Linke Sammlungsbewegung

  • Eine jede Sammlungsbewegung oder Vereinigung der Linken wird sehr schnell an der Linken-typischen Eigenschaft leiden, dass sie die "Reinheit der Lehre" am jeweils anderen bezweifeln, also gerne zwischen echten und unechten Linken unterscheiden und selten zu einer zielführenden Einigkeit/Einheit finden. Das mag der Grund sein, warum sich aus linken Gruppierungen herauskristallisierende Führungspersönlichkeiten so schnell in Gefahr geraten, zu Diktatoren zu werden, wenn sie die Geduld mit den einander bekämpfenden Richtungsvarianten verlieren. Der hohe moralische Anspruch der Linken hat, obwohl doch eigentlich dem menschlichen Zusammenleben förderlich, noch nie zu einem homogenen Staatswesen, sondern immer letztlich zu Zeter und Mordio und gegenseitiger Herabwürdigung geführt. Nach der Sammlung kommt immer der Kampf gegeneinander. Deshalb halte ich eine "linke Sammlungsbewegung" bereits auf mittlere Sicht für contradictio per se.


    www.zeit.de/zeit-wissen/2009/05/Rechts-Links


    Zitat

    Mit Experimenten und Feldstudien ergründen Forscher das Wesen von Konservativen und Linken. Die politische Haltung lässt sich demnach sogar an der Büroeinrichtung erkennen. Absurd? Das denken nur Konservative.

    Die Nationalflagge verbrennen? Kein großes Problem für einen Linken. Aber Arme bestiehlt man natürlich nicht. Denn Gerechtigkeit und das Vermeiden von Leid sind die beiden Säulen linker Moral. Selbst für viel Geld würden Linke nicht dagegen verstoßen, versicherten sie Forschern der University of Virginia. Rechte halten neben Gerechtigkeit und Schadensvermeidung noch andere Werte in Ehren: die eigene Gruppe (nicht gegen die eigene Mannschaft wetten), Autorität (nicht den eigenen Vater schlagen, auch nicht mit seinem Einverständnis in einem Sketch) und Reinheit (bitte keine Bluttransfusion von einem Sittlichkeitsverbrecher).
    <...>
    Linke sind oft nicht besonders glücklich. So priesen sich 2006 in den USA nur 28 Prozent der linken Demokraten als sehr glücklich, jedoch 47 Prozent der rechten Republikaner. In anderen Teilen der Welt ergibt sich ein ähnliches Bild, wobei die Unterschiede in armen Ländern sogar noch größer ausfallen [5]. Rechte genießen das Leben recht unbeschwert. Das liegt daran, dass sie weniger als die Linken an der Ungerechtigkeit der Welt leiden. Sie finden, dass jeder seines Glückes Schmied sei – oder eben nicht.

  • Was soll das sein? Konrads gesammelte Skeptizismus-Plattitüden?


    Eine inhaltsleere Gegenfrage ist auch irgendwie sowas wie eine Antwort. Eben inhaltsleer.
    Was ich mit meinem Beitrag bezwecke, hast du sicher verstanden.
    Du bist ja ein intelligenter Mensch.


    Erkläre doch mal dem Unwissenden, wie diejenigen, die Teil des Problems sind, zum Teil der Lösung werden sollen?
    Wer soll den Turnarround einleiten?
    Wo ist die Analyse der wiersprüchliichen Interessen "der Gewerkschaften"?
    Wie sollen die absehbar immer weniger werdenden mit auskömmlichem Einkommen sich in der Zukunft verhalten?
    Wie deren Interessenvertreter?
    Wer steckt den Kopf aus dem Fenster und sagt den Anhängern und Beitragszahlern, dass sie teilen und verzichten sollen?


    Ich hätte gerne ein paar Antworten mit Hand und Fuß, und weniger allgemeines Geschwafel von der Wunschvorstellung einer gerechteren Welt. Das muss ja auch umgesetzt werden.
    Und wenn diejenigen, auf die Deine Hoffnung fußt, selbst nicht wissen, wofür sie sich einsetzen sollen, weil sie sich als Anwälte der Besitzstandswahrer und Verteidiger gegen die "Neidfraktionen" verstehen - wohin soll das führen und wo ist der Konsens, den es braucht?
    Und wer sollte den mit welchen Methoden und welchen Argumenten, welcher Strategie, in welcher Zeit und mit welchen Mitteln herbeiführen?


    Ideologiegetränktes politisches Blablabla können sie alle.
    Ich hätte allerdings gerne etwas Fleisch am Knochen.

    Einmal editiert, zuletzt von A3243 ()

  • ....Ich hätte allerdings gerne etwas Fleisch am Knochen.


    Aber gerne, der Herr. Darf ich ihnen die Bissen denn auch mundgerecht zuschneiden und ihnen zum Munde führen? Darf ich sie bei der Hand nehmen und Gassi führen in die böse, große Welt?



    Ich empfehle, sich eigenverantwortlich auf der Seite des Projektes zu informieren, über geplante Projekte, regionale, nationale und internationale Kampagnen, z.B. über das Projekt zur Vorbereitung einer verfassungsgebenden Versammlung, einer Verfassung für die EU, die längst überfällig ist.
    Informieren sie sich über die diesen Projekten zu Grunde liegenden demokratischen Beteiligungsmöglichkeiten.


    Danach könnte dann, anstatt von mir Antworten mit Hand und Fuß zu verlangen, eventuell mal eine Kritik unter Beachtung der gleichen Kriterien stehen.

  • Jo, nette Replik, und so anschaulich wie vertrauen erweckend... :zwinker:


    Ok, ich halte dann mal fest: es gibt gaaanz viele die irgendwo was machen und eigentlich nur jemanden bräuchten, der sie mal unter einen Hut zusammen schiebt.
    Dann wird das schon werden.


    Und bis dahin ... träumen wir weiter von irgend einem Wunder, dass eine linke Sammelbewegung vereint, und dann...:peace2:


    Das habe ich mir ziemlich genau so vorgestellt, die Zustandsbeschreibung der Hoffnung auf die irgendwann mal bestehende Basis für konkrete Ideen für die praktische Umsetzung in substanzieller Größenordnung ...


    Meine konkreten Fragen stelle ich dann mal bis dahin zurück...:breakfast:

  • Jo, nette Replik, und so anschaulich wie vertrauen erweckend... :zwinker:


    Ok, ich halte dann mal fest: es gibt gaaanz viele die irgendwo was machen und eigentlich nur jemanden bräuchten, der sie mal unter einen Hut zusammen schiebt.
    ...


    Wenn Du auch mich damit mit gemeint hast, dann sehe ich das eben ganz und gar nicht so verzettelt. Jedenfalls würde ich genau das und auch das was Argo gemeint hat ganz drastisch unterdrücken (wollen). Für mich macht das nur ganz klassisch links einen Sinn. Also es geht um Klassen, um Unten gegen Oben um soziale Leistungen und Standards, zuerst mal hier im eigenen Land. Es geht nicht um die Rettung der Welt, die Rettung von Flüchtlingen um Gender und Diversity und weiß der Geier was noch. Da würde ich dann wieder aussteigen wollen. :nixda: Das ist ja auch genau die Einstellung die die "richtigen" Linken so gar nicht abkönnen und warum die sich über die Sammlungsbewegung aufregen. Die würden darin untergebuttert werden.

  • Der hohe moralische Anspruch der Linken hat, obwohl doch eigentlich dem menschlichen Zusammenleben förderlich, noch nie zu einem homogenen Staatswesen, sondern immer letztlich zu Zeter und Mordio und gegenseitiger Herabwürdigung geführt. Nach der Sammlung kommt immer der Kampf gegeneinander. Deshalb halte ich eine "linke Sammlungsbewegung" bereits auf mittlere Sicht für contradictio per se.


    www.zeit.de/zeit-wissen/2009/05/Rechts-Links


    Man kann es auch kurz zusammenfassen- wenn Intelligenz sich streitet;):welcome:.


    Autoritär und antiautoritär sind halt wie Feuer und Wasser und die Akzeptanz von dominant und dem Gegenpart devot sind halt nicht die genetischen Determinanten einer demokratischen sozialliberalen Grundgesinnung.Dem kannst du dann halt wirklich nur mit diktatorischen Mitteln beikommen.Aber dann bewegst du dich halt nicht mehr in der Idee.

  • Für mich macht das nur ganz klassisch links einen Sinn. Also es geht um Klassen, um Unten gegen Oben um soziale Leistungen und Standards, zuerst mal hier im eigenen Land. Es geht nicht um die Rettung der Welt, die Rettung von Flüchtlingen um Gender und Diversity und weiß der Geier was noch. Da würde ich dann wieder aussteigen wollen. :nixda: Das ist ja auch genau die Einstellung die die "richtigen" Linken so gar nicht abkönnen und warum die sich über die Sammlungsbewegung aufregen. Die würden darin untergebuttert werden.


    Klassisch links.
    Hübsch.
    Und das ist dann was?


    Ich verstehe ja die Sehnsucht nach der großen Linken Bewegung, die alles wieder gut macht...
    Nur...
    Wo fängt das eigentlich an? Wo sind die Trennschichten?


    Sind die Gewerkschaften heutiger Prägung tatsächlich noch Teil von "Links"?
    Ich habe meine Zweifel.


    Ähnlich ist es bei den Sozialdemokraten und den Grünen.
    Alles Besitzstandswahrer mit Wachstumsverlangen.


    Tatsächlich sind die SPD und die Gewerkschaften größtenteils doch arg damit befasst, ihren eigenen Arx zu retten, bevor sie in der Bedeutungslosigkeit einer diversifizierten Gesellschaft von Teilzeitbeschäftigten, armen Rentnern und pflegenotständigen ehemaligen Wählern verschwinden.


    Speziell die Gewerkschaften haben ja bereits Schwierigkeiten mit dem eigenen Anspruch.
    Und übrigens auch mit dem Geld, schließlich braucht es eine Menge zahlender Mitglieder, um dem Wasserkopf zu finanzieren.
    Und die werden nicht mehr, sondern weniger...
    ... und wer nachwächst ist auch noch schlechter bezahlt, also ist deren Prozent auch weniger wert, in der Gewerkschaftskasse.


    Auch das ist der Tendenz geschuldet, die sowohl die SPD, als auch die Gewerkschaften durch "Abnicken" selbst mit verursacht haben. Welcher erzwungene Teilzeitler, welcher Leiharbeiter und welche Minijobber in vier Jobs werden sich wohl einer Gewerkschaft anschließen und eine Partei wählen, die diesen Zustand eingeleitet und abgesegnet haben?


    Und diejenigen, die ihre Beiträge entrichten, wollen Nennwerte sehen, in der Tasche, auf dem Konto und bei der Rente usw.
    Verlangen nach Wachstum wo du hinsiehst.
    Und der Wunsch nach Sicherheit des guten Auskommens.
    Und nichts zu sehen vom Verlangen, mit den Habenichtsen teilen, die alle an der Tür kratzen.


    Und jetzt kommt's: wer soll es den Leuten sagen, dass es so nicht weiter gehen wird, mit der Sicherheit des Arbeitsplatzes, mit dem Wohlstand; dass geteilt werden muss?
    Wer?
    Wer erklärt, was immer das heisst, dass diejenigen (Linken, aber nicht nur die), die etwas haben, das andere wollen und brauchen, etwas abgeben müssen und hinterher weniger haben werden?
    Aber bitte die Beiträge weiter bezahlt werden sollen...


    Das Kapital hat die Sache voll im Griff. Oben wird freiwillig nichts abgegeben. Also bleibt nur die Umverteilung auf den unteren Rängen, also bei denjenigen, die sich noch sicher fühlen, in Ihrem Status "der Mitte".


    Wo also ist die Lösung und wo der Anreiz?
    Und wer soll es verkünden und den Leuten "verkaufen"?
    Wer?

    7 Mal editiert, zuletzt von A3243 ()

  • Die klassisch linke Sammlungsbewegung ist ja gar nicht sooo links, also schon eher mehr Seeheim als extrem links. Wenn das erst klar geworden ist, denn vielen (auch Dir) ist das wohl nicht so klar, entfaltet das auch mehr Wucht.


    Da ist aber Melenchon dann schon kein so gutes Beispiel mehr und Corbyn vor dem wahlbedingten Weichwaschgang auch nicht.


    Gruß
    Verbalwalze

  • VZ


    Mehr Umverteilung und mehr Staatseinnahmen sind also die Rettung vor mehr Umverteilung? Denn Umverteilung war ja bis jetzt linkes Markenzeichen und stellte die Lösung aller Probleme dar. Freilich nur aus der Mittelschicht. Weiter oben kam man nicht ran, weiter unten gabs nichts zu holen. Irgendwie ist die Anhängerschaft dieser Umverteilungvariante doch sehr auf ein sehr überschaubares Maß geschrumpft. Vor allem bei denen, die als Dauergeber erhebliche persönliche Nachteile erleiden und die Entwicklung generell nur eine Richtung kennt.


    Nebenbei: Immer mehr Menschen auf der Welt bedingen objektiv Wachstum. Das kann man drehen und wenden, wie man will.

  • ....Immer mehr Menschen auf der Welt bedingen objektiv Wachstum. Das kann man drehen und wenden, wie man will.


    Das ist falsch.


    Zitat

    Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.
    M. Ghandi

  • Das ist falsch.


    Ach, ist es das?


    Fakt ist, dass die Weltbevölkerung seit Beginn der Industrialisierung explosionsartig und exponentiell wächst (1850: 1Mrd/1927: 2Mrd/ 1960: 3Mrd/ 1974: 4 Mrd/1987: 5 Mrd/ 1999: 6 Mrd/ 2011: 7Mrd). Selbst ohne Berücksichtigung anderer Entwicklungskriterien ergibt sich daraus schon mal Wachstumserfordernis an sich. Sei es Ressourcenverbrauch, Nahrungsbereitstellung, Höhlen sind irgendwie auch ausgegangen etc. Selbst wenn man heute noch so leben würde wie 1960, bis heute hat sich die Anzahl der Menschen auf der Welt seitdem mehr also verdoppelt. Und ein Ende ist nicht ansatzweise in Sicht.


    Erschwerend kommt hinzu, dass sich ja auch die Gesellschaft weiterentwickelt. Selbst wenn man für sich selbst objektive oder subjektive Fehlentwicklungen ausblendet, bedingt der "Rest" in Gesamtheit gesehen eben genau Wachstum. Logisch. Niemand wünscht sich die niederschlesische Bauernkate zurück, in der auf Holz gekocht wird, Kienspan und Talg Licht spenden und das Vieh einen Raum weiter steht. Mal ganz davon abgesehen, dass das heute auch keiner mehr in der Form genehmigen würde. Moderne Kommunikation von Internet bis Handy ermöglicht in vielen Fällen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, wissenschaftliche Arbeit, Kreativität. Natürlich bedingt auch das Wachstum.

  • Qualitatives vs quantitatives Wachstum, Nachhaltigkeit vs. Wegwerfgesellschaft sind nur 2 Stichpunkte. Wir haben ein Verteilungs- und Logistikproblem, kein Wachstumsproblem.

  • Qualitatives vs quantitatives Wachstum, Nachhaltigkeit vs. Wegwerfgesellschaft sind nur 2 Stichpunkte. Wir haben ein Verteilungs- und Logistikproblem, kein Wachstumsproblem.


    Und das sollen Linke lösen können? Aber vielleicht stimmt es ja, wird weniger Zeug produziert, kann man es leichter verteilen ...


    Und eigentlich haben wir nur ein Veränderungsgeschwindigkeitsproblem, denn der materielle Wohlstand steigt ja global. Außer natürlich da, wo gerade links der Sozialdemokratie regiert wird, wie in Venezuela. Wenn man als Zuschlag zu einem Polizeistaat gerne noch eine Wirtschaftskrise haben will - bittesehr.
    Meine Theorie ist ja dass die Wirtschaftskrise zuerst kommt, nämlich schon auf der noch sozialdemokratischen Seite.


    Gruß
    Verbalwalze

  • Ach, ist es das? ............................................


    Das noch existierende weltweite Bevölkerungswachstum resultiert aus den tristen Verhältnissen in der Dritten Welt. Wenn die Menschen vergleichbare Lebensbedingungen wie in Europa, Japan, Nordamerika, Australien und Neuseeland hätten, gäbe es weltweit kaum noch Bevölkerungswachstum und die Menschheit würde sogar eher auf 6 bis 7 Milliarden schrumpfen, was auch kaum problemlos wäre, wie man an Japan und selbst an Deutschland auch langsam erkennen kann.

  • Wenn Du auch mich damit mit gemeint hast, dann sehe ich das eben ganz und gar nicht so verzettelt. Jedenfalls würde ich genau das und auch das was Argo gemeint hat ganz drastisch unterdrücken (wollen). Für mich macht das nur ganz klassisch links einen Sinn. Also es geht um Klassen, um Unten gegen Oben um soziale Leistungen und Standards, zuerst mal hier im eigenen Land. Es geht nicht um die Rettung der Welt, die Rettung von Flüchtlingen um Gender und Diversity und weiß der Geier was noch. Da würde ich dann wieder aussteigen wollen. :nixda: Das ist ja auch genau die Einstellung die die "richtigen" Linken so gar nicht abkönnen und warum die sich über die Sammlungsbewegung aufregen. Die würden darin untergebuttert werden.

    Aber da ist sie doch wieder, die Verzettelung in halbe Linke, nicht echte Linke, ganz echte Linke, denen es nicht um die Rettung der Welt geht, sondern ums Soziale bei uns. Das sehen andere Linke ganz anders, weshalb die einen mit den anderen nix zu tun haben wollen und es nie auf Dauer eine erfolgreiche Sammelbewegung geben wird. Die Linke ist seit jeher in einer Diktatur geendet oder als Ideengeber mitgelaufen. Linke KÖNNEN sich einfach nicht einigen, weil jeder sein Eigenes todernst nimmt und im Kompromiss Verrat sieht.

  • Und das sollen Linke lösen können? Aber vielleicht stimmt es ja, wird weniger Zeug produziert, kann man es leichter verteilen ...
    ...
    Meine Theorie ist ja dass die Wirtschaftskrise zuerst kommt, nämlich schon auf der noch sozialdemokratischen Seite.


    Gruß
    Verbalwalze


    Schon klar, dass der Brei zwischen deinen Schädelknochen, den jahrzehntelange kapitalistische Propaganda hinterlassen hat, zu keinen anderen Schlüssen kommt.
    Schon mal genauer hingeschaut, wer die fettesten Schuldenberge hinterlässt? Gerade was das Musterländle des Kapitalismus angeht ist das ziemlich offensichtlich.


    Deine rechte Seite lebt eben gern auf Kosten der Zukunft.

  • Linke KÖNNEN sich einfach nicht einigen, weil jeder sein Eigenes todernst nimmt und im Kompromiss Verrat sieht.



    Das ist die traurige Wahrheit, die auch hier im kleinen Kreis aufs Feinste indiziert wird.


    Ich sehe sich da auch nichts sammeln.


    Und wie ich schon ganz weit oben schrieb: Linke Köpfe wollen Unikate und selbst die Urheber von weltverändernden Programmen und Initiativen sein. Undenkbar, dass sich die Sektierer länger als anlässlich eines taktischen Friedensschlusses zum Gruppenbild alle zusammen hinstellen und am gleichen Strang ziehen. Jeder hat den Stein der weisen exklusiv und die Erleuchtung sowieso gefunden.


    Dazu kommt, dass zu viele linke Denker ideologisch fixierte Großgeweihe tragen, mit denen sie kaum durch normale Türen passen...
    :stupid::uglychief:




    Aber, wem sag ich das...

  • ...Nachhaltigkeit vs. Wegwerfgesellschaft...


    Ja, schöne Schlagworte. Und regelmäßig gescheitert, weil in schöner Regelmäßigkeit an der gesellschaftlichen Realität, purer Ideologie oder schlicht an Naturgesetzen zerschellt. Ãœbrigens nicht nur bei Linken. Aus der Geschichte nichts gelernt, gar nichts. Weder im Detail noch im Großen und Ganzen.


    Allein nach AFG sind (auch kaufkraftbereinigt) mehr Entwicklungshilfemittel geflossen als ins zeitnahe Nachkriegseuropa. Ergebnis? Wir haben ein klares Abfallgesetz. Praktisches Ergebnis? Wir haben Urbanisierung gefeiert und "Stadtentwicklung" betrieben. Ergebnis? Das ist quasi unendlich fortsetzbar. Eliten und Vordenker haben versagt und nun soll ein "Mehr" davon Abhilfe schaffen? Gleichzeitig wird sich gewundert, dass sich Widerstand regt. So wird das nichts.