China - die neue Weltmacht

  • Noch einmal. Es geht nicht um konkrete Einzelmaßnahmen, sondern um die breite Kommunikation. So lange ein Ãœbergewicht zu Gunsten des derzeitigen Wirtschafts- und Politiksystems besteht, auch weil viele Medien es sich brav in ihrer systemdienlichen Nische bequem gemacht haben, wird es so weiterlaufen wie jetzt.



    Aber die Einseitigkeit und dogmatische Monokultur wird doch multilateral und allgegenwärtig verbreitet.
    Je nach Ursprung Version A oder Version B usw.
    Muss nicht jeder erst einmal sich selbst kritisch hinterfragen?
    Wenn eine Schixxe nur durch eine andere ersetzt wird, ist das nicht wirklich ein Fortschritt, oder?

  • Aber die Einseitigkeit und dogmatische Monokultur wird doch multilateral und allgegenwärtig verbreitet.
    Je nach Ursprung Version A oder Version B usw.
    Muss nicht jeder erst einmal sich selbst kritisch hinterfragen?
    Wenn eine Schixxe nur durch eine andere ersetzt wird, ist das nicht wirklich ein Fortschritt, oder?


    Ich weiß echt nicht, worauf du hinaus willst. Die Propaganda für Gier, Egoismus und insgesamt eine Nach-uns-die-Sintflut-Ideologie wird ja nicht verschwinden, aber sie muss zurückgedrängt werden zugunsten der Propagierung von Solidarität, Zusammenarbeit und Fairness. Das wäre schon eine Riesenleistung.


    Nur das Beispiel Ökonomie: Ein Peter Bofinger befindet sich derzeit in einer absoluten Minderheitenposition, ihm stehen im Rat der Wirtschaftsweisen vier Vertreter des Neoliberalismus gegenüber. Das muss sich ändern.

  • Bisher leben wir in Gesellschaften, in denen eben nicht die Voraussetzungen bestehen, dass alle Zugang zu Wohlstand haben. B.Brechts Aussage in der Dreigroschenoper trifft es genau: "Der Mensch wär lieber gut, anstatt so roh - nur die Verhältnisse, die sind nicht so!" Der Mensch an sich ist sozial und keineswegs nur darauf aus, auf Kosten anderer sich sein gutes Leben zu ermöglichen. Und jenen Typen, die das nicht begreifen, muss mit Moral und demokratischen Nachdruck eben beigebracht werden, wie sie sich in die Gesellschaft einzufügen haben.


    Bin da ganz bei dieterbruno, sowas wird es niemals geben. Auf einen Teil der Menschen trifft das von Brecht gesagte vielleicht zu. Aber da gibt es auch andere Menschen. Menschen die sich von Ideologien und allen möglichen "-ismen" aufhetzen lassen, die Spaltung statt Kooperation befürworten, denen es gänzlich egal ist, ob ihr Nachbar verreckt, wenn sie ihm die Wurst vom Brot nehmen.
    Und dann gibt es noch die Menschen, die sich an die Spitze dessen setzen, weil sie die Macht genießen, die es lieben Menschen zu manipulieren und auszunutzen oder gar Menschen in den Tod zu schicken. Darunter viele Psychopathen.
    Menschen die gewiefter sind als andere und irgendwie immer an der Spitze egal welchen Systems landen. Nein, das Problem sind nicht die Verhältnisse, das Problem ist der Mensch und den änderst du nicht.
    In Bezug auf China heisst das, wir müssen mit ihnen kooperieren und handeln, aber gleichzeitig nicht naiv sein und uns davor schützen, dass sie uns überrollen.
    Das geht in meinen Augen nur als geeinte EU.

  • .....................das Problem ist der Mensch und den änderst du nicht...............................


    Natürlich ist das Problem der Mensch, gäbe es ihn nicht, hätte die Erde andere Probleme, sicher weniger. Dennoch ist es falsch, dass der Mensch sich nicht ändert, die Evolution hat stattgefunden und sie findet weiter statt. Für die gesellschaftlichen Verhältnisse ist der Mensch verantwortlich und mit den Produktionsverhältnissen verändert sich die Gesellschaft, damit auch der Mensch, auch der Einzelne. Wer von kleinauf seine Ellbogen gebrauchen musste, verhält sich anders als jener, der um seine Lebensbedingungen nie zu kämpfen hatte, weil sie eben verfügbar sind.

  • Ein kleines Update über Zhongguo, dem Reich der Mitte.


    Zitat

    Am Donnerstag sprach Chinas Außenminister Wang Yi beim Nationalen Volkskongress und malte ein Bild wie Steinberg auf seinem "New Yorker"-Titel: den Blick von Peking auf die Welt, ein Panorama von Chinas neuer Außenpolitik.
    Es lohnt sich, den Globus einmal aus der Sicht der Chinesen zu betrachten, denn ihre Perspektive hat sich in den vergangenen Jahren sehr verändert. Außerdem ist die Welt von Peking aus gesehen zurzeit sehr übersichtlich.
    Sie gliedert sich wie auf Steinbergs Cover in drei Teile, drei Kreise sozusagen: vorn China und seine Nachbarschaft, dahinter der Rest der Welt und am Horizont eine große Insel - Amerika.
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    Ihr eigenes Land ist so groß, ihre eigene Kultur so dominant, dass für viele Chinesen oft gar nicht einfach zu erkennen ist, wo die Innenpolitik aufhört und die Außenpolitik beginnt. Es ist kein Zufall, dass sie China "Zhongguo" nennen, "Reich der Mitte".


    http://www.spiegel.de/politik/…welt-sieht-a-1197131.html


    Es ist sehr faszinierend, wie Weltreiche/mächte ihren eigenen Kosmos definieren und über "flotte" Beschreibungen einen Nimbus aufbauen.


    -Alle Wege führen nach Rom


    -Am deutschen Wesen mag die Welt genesen


    -Das Reich der Mitte


    -Ein Imperium, in dem die Sonne niemals untergeht


    -Gods own Country


    etc.


    Die flotten Sprüche sind die Ansage und Duftmarke wo man sich selbst verortet und welche Ansprüche man erhebt.

  • SPON brachte heute eine Geschichte über die Charakteristika der chinesischen Kapitalisten, die inzwischen die Chefetagen von Weltkonzernen aufmischen.


    Interessante Einblicke und Betrachtungen über einzelne Persönlichkeiten lassen sich daraus extrahieren.

    Zitat


    Unternehmer
    Wie Chinas Bosse die Welt erobern


    Ob Deutsche Bank oder Daimler: Immer häufiger kaufen sich Chinas Konzernchefs bei deutschen Unternehmen ein - und stoßen dabei per se auf Misstrauen. Doch wie ticken die Bosse wirklich?

  • SPON brachte heute eine Geschichte über die Charakteristika der chinesischen Kapitalisten, die inzwischen die Chefetagen von Weltkonzernen aufmischen.


    Interessante Einblicke und Betrachtungen über einzelne Persönlichkeiten lassen sich daraus extrahieren.


    Das ist die Gegendarstellung zu den eher skeptischen Berichten und Kontrollverlust über die eigene Industrie und Wirtschaft.Natürlich profitieren viele mittelständische Unternehmen, die kurz vor der Insolvenz standen, von der Investition aus dem Ausland, aber die Frage bleibt warum das in dieser Größenordnung nur unidirektional möglich ist?


    Die Entwicklung der letzten Jahre und der geschichtliche Verlauf von politischen und wirtschaftlichen Systemen läßt mich nun einmal skeptisch bleiben, wenn ich so einen hochglanz Marketingbericht lese.
    Das Ungleichgewicht welches hier aufgebaut wird besteht darin, dass "unser" Kapital nur eingeschränkt ausweichen kann.Was bedeutet, dass es nicht die absolute Entscheidungshoheit (innerhalb ihrer Investition) im zukünftig größten Markt der Welt hat.Es kann also kein vollwertiges Standbein in einem anderen Markt aufbauen und so wechselwirksam (durch Innovation/Solidität/Wachstum) Synergieeffekte in die "alte" Heimat zu transferieren.Es wird immer abhängig bleiben und einer wagen (der strategisch denkenden KP Chinas) politischen Zukunft unterliegen.
    Niemand kann voraus sagen, wie sich das politische Klima in China entwickeln wird und wie dann mit ausländischen Investitionen in China oder den chinesischen Investitionen im Ausland (know how) verfahren wird.


    Eins kann ich aber sagen, es mir kein "guter" König oder Alleinherrscher in der Menschheitsgeschichte bekannt, der nach anfänglich guter Führung, im zunehmenden Alter, nicht irgendwelchen geistigen Verrenkungen anheim fiel und despotische Merkmale aufwies- nicht einer (wenn ich falsch lege bitte korriegieren!).Selbst Augustus, der Inbegriff des homo politicus, stolperte am Ende seines Lebens über einen falsch verstandenen Moral/Ethik Kodex.


    Ich möchte ja denken, dass der Chinese ein anderer Mensch ist, aber allein es fehlt der Glaube.

    Einmal editiert, zuletzt von Schopenhauer ()

  • ...


    Das ist aber ein anderes Grabbeln, als das was ein linker machen würde, die lassen nämlich den Unternehmern ziemlich Leine. Es sollte Dir doch auffallen, dass da mit Gewerkschaften, hohen Löhnen und Renten eher wenig gewesen ist. Um mal anzuheizen, lässt das nur folgende Schlussfolgerungen zu, (1) Dein gesellschaftlicher Konservatismus hat Priorität und da wird mal richtig aufgeräumt, (2) Du merkst nicht, dass die auf Deinen wirtschaftlichen Kriterien rumtrampeln (3) Du merkst nicht, dass Du andere wirtschaftliche Kriterien hast, als Du denkst und in Wirklichkeit ein Doppelrechter bist und ein rechtsautoritärer Staat genau Dein Ding ist.
    ...


    Ich antworte hier, weil das besser passt.


    Du hast mit dem Krabbeln Recht und das was Du dazu schreibst ist mir sogar auch aufgefallen, also die lange Leine für die Unternehmen und die praktisch nicht vorhandene Arbeitnehmervertretung plus der miesen Löhne. :p


    Das heißt jetzt nicht, dass das meinen wirtschaftlichen Kriterien entspricht. Es gibt ein paar Gründe dafür, die damit zusammen hängen dass dort alles im Aufbau ist und dafür Opfer gebracht werden. Das ist nicht schön, aber es ist deren Weg.


    Darum geht es mir aber eher nicht. Also bezogen auf China würde ich die Arbeitnehmerrechte und Löhne tatsächlich mal mit großem Abstand betrachten und meine persönlichen konservativen Defizite gar nicht behandeln wollen. Es ist doch trotzdem so, dass die staatlichen Eingriffe erfolgreich sind und das Land mit einer sehr langfristigen Strategie tragen - die das Potential hat, die westliche Wirtschaft einfach aufzukaufen und seinen Regeln anzupassen. Und das dürfte nach der reinen Lehre doch ganz und gar nicht passieren können. Der Staat macht schließlich immer alles falsch. Oder vielleicht doch nicht ? :erol:

  • Darum geht es mir aber eher nicht. Also bezogen auf China würde ich die Arbeitnehmerrechte und Löhne tatsächlich mal mit großem Abstand betrachten und meine persönlichen konservativen Defizite gar nicht behandeln wollen. Es ist doch trotzdem so, dass die staatlichen Eingriffe erfolgreich sind und das Land mit einer sehr langfristigen Strategie tragen - die das Potential hat, die westliche Wirtschaft einfach aufzukaufen und seinen Regeln anzupassen. Und das dürfte nach der reinen Lehre doch ganz und gar nicht passieren können. Der Staat macht schließlich immer alles falsch. Oder vielleicht doch nicht ? :erol:


    Eigentlich ist die chinesische Strategie gar nicht so besonders. Alle Aufsteiger fangen mit niedrigen Löhnen, verstecken sich ein wenig hinter Zollschranken und "Lernen" von den Etablierten. Das hat Deutschland in der Frühzeit der Industrialisierung auch so gemacht, ebenso die von mir ebenfalls aufgeführten Länder Japan und Südkorea. Bei den Japanern hat man auch gedacht, die kaufen alles auf, haben sie aber nicht.
    Der große Unterschied bei China ist schlicht die Größe. Damit hat China ein Druckmittel unfaire Bedingungen durchzusetzen, die seiner wirtschaftlichen Stärke nicht entsprechen. Wenn der Staat mittels seiner Größe seinen Privatunternehmen Deckung schießt, dann ist ein kleineres, offeneres Land im Nachteil. Man darf ja in China gar nichts kaufen, jedenfalls nicht so, dass man das alleine kontrolliert. Man darf nicht einmal was von Null aufbauen.
    Wir wissen auch gar nicht, ob die Investoren nur Know-How absaugen und dann die verbleibende Hülle wegschmeißen.


    Also kurz, China ist der Größte und hat die nahezu unbegrenzte Bereitschaft zu foulen und es gibt keinen Schiedsrichter.


    Um da mitzuhalten braucht es den ganzen Westen (EU + USA + Japan + Kanada + Australien + Südkorea), schon allein um den gesellschaftlichen Teil halten zu können, ich glaube ja nicht, dass Du da chinesische Verhältnisse haben willst, auch wenn Du leicht autoritär angehaucht bist. Und den wirtschaftlichen Teil Deiner Vorstellungen kannst Du auch gleich tonnen, wenn China seine Staatsphilosophie Rechtsautoritäres Regime mit sozialistischem Tarnanstrich durchsetzt. Außer Dir reicht das Hologramm.


    Gruß
    Verbalwalze


  • China ist noch im Aufbau, schießt seiner Privatwirtschaft Deckung, ist auf dem internationalen Spielfeld wegen seiner Größe ein unangreifbarer Foulspieler. Reicht das als Erklärung für alles aus ? Es ist durchaus wahr, wobei die entscheidende Privatwirtschaft dabei immer im wesentlichen in Staatshand bleibt. Dass da freigeschossen wird, liegt praktisch auf der Hand. Ich habe keine Lust auf chinesische Verhältnisse, aber hier interessiert mich eher die Grundsatzfrage ob staatliche Eingriffe langfristig schädlich oder nützlich sind, ohne in der Diskussion auf die persönliche Ebene rutschen zu wollen. Aus chinesischer Perspektive sind sie wohl kaum schädlich und darum lässt sich daraus vielleicht auch die eine oder andere Erkenntnis ziehen, die es bisher noch nicht gibt.


    Immerhin nimmt Trumpel den Kampf jetzt auf.


    http://www.spiegel.de/wirtscha…rticle-comments-box-pager


    Und Xi sieht sich dabei als verspieltes Kätzchen. Ich habe ja eine Schwäche für Katzen... :lol:

  • ....
    Hoffentlich hält ihr Entsetzen an.


    Frdl. Grüße
    Christiane


    Dann müsste sie angesichts des Urteils zu Ungunsten DE-CIX und zu Gunsten des BND eigentlich bittere Tränen weinen ....

  • Ein neuer Baustein in der Strategie Chinas zur kontrollierenden Weltmacht zu werden.Wer den Schlüssel zum Licht anmachen in der Hand hält, der hält die Welt in der Hand.


    http://www.spiegel.de/wirtscha…rticle-comments-box-pager


    Die Welt voranzubringen ist an sich ein ehrenwertes Unterfangen, wenn man an das Gute im Menschen glaubt, dann geht es noch einfach von der Hand.Ist man aber ein elender Skeptiker wie ich es bin, dann fällt es schwer.


    Beschämend ist allerdings, dass ein Konglomerat von sozialliberalen Gesellschaften und Demokratien so eine Zukunftsvision nicht auf die Reihe bekommt.Europa hat Angst vor seinem Können und seiner Courage.In 3 Jahren sind wir den Blop los:yesnod:.

  • Manchmal frage ich mich, ob man wirklich alles in die Welt hinausblasen muss.Ben Hodges (EX Genralissimus der US-Streitkräfte) über den Konflikt China vs USA.


    Zitat

    Der frühere Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Europa, Ben Hodges, warnt vor einem Krieg zwischen den USA und China. "Es ist nicht unvermeidbar, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass wir in 15 Jahren mit China im Krieg sein werden", sagte Hodges auf dem Sicherheitsforum in Warschau, einer zweitägigen Konferenz mit Teilnehmern aus Militär, Politik und Wirtschaft.


    http://www.spiegel.de/politik/…-mit-china-a-1235015.html


    Wer soll hier erschreckt, aufgeschreckt oder verschreckt werden?


    Eigentlich machte der Mann im TV einen ganz vernünftigen Eindruck, aber solche Äußerungen sind nun absolut das Gegenteil.Ist das ein erneuter Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Europa?Krieg mit China, joooo:lol: , und im Background die Russen als Rohstofflieferant- kann ja nich schief gehen:talktalk:.

  • Das ist kein sonderlich neuer Gedanke. Ich halte es für sehr nahe liegend, dass die Chinsesen konkrete Expansionsbestrebungen bereits in der Schublade haben und vorbereiten. Natürlich nicht offen, aber offen genug, um erkennen zu lassen, dass sie bereits Grenzen testen. Der Grund für die Erwartungshaltung meinerseits liegt auf der Hand, resp. auf dem Globus. Viele Menschen mit großem Bedarf in Kombination mit geografischer Enge und endlichen, begrenzten Ressourcen, bei militärischer Superpower.
    Es gab mal ein Szenario in ener Fiktion, in der die Chinesen sich die Sibirische Tundra aneignen wollen - mit allen Bodenschätzen, und die USA der Russen beispringen, um die Chinesen zurück zu drängen. Das ist - in einer nicht allzu fernen Zukunft - ein für meine Phantasie und Interpretation der geostrategischen Lage, sowie der Interessen der Protagonisten, nicht sonderlich weit her geholtes Szenario.

  • Ich halte Kriege zwischen Großmächten angesichts der heutigen Waffenarsenale für puren Selbstmord der Menschheit.

  • Unbestritten, und doch gibt es offenbar auf allen Seiten (womit ich die Großen Drei meine) den Wunsch und Bestrebungen, Kriege regional begrenzt führbar zu machen.
    Natürlich möchte niemand direkt und selbst betroffen sein und dabei die vollständige Vernichtung des eigenen Landes riskieren, also werden Kriege gegeneinander, oder über Stellvertreter, seit sechzig Jahren in Randgebieten geführt. Ganz real.

  • ...
    Es gab mal ein Szenario in ener Fiktion, in der die Chinesen sich die Sibirische Tundra aneignen wollen - mit allen Bodenschätzen, und die USA der Russen beispringen, um die Chinesen zurück zu drängen. Das ist - in einer nicht allzu fernen Zukunft - ein für meine Phantasie und Interpretation der geostrategischen Lage, sowie der Interessen der Protagonisten, nicht sonderlich weit her geholtes Szenario.


    Die Tatsache, das die Chinese Sibirien als ihr Einflussgebiet ansehen und ein Auge auf die dortigen Rohstoffressourcen geworfen haben ist weder neu noch sonderlich geheim. Das ist auch den Russen bekannt. Der Konflikt ist derzeit nicht akut, aber in der mittleren Zukunft... - Gelegenheit macht bekanntlich Diebe. Der seelige Peter Scholl-Latour sah in diesem potentiellem Konfliktherd übrigens einen der größten Gefahrenherde für den Bestand des russischen Territorialgebietes.


    Auch zur See sind die Chinesen schwer am Rüsten. Die ganze Flotte wird derzeit modernisiert und neu ausgerüstet. Die Ambitionen gehen dabei längst über das chinesische Meer hinaus. Flugzeugträger Nummer 3 ist im Bau und eine komplett chinesische Eigentwicklung. Die Marineinfantrie wird kräftig aufgestockt, zusammen mit neuen Landungsbooten, deren Konzept und Baupläne man wohl von den Amerikanern gemopst und den eigenen Bedürfnissen angepasst hat. Dazu kommen Marinestützpunkte in Pakistan und in Dschibuti.