Ist Arbeit tugendhaft?


  • Wozu hat uns die Evolution unser Riesenhirn geschenkt? Damit wir per dröhnendem Laubsauger Ein-Euro-Jobs verrichten oder den ganzen Tag an einer Supermarktkasse sitzen? Und du willst immer noch zu jämmerlichem Lohn Pakete zustellen? Come onnnn! :-)))



    Nun gibt's ja auch Leute mit eben diesem Riesenhirn,in dem aber nix oder nur wenig drin ist.Was machen die?? Neurophysiologie oder Robotik wird deren Domäne sicher nicht sein-Abgesehen davon: wie kommt die Ware in den Supermarkt??

    Einmal editiert, zuletzt von A0468 ()

  • Es wird immer einfache Arbeiten geben. Und es wird immer Menschen geben, die sich damit die Kasse aufbessern.
    Was soll sich also ändern?
    Angenommen, ich wollte mir Dinge anschaffen, die nicht für die frei (neben den Grundkosten) verfügbaren Mittel aus einem BGE zu bekommen sind, suche ich nach zusätzlichen Einkommensquellen. Angenommen, ich kann nur Regale füllen, weil es zu mehr nicht reicht, fülle ich eben Regale auf.
    So what?

  • Und schimpfst dann auf die Verbrecher-Regierung, die Dich zwingt, Regale aufzufüllen, damit Du Dir ein neues Laptop kaufen kannst...
    So etwas haben wir doch hier!

  • Querulanten wird es immer und überall geben. Da könntest du das Paradies für jeden schaffen, die finden immer das Haar in der Suppe, oder das Badewasser ist um ein oder zwei Grade zu kalt oder zu warm, das Brot ist zu frisch oder nicht frisch genug. Das Wetter, die Straßen, das Fernsehprogramm, andere Menschen...
    Diese Sorte Menschen saugen ihren persönlichen Lebensnektar aus dem Umstand, dass es etwas gibt, worüber nörgeln können und deshalb werden sie nie damit aufhören. Aber so lange sie nicht die tonangebende Mehrheit sind. Tatsächlich bilden diese Nervtöter nur einen Bruchteil der Normalverteilungskurve.

  • Nun gibt's ja auch Leute mit eben diesem Riesenhirn,in dem aber nix oder nur wenig drin ist.Was machen die??


    Ich glaube zwar nicht, alle Hirne enthielten genau das gleiche, aber dass gar nix drin wäre, dürfte ziemlich selten vorkommen. :)


    Ich hatte es bereits geschrieben: Babys sind erstmal neugierige Wesen, die dazulernen wollen. Fördert man das, statt sie zu abgestumpften 'Funktionierern' degenerieren zu lassen, dürfte den meisten Menschen mehr möglich sein, als sie sich vielleicht träumen lassen. Durch ein BGE hätten auch die Eltern mehr Zeit, sich selbst weiterzubilden sowie ihre Kinder zu erziehen und beim Lernen zu unterstützen ...
    Vielleicht nicht alle, aber doch sehr viele sollten bei entsprechender Förderung dazu in der Lage sein, Anspruchsvolleres zu tun, als Regale aufzufüllen.

    Einmal editiert, zuletzt von jaki01 ()

  • […] Babys sind erstmal neugierige Wesen, die dazu lernen wollen. […]

    Dass ein Kind in der frühen Phase seines Lebens vielerlei Erfahrungen machen muss, um dazuzulernen, steht außer Frage - aber ob die Neugier, die es dazu befähigt, als Wille zu deuten ist, also als bewusste Lernbereitschaft, ist eher fraglich.

    […] Durch ein BGE hätten auch die Eltern mehr Zeit, sich selbst weiterzubilden sowie ihre Kinder zu erziehen und beim Lernen zu unterstützen […]

    Im Idealfall könnte die hierfür nötige Zeit genutzt werden - eher anzunehmen ist jedoch, dass in Hinblick auf die alle neun Monate hinzuzugewinnende "Kopfpauschale" des BGE die Eltern die arbeitsfreie Zeit zumeist eher "nutzen" werden, um ihre Kinderschar zu vergrößern.

  • Was denn, du meinst also, auch die deutschen Eingeborenen würden dann lieber schnackseln als arbeiten? Dann sind wir also doch alle so eine Art Afrikaner, auf die eine oder andere Weise, was? :zwink:


  • Dass ein Kind in der frühen Phase seines Lebens vielerlei Erfahrungen machen muss, um dazuzulernen, steht außer Frage - aber ob die Neugier, die es dazu befähigt, als Wille zu deuten ist, also als bewusste Lernbereitschaft, ist eher fraglich.


    Eine Biene, die ich in der Hand halte, will mich stechen. Sagt man so? Man sagt so. Man diskutiert dann normalerweise eher weniger darüber, wie bewusst der Wille, mich stechen zu wollen, auch gedacht wird. Ein Baby, das laufen lernt, steht immer wieder auf, um erneut zu laufen, ja, es will laufen lernen, dasselbe, wenn es sprechen übt. Gut, dass wir auch das nun geklärt haben. Führ doch nicht immer auf Abwege: Ich wollte sagen, dass Babys lernen, wenn man sie lässt. Deshalb würden die meisten nicht dumm bleiben, so man sie förderte - ist das so schwer zu verstehen, was ich sagen will?
    Ich kann dich übrigens auch jedes Mal missverstehen, wenn ich will, aber irgendwie macht es mir keinen so richtigen Spaß, Menschen absichtlich misszuverstehen oder sie von dem, was sie eigentlich sagen wollten wegzuführen.



    Im Idealfall könnte die hierfür nötige Zeit genutzt werden - eher anzunehmen ist jedoch, dass in Hinblick auf die alle neun Monate hinzuzugewinnende "Kopfpauschale" des BGE die Eltern die arbeitsfreie Zeit zumeist eher "nutzen" werden, um ihre Kinderschar zu vergrößern.


    Was du so alles annimmst ... Man könnte ja ein BGE für Neugeborene an bestimmte Bedingungen knüpfen, dass z. B. genug Wohnraum zur Verfügung gestellt wird. Da mehr Raum auch mehr kostet, und Babys auch sonst nicht billig sind, würde sich das Ãœberschreiten einer bestimmten Kinderzahl - zumindest in finanzieller Hinsicht - nicht besonders lohnen. Auf jeden Fall sollte man hier findig genug sein, so etwas nicht zum Knackpunkt einer Idee werden zu lassen. Statt jedoch nach Vorschlägen zu suchen, wie etwas funktionieren könnte, suchst du ausnahmslos das Haar in der Suppe. Hast du jemals darüber nachgedacht wie eine interessante, aber nicht ganz einfach zu realisierende Idee (auch unabhängig vom hiesigen Thema) umgesetzt werden könnte? Hast du jemals irgendetwas kreiert? Oder immer nur den anderen erklärt, warum dieses oder jenes auf gar keinen Fall funktionieren kann? Hinterfrage dich doch mal? Bist du der Miesmacher, als den die meisten dich inzwischen sehen, oder kannst du auch anders?


    Immer wenn ich von dir zitiert werde, weiß ich schon im Voraus, dass nun gleich wieder irgendein Korinthengekacke kommt - ich merke, dass mir für so etwas inzwischen zunehmend die Geduld fehlt, denn Lebenszeit ist kostbar.

  • Ich halte mittlerweile gar nichts mehr davon, das BGE auch an Kinder zu zahlen, so lange sie die Schulbank drücken. Zumindest kein vollständiges. Es gibt jetzt schon zu viele Menschen auf der Erde.

  • Kinder auf vernünftige und sinnvolle Weise groß zu ziehen kann nicht aus dem einfachen BGE einer Einzelperson, auch nicht aus dem von einem Paar, finanziert werden, also muss es eine Erweiterung geben.
    Würde das Kinderkriegen zum Geschäftsmodell, wäre das natürlich auch unsinnig. Also brauchen Kinder Zuschüsse und freie Schulen, Lehrmittelfreiheit, kostenlose Kitas und medizinische Versorgung, etc., und Eltern brauchen das Geld für Kleidung, Verpflegung, Unterkunft...
    Die absehbare Entwicklung, dass es keine Kinder in einem Teil der Welt gibt und dafür verheerenden Ãœberschuss in anderen Teilen, damit es billige Arbeitskräfte gibt, ist mir zu "ökonomisch" - das macht letztlich den Menschen zur Handelsware, Menschenschmuggel zum geschäftlichen Normalfall, Grenzen und Kontrolle erforderlich... organsisierte Sklaverei in Abwandlungen wird damit lukrativ.
    Das kann alles nicht funktionieren, also muss es Anreize auf allen Seiten geben. Einerseits die Kontrolle der Geburten, was in vielen Ländern nur durch Absicherung des Alters und Aufklärung (Geburtenkontrolle) funktionieren kann, andererseits das Sicherstellen der Generationenfolge in den von Ãœberalterung betroffenen Gesellschaften.
    Eine ungesunde Entwicklung durch eine andere zu ersetzen, um einen "Ausgleich zu schaffen, wäre wie das Erhalten der Körpertermperatur im Durchschnitt, indem man den Kopf in den Backofen und Füße in die TK steckt.

    2 Mal editiert, zuletzt von A0468 ()

  • Meines Erachtens müsste das BGE für Kinder die Mehrkosten für deren Grundbedürfnisse abdecken. Dass die von dir genannten Dinge wie Lehrmittelfreiheit, Kita usw. gratis zur Verfügung stehen sollten, steht für mich außer Frage.


    Ich halte nicht viel von Modellen, welche das Einkommen besteuern, ich würde es eher begrüßen, wenn das Geld über Verbrauchs- und Finanztransaktionssteuern (Microtax) abgeschöpft wird. Bei den Verbrauchssteuern würde ich bei manchen Dingen sogar eine Progression einbauen, wie z.B. bei Energie und Treibstoffen, um Sparsamkeit zu belohnen. Wer übermäßig Energie verbraucht zahlt entsprechend steigende Steuern.

  • Eine Biene, die ich in der Hand halte, will mich stechen. Sagt man so? […]

    Nö, so ein Insekt sticht nicht willentlich, sondern triebreflexbedingt: Deswegen würde, sprachlich korrekt, die Aussage auch lauten, dass eine Biene, hielte man sie in der Hand, und sie sich bedroht wähnte, stechen wird.

    […] Man könnte ja ein BGE für Neugeborene an bestimmte Bedingungen knüpfen […]

    Ein bedingungsloses Grundeinkommen an Bedingungen knüpfen zu wollen wäre in der Tat innovativ. Die Grundidee solch eines bedingungslosen Grundeinkommens ist ja gerade der Gedanke, dass jeder Bürger, ausnahmslos, einen festen, bundesweit einheitlichen Betrag zur Deckung seiner Lebenshaltungskosten zugeteilt bekäme - die Idee dahinter ist natürlich, dass der Staat somit eine Menge an Verwaltungsaufgaben einsparte, seinen Beamtenapparat spürbar verkleinerte - und Unternehmen bzw. vermögende Personenkreise von Belastungen wie Kapitalertragsteuer und den z.Zt. als zu hoch empfundenen Lohn- und Lohnnebenkosten befreit würden… weswegen gerade auch jene Personenkreise uns ein solches BGE gern so schmackhaft machen.
    Was ich in meinen - hier offenbar allgemein nicht sehr geschätzten - Beiträgen zum Ausdruck bringe, sind die (vorhersehbaren) mittel- und langfristigen Folgen der Einführung eines solchen BGE.

    Einmal editiert, zuletzt von I'm a Substitute () aus folgendem Grund: ein unterlassenes Wort nachgereicht

  • Ich halte mittlerweile gar nichts mehr davon, das BGE auch an Kinder zu zahlen, so lange sie die Schulbank drücken. Zumindest kein vollständiges. Es gibt jetzt schon zu viele Menschen auf der Erde.

    Interessant… dann ist der Mensch in Deinen Augen also nicht von Geburt an ein Bürger… BGE bedeutet jedoch, dass jeder Bürger, praktisch vom Tag der Eintragung der Ausstellung seiner Geburtsurkunde an, in den Genuss dieser monatlichen finanziellen Zuwendung (und die ist eben nicht nach Alter, Bildungsstand, persönlichen Bedürfnissen gestaffelt) kommt - und da Kinder üblicherweise ihren Erziehungsberechtigten, natürlicherweise sind die die Eltern, anvertraut sind, die auch ihrer Kinder Rechtsgeschäfte und Finanztransaktionen in Vertretung zu übernehmen haben, würde, gegen Entfall der bisher gewährten steuerlichen Freibeträge, der kostenfreien Krankenversicherung über die Krankenkassenbeiträge der Eltern und des gezahlten Kindergeldes, das BGE gezahlt werden müssen.

  • … BGE bedeutet jedoch, dass jeder Bürger, praktisch vom Tag der Eintragung der Ausstellung seiner Geburtsurkunde an, in den Genuss dieser monatlichen finanziellen Zuwendung (und die ist eben nicht nach Alter, Bildungsstand, persönlichen Bedürfnissen gestaffelt) kommt ... würde... das BGE gezahlt werden müssen.



    Sagt wer?
    Gibt es bereits fertige Pläne und Umsetzungsrichtlinien?
    Wo sind die nachlesbar?

  • Ich halte mittlerweile gar nichts mehr davon, das BGE auch an Kinder zu zahlen, so lange sie die Schulbank drücken. Zumindest kein vollständiges. Es gibt jetzt schon zu viele Menschen auf der Erde.


    Die Populationen werden sich schnell auf einfache Reproduktion einstellen, wenn es weltweit soziale Sicherheit für alle Menschen gibt. Die hohen Geburtenraten sind nur dort zu verzeichnen, wo es keine ausreichenden Sozialsysteme und schon gar keine Bildungschancen gibt. Keine Frau wird es sich antun, reihenweise Kinder zu gebären, wenn davon nicht auch ihre Sicherheit im Alter abhängt. Und wenn es BGE gibt, dann für alle und vom ersten Tag der Geburt an.


  • Nö, so ein Insekt sticht nicht willentlich, sondern triebreflexbedingt:


    Das kannst DU mit Sicherheit NICHT beurteilen.


    Intelligence of insects, part I


    Intelligence of insects, part II



    Ein bedingungsloses Grundeinkommen an Bedingungen knüpfen zu wollen wäre in der Tat innovativ.


    Ist doch egal, wie man es nennt ... beispielsweise Diogenes2100 hat es jedenfalls geschafft, einen Lösungsvorschlag zu machen, darum geht es: zu überlegen, wie etwas funktionieren könnte.

  • Die Populationen werden sich schnell auf einfache Reproduktion einstellen, wenn es weltweit soziale Sicherheit für alle Menschen gibt. Die hohen Geburtenraten sind nur dort zu verzeichnen, wo es keine ausreichenden Sozialsysteme und schon gar keine Bildungschancen gibt. Keine Frau wird es sich antun, reihenweise Kinder zu gebären, wenn davon nicht auch ihre Sicherheit im Alter abhängt. Und wenn es BGE gibt, dann für alle und vom ersten Tag der Geburt an.


    Ein BGE, welches in voller Höhe vom Tag der Geburt an bezahlt würde, wäre ein Geschäftsmodell, möglichst viele Kinder zu bekommen. Das ist, zumindest in einem Modell, wo es beim BGE keinerlei Abzüge für Krankenversicherung oder sonstige Abgaben gibt, vollkommen daneben.


    Wenn ich drüber nachdenke, würde ich es sogar degressiv gestalten. Am meisten für das erste Kind, etwas weniger für das zweite und dann noch weniger für jedes weitere.

    Einmal editiert, zuletzt von Diogenes2100 ()