Umgang mit Rechtspopulismus

  • Der Rechtspopulismus hat zugenommen und feiert in Europa (und nicht nur da) satte Zugewinne. Ich finde es bezeichnend, wie mit diesem Phänomen umgegangen bzw. nicht umgegangen wird.


    Der Rechtspopulismus soll ganz furchtbar bubu sein.Wenn aber dieser Rechtspopulismus so furchtbar bubu wäre, wie behauptet, warum erlebt dieser quasi eine Renaissance? Diese Frage sollte doch für diejenigen, die den Rechtspopulismus so furchtbar bubu finden wollen, interessant sein, oder?


    Von letzterem kann ich aber wenig feststellen. Rechtspopulismus soll einfach scheiße sein, diejenigen die ihn gut finden sollen sich was schämen und am besten wäre es, alle würden wieder die etablierten Schnarchnasen wählen oder bei der Wahl zu Hause bleiben, so wie die Spießer das im Schlafstudio Merkel gewöhnt sind/waren.


    Die Gegner des Rechtspopulismus werfen diesem Hass und Hetze vor, übersehen dabei nur, dass ihre eigene Kritik am Rechtspopulismus nicht mehr weit von der Grenze zu Hass und Hetze entfernt ist und bisweilen diese Grenze überschreitet. Und warum die Rechtspopulisten gewinnen, diese Frage fällt aus.


    Zum Beispiel auch bei der jungen Partei "Demokratie in Bewegung" (DiB), die ruft aktuell zu Spenden auf, damit sie an der Europawahl teilnehmen kann um ein Zeichen gegen den Rechtspopulismus setzen zu können, Zitat:



    Mir schmeckt dieser Aufruf nicht, da er für meine Begriff zu oberflächlich daher kommt und somit nur mehr die allgegenwärtige mir verhasste verlogene Weichspüle wiedergibt. Besonders ärgert mich, dass ich arme Sau, dem die beschissene Merkel-Politik Probleme bereitet gute Arbeit zu finden, DIB Geld spenden soll. Mich würde erst einmal interessieren, was diese Partei gegen die in Deutschland sich ausweitende Armut machen will. Das lasse ich DiB am 30.05.2018 wissen:


    5 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Umgang mit Rechtspopulismus ?


    Man sollte mit Rechtspopulismus genau so umgehen wie mit jeder anderen Partei auch, ganz normal behandeln und dann sehen was passiert. Die Wähler entscheiden und die Wähler sollten kriegen was sie entscheiden.
    Abseits davon kann man dem Populismus gut begegnen, wenn man sich der Probleme annimmt, Probleme nicht verschweigt sondern löst usw. Genau das passiert aber viel zu wenig, weil nicht sein kann was nicht sein darf ignoriert man Probleme und wundert sich dann warum Parteien gewählt werden die diese Probleme ansprechen.


    Der Populismus (den gibts ja nicht nur rechts) ist auch eine Folge der "Alternativlosigkeitspolitik", laut den Mächtigen unserer Länder ist alles alternativlos, durchlässige Grenzen, die ever closer union, die Globalisierung, Sanktionen gegen Russland, der Abtritt von Assad, die Sanktionen gegen den Iran etc. alles Dinge die man nicht ändern kann sondern nur "mitgestalten", nach Ansicht der Etablierten. Dagegen wendet sich der Populismus, er ist das Zeichen, dass das Volk sich damit nicht abfinden, das zwar die Mächtien in Lethargie versinken mögen das Volk aber selber sein Schicksal gestalten möchte.
    Das nächste ist dann mangelndes Rückgrat der Mächtigen, wichtig ist immer das man "mitredet", "am Tisch sitzt" usw. nur was bringt einem das wenn man zwar reden darf aber die Entscheidung sich dadurch nicht ändert ?

  • Umgang mit Rechtspopulismus ?


    Man sollte mit Rechtspopulismus genau so umgehen wie mit jeder anderen Partei auch, ganz normal behandeln und dann sehen was passiert. Die Wähler entscheiden und die Wähler sollten kriegen was sie entscheiden.
    Abseits davon kann man dem Populismus gut begegnen, wenn man sich der Probleme annimmt, Probleme nicht verschweigt sondern löst usw. Genau das passiert aber viel zu wenig, weil nicht sein kann was nicht sein darf ignoriert man Probleme und wundert sich dann warum Parteien gewählt werden die diese Probleme ansprechen.


    Der Populismus (den gibts ja nicht nur rechts) ist auch eine Folge der "Alternativlosigkeitspolitik", laut den Mächtigen unserer Länder ist alles alternativlos, durchlässige Grenzen, die ever closer union, die Globalisierung, Sanktionen gegen Russland, der Abtritt von Assad, die Sanktionen gegen den Iran etc. alles Dinge die man nicht ändern kann sondern nur "mitgestalten", nach Ansicht der Etablierten. Dagegen wendet sich der Populismus, er ist das Zeichen, dass das Volk sich damit nicht abfinden, das zwar die Mächtien in Lethargie versinken mögen das Volk aber selber sein Schicksal gestalten möchte.
    Das nächste ist dann mangelndes Rückgrat der Mächtigen, wichtig ist immer das man "mitredet", "am Tisch sitzt" usw. nur was bringt einem das wenn man zwar reden darf aber die Entscheidung sich dadurch nicht ändert ?


    In fast allem stimme ich dir da zu und sehe diese Sichtweise als goldrichtig. Es ist eine Schande wie blind viele Nasen in der Politik, der Medienwelt, den Kirchen und der Gesellschaft für die gesamte Problematik sind. Es trieft da meist nur von Bigotterie und Heuchelei, wenn diese feigen Weggucker sich über einen Rechtspopulismus aufregen wollen, den sie m.E. mit ihrer beschissenen Politik geradezu angefacht haben.


    Widersprechen würde ich deiner Sichtweise, dass rechtspopulistische Parteien gewählt werden würden, die die Probleme ihrer Wähler ansprechen würden. Ich denke vielmehr, dass rechtspopulistische Parteien zwar die Unzufriedenheit ihrer Wähler aufgreifen, das aber ohne eine eigentliche Bestimmung der Ursachen dieser Unzufriedenheit vor zu nehmen. Insofern fallen bei den Rechtspopilisten dann Vorschläge zu m. E. sinnvollen Optionen von Problemlösung aus.

  • Die Karikatur ist nicht nur lustig, sondern treffend, genau so sieht er aus, der Typ. Und damit ist er geschlagen genug. Heißt es nicht immer, die Pegida-Mitläufer fühlten sich nicht gewürdigt und seien abgehängt und unzufrieden? Das kann man doch nun wirklich verstehen! Armer Kerl. Allerdings: Muss er sich noch toppen mit diesem Hut?

  • Sachsen hat ein offensichtliches Problem. Da könnte man ja auch die Frage stellen, ob dieses Bundesland noch auf der gleichen FDGO steht, auf die die öffentlich Bediensteten und Amtsträger zu achten angehalten, bzw. vereidigt worden sind. Vllt. sollte man denen das mal - wie der Kater zu formulieren beliebt - energisch klar machen.


    Als es früher um den "Radikalenerlass" ging, konnten Leute, die auch nur entfernt, aufgrund früherer Zugehörigkeit zu linken Gruppierungen oder Studentenschaften, im Verdacht standen, wegen der unterstellten falschen Gesinnung ihrer linken Haltung nicht auf dem Boden dieser FDGO zu stehen, nicht einmal Briefträger werden.
    Da konnte es den rechten Hardlinern gar nicht bissig genug zugehen.
    Wo sind denn die "rechtschaffenen" Bedenkenträger heute, da sich offenbar und wortwörtlich rechter Pöbel in die Behörden einschleicht und durchsickert?
    Klatschen die heute womöglich sogar heimlich Beifall, wenn sie solche Bilder sehen und deren Hintergrund sich aufklärt?

    Einmal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: B

  • Aha, endlich wieder Sachsen- Bashing.


    Mal zu den Fakten: Ein Subunternehmen berichtet im Auftrag des ZDF vom Merkel- Besuch in Dresden. Und macht - natürlich, das war ja der Job - dazu auch Aufnahmen von Gegenprotesten. So weit, so richtig. Nach Beendigung der Demo macht man sich in Kleingruppen auf den Heimweg. Die können vollständig aus Demo- Teilnehmern bestehen, müssen das aber nicht. Vielleicht ist da auch jemand dabei, der selbst nicht auf der Demo war, sondern derweil Kaffee getrunken hat und nun den Göttergatten heimfahren will. Weder ausgeschlossen noch unwahrscheinlich. Auf eine solche Gruppe also hält das Team die Kamera drauf. Warum auch immer, denn berichterstatterische Notwendigkeit bestand dazu nicht. Vermutlich, um erwartbare Reaktionen auszulösen und noch paar ausschlachtbare Aufnahmen im Kasten zu haben. Hat ja geklappt, Nach ein paar dünnen Lügenpresse- Rufen hielt man weiter drauf. Das Hutmännchen begab sich daraufhin zum Kamerateam, um sich die Filmerei zu verbieten und sein Recht am eigenen Bild anzumahnen. Natürlich ging er dabei auf die Kamera zu und auch hier wurde draufgehalten, obwohl das Anliegen klar war. Der Kameramann provoziert noch ein bißchen, das Hutmännchen vergreift sich assimäßig im Ton. Ein stadtbekannter Rechtsextremist eilt herbei und versucht, die Kamera wegzuschlagen. Jemand aus der Kleinstgruppe ruft nach der Polizei und erstattet Anzeige. Warum auch immer. Die kommt und tut das, was sie zu tun hat. Sachverhalt aufnehmen, Personalien aufnehmen. Das dauert halt unter freiem Himmel, denn gerade bei solchen Geschehnissen sollte das gründlich erfolgen. Schließlich wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit vor Gericht landen. Mehr war eigentlich objektiv nicht.


    Die mehrfach vorgebrachte Beschwerde des Hutmännchens ist, völlig unabhängig von der Art und Weise des Vorbringens, gerechtfertigt. Die Demo war beendet, ein Recht auf Filmen und Veröffentlichen ohne Einwilligung bestand mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht mehr. Geregelt ist das nicht eindeutig, hier kann nur eine Gerichtsentscheidung Klarheit schaffen. Warum der im Portrait trotz erkennbar eindeutiger Absicht der Beschwerdeführung im Portrait aufgenommen wurde und sich nun damit in sozialen Medien und auf der Startseite von Blöd unverpixelt wiederfindet, weiß in Zeiten der DSGVO kein Mensch. Und das während der Sachverhaltsaufnahme auch noch der Tatvorwurf der Nötigung undSachbeschädigung gegen den Rechtsextremisten bekannt wurde, den es gesetzlich verpflichtend zu verfolgen galt, scheint auch niemanden zu stören. Hauptsache mal auf die Polizei draufgehauen.

  • Also, im Grunde alles in Ordnung und Du befürwortest das Vorgehen Deiner Kollegen?
    Und alle Kritiker haben Unrecht?

  • Die Demo war beendet, ein Recht auf Filmen und Veröffentlichen ohne Einwilligung bestand mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht mehr


    Dementsprechend wären dann auch Aufnahmen von Ausschreitungen nach Beendigung der offiziellen Demonstration ein Verstoß gegen die Persönlichkeitsrechte der Teilnehmer?

  • Hat ja lange gedauert, bis unser Diddi in die Socken kommt, habe mir schon Sorgen gemacht.


    Das ist der Korpsgeist, der dem Unterlaufen der Gesetzgebung durch die Administration den Weg freibombt. Aber tatsächlich passiert gerade was ganz anderes : Polizei und Innenpolitik begeben sich freiwillig in Generalverdacht und geraten damit in den Fokus der Öffentlichkeit, …


    … gut so, sogar sehr gut!


    Die von der NSU Affäre bekannte Kumpanei zwischen Neonazis, Polizei und "den Diensten" geht von Innenministerien gedeckt in eine neue Runde.

  • Erstens, die Aufnahmen vor dem Einschreiten dieses musterdeutschen Blockwarts waren noch gar nicht veröffentlicht und damit noch nicht Gegenstand einer Persönlichkeitsverletzung durch Zugänglichkeit über öffentlich zugängliche Medien. Zudem hatte die Aufnahme zum Zeitpunkt des Entstehens naturgemäß keinerlei Chance, verpixelt zu werden. Es wir schwierig sein, vorauseilend glaubhaft zu machen, dass diese Aufnahme unverpixelt in die Öffentlichkeit gelangt wäre (juristisch dünnstes Eis).


    Zweitens, erst das unsägliche Auftreten des musterdeutschen Blockwarts und das darauf folgende Handeln der Polizei machte ihn und die Polizei zu Gegenständen des öffentlichen Interesses, was presserechtlich ganz andere Interpretationen zulässt ...

  • Dementsprechend wären dann auch Aufnahmen von Ausschreitungen nach Beendigung der offiziellen Demonstration ein Verstoß gegen die Persönlichkeitsrechte der Teilnehmer?


    Nö, das ist vom KUG und Presserecht gedeckt. Es gab ja aber keine Ausschreitungen.

  • Nö, das ist vom KUG und Presserecht gedeckt. Es gab ja aber keine Ausschreitungen.


    Also eine ganz normale Straßenszene in Dresden. Durch die Straßen zieht das Volk mit Deutschlandfahnen, sich im Schatten erfrischende Hutbürger rufen von Zeit zu Zeit "Lügenprässe!"
    Idylisch

  • Das ist der Korpsgeist, der dem Unterlaufen der Gesetzgebung durch die Administration den Weg freibombt.


    Auch wenn es scheinbar nicht unter den Hut passt: Es standen nach dem verfügbaren Material mindestens 4 Straftaten im Raum, deren Anzeige verpflichtend war und von denen mindestens 2 initial durch Dritte erfolgten. Dazu nimmt man in Deutschland den Sachverhalt und die Personalien von Zeugen und Beteiligten auf. Alles andere ist Strafvereitelung im Amt. Dafür sind real 25 min angesichts der tatsächlichen Möglichkeiten eine gute Zeit. Alles andere haben im Nachgang die Gerichte zu klären und das werden sie wohl auch. Die simple Grundlage des Rechtsstaates. Wo da jetzt Korpsgeist zu erkennen ist, wird dein Geheimnis bleiben. Das ist kein Unterlaufen der Gesetzgebung, sondern deren konkrete Umsetzung.

    Einmal editiert, zuletzt von Dieter59 ()

  • [VZ]


    Deckt sich das denn auch mit dieser unsäglichen NSU-Nummer?


    Wird Zeit, dass dieser ganze Behördensumpf einschließlich der dicksten Frösche darin nach den Regeln des Rechtsstaats ausgetrocknet wird. Ãœbrigens, ist der Radikalenerlass noch in Kraft?


    Willst Du Deinen schönen Garten verunstalten, lade den Bock zum Gärtnern ein.
    Willst Du Deinen schönen Rechtsstaat verbrennen, lade Polizisten aus dem Osten ein, …


    … ich hätte da einen, der könnte es.

    Einmal editiert, zuletzt von Wieben Klas () aus folgendem Grund: ]