Ist Arbeit tugendhaft?

  • Richtig: In unserer heutigen Gesellschaft geht's auch ohne Arbeit; ..................


    Allerdings müsste man langsam mal darüber nachdenken, was die Masse der erwerbsfähigen Menschen zukünftig tun soll, wenn Automation und Robotik den bedeutensten Teil der Arbeit erbringen. Normalerweise möchten Menschen sinnvolle Arbeit verrichten, kreativ sein und den Erfolg ihrer Anstrengungen erleben, damit nützlich sein und anerkannte Persönlichkeit ausprägen.
    Die Erwerbsarbeit wird zukünftig entfallen, woraus folgert, dass sich unsere Gesellschaften völlig neu formieren müssen, was zugleich auch das Ende der kapitalistischen Gesellschaftsformation bedeutet.

  • […] Normalerweise möchten Menschen sinnvolle Arbeit verrichten, kreativ sein und den Erfolg ihrer Anstrengungen erleben […]

    Das sieht man bekanntlich schon an den populären Freizeitaktivitäten… ich wage mal die Prognose, dass, irgendwie tangiert das Thema BGE die hiesige Diskussion ja auch ein wenig, bei Einführung jenes "Bürgergeldes" die Branche der Kreativmärkte schneller von der Bildfläche verschwinden wird, als es z.Zt. die Videotheken, die Antiquariate, die Telefonzellen und die klassischen VHF- und UHF-Fernsehantennen tun…


    Dass "traditionell" in der Arbeitsfreude eine Tugend gesehen wurde, bzw. im Gegenzuge, im Müßiggang aller Laster Anfang, hing natürlich u.a. damit zusammen, dass jedes Menschen Beteiligung an den zu verrichtenden Aufgaben, unverzichtbar gewesen ist, und dass erfahrungsgemäß, wem es gelang, sich zu drücken, dennoch einforderte, an den Erträgen der geleisteten Arbeit der anderen beteiligt zu werden (ggf. durch Raub) - mag diese Leistungsethik im gesellschaftlichen Bewusstsein so tief verankert haben, dass eine Abkehr davon undenkbar erscheint.


    Zu Zeiten und in der Lehre von Karl Marx lag die Auffassung nahe, die Geschichte als eine Geschichte von Klassenkämpfen zu deuten - und den Streit der Klassen um die Produktionsfaktoren Arbeit, Boden, Kapital auszufechten. Aber Kapital ist nicht mehr an Boden gebunden - und die arbeits- bzw. personalintensive Schwerindustrie macht nur einen verschwindend geringen Anteil der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung aus.


  • Allerdings müsste man langsam mal darüber nachdenken, was die Masse der erwerbsfähigen Menschen zukünftig tun soll, wenn Automation und Robotik den bedeutensten Teil der Arbeit erbringen.


    Dann muss sich eben wieder jeder selbst seinen Lebenssinn jenseits der Erwerbsarbeit suchen.



    Normalerweise möchten Menschen sinnvolle Arbeit verrichten, kreativ sein und den Erfolg ihrer Anstrengungen erleben, damit nützlich sein und anerkannte Persönlichkeit ausprägen.


    Schon jetzt leiden doch viele Menschen unter der Sinnlosigkeit ihrer Arbeit.

  • Dann muss sich eben wieder jeder selbst seinen Lebenssinn jenseits der Erwerbsarbeit suchen. […]

    Gute Idee - immerhin wird bei angesichts der mit dem BGE der nachlassenden Nachfrage nach Produkten oder Dienstleistungen, die nicht unmittelbar existenznotwendig sind (die für sowas nötige Kaufkraft ist dann überraschenderweise futsch), ja auch die Zahl der einen Zuverdienst ermöglichenden Arbeitsplätze schrumpfen…

    […] Schon jetzt leiden doch viele Menschen unter der Sinnlosigkeit ihrer Arbeit.

    Das mag leider zutreffen - aber seltsamerweise wirken die ersatzweise aufgegriffenen Freizeitaktivitäten wie Selfies fotografieren, kiffen oder Piercings stechen lassen nun auch nicht viel sinnstiftender.


  • Gute Idee - immerhin wird bei angesichts der mit dem BGE der nachlassenden Nachfrage nach Produkten oder Dienstleistungen ...


    Was setzt du denn da als gegeben voraus?



    … Das mag leider zutreffen - aber seltsamerweise wirken die ersatzweise aufgegriffenen Freizeitaktivitäten wie Selfies fotografieren, kiffen oder Piercings stechen lassen nun auch nicht viel sinnstiftender.


    Ist ja interessant, wie du deine Freizeit verbringst. :)

  • Was setzt du denn da als gegeben voraus? […]

    Wenn alle Menschen innerhalb des Geltungsbereichs eines Staatswesens oder einer gesellschaftlichen Ordnung ein festes Einkommen in identischer Höhe erhalten, wird dieser Betrag sehr bald für nichts anderes mehr verfügbar sein - und da zu den vorgegebenen Kernpunkten dieses BGE zählt, dass mit seiner Einführung sämtliche bisherigen Zuwendungen (Sozialversicherungen, Subventionen, Steuererstattungen etc.) fortfallen, und der Staat, wie es ganz andere Kreise doch sonst fordern, auffallend "schlank" zu werden verspricht, weil sein Beamtenapparat, die behördliche Administration etc. extrem verkleinert würde - und dessen Salär dann im Endeffekt weitestgehend aus eben diesem BGE bestände - wäre u.a. das Problem sehr real, dass die Gesundheitsversorgung schon mal zusammenbräche.
    Keine gesetzliche Krankenversicherung = Im Krankheitsfall müssten Medikamente und Behandlungskosten vom Patienten "privat" eben von diesem BGE bezahlt werden… vielleicht wagten Unternehmer, bestimmte Krankheitsrisiken privat zu versichern, aber die Beitragshöhe würde es schon mal praktisch unmöglich machen, solch einen Vertrag abzuschließen… im Prinzip würde sich - trotz minimaler Lohnkosten (die Bruttolöhne wären ja ohne steuerliche Abzüge und die bisherigen SV-Beiträge zu kalkulieren, zudem verminderte sich die Lohnhöhe ja durch den Abzug des ohnehin gezahlten BGE - mit anderen Worten: Der Faktor Arbeit wäre dann ein Pfennigartikel - wodurch also an Kaufkraft nichts gewonnen würde, was wiederum das Wirtschaftsleben ebenso "verschlankte" wie die Staatsquote, der wiederum gar keine öffentlichen Investitionen mehr nötig hätte…


  • Wenn alle Menschen innerhalb des Geltungsbereichs eines Staatswesens oder einer gesellschaftlichen Ordnung ein festes Einkommen in identischer Höhe erhalten, wird dieser Betrag sehr bald für nichts anderes mehr verfügbar sein - und da zu den vorgegebenen Kernpunkten dieses BGE zählt, dass mit seiner Einführung sämtliche bisherigen Zuwendungen (Sozialversicherungen, Subventionen, Steuererstattungen etc.) fortfallen, und der Staat, wie es ganz andere Kreise doch sonst fordern, auffallend "schlank" zu werden verspricht, weil sein Beamtenapparat, die behördliche Administration etc. extrem verkleinert würde - und dessen Salär dann im Endeffekt weitestgehend aus eben diesem BGE bestände - wäre u.a. das Problem sehr real, dass die Gesundheitsversorgung schon mal zusammenbräche.


    Spekulation. Von den durch Automatisierung und Digitalisierung erzielten Effizienzgewinnen müsste eben genug abgezweigt werden (Maschinensteuer etc.), damit die Gesamtsumme aus BGE plus zusätzlich gezahlten Löhnen nicht niedriger wäre als die jetzige Gesamtsumme aus staatlichen Zuwendungen aller Art plus Löhnen. Dann wären die Menschen im Durchschnitt auch nicht weniger kaufkräftig.
    Menschen, deren ursprüngliche Jobs wegfielen und die dennoch zusätzlich zum BGE Geld verdienen wollten, müssten ihr mehr an Freizeit dazu nutzen sich (ohne Druck eines nicht mehr existierenden Arbeitsamts) in Ruhe weiterzubilden, um andere als die bisherigen Tätigkeiten ausüben zu können. Würdest du allein vom BGE leben wollen? Nein? Siehst du, die meisten anderen vermutlich auch nicht ...

  • Es ist nicht nur pure Spekulation, sondern auch eine vorsätzlich Verzerrung der Realität.
    Das kann nur durch Vorsatz, also destruktive Haltung, oder Unvermögen, die Sachverhalte aufzugreifen und eine sinnvolle konstruktive Diskussion führen zu können, erklärt werden.


    So eine destruktive Haltung ist alles andere als diskussionsfördernd, Herr Substitut.
    Was denn nun? Sollen wir die Kreativität einstampfen und einfach weiter machen, ohne neue Ideen, ohne Ansätze, auf deren Basis dann eine Ãœberlegung zur Reife kommt?
    Wollen wir weiterhin nur noch über Autos und mangelnde Bildung und den schwindenden Fachhandel lamentieren und uns im Selbstmitleid der eigenen Betroffenheit suhlen?


    Ich vermisse die Umsetzung des eigenen - vorgeblichen - Anspruchs.
    Es gibt nicht den geringsten Hinweis darauf, dass

    Zitat

    ...alle Menschen innerhalb des Geltungsbereichs eines Staatswesens oder einer gesellschaftlichen Ordnung ein festes Einkommen in identischer Höhe erhalten sollen...

    Das ist deine Behauptung, die an den Tatsachen bewusst vorbei aufgestellt wurde.
    Das kann ja kein Zufall sein.
    Wo ist also das Motiv dafür zu suchen?
    Der Wunsch nach einer konstruktiven Diskussionführung kann es kaum gewesen sein. Also, was ist es dann, das Dich dazu bringt, Herr Substitut?


    In der Sache halte ich allerdings den Hinweis darauf, dass es interessierte Kreise gibt, die das BGE dazu nutzen wollen, um den Sozialstaat und die administrativen Kontrolleinheiten, auch nützliche Ebenen und Einrichtungen, zu rasieren, für absolut gerechtfertigt.
    Das ist kein Zufall, sondern ein Erwartungswert, weil es diese Kreise schon immer gegeben hat. Das BGE als Einstieg und Rechtfertigung käme denen gerade recht.
    Und das muss selbstredend berücksichtigt und eingepreist werden, in der Diskussion adaptiert, damit gegengesteuert werden kann.


    Was man keinesfalls tun sollte, ist, sich von den abstrakten Befürchtungen möglicher Folgen und Konsequenzen einer Veränderung derart einschüchtern zu lassen, dass jeder Gedanke an die Veränderung proaktiv aufgegeben wird, nur, weil es möglich ist, dass die Sache nicht wie gewünscht verläuft. Das ist Angsthasen-Methodik.


    Wer etwas bewirken will, analysiert und berücksichtigt alle Varianten, die auftreten könnten, richtet sich darauf ein, baut vor und stellt die richtigen Weichen, damit das Projekt auf der Schiene in die richtige Richtung und auf Kurs zum Ziel bleibt.
    So macht man das.
    Was nicht bedeutet, dass alle es auch richtig machen. Das ist leider ein Problem. Denn das Phänomen, dass sich der Durchschnitt (oder darunter) bis in die obersten administrativen Level durchleckt, ist offenbar nicht von der Hand zu weisen, denn wir sehen deren Ergebnisse schließlich Tag für Tag und Projekt für Projekt.


    Am Anfang sollte die solide erarbeitete Zieldefinition stehen. Nicht in erster Linie die Angst vor der Veränderung. Also auch nicht das Malen der üblichen Angsthasenplakate, die alles, was anders ist, als potenzielle Verschlechterung sehen, unabhängig davon, wie düster die Realität, die tatsächlichen Aussichten vom Standpunkt des Status quo, auch sind, wenn nicht proaktiv gehandelt wird.


    Zukunftsbilder für die Aussichten auf die Folgen von angedachten Veränderungen quasi aus Gewohnheit in düstere Farben zu tauchen, nur, um ein Bremsklotz zu sein, damit alles bleibt wie es ist, und man sich selbst nicht an Neuerungen anpassen muss, unabhängig davon, welche Vorteile sie bringen, ist eine evolutionäre Verliererstrategie.

    7 Mal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: Ausformulierungen gefeilt

  • Zwei Motive:


    1. Misanthropisches Lebensbild mit Verlustangst, dass dieses durch ein optimistisches gefährdet ist.
    2. Manisches Bedürfnis, als Klookschieter wahrgenommen zu werden.


    Eines von beiden passt, wahrscheinlich beide.


    Lehrer Lämpel von der Schulbehörde in den vorzeitigen Ruhestand komplimentiert.


    Die Erotik des Starrsinns, Frau Lämpel ist nicht zu beneiden.

    Einmal editiert, zuletzt von Wieben Klas ()

  • […] Von den durch Automatisierung und Digitalisierung erzielten Effizienzgewinnen müsste eben genug abgezweigt werden (Maschinensteuer etc.), damit die Gesamtsumme aus BGE plus zusätzlich gezahlten Löhnen nicht niedriger wäre als die jetzige Gesamtsumme aus staatlichen Zuwendungen aller Art plus Löhnen. […]

    Aha. Wenn jetzt ein Staat diese "Maschinensteuer" zu erheben ankündigt - wie ungefähr würden Kaptalmarkt und Industriebetriebe darauf reagieren? Und wohin würden deren Investitionen abwandern?

    […] Würdest du allein vom BGE leben wollen? Nein? Siehst du, die meisten anderen vermutlich auch nicht

    Das Problem ist eher, dass man (jedermann) von diesem BGE allein würde versuchen müssen, zu überleben. Was noch [mod]xxxx - meschenverachtende Konotation und Verächlichmachungen gelöscht - xxx [/mod] …

    4 Mal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: Last Warning. Menschenverachtender Duktus und offen vorgetragene Verächtlichmachungen ganzer Menschengruppen sind ein Nogo!

  • […]


    xxx Folgeeditierung xxx


    Dass Du beim Betteln um Aufmerksamkeit ein ganz besonderer Knaller bist, sind wir schon gewohnt. Aber dass Du jetzt nicht mehr vor rassistisch - sexuellen Widerlichkeiten zurückschreckst, das ist neu.

    2 Mal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: Folgeedit

  • […] die richtige Richtung […]

    […] ist Deines Erachtens blinde Bajahung eines nicht durchdachten Vorschlags - die von mir geäußerten Bedenken, zu welchen Folgen jenes BGE am baldigen Ende führen würde, sind so unbekannt nicht, und da Du doch bisweilen den SPIEGEL als Nachrichten- und Informationsquelle nutzt, könnte Dir vielleicht Florian Diekmanns Ausarbeitung der Frage, ob und wie es so, wie gedacht funktionieren würde, eine anregende Lektüre sein.

  • Immerhin wird anhand Deiner Aussagen klarer, in welchen Kontext des zugrunde liegenden Welt- und Menschenbildes diese Aussagen und Bewertungen einzuordnen sind.
    Wenn Du erst bis zur Hüfte in deinen bereits zum Besten gegebenen geistigen Ergüssen stehst, sind die aus Gründen der Kosmetik nachgeschobene Erklärungen bestenfalls noch als Alibi zu verstehen.

  • […] Zukunftsbilder für die Aussichten auf die Folgen von angedachten Veränderungen […]

    […] müssen in der Realität nicht zwangsläufig so rosig ausfallen, wie deren Befürworter doch so fest glauben. Interessanterweise hat selbst die IG Metall so ihre Zweifel, das ein BGE sich als Paradies für Arbeitnehmer und Arbeitslose erweisen würde.


    Interessanter als ein allgemeines BGE wäre die von Milton Friedman vorgeschlagene "negative Einkommenssteuer" für Geringverdiener - denn jenes Modell würde in der Tat einen sozialen Ausgleich (im kleinen Rahmen) bewirken - und somit wirklich die verfügbare Kaufkraft gerechtigkeitssteigernd umverteilen.

    Einmal editiert, zuletzt von I'm a Substitute () aus folgendem Grund: Satzbaufehler berichtigt

  • Dass sich die Gewerkschaften um ihre Rolle und damit die eigenen Fleischtöpfe sorgen, ist für mich nicht neu.
    Die Gewerkschaften sind Sachwalter und Versicherung gegen die existenzielle Bedrohungen der Arbeithabenden. Eine von Rahmenparametern abhängige Funktion und Aufgabe. Ein Status, der auch auskömmlich sein kann. Eine Errungenschaft, die durch das native Wesen der abhängigen Beschäftigung erst begründet wird. Fallen die wesentlichen Merkmale der Aufgabe weg, entfällt auch der Sinn der Organisation, die sich nicht anzupassen in der Lage ist. Immerhin, die Beiträge der Beschäftigten, die in einer Gewerkschaft die notwendige Versicherung erkennen, tragen das Ganze - und alimentieren die Gehälter der Funktionäre.
    Diese müssen also um ihre eigene Existenzberechtigung fürchten, wenn den Menschen - in einem wünschenswerten Idealfall - diese Ängste genommen würden. Auch diese durchaus sinnvolle Institution muss sich also anpassen, sonst wird sie obsolet. Und gebraucht werden Sachwalter im besten Sinn immer. Allerdings nicht diejenien, die den ursprünglichen Sinn konterkarieren und mehr an sich selbst, als an das Gesamtkonstrukt denken.


    Dass es vieles zu beachten und zu ordnen gilt, um ein wünschenswertes und tragfähiges Ergebnis zu erzielen, für den Wandel in eine bessere Zukunft, ist ebenfalls eine Binse.
    Ich habe mich mit dem Thema befasst. Du befasst dich offenbar ausschließlich mit Deinen Bedenken und suchst nach Schützenhilfe bei allen und jedem, die - aus welchen Motiven auch immer - nicht begeistert von der Vorstellung sind, dass es eine Lösung gibt, die die herkömmlichen Rahmen sprengt und neue Aktions- und Reaktionsmuster erfordert. Wandel und Abkehr vom Gewohnten ist den Konservativen stets ein Gräuel gewesen. Deja vue.


    Wir leben in einer ausgeprägten Besitzstandswahrernation, in der wir nun auf die bereits in Sichtweite aus den Ozean der Realität ragenden Klippen der Zukunft zusteuern.
    Das muss unweigerlich die Fraktion der Kurshalter auf den Plan rufen, die sich gegen die Fraktion der Umsteuerer behaupten wollen. Dieser traditionelle Kampf ist ein evolutionärer Prozess, der ewige Kampf ist somit die originäre Daseinsberechtigung der jeweiligen Strömungen. Hätten sich die Beharrungsmomente auf einem erreichten Stand in der Vergangenheit durchgesetzt, gäbe es keine der uns geläufigen Errungenschaften. Wir hätten es möglicherweise noch nicht einmal geschafft, von den Bäumen herunter und in die Savanne zu kommen, denn da lauerten ja die Gefahren des unbekannten Landes... ;)

    3 Mal editiert, zuletzt von A0468 ()

  • […] Wir [… steuern …] auf die bereits in Sichtweite aus den Ozean der Realität ragenden Klippen der Zukunft zu […]

    Na bitte, und dafür böte sich bekanntlich das Kommando "Volle Kraft voraus" an.


  • Wenn jetzt ein Staat diese "Maschinensteuer" zu erheben ankündigt - wie ungefähr würden Kaptalmarkt und Industriebetriebe darauf reagieren? Und wohin würden deren Investitionen abwandern?


    In anderen Ländern werden ähnliche Dikussionen geführt (geführt werden müssen) wie hier - oder findet in den USA, in Asien, keine Digitalisierung und Automatisierung statt? Wie erwähnt, befürwortet z. B. auch Bill Gates eine Maschinensteuer.
    Abgesehen davon sehe ich mich nicht als glühenden Verfechter einer solchen Steuer, sondern brachte sie lediglich als interessante Option in die Diskussion mit ein.



    Das Problem ist eher, dass man (jedermann) von diesem BGE allein würde versuchen müssen, zu überleben.


    NOPE, jedermann könnte sich weiterhin um eine zusätzliche Arbeit bemühen und sich ggfs. zunächst weiterbilden (er wäre ja nun nicht mehr gezwungen, seine Zeit mit Zwangs-Ein-Euro-Jobs etc. zu vergeuden).



    ... hat selbst die IG Metall so ihre Zweifel, das[s] ein BGE sich als Paradies für Arbeitnehmer und Arbeitslose erweisen würde.


    Wer hat von paradiesischen Zuständen nach Einführung eines BGE gesprochen?



    Interessanter als ein allgemeines BGE wäre die von Milton Friedman vorgeschlagene "negative Einkommenssteuer" für Geringverdiener ...


    Man kann über alles diskutieren, gerne, aber dieser Vorschlag (allein) würde der Tatsache nicht gerecht, dass immer mehr Tätigkeiten schlicht wegfallen werden. Da hilft auch keine negative Einkommensteuer.

  • Na bitte, und dafür böte sich bekanntlich das Kommando "Volle Kraft voraus" an.



    Dich sollte man jedenfalls nicht das Kommando übernehmen lassen.
    Das hast Du hiermit zweifelsfrei nachgewiesen...:lol:

  • […] Man kann über alles diskutieren […]

    Schön. Es wird ja auch weltweit diskutiert - es gibt Think Tanks, Parlamente, Talk Shows… und es gibt offenbar eine große Masse betroffener Menschen, die längst verstummt sind…