sie es sehenden Auges geschehen, dass ihre Parteien marginalisiert werden und geben anderen die Schuld dafür...


    Es muss erst noch viel schlechter werden und deren Köpfe müssen erst weit genug den Berg der Geschichte hinab gerollt sein.


    Dann, irgendwann, vielleicht...

  • Ich habe sogar noch 50 Jahre drauf gelegt, denn die Gründung der SPD kam ja auch aus dieser gedanklichen und durchaus ehrenwerten Ecke.


    Wollen Sie jetzt wirklich den Schwung mit den "ollen Kamellen in neuer bunter Verpackung" rausnehmen und damit der zickigen Kipping und der verkrusteten SPD das Wort reden Herr Konrad ?? :tststs:

  • Es ist mit Ihrer Idee ein bisschen wie mit einem Kinobesuch, Herr BudSpencer.


    Die einen kommen klatschnass raus, weil sie "voll dabei" waren und richtig mitgelitten haben.:twd::borg2::nailbit:


    Andere wurden mehr oder weniger gut unterhalten, wischen sich die Krümel aus dem Bart und wissen, dass es nur ein Film war... :cool::uglytwink:


  • Die Linke in den USA ist anders strukturiert, als die Linke in Deutschland.
    Hier gibt es viele Ideologen, puritanische Linke, Marxisten etc.
    Du kriegst die nie dazu, mit Sozialdemokraten oder Linksliberalen in eine Sammelbewegung einzutreten, auf die wichtigen Themen einigen die sich nie.

  • Völlig richtig, das hat der SPD-Parteitag gestern voll bewiesen, mit dieser (Alten Garde) ist keine Veränderung zum Positiven erreichbar, die halten Merkel die Steigbügel und dienen ihr als Mehrheitsbeschaffer. Damit graben sie der SPD schlußendlich das Grab.


    Nur die Sammlung der echten linken Kräfte der Parteien und ein Zustrom bisher parteilich nicht gebundener Kräfte kann die Stagnation der Entwicklung seit etwa 1990 in Deutschland auflösen.

    Die Linke ist, wie Herr Konrad schon sehr richtig bemerkte, zu Einigkeit nicht fähig, denn der ebenfalls linke Nachbar könnte unter einem Begriff marginal etwas anderes verstehen, und dann muss auch er vehement bekämpft werden. Siehe:

    Zitat von grauer kater

    ... Sammlung der echten linken Kräfte...

    Das beruht auf ihrem Selbstverständnis als Verbesserer, als Kämpfer, als Rechthaber. Man sieht es an unseren Linken, die einander viel heftiger bekämpfen als alle, die zu bekämpfen viel lohnender und notwendig wäre.
    Das ist vielleicht der Grund, warum linke Regierungen eigentlich immer in Diktatur ausarten - anders bekommen sie den Staat nicht in den Griff, sie würden sich alle gegenseitig niederringen und das Recht absprechen, sich als links zu bezeichnen.

  • ...


    Andere wurden mehr oder weniger gut unterhalten, wischen sich die Krümel aus dem Bart und wissen, dass es nur ein Film war... :cool::uglytwink:



    Da mache ich einen hochpolitischen Thread auf und Sie gähnen nur Herr Konrad. Sie erkennen mal wieder das Potential nicht. :tststs:


    All die parteipolitischen Querelen könnte so eine Bewegung marginalisieren. Auf der einen Seite die Seeheimer, auf der anderen Seite die Antideutschen und total elegant noch gleich nebenher mit - das ewige SED-Gelaber. Schließlich wäre alles neu verpackt. :cool:

  • Aber, aber, Herr BudSpencer, nun steigen doch wenigsten Sie mal von Ihrer Apfelsinenkiste herab und erklären den einfachen Leuten, wie das gehen soll.
    Unter welcher Fahne wollen Sie die Leute der neuen politischen linken Bewegung denn versammelt sehen?
    Mit welchen Zielsetzungen?
    In welcher Reihenfolge?
    Mit welchem Personal an der Spitze?
    Mit welchem Anspruch und unter wessen ideologischer Führung?
    Wollen sie die Flüchtlingspolitik von Wagenknecht, oder die von Schulz?
    Die Arbeitsmarktpolitik von Nahles oder die von Lafontaine?
    Die Aussenpolitik von Steini und Nachfolger, oder die von Gysi?
    Fragt auch jemand die Grünen, oder sind die schon zu sehr FDP-Ersatz für ehemalige Salonlinke?

    Einmal editiert, zuletzt von A3243 ()

  • Die Linke in den USA ist anders strukturiert, als die Linke in Deutschland.
    Hier gibt es viele Ideologen, puritanische Linke, Marxisten etc.
    Du kriegst die nie dazu, ... nie.


    Die Linke ist, wie Herr Konrad schon sehr richtig bemerkte, zu Einigkeit nicht fähig, ... würden sich alle gegenseitig niederringen und das Recht absprechen, sich als links zu bezeichnen.


    Aber, aber, Herr BudSpencer, nun steigen doch wenigsten Sie mal von Ihrer Apfelsinenkiste herab und erklären den einfachen Leuten, wie das gehen soll.
    Unter welcher Fahne wollen Sie die Leute der neuen politischen linken Bewegung denn versammelt sehen?
    ...


    Die Sammlungsbewegung hat ja gerade den Charme auf eine Führungspersönlichkeit zugeschnitten zu sein und all diesen Sektierern die Macht zu nehmen in die Speichen zu greifen, weil eben die Partei-Basis dafür fehlt. Kann man bei Macron sehen. Und darum bekommen Sahra und Lafo auch so viel linke Kritik. Alle die da nölen, würden einfach untergebuttert werden. Auch ein bisschen mitgenommen, aber nicht so sehr dass das laut und vernehmlich durch den Blätterwald rauscht. Was rauschen soll ist der Slogan "for the many, not for the few". Das ist doch klar, eine klassisch linke Bewegung wie bei den Inselaffen. Etwas mehr national und etwas weniger international, etwas mehr klassenbewusst und weniger Weltbürgertum und Gendergedöns, genau das was sozialdemokratisch ist, was es schon immer war, eine Bewegung der Arbeitnehmer. Wenn das richtig läuft, können SPD, Linke und Grüne einpacken und letztlich nur mitziehen oder untergehen. So ungefähr ist es gedacht. Fehlt noch die Führungspersönlichkeit. Lafo ist dazu in der Lage aber nicht geeignet. Zu viel alter Balast. Er ist ja anders als Corbyn zu oft im Vordergrund gewesen und zu sehr belastet, ja verbraucht. Gegen Sahra hätte ich nichts, aber sie zieht sehr viel Widerspruch an. Es müsste jemand sein, der so ein Zwischending von Gysi und Sahra ist. Nicht Gysi, der ist nicht wirklich jemand der bis zum Ende mitgeht. Aber sein Maul wäre nicht schlecht.

  • Alt, aber jetzt halt auch wieder aktuell. Haben Sie die Google-Suchliste aufgeklappt Herr Konrad ? Natürlich nicht. :p


    Und außerdem, was ja noch dazu kommt, hat das in D eine Chance ? Dass es die überall sonst hat sieht man ja gerade an Bewegungen wie bei Sanders, Melenchon und Corbyn. Warum bei uns hier nicht ? Wegen Sahra ? Wegen Lafo ? Könnte sein...


    Zuerst müssen die beiden apokalyptischen Dauerthemen vom Tisch, damit der cholerische Michel wieder genügend Luft zum Atmen bekommt und mit einem frisch durchlüfteten Gehirn wieder normal denken kann.Danach wird er dann auch erkennen das er eine Wohnung braucht und eine Rente mit er diese bezahlen kann etc. etc. etc.

  • Die Sammlungsbewegung hat ja gerade den Charme auf eine Führungspersönlichkeit zugeschnitten zu sein ... Fehlt noch die Führungspersönlichkeit.


    So eine Art politisch korrekt linke/r Wolperdinger/in wird also gesucht?
    Von allem Wünschenswerten nur das beste, argumentativ stark, charmant, gut aussehend, durchsetzungsfähig, bescheiden, fotogen, Liebling von Kamera und Mikro, Lieblingsschwiegersohn/-tochter, verlässlich, vertrauenswürdig, unabhängig, scharfsinnig, eloquent, rhetorisch brillant, Leuchtturm der Gerechtigkeit und natürlich der/die geborene Anführer/in...



    :thinking-020: ... hmmm ... also, da kenne ich eigentlich nur einen, auf den das alles zutrifft... :biggrin:

    2 Mal editiert, zuletzt von A3243 () aus folgendem Grund: r


  • Schon, aber nicht das was Du meinst.
    Erstens solltest Du mal darüber nachdenken, welchen "Erfolg" Deine Vorbilder wirklich haben. Der Melenchon ... an Position 4 mit nun ja 4,9%
    http://www.spiegel.de/politik/…ueberblick-a-1150913.html


    Aber was solls, darauf können wir uns einigen und ich hänge das nicht mal der SPD an, sondern den LINKEN. Eine Verbesserung für alle Beteiligten.


    Gruß
    Verbalwalze

  • Also ihr seid ja sooo deutsch. Ist Euch das eigentlich klar ? So ähnlich habt Ihr Euch schon aufgeführt als ich das lustige Losverfahren für Abgeordnete vorstellte um die Demokratie zu beleben. Nuuur Gemaule und Einwände. Der eine macht sich lustig, der andere hält die Zeit für noch nicht gekommen, der andere hält die linke Landschaft zur Einigkeit für unfähig oder der nächste für viel zu vielfältig und dann noch der mit den apokalyptischen Dauerthemen und der Letzte haut mir französische Wahlstatistiken um die Ohren... :tststs:


    Und der einzige, der mich nicht von der Apfelsinenkiste treten will und etwas Begeisterung zeigt ist der alte Kater. :opa:


    Dabei zeigt gerade diese Miesmacherei, dieses selbstzerstörerische Rennen in alle mögliche Richtungen, dass die Zeit für eine linke Sammlungsbewegung einfach gekommen ist. Dabei darf man das "jetzt" ruhig über einen längeren Zeitraum dehnen. Zeitdruck wäre gegeben, wenn es zu Neuwahlen gekommen wäre, aber da wir jetzt nochmal 4 Jahre GroKo bekommen ist Zeit genug dafür, die Bewegung aufzubauen. Strategisch und personell. :p

  • Der eine macht sich lustig, der andere hält die Zeit für noch nicht gekommen, der andere hält die linke Landschaft zur Einigkeit für unfähig oder der nächste für viel zu vielfältig und dann noch der mit den apokalyptischen Dauerthemen und der Letzte haut mir französische Wahlstatistiken um die Ohren... :tststs:


    Ich finde deine Idee ja nicht verkehrt, fände das ja sogar gut.
    Ich sehe mich als linksliberal, mit Hang zum querschiessen an. Ich könnte mich mit so einer Bewegung identifizieren, aber nicht, wenn da irgendwelche SED-Dinosaurier oder marxistisch-leninistischen Weltrevolutionäre dabei wären.

  • Ich finde deine Idee ja nicht verkehrt, fände das ja sogar gut.
    Ich sehe mich als linksliberal, mit Hang zum querschiessen an. Ich könnte mich mit so einer Bewegung identifizieren, aber nicht, wenn da irgendwelche SED-Dinosaurier oder marxistisch-leninistischen Weltrevolutionäre dabei wären.


    Wer sollen denn diese sein??? Die SED ist seit 1989 Geschichte, die Dinosaurier sind ausgestorben, Leninismus ist durch den Stalinismus heute keine Diskussion mehr wert, MARX ist dafür wieder aktueller, denn je zuvor, eine Weltrevolution wird es dennoch nicht geben, weil noch immer rund 80% der Staaten und Gesellschaften nicht die Reife erlangt haben, zum entwickelten Sozialismus oder gar Kommunismus über zu gehen. Aber "Gesellschaftliche Entwicklung findet objektiv statt und mit Industrie 4.0/5.0 und Automation der Produktion werden sich die Gesellschaftlichen Verhältnisse radikal ändern und wenn Erwerbsarbeit nur noch für etwa die Hälfte oder ein Drittel der arbeitsfähigen Menschen möglich sein wird, eventuell noch weniger, was in etwa 20 Jahren schon der Fall sein könnte, sieht die Sache ganz anders aus. Ob Deutschland dann noch eine Rolle spielen kann, entscheidet sich allerdings jetzt schon, mit Merkel und CO. geht das jedenfalls nicht.