Sie werden wiederkommen …

  • Flüchtlingskrise, die BAMF-Komödie, Fluchtursachenforschung, Aufrüstung der abendländischen Grenzen, UNHCR, Klimaprotokolle, Integration der Migranten …


    … alles nur Sandkastenspiele um die Bevölkerung nicht zu beunruhigen - frei nach De Maziere - und um sich im Interesse unserer wie das Goldene Kalb angebeteten Wachstumsideologie um das längst überfällige radikale Umdenken und "Umhandeln" noch ein paar wenige Legislaturperioden herumzudrücken.


    So beruhigt, feiern wir durch die Droge Wachstum völlig verstandesbefreit die letzte und ultimative Party als gäbe es keine akuten Limitierungen von Ressourcen.


    Diejenigen in der weniger "entwickelten" Welt, denen wir zur Ausrichtung dieser rauschenden Party ihre Ressourcen gierig auffressen und ihnen dafür als Revanche vergiftete Meere und unbewohnbares Land hinterlassen, nennen wir "Wirtschaftsflüchtlinge" und meinen das ausdrücklich verächtlich. Ein kaum zu überbietender Zynismus.


    Was wir bisher als Flüchtlingswelle erlebten, und was wir mit den genannten Sandkastenspielen in den Griff zu bekommen versuchen, ist nur ein vergleichsweise harmloses Vorspiel.


    Wie gigantisch wird die Flüchtlingswelle werden, die sich bei dramatisch schwindenden Ressourcen nach dem "Gleichungssystem"


    - unser Wohlstand - ihr Elend
    - unsere Waffen - ihre Kriege
    - ihr Elend und ihre Kriege - unsere Flüchtlinge


    entwickeln wird?


    Die hochgerüsteten Festungsgrenzen der westlichen Welt werden diesem Druck nicht standhalten. Was dann? Wer wird die ersten Schießbefehle erlassen? Welche Bürger werden die Schießbefehle gut heißen? Welche Bürger werden dagegen aufstehen, auch wenn es dann dazu wohl schon zu spät ist?


    Welche Bürger werden heute schon gegen den Wahnsinn des ständig beschleunigten Wachstums bei schwindenden Ressourcen aufstehen und den in Politik und Wirtschaft dafür Verantwortlichen massiven Ungehorsam entgegensetzen?


    Es wird eine Frage unseres Ãœberlebens sein. Sandkastenspiele beantworten diese Frage jedenfalls nicht.

    2 Mal editiert, zuletzt von Wieben Klas ()

  • Wir können Mauer und Zäune errichten so hoch wie wir wollen. Das wird die Probleme nicht lösen sondern nur deren Auswirkungen auf uns nach hinten verschieben.


    Wenn man nicht an die Ursachen geht, wird sich daran auch nichts ändern und Ursachen gibt es eine ganze Menge.


    - Diktaturen und/oder Krieg
    - Dürren und Hunger
    - Unbewohnbarkeit von Regionen durch die Klimaveränderung
    - Ãœberbevölkerung
    - ...


    Was tun wir gegen diese Probleme? - Nichts!


    Stattdessen krakelt man hier rum gegen die bösen Muslime. Das meine lieben Mitforisten ist eines der geringsten Probleme die wir haben.

  • So lange der Versuch der Beseitigung von Elendsursachen auch nur ansatzweise den Verdacht erweckt,es könne das eigene Glück oder Vermögen schmälern,wird sich nichts ändern,garnichts. Sollte es allerdings gelingen,in den wohlhabenden Staaten so etwas wie Solidarität zu erzeugen,könnte es erste zögerliche Aktivitäten geben.Jedoch: es ist eine Herkulesaufgabe,deren Gelingen wohl noch in weiter Ferne steht.Wenn überhaupt.....

  • VZ...


    Nur sagen die Fakten etwas anderes. Läppische 2 oder 3% des deutschen Außenhandels erfolgen mit dem afrikanischen Kontinent. Und da ist der Anteil multinational agierender Konzerne schon so erheblich wie eingerechnet. Mein Wohlstand ist es also eher nicht, der für Elend in Afrika sorgt. Nicht ich kaufe Blutdiamanten von dort oder ganze Landstriche wegen seltener Erden auf. Und die Tiere, deren Fleisch ich esse, stammen größtenteils aus dem Landkreis und kommen fast gänzlich ohne Palmöl und ähnlichem aus. Also an mir kann es schon mal nicht liegen. Und an "uns" (wer soll das jetzt eigentlich sein??) angesichts der 2 bis 3% auch nicht.


    Ähnlich sieht es mit diesem "unsere Waffen" aus. Also erstens sind es weder "unsere" noch "meine" Waffen, sondern die von H&K oder Rheinmetall. Die weitgehend auf der Basis geschlossener Verträge an NATO- Staaten verkauft bzw. von denen importiert werden. Der Rest wurde genehmigt, ging fast nie in kriegführende afrikanische oder Nahost- Staaten. Ausnahme Bewaffnung von Kurden, weil politisch so gewollt. Niemand in den genannten Landstrichen führt Krieg, weil er Zugang zu deutschen Waffen hätte. Diese Kriege werden nicht mit einem 1800- Euro- Sturmgewehr, sondern mit einer 200 Euro Kalaschnikow (oder deren Verwandten) ausgetragen. Und wenn "wir" nicht gerade im Namen des Guten und Gerechten mal wieder ein paar Revolutionen anzetteln oder Regierungen stürzen wollen, sind die eigentlichen Auslöser lokale Konflikte um alle möglichen Dinge.


    Dann musst du mir noch verraten, von was für "hochgerüsteten Festungsgrenzen" du eigentlich sprichst. Die derzeitigen Außengrenzen kannst du damit ja wohl nicht meinen.


    Wer berechtigt Asyl beantragt, hat welches zu bekommen. Auch in einem Land seiner Wahl, immerhin geht es um eine dauerhafte bzw. langfristige Maßnahme.


    Wer begründet gem. MRK Schutz beantragt, hat auch welchen zu bekommen. Unter Bedingungen und Auflagen, die dem Schutzzweck zu entsprechen haben. Wir entscheiden, in welchem Land das passiert. Und wir entscheiden, wann der Schutzzweck wegfällt und er wieder in sein Heimatland zu gehen hat.


    Natürlich gehören zu einem solchen Paket auch Maßnahmen vor Ort. Ja, das wird Geld kosten. Aber das wäre gut angelegtes Geld. Unter der Voraussetzung natürlich, dass es sinnvolle Maßnahmen sind. Das meint also nicht Brunnen zu bauen und dadurch den einheimischen Brunnenbauer arbeitslos zu machen. Afrika und der Nahe Osten müssen allein ihren Weg finden. Gerne mit Unterstützung, aber dann ohne einen Tausch Äpfel gegen Öl wie im Irak.

  • Die globale Erwärmung wird Flüchtlingsströme verursachen, die die Staatenordnung von heute nachhaltig verändern werden. Auf globalem Niveau.

  • So lange der Versuch der Beseitigung von Elendsursachen auch nur ansatzweise den Verdacht erweckt,es könne das eigene Glück oder Vermögen schmälern,wird sich nichts ändern,garnichts. Sollte es allerdings gelingen,in den wohlhabenden Staaten so etwas wie Solidarität zu erzeugen,könnte es erste zögerliche Aktivitäten geben.Jedoch: es ist eine Herkulesaufgabe,deren Gelingen wohl noch in weiter Ferne steht.Wenn überhaupt.....


    Die meisten politischen Akteure tanzen lieber auf Trillionen von Eiern, anstatt die eigentlich klar erkennbaren Probleme und deren Ursachen endlich zu benennen, zu analysieren und deren Auflösung in Angriff zu nehmen. Diese ganzen Eiertänze einschließlich der zu diesem Tanz sich apathisch verhaltenden Bevölkerung/en kommen einem Teufelskreis gleich, den die meisten politischen Akteure scheinbar nicht verlassen können. Dieser Umstand kann psychologisch mit dem menschlichen Herdentrieb erklärt werden, der Pate für das vielfältig erkennbare opportunistische Verhalten vieler Menschen bzw. der Mitglieder sozialer menschlicher Gruppen bildet.


    Obwohl es machbar ist die Weltenprobleme zu lösen (was dann allerdings scharfe Reformen voraussetzt), tun sich die meisten Menschen schwer das richtige zu tun bzw. zu fordern. Die Politik ist in eine selbstverschuldete Hilflosigkeit geraten und ihre Mitglieder zählen in der Falle von nutzlosen rhetorischen Endlosschleifen, weitgehend nutzlosem Programme und fahrlässig eingegangenen Abhängigkeiten ihr Geld, das vielleicht bald nichts mehr nutzen wird.



    Einmal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Ganz sicher nicht daran, Verursacher klar zu benennen.


    Aber aber, Dieter, das spricht aber doch der gutmenschlich verallgemeinerten Schuldzuweisungskampagne völlig zuwider...


    Es hat sich gefälligst jeder schuldig an dem Schlamassel zu fühlen, klaro? Ist ja auch viel einfacher....

  • Die globale Erwärmung wird Flüchtlingsströme verursachen, die die Staatenordnung von heute nachhaltig verändern werden. Auf globalem Niveau.


    Verbunden mit wieviel Millionen Toten, denn die wird es zwangsläufig geben...Selbstreinigung der Ãœberbevölkerung?

  • Ganz sicher nicht daran, Verursacher klar zu benennen.



    Aber deine Beispiele zeigen doch, dass das immer nur so weit reicht, bis die eigene Komfortzone Gefahr läuft, durch einen Schritt weiter gedachte Kausalitätsfäden ihre Konsistenz zu verlieren.


    Du sprichst davon, dass du mit Afrika nichts am Hut hast und nicht verantwortlich bist.
    Und weiter?
    Ist das alles?
    Wer ist den "verantwortlich"?
    Kaufst du keine Produkte, die über drei Ecken auf afrikanische Ressourcen zurück gehen?
    Ich könnte eine endlose Liste schreiben.


    Aber das ist alles vergebliche Mühe, weil du das alles selbst weisst und/oder wissen könntest, aber gar nicht wirklich wissen willst, damit es Dir nicht zu unkommodig wird, in der selbst gestrickten Wohlfühlecke.


    Schuld sind eben immer und generell die anderen.
    Die sollen den Mist dann bitte auch wieder gerade rücken.
    Was hast du denn damit zu tun?
    Genau!


    Und das mal ein paar Hundert Millionen in den Konsumentenstaaten und du hättest deine Antwort, aber die wäre dann womöglich doch zu unbequem.
    Nö. Sollen die da mal machen, die, die das verbockt haben.
    Die anderen ...
    Ich, ich, ich, ich, ich,... hab damit nichts zu tun und schon gar nicht davon profitiert, dass anderswo die Leute ihre eigene Gülle saufen müssen und/oder im Elend verrecken, damit ich billige Posen aus China bei Amazon bestellen kann...

  • In nahezu jedem elektronischen Gerät ist Coltan enthalten, von dem etwa 80-90% des weltweiten Aufkommens aus afrikanischen Ländern stammen. Nur ein Beispiel von vielen.
    Coltan gilt als klassisches Konfliktmineral.

    Einmal editiert, zuletzt von A0583 ()


  • Und wenn die Liste fertig ist, sind wir komfortzonenmäßig wo angekommen? Im 17.Jhdt?


    Und wenn wir uns jetzt alle dafür verantwortlich zeichnen, was dann? Weniger Konsum? Produkte um das drei- oder vierfache verteuern? Jedes Jahr 10% vom BIP an arme Länder überweisen?
    Kommt das Geld dann auch denjenigen zugute, die es mit ihrer Arbeitskraft erwirtschaftet haben?


    Ich fange mal klein an...was sollten wir hier in Deutschland veranstalten, damit es gerechter in der Welt zu geht?


    Ich lese immer, was wir nicht mehr machen sollten, aber nie, was wir verändern sollten und vor allem, wer das durchsetzen soll, das sich eine eingefahrene Denkensweise nachhaltig ändert....


    Und an Uncas...wenn Coltan als klassisches Konfliktmineral gilt, als was gilt dann Trinkwasser, oder generell Wasser, jetzt und hier z.B. bezogen auf Afrika?
    Ich erinnere da an den Nil Konflikt Äthiopien - Ägypten....

  • Ich mache jetzt keine Rechnung auf. Wer sich damit offenen Auges befasst hat, weiss das ja ohnehin. Man muss sich nur mal reziprok vorstellen und fragen, wie es wäre und zu was das führen würde, wenn man selbst ...


    Ich habe auf die Ausbeutung zu Lasten der Mehrheiten des Planeten verwiesen. Da gibt es Fakten. Die kann man ignorieren und sich empören. Das ändert aber nichts an den Fakten. Die sind da, auch wenn sie im geistigen Kleinfeldspiel mit Drei-Ecken-ein-Elfer-Modus zu komplex erscheinen und im Wohlfühlmodus des Unschuldsanspruchs stören.


    Leugnen und von-sich-weisen ändert nichts am Sachverhalt.
    Nicht zu wissen was eine Kausalität ist, ändert nichts an deren Wirkungskraft.
    Das Problem ist da. 'Wir' saugen 'die' 'dort' aus, also kommen 'die' von 'dort' hier her.

    Einmal editiert, zuletzt von A0468 ()

  • Und an Uncas...wenn Coltan als klassisches Konfliktmineral gilt, als was gilt dann Trinkwasser, oder generell Wasser, jetzt und hier z.B. bezogen auf Afrika?
    Ich erinnere da an den Nil Konflikt Äthiopien - Ägypten....


    Wasser ist ein Rohstoff wie Öl, um welche es bekanntermaßen auch sehr viele Konflikte gibt.
    Wer keine gewaltsamen Konflikte finanzieren will, der müsste mindestens auf Öl und damit alles was Benzin braucht oder aus Plastik ist (finanziert über Bande den islamischen Terrorismus und diverse Diktaturen), elektronische Geräte (Kriege in Afrika), Schmuck (auch Kriege in Afrika) und einige andere Dinge grundsätzlich verzichten.
    Ich bin unschlüssig in der Frage, wer dabei "schuldig" ist. Die Warlords/Terroristen/Diktaturen? Die Firmen die daraus Profit schlagen? Die Konsumenten? Irgendwie wohl alle.
    Am wenigsten Schuld trifft allerdings wohl diejenigen, die weder die Endverbraucher genannter Produkte sind, noch vom Ausverkauf ihrer Heimat profitieren und die einfach nur ihr Glück woanders suchen, weil sie mit den Umständen vor Ort nicht mehr klar kommen oder dort akkut bedroht sind. Die Flüchtenden.
    Aber die Ausrichtung unserer Gesellschaften (Konsum, Wachstum etc.) trägt auf jeden Fall dazu bei und über Flüchtlingsströme brauchen wir uns daher auch nicht besonders wundern.
    Von der globalen Erwärmung, die 100te von Millionen Menschen bedroht, spreche ich gar nicht erst.
    Wie kann man das ändern? Ich weiss es nicht, wie ändert man die Konsumlust und Profitgier der Menschheit? Wenn du darauf eine Antwort hast, dann bist du mir damit voraus.

    Einmal editiert, zuletzt von A0583 ()

  • ....Wie kann man das ändern? Ich weiss es nicht, wie ändert man die Konsumlust und Profitgier der Menschheit? Wenn du darauf eine Antwort hast, dann bist du mir damit voraus.


    So lange, wie unter dem Begriff Freiheit auch verstanden wird, ungebremst Ressourcen verbrauchen zu dürfen, nur begrenzt durch das eigene Portemonnaie, wird man wohl nix ändern können, und auch nicht ändern wollen. Wenn wir darauf warten, dass alle aus eigener Einsicht handeln, wird die Menschheit schlichtweg aufhören zu existieren - zumindest in der jetzigen Form.

  • Wenn wir darauf warten, dass alle aus eigener Einsicht handeln, wird die Menschheit schlichtweg aufhören zu existieren - zumindest in der jetzigen Form.

    Eben. Und was kann man machen?

  • So lange, wie unter dem Begriff Freiheit auch verstanden wird, ungebremst Ressourcen verbrauchen zu dürfen, nur begrenzt durch das eigene Portemonnaie, wird man wohl nix ändern können, und auch nicht ändern wollen. Wenn wir darauf warten, dass alle aus eigener Einsicht handeln, wird die Menschheit schlichtweg aufhören zu existieren - zumindest in der jetzigen Form.


    Und so wird es auch kommen.

  • Und wenn wir uns jetzt alle dafür verantwortlich zeichnen, was dann? Weniger Konsum? Produkte um das drei- oder vierfache verteuern? Jedes Jahr 10% vom BIP an arme Länder überweisen?
    Kommt das Geld dann auch denjenigen zugute, die es mit ihrer Arbeitskraft erwirtschaftet haben?


    Es wäre schon ein Anfang, wenn Afrika Schutzzölle erheben dürfte, im Gegensatz zum reichen Westen.So und nicht anders hat es China auch geschafft aus dem Gröbsten herauszukommen.Anders wäre es gar nicht gegangen (jetzt sieht es natürlich etwas anders aus mit Protektionismus).
    Diese Länder und deren Märkte müssen geschützt werden, damit sie überhaupt eine Chance der Entwicklung haben.