Medienmanipulationschallenge - In Wirklichkeit berichten die Qualitätsmedien korrekt

  • Hier mein Challenge an alle diejenigen, die Medienmanipulation sehen.


    Konkrete Beispiele bitte in diesen Thread einstellen. Falsche oder verdrehte Faktenberichterstattung, Ãœberschriften, die durch den Artikel nicht gedeckt sind, aber den "richtigen Dreh" geben. Einschließ Kommentare der Stammbesatzung, auch wenn es darauf Rabatt geben sollte, aber ohne Gastkommentare, denn da werden schon extra kontroverse Personen und Thesen angeschoben.


    Ich behaupte, deutsche Qualitätsmedien, wie Sueddeutsche und Frankfurter Allgemeine Zeitung betreiben keine Manipulation und die Faktenberichterstattung ist sehr treffsicher.


    Ich nenne mal ein Beispiel, natürlich hypothetisch.
    Die Massenvernichtungswaffenpräsentation von Powell wurde NICHT kritiklos übernommen, der gesamte Irakfeldzug der USA war unter publizistischem Dauerbeschuss, das könnte man einseitig nennen, ist aber einfach korrekt.


    Gruß
    Verbalwalze

  • ..........
    Ich nenne mal ein Beispiel, natürlich hypothetisch.
    Die Massenvernichtungswaffenpräsentation von Powell wurde NICHT kritiklos übernommen, der gesamte Irakfeldzug der USA war unter publizistischem Dauerbeschuss, das könnte man einseitig nennen, ist aber einfach korrekt.....


    Und gleichzeitig "lobten" etliche Medien unseren so weitsichtigen korrupten Clown Schröder, weil er das Abenteuer nicht mitmachte - angeblich.
    In Wahrheit lieferte D Waffen, sorgte für logistische und geheimdienstliche Unterstützung etc. pp. Die übliche "Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass"-Nummer.


  • Ich wollte Dir eigentlich in dem anderen Thread antworten, aber wenn Du schon einen Eigenen dafür aufmachst. Wir hatten zwar schon öfter Medienthreads, aber es ist ja auch ein Dauerthema.


    Es ist aus meiner Sicht nicht so klar wie Du das darstellst. Eine Nachricht kann man so oder so kommentieren, man kann unterschwellige Botschaften einbauen, wichtige Dinge weglassen und damit halbe Wahrheiten verkünden die eine bestimmte Richtung verfolgen oder schon mit der Auswahl der anfallenden Nachrichten manipulieren. Halbe Wahrheiten sind auch Lügen. Das geschieht dauernd und auch in der FAZ oder der Süddeutschen. Das geschieht auch bei den Nachdenkseiten, wobei Du die zu Unrecht so pauschal niedermachst, weil ein wesentlicher Bestandteil der ND ist es auf andere Quellen hinzuweisen, wie zum Beispiel auf die Zeit und diesen Artikel zur Macht des Stärkeren.


    https://www.zeit.de/2018/21/do…o-strauss/komplettansicht


    Natürlich verfolgen auch die ND ihre Richtung und treffen die Auswahl nach der dort vertretenen Richtung. Genau das gleiche wie auch in anderen Redaktionen.


    Wenn Dir das zu unkonkret ist, können wir aber auch gerne ganz konkrete Artikel nach den Kriterien untersuchen, die ich eben genannt habe oder nach noch weiteren. Es genügt jedenfalls nicht zu sagen dass diese oder jene Nachricht gebracht wurde. Das WIE muss dabei eine Rolle spielen und auch das was weggelassen wird.


  • Es ist aus meiner Sicht nicht so klar wie Du das darstellst. Eine Nachricht kann man so oder so kommentieren, man kann unterschwellige Botschaften einbauen, wichtige Dinge weglassen und damit halbe Wahrheiten verkünden die eine bestimmte Richtung verfolgen oder schon mit der Auswahl der anfallenden Nachrichten manipulieren. Halbe Wahrheiten sind auch Lügen. Das geschieht dauernd und auch in der FAZ oder der Süddeutschen. Das geschieht auch bei den Nachdenkseiten, wobei Du die zu Unrecht so pauschal niedermachst, weil ein wesentlicher Bestandteil der ND ist es auf andere Quellen hinzuweisen, wie zum Beispiel auf die Zeit und diesen Artikel zur Macht des Stärkeren.
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    Die für mich alles entscheidende Frage ist jetzt: Was ist daran neu? Seit der Grundschule habe ich gelernt Medienberichte auf verschiedene Kriterien zu prüfen. Wer ist der Verfasser der Nachricht? Was will er mir sagen? Welche Intention hat er?
    Das gilt doch schon immer und war früher nicht anders. Will mir jemand sagen, dass es früher besser war? Früher gab es nichtmal eine vernünftige Auswahl an Medien, da musste man glauben was um20 Uhr in der Tagesschau lief.
    Nun kommen scharenweise Leute um die Ecke und brüllen: "Die Medien sind subjektiv! Die berichten nur aus ihrem Blickwinkel!".
    Ja, ach nee. Guten Morgen. Ich frage mich was die Leute vor 10-20 Jahren gedacht haben und ob die unter einem Stein gelebt haben? Haben die RTL Explosiv geschaut und gedacht, das wäre die reine Wahrheit?
    Aber die Krönung ist ja, viele von denen kommen jetzt mit Medien aus Ländern an, in denen die Situation der Medien noch erheblich schlechter ist als bei uns und tun so, als würde dort die ungefilterte Wahrheit berichtet werden. Als wäre das eine ganz pfiffige Idee nach Russland, Syrien oder in die Türkei zu schauen, wo die Unabhängigkeit der Medien nichtmal im Geringsten gewährleistet ist.
    Länder, in denen das einzige Kriterium für die Medien ist, ob sie das berichten, was der Regierung gefällt.
    Keinerlei weitere journalistische Qualitätskriterien. Wenn du den Oligarchen bis zum Anschlag in den Hintern kriechst, dann kriegst du Sendezeit zur Primetime, sonst nicht.
    Länder, in denen die Medien das direkte Sprachrohr der PR-Abteilung der Regierung sind. Private Medien lügen, aber Regierungsmedien aus Diktaturen auf einmal nicht mehr.
    Da kann ich mir nur an den Schädel fassen.
    Es geht sehr viel wahrscheinlicher darum, was berichtet wird und mit welcher politischen Ausrichtung. Da ist es dann auch egal, ob es sich um Lügen, Aluhut-Theorien oder die Wahrheit handelt.
    Es gefällt einem halt emotional besser.

    Einmal editiert, zuletzt von A0583 ()

  • Und gleichzeitig "lobten" etliche Medien unseren so weitsichtigen korrupten Clown Schröder, weil er das Abenteuer nicht mitmachte - angeblich.


    Nein, das ist absolut korrekt, er hat das Abenteuer nicht mitgemacht. Keine Truppen gestellt, keine diplomatische Deckung geschossen.


    Zitat von Diogenes2100

    In Wahrheit lieferte D Waffen, sorgte für logistische und geheimdienstliche Unterstützung etc. pp. Die übliche "Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass"-Nummer.


    Das sollte man jetzt mal im Detail listen, was da an Waffen geliefert und an logistischer Unterstützung geboten wurde. Da behaupte ich jetzt mal dreist, dass man da homöopathische Assoziationen bekommt.
    Zur Verteidigung von Saddam Hussein irgendwas ernsthaft zu blocken kommt für mich nicht in Frage.
    Wenn der König zu Krieg ruft und der Vasall ihn dann gerade mal durchziehen lässt und einige Schwerter verkauft bzw. verkaufen lässt, dann ist das eine glatte Verweigerung.


    Ich hätte jetzt gerne konkrete Beispiele für die Unterstützung.


    Gruß
    Verbalwalze


  • Das ist mir absolut zu unkonkret, was willst Du mir überhaupt sagen? Du musst natürlich nicht machen, was ich mir wünsche, aber ich möchte trotzdem ganz konkrete sachfalsche Meldungen mit möglichst politischem Hintergrund von deutschen Qualitätsmedien und die ZEIT kannst Du meinetwegen auch hernehmen oder auch ARD und ZDF.


    Das der Trump sich von nationalegoistischen Thinktanks beraten lässt, ist weder neu noch falsch.


    Gruß
    Verbalwalze

  • Das ist mir absolut zu unkonkret, was willst Du mir überhaupt sagen? Du musst natürlich nicht machen, was ich mir wünsche, aber ich möchte trotzdem ganz konkrete sachfalsche Meldungen mit möglichst politischem Hintergrund von deutschen Qualitätsmedien und die ZEIT kannst Du meinetwegen auch hernehmen oder auch ARD und ZDF....


    http://www.faz.net/aktuell/feu…sse-der-ard-13188001.html


    Und das auch noch zu einem deiner Lieblingsthemen.


    Ich behaupte mal ganz frech, dass dies keine Nachlässigkeiten waren. Die Fehler passten einfach so gut in die transatlantische Bückhaltung unseres Staatsfunks, dass die journalistische Sorgfalt den Bach runter ging.

  • Die für mich alles entscheidende Frage ist jetzt: Was ist daran neu? Seit der Grundschule habe ich gelernt Medienberichte auf verschiedene Kriterien zu prüfen. Wer ist der Verfasser der Nachricht? Was will er mir sagen? Welche Intention hat er?
    Das gilt doch schon immer und war früher nicht anders. Will mir jemand sagen, dass es früher besser war? Früher gab es nichtmal eine vernünftige Auswahl an Medien, da musste man glauben was um20 Uhr in der Tagesschau lief.
    Nun kommen scharenweise Leute um die Ecke und brüllen: "Die Medien sind subjektiv! Die berichten nur aus ihrem Blickwinkel!".
    Ja, ach nee. Guten Morgen. ...


    Du meinst also dass ist eine Binse und jeder muss das wissen und jeder kann das richtig einordnen roter Bruder ? :zwink:


    Na dann haben wir ja überhaupt kein Problem. Was für ein Unfug, dass wir dauernd darüber reden. :lol:

  • [quote='Verbalwalze','http://politopia.de.w018f524.kasserver.com/forum/index.php?thread/&postID=986315#post986315']Das ist mir absolut zu unkonkret, was willst Du mir überhaupt sagen? .../QUOTE]


    OK, ganz konkrete Artikel. Aber Du musst Dich auch nicht absichtlich dumm stellen, bei dem was ich schreibe. Den Zeit-Artikel habe ich nicht wegen Trump eingestellt also nicht wegen dem Inhalt, auch wenn er ganz interessant war, sondern wegen der Hinweise die die Nachdenkseiten geben.


    Wir werden wahrscheinlich auch keine Ergebnisse erzielen, wenn Du darauf wartest, dass ich Dir Lügenberichte etablierter Medien vorlege. Es geht immer nur um das Hintergründige, das Subtile. Ein Bericht zu Russland muss nicht objektiv falsch, aber er kann beliebig russlandfeindlich und pro transatlantisch eingefärbt sein um Stimmungen zu transportieren und öffentliche Meinung zu beherrschen. So etwas würde ich hier einstellen. Das bringt aber überhaupt nichts, wenn Du daraufhin einfach sagst - "Das ist aber keine Lüge gewesen." Tja, mein Gott, dann sind wir wieder da wo wir angefangen haben.

  • Du meinst also dass ist eine Binse und jeder muss das wissen und jeder kann das richtig einordnen roter Bruder ? :zwink:


    Na dann haben wir ja überhaupt kein Problem. Was für ein Unfug, dass wir dauernd darüber reden. :lol:


    :clap::haha:


    Im Grunde ist es so. Ich habe ebenfalls bereits in der Schule gelernt, die feinen Nuancen zu unterscheiden, und zu erkennen, wo und wie ich manipuliert werde, welche Methoden zur Anwendung kommen, von welchem Blatt in welcher feineren oder weniger subtilen Art deren Botschaften und deren Sicht der Dinge transportiert wurde.


    Ob "WELT", "BILD", "ZEIT", "FR", "FAZ", "HA", "MOPO"...
    Jedes Blatt hat(te) eine Abweichung vom Zustand der Idealform, bezüglich der Anforderungen und des wünschenswerten Aufbereitens und Präsentierens von Nachrichten. Die grundlegende Frage lautete also, wie groß ist das Delta zwischen Soll und Ist?


    Und nicht ohne Grund machen wir uns über die Leute, die die Yellow Press konsumieren, mitunter lustig, insbesondere die der Brexiten ist uns stets für ein paar launige Augenblicke gut.
    Klar ist das manipulative Propaganda. Was denn sonst?
    Und natürlich gibt es in der Hinsicht auch eine weite Spreizung bei "uns".
    Und offensichtlich werden Nachrichten in Russland zentral gesteuert und beeinflusst.


    Wer das nicht erkennen will, oder diese Quellen sogar für die eigene Meinungsbildung (oder aus Querverweis) allen Ernstes zugrunde legt, stellt sich selbst erstens ein schlechtes Zeugnis hinsichtlich der Medientauglichkeit aus, und zweitens ist das auch noch komplett eigenes Verschulden, denn die Delle des Unvermögens könnte im Handumdrehen ausgebeult werden.


    Aber, wer nicht will, der hat schon.


    Dann hilft eben nur noch, kübelweise Spott drüber zu schütten... :erol::2nd:

    5 Mal editiert, zuletzt von A0468 ()

  • Es ist eine Sache, gläubig am Geschreibsel einer jeden "Seite" zu hängen bis zur Selbstverleugnung, also alles für besser, ehrlicher und unbeeinflusster zu halten, was zur eigenen Einstellung passt - oder auch andere Quellen heranzuziehen, die ein Geschehen von einer ganz anderen Seite betrachtet. Blindes Vertrauen in die Seriosität und Ehrlichkeit trifft bei westlichen Medien oberhalb der yellow press und Boulevardblätter zwar wesentlich öfter ins Schwarze, ist aber noch lange keine Garantie dafür, dass man in Einzelfällen nicht ebenso manipuliert wird.

  • Keine Frage, das Studium der Darstellung der "andere Seite" ist insofern ein Muss, um sich klar zu machen, wie die Realität dort abgebildet wird. Was es allerdings nicht heisst, ist, dass die Abbildung eher der Realität entspricht, nur weil sie den Gegenstand anders ins Zentrum stellt.
    Aber allemal, es ist immer gut zu wissen, wie andere denken. Weshalb ich auch mit großem Vergnügen von Zeit zu Zeit solche abgefahrenen Formate wie das eines Gerhard Löwenthal (ZDF-Magazin) oder eines Karl-Eduard von Schnitzler (Der schwarze Kanal) gesehen habe.
    Das war mitunter recht entspannend und auch lehrreich, denn auf manche Windungen wäre ich von alleine nie gekommen. Und amüsiert habe ich mich darüber eigentlich immer, wie sehr ein randständiger Blickwinkel die Sicht auf die Realitäten verzerren kann.



  • Ja klar, spotte Du nur. Es kommt tatsächlich vor, dass russische Medien ein Thema behandeln, welches hier gar nicht so gerne betrachtet wird. Nehmen wir zum Beispiel das unwürdige Novichok Skripal Theater. Man kann hier inzwischen zwar auch lesen, dass nahezu alle westlichen Staaten schon in den 90ern über Novichok-Proben verfügten, aber darüber wird halt nicht ganz so enthusiastisch berichtet wie zu dem Zeitpunkt, wo es darum ging Russland eins überzubraten.


    Ich bin übrigens mal sehr gespannt wie sich die Trumpel-Aktionen auf das Russland-Bashing niederschlagen. ^^

  • Es ist doch völlig klar, dass "Medien" nicht objektiv berichten können, vielleicht könnte die KI eins schaffen, dem das gelingt, aber ich bezweifle es. Wir alle sehen die Dinge um uns herum sehr unterschiedlich, und man umgibt sich gern mit Menschen, deren Weltsich der eigenen ähnelt. Nicht anders ist es bei den Medien, bei denen der Herausgeber seine Weltsicht im Wesentlich wiedergegeben haben möchte.


    Deshalb finde ich es vermessen, von Journalisten unbedingte Objektivität zu erwarten. Erstens ist sowieso niemand objektiv, und zweitens kann der wohlmeinendste Journalist Nachrichten auch aus "herzensguten" oder erzieherischen Gründen, wenn nicht verfälschen, sondern gewissermaßen abschleifen, und Dinge verschweigen, die von den Falschen ausgenutzt würden. So wie bei der sog. Flüchtlingkrise oder der Hochkonjunktur der Wohnungsufbrüche, als man, um der AfD nicht in die Hände zu spielen, dazu überging, bei den Meldungen die Nationalität ungut aufgefallener Mitmenschen zu verschweigen. Und zwar so lange, bis man merkte, dass man damit Vertrauen verspielte.


    Wir sehen doch hier in unserem kleinen Keis, wie unterschiedlich die Weltsicht(en) und folglich tendenziös auch die Beiträge sind.


    Allerdings gibt es natürlich Medien, die Nachrichten tatsächlich erfinden, was nichts mit deren Deutung zu tun ht.

  • ....


    Deshalb finde ich es vermessen, von Journalisten unbedingte Objektivität zu erwarten. Erstens ist sowieso niemand objektiv, und zweitens kann der wohlmeinendste Journalist Nachrichten auch aus "herzensguten" oder erzieherischen Gründen, wenn nicht verfälschen, sondern gewissermaßen abschleifen, und Dinge verschweigen, die von den Falschen ausgenutzt würden. ...
    Wir sehen doch hier in unserem kleinen Keis, wie unterschiedlich die Weltsicht(en) und folglich tendenziös auch die Beiträge sind.


    ...


    Jetz hern'se abber uff :zeitung+frau:


    Was soll denn das dann für eine vierte Gewalt sein ?? Der wohlmeinende Journalist... herzensgut... immer den verschreckten Bürger im Blick und so. Das hält man ja gar nicht aus Mensch. Und die Promität hechelt auch noch eifrig dankend hinterher... :lol:

  • Du meinst also dass ist eine Binse und jeder muss das wissen und jeder kann das richtig einordnen roter Bruder ? :zwink:


    Na dann haben wir ja überhaupt kein Problem. Was für ein Unfug, dass wir dauernd darüber reden. :lol:


    Nein. Aber das Problem liegt vielleicht nicht immer grundsätzlich bei den Medien, sondern bei der Medienkompetenz manches Konsumenten.

  • http://www.faz.net/aktuell/feu…sse-der-ard-13188001.html


    Und das auch noch zu einem deiner Lieblingsthemen.


    Ich behaupte mal ganz frech, dass dies keine Nachlässigkeiten waren. Die Fehler passten einfach so gut in die transatlantische Bückhaltung unseres Staatsfunks, dass die journalistische Sorgfalt den Bach runter ging.


    Also was haben wir denn da.
    Bericht mit einem Bildchen aus dem Archiv aufgebrezelt, das fällt nicht unter Qualitätsmedium, aber das ist eher lässlich.
    Die anderen beiden "Dinger" fallen aber genau unter die Kategorie, zwei Punkte gegen die ARD, für Umflaggen von Angreifern und Aufbrezeln einer Demonstration. Ein mildernder Umstand für eine öffentliche Entschuldigung.


    Ein Kontrollpressepunkt an die FAZ.


    Gruß
    Verbalwalze

  • Das geschieht auch bei den Nachdenkseiten, wobei Du die zu Unrecht so pauschal niedermachst, weil ein wesentlicher Bestandteil der ND ist es auf andere Quellen hinzuweisen, wie zum Beispiel auf die Zeit und diesen Artikel zur Macht des Stärkeren.


    https://www.zeit.de/2018/21/do…o-strauss/komplettansicht


    Natürlich verfolgen auch die ND ihre Richtung und treffen die Auswahl nach der dort vertretenen Richtung. Genau das gleiche wie auch in anderen Redaktionen.


    Es kommt darauf an, was es für eine Verteilung über die Qualitätsstufen gibt. Und die Nichtdenkseiten mache ich völlig zu Recht nieder, weil Links auf Allgemeingut, wie das Trump sich von steuerbordschlagseitigen Denkfrabriken beraten lässt nicht typisch sind.
    Das ist ganz einfach nur ein winziger Ausschnitt aus dem politischen Sprektrum, zudem randseitig und von frustrierten Exlern gemacht.


    Gruß
    Verbalwalze

  • OK, ganz konkrete Artikel. Aber Du musst Dich auch nicht absichtlich dumm stellen, bei dem was ich schreibe. Den Zeit-Artikel habe ich nicht wegen Trump eingestellt also nicht wegen dem Inhalt, auch wenn er ganz interessant war, sondern wegen der Hinweise die die Nachdenkseiten geben.


    Damit hast Du mich wirklich erwischt, da musste ich gleich nochmal nachtreten. Ein Tipp für Dich, lies gleich die Zeit. Wobei das jetzt auch keine Perle gewesen ist, sondern Allgemeingut.


    Zitat von BudSpencer

    Wir werden wahrscheinlich auch keine Ergebnisse erzielen, wenn Du darauf wartest, dass ich Dir Lügenberichte etablierter Medien vorlege.


    Doch das erwarte ich eigentlich, oder wir buchen sofort satte Vorteile für die Presse West. Denn was Lawrow mit der OPCW abgezogen hat, war eine knallharte, destruktive, koordinierte und tagelange Lügenkampagne.


    Zitat von BudSpencer

    Es geht immer nur um das Hintergründige, das Subtile. Ein Bericht zu Russland muss nicht objektiv falsch, aber er kann beliebig russlandfeindlich und pro transatlantisch eingefärbt sein um Stimmungen zu transportieren und öffentliche Meinung zu beherrschen. So etwas würde ich hier einstellen. Das bringt aber überhaupt nichts, wenn Du daraufhin einfach sagst - "Das ist aber keine Lüge gewesen." Tja, mein Gott, dann sind wir wieder da wo wir angefangen haben.


    Da Du hier nichts verlinkt hast, behaupte ich jetzt schon mal dreist, davon gibt es gar nicht soviel, sonst könntest Du ja mal kurz googeln und findest reichlich davon oder hast das alles schon bereit - aber es gibt nix.
    Allerdings ist dieses Subtilzeug zugegebenermaßen schwer nachweisbar, wenn man sich nicht gar so grobschlächtig wie Sputnik aufführt und auf "kabbalistische Rituale" verweist, um einige Buttons der Zielgruppe zu betätigen.
    Das ist vermutlich so ein Zeug wie eigentlich korrekte Tatsachen zu oft zu berichten, oder etwas zu biestig zu formulieren.


    Jetzt noch einen zum Anheizen.
    Zu behaupten, die NATO-Osterweiterung sei ein Betrug an Russland ist eine glatte Propagandalüge. Denn Russland hat in den NATO-Russland-Vertrag mit Brief und Siegel und Ratifikation ohne relativierende Stellungnahme unterschrieben, in dem die NATO Zusicherungen (übrigens unverbindlich) macht, wie mit neuen Mitgliedern zu verfahren ist. Das wäre dann genau der richtige Zeitpunkt gewesen um auf ältere widersprechende Zusagen hinzuweisen. Man kann sich gerne später was anders überlegen ...


    Jetzt noch einen zur Versöhnung
    Im Georgienkrieg ist Russland zu schlecht weggekommen, allerdings nur soft, es sind ja keine reellen Gegenmaßnahmen ergriffen worden.


    Gruß
    Verbalwalze

  • Es ist eine Sache, gläubig am Geschreibsel einer jeden "Seite" zu hängen bis zur Selbstverleugnung, also alles für besser, ehrlicher und unbeeinflusster zu halten, was zur eigenen Einstellung passt - oder auch andere Quellen heranzuziehen, die ein Geschehen von einer ganz anderen Seite betrachtet. Blindes Vertrauen in die Seriosität und Ehrlichkeit trifft bei westlichen Medien oberhalb der yellow press und Boulevardblätter zwar wesentlich öfter ins Schwarze, ist aber noch lange keine Garantie dafür, dass man in Einzelfällen nicht ebenso manipuliert wird.


    Der Unterschied ist eigentlich nur, dass man bei Sputnik in Einzelfällen nicht manipuliert wird und in der deutschen Qualitätspresse wird man in Einzelfällen manipuliert.
    Wie gesagt hat aber selbst die BILD eine höhere Trefferquote als Sputnik.


    Gruß
    Verbalwalze