Ein tragischer Suizid wird zum politischen Dampfhammer


  • ... aber im öffentlichen Diskurs findet die Diskussion um unangemessene Sanktionen gegen Hartz IV-Empfänger nicht statt.


    Ist eine Diskussion übers BGE, die unter anderem auf der Unzufriedenheit mit Hartz IV basiert, kein öffentlicher Diskurs?



    Ich bringe aber meine Verwunderung zum Ausdruck dass jede wirkliche jede Abschiebung einer Einzelperson mit viel persönlichem Einsatz und Herzblut diverser Führsprecher und medialer Aufmerksamkeit begleitet wird.


    Warum verwundert es dich, dass gut integrierte Menschen Freunde haben, die sich für sie einsetzen?


    PS: jaki01 lese bitte den verlinkten Artikel noch einmal bevor Du etwas falsches verstehst.


    Nicht böse gemeint, aber es heißt: "Lies ..." (Imperativ).


    Ich weiß nicht, was du willst?
    Frag mich zu Hartz IV, und ich werde das System ablehnen.
    Frag mich zur Abschiebung gut integrierter Flüchtlinge, und ich werde das ablehnen.
    Das heißt noch lange nicht, dass ich mich für jeden Arbeitslosen einsetzen würde (das hängt vom Einzelfall ab, z. B. auch vom Verhalten des Arbeitslosen selbst).
    Das heißt noch lange nicht, dass ich mich für jeden Flüchtling einsetzen würde (das hängt vom Einzelfall ab, z. B. auch vom Verhalten des Flüchtlings selbst).

  • Ist eine Diskussion übers BGE, die unter anderem auf der Unzufriedenheit mit Hartz IV basiert, kein öffentlicher Diskurs?


    Ja es ist öffentlicher Diskurs, allerdings nur für interessierte in den "Qualitätsmedien" findet dieser Diskurs leider nur sehr selten oder nie statt. in den "Qualitätsmedien" findet seit Jahren vor allem das Thema rund um die Migration sehr viel Raum und Zeit. Alle anderen Themen finden in den "Qualitätsmedien"abgesehen von 3 Wochen "Bundestagswahlkampf" kaum oder keine Beachtung.



    Warum verwundert es dich, dass gut integrierte Menschen Freunde haben, die sich für sie einsetzen?


    Nach Deiner sehr offenen und ehrlichen Stellungnahme zu meinen Gedanken, hat sich mein Verdacht verdichtet, dass es weniger die humanitäre Verantwortung die christlichen Werte oder die Freundschaft der Grund der Forderungen sind. Sondern eine Sympathie bzw. Antipathie und der wirtschaftliche Eigennutz die Grundlage der Forderungen bilden.

    Nicht böse gemeint, aber es heißt: "Lies ..." (Imperativ).


    Ach was Herr Oberlehrer, manche belehren andere eben gerne. Ich bin ein Mensch mit der Lebenserfahrung des Alters. Ich weiß welches Tun wirklich wichtig ist,....


    Ich weiß nicht, was du willst?


    Gerechtigkeit gegenüber aller Hilfebedürftigen, egal ob jemand gegenüber eines Hilfebedürftigen Menschen Sympathie bzw. Antipathie empfindet oder wirtschaftlichen Eigennutz erwarten kann.


    Das heißt noch lange nicht, dass ich mich für jeden Arbeitslosen einsetzen würde (das hängt vom Einzelfall ab, z. B. auch vom Verhalten des Arbeitslosen selbst).
    Das heißt noch lange nicht, dass ich mich für jeden Flüchtling einsetzen würde (das hängt vom Einzelfall ab, z. B. auch vom Verhalten des Flüchtlings selbst).


    Danke, für Deine sehr offene und sehr ehrliche Stellungnahme, also sind für Dich die humanitäre Verantwortung sowie die christlichen Werte oder einfach nur die Not eines Menschen nicht "zwingend" ausschlaggebend für Deine Forderungen. Ich glaube Du sprichst eine Wahrheit aus, die andere nur denken. In der Bibel gibt es ein Wort für diese Denken und Handeln …....


  • Ja es ist öffentlicher Diskurs, allerdings nur für interessierte in den "Qualitätsmedien" findet dieser Diskurs leider nur sehr selten oder nie statt. in den "Qualitätsmedien" findet seit Jahren vor allem das Thema rund um die Migration sehr viel Raum und Zeit.


    Vermutlich vor allem der Gegner der Migration wegen, die das Thema zum Mittelpunkt der Innen- und Außenpolitik Deutschlands machen wollen.



    Nach Deiner sehr offenen und ehrlichen Stellungnahme zu meinen Gedanken, hat sich mein Verdacht verdichtet, dass es weniger die humanitäre Verantwortung die christlichen Werte oder die Freundschaft der Grund der Forderungen sind. Sondern eine Sympathie bzw. Antipathie und der wirtschaftliche Eigennutz die Grundlage der Forderungen bilden.


    Das kann ich nicht nachvollziehen. Ich schrieb, dass es logisch sei, dass gut integrierte Ausländer Freunde finden (Kollegen am Arbeitsplatz, im Sportverein, Klassenkameraden, ...), die sich für sie einsetzen, wenn sie abgeschoben werden sollen. Welchen wirtschaftlichen Vorteil sollen beispielsweise Jugendliche haben, die sich für einen liebgewonnen Mitschüler einsetzen?



    Ach was Herr Oberlehrer, manche belehren andere eben gerne.


    Die einen freuen sich darüber, etwas dazuzulernen, die andern ärgern sich ... :)



    Gerechtigkeit gegenüber aller Hilfebedürftigen, egal ob ...


    Ich finde es eben weniger gerecht, einen gut integrierten Ausländer abzuschieben als beispielsweise das Mitglied eines kriminellen Clans. Warum sollten alle gleich behandelt werden, unabhängig davon, wie sie ihre Mitmenschen 'behandeln'?



    Danke, für Deine sehr offene und sehr ehrliche Stellungnahme, also sind für Dich die humanitäre Verantwortung sowie die christlichen Werte oder einfach nur die Not eines Menschen nicht "zwingend" ausschlaggebend für Deine Forderungen.


    Da ich beispielsweise für ein BGE bin, solltest du mir nicht unterstellen, nichts gegen die Not von Menschen tun zu wollen. Allerdings ist eines klar: selbstverständlich würde ich persönlich einem Menschen, der sich mir gegenüber freundlich und zivilisiert verhält, eher helfen, als jemandem, der das Gegenteil tut. Ist das bei dir anders?


    Und ja, ich richte mich nach 'moralischen Werten', bezeichne diese jedoch nicht als 'christlich', weil Werte m. E. unabhängig von Religionen entstanden sind und existieren können.

  • Ja es ist öffentlicher Diskurs, allerdings nur für interessierte in den "Qualitätsmedien" findet dieser Diskurs leider nur sehr selten oder nie statt. in den "Qualitätsmedien" findet seit Jahren vor allem das Thema rund um die Migration sehr viel Raum und Zeit. Alle anderen Themen finden in den "Qualitätsmedien"abgesehen von 3 Wochen "Bundestagswahlkampf" kaum oder keine Beachtung.

    Das liegt an der Besonderheit der Situation. HartzIV- Bezieher oder solche, die andere Sozialleistungen beziehen, gibt es schon lange, es gibt ganze HartzIV-Dynastien, in denen die Kinder auf die Frage nach dem Berufswunsch "hartzen" antworten. Die Frage, die sich mir stellt, ist die nach den Sanktionen, die Du immer nennst, und die bewirken können, dass die Leistungen bei entsprechender Verweigerung auf 0 gestellt werden können. Sanktionen haben einen Grund - man kann darüber streiten, ob sie gerechtfertigt sind oder nicht, allerdings ist festzuhalten, dass da jemand eine Leistung der Gesellschaft in Anspruch nimmt, aber die entsprechenden Regeln nicht einhält. Ob die Leistung ausreicht oder nicht, kann diskutiert werden, es ist aber in jedem Fall eine von der Gesellschaft erbrachte Hilfe. Der junge Mann, von dem Du so mitfühlend berichtet hast, hat alles verweigert, jede Hilfe, auch niederschwellige bei den Tafeln oder Kirchen. Hätte man ihn zwangsernähren sollen? Er ist gestorben, es war Selbstmord.


    Zitat

    Gerechtigkeit gegenüber aller Hilfebedürftigen, egal ob jemand gegenüber eines Hilfebedürftigen Menschen Sympathie bzw. Antipathie empfindet oder wirtschaftlichen Eigennutz erwarten kann.

    Das ist die Sozialhilfe, wie auch immer man sie nennt. Sie wird aus Steuermitteln, also von uns allen, bezahlt, ohne jede Sympathie oder Antipathie und ohne wirtschaftlichen Eigennutz ausgegeben, es sei denn, der Empfänger hält sich nicht an die Regeln, die es dafür gibt. Zusätzlich gibt es noch private Initiativen, da mag gelegentlich Sympathie oder Mitleid eine Rolle spielen.
    Darüberhinaus muss man bedenken, dass Ertrinken im Mittelmeer oder Folter in den Lagern zu Recht mehr Aufmerksamkeit verdient als eine Sozialleistung, die als zu niedrig empfunden wird und durch Lebensmittelgeschenke bei den Tafeln ergänzt werden muss.


    Und Sybilla: Sprich nicht von der Bibel - da gibt es rein gar nichts geschenkt, auch wenn die Gegenleistung im Anbeten besteht.

  • Das liegt an der Besonderheit der Situation. HartzIV- Bezieher oder solche, die andere Sozialleistungen beziehen, gibt es schon lange, es gibt ganze HartzIV-Dynastien, in denen die Kinder auf die Frage nach dem Berufswunsch "hartzen" antworten. Die Frage, die sich mir stellt, ist die nach den Sanktionen, die Du immer nennst, und die bewirken können, dass die Leistungen bei entsprechender Verweigerung auf 0 gestellt werden können. Sanktionen haben einen Grund - man kann darüber streiten, ob sie gerechtfertigt sind oder nicht, allerdings ist festzuhalten, dass da jemand eine Leistung der Gesellschaft in Anspruch nimmt, aber die entsprechenden Regeln nicht einhält. Ob die Leistung ausreicht oder nicht, kann diskutiert werden, es ist aber in jedem Fall eine von der Gesellschaft erbrachte Hilfe. Der junge Mann, von dem Du so mitfühlend berichtet hast, hat alles verweigert, jede Hilfe, auch niederschwellige bei den Tafeln oder Kirchen. Hätte man ihn zwangsernähren sollen? Er ist gestorben, es war Selbstmord.


    Danke für diesen Nachweis zynischer Unmenschlichkeit und enormer Fähigkeit zur Differenzierung. Dass die Jobcenter es bis heute, nach mehr als 13 Jahren Ãœbungsphase immer noch nicht schaffen, mehr als die Hälfte ihrer Bescheide fehlerfrei und diskriminierungsarm zu erstellen war dir vermutlich gar nicht bewusst. Dass fast die Hälfte aller Klagen gegen Sanktionen erfolgreich ist, vermutlich ebenfalls nicht.

  • Was ist daran unmenschlich, wenn ich feststelle, dass jemand, der verhungert ist, weil er jede Hilfe verweigert hat, Selbstmord begangen hat? Ich habe doch gesagt, dass man über alle Sanktionen streiten kann, Du schreibst ja selbst, dass das auch gemacht wird. Diese Möglichkeiten gibt es, und sie sind in der Hälfte der Fälle auch erfolgreich. Dass die Jobcenter es nicht schaffen

    Zitat

    mehr als die Hälfte ihrer Bescheide fehlerfrei und diskriminierungsarm zu erstellen

    liegt am Personal und nicht am System. Oder möchtest Du sagen, dass es eine Anordnung gibt, jeden Bescheid zunächst mal antragsstellerfeindlich zu erstellen?


    Sybilla hat beklagt, dass wir uns hier um ertrinkende Flüchtlinge kümmern und nicht um die Not im eigenen Land. Und da sage ich, dass die Not im eigenen Land staatlicherseits und privat gelindert wird, so mangel- und fehlerhaft das ist. Es muss aber bei uns niemand verhungern. Man muss schon sehr zielgerichtet denken, wenn man bei dem Beispiel des verhungerten jungen Mann geflissentlich überliest, dass ihm und seiner Mutter Hilfe angeboten worden ist.



  • Oder möchtest Du sagen, dass es eine Anordnung gibt, jeden Bescheid zunächst mal antragsstellerfeindlich zu erstellen?



    Angesichts der Gesamtumstände, der Durchführungsverordnungen, der statistischen Effizienzklassifizierungen, der Bewertungskriterien für Leitung und Mitarbeiter, und was ich in den letzten Jahren alles lesen konnte, drängt sich der Verdacht auf, dass stets billigend in Kauf genommen wird, dass es Härtefälle gibt und ganz gezielt ein in etwa gleich hoch bleibender Anteil der Anspruchsberechtigten im Schwebezustand gehalten wird. Das führt zu einem doppelten Vorteil.
    Erstens: wer in einem Zustand der Unbestimmtheit verbleibt, ist aus der Statistik. Nimmt einen neuen Status ein, der sich auf die (üblicherweise zitierte) Statistik positiv auswirkt, indem dieser Schwebezustand die Zahl der regulär Anspruchsberechtigten senkt.
    Zweitens: Die Summe der ausbezahlten Leistungen wird reduziert. Werden Nachzahlungen fällig, werden diese nachträglich und separat gebucht, bleiben also dauerhaft aus den (zumeist zitierten) Statistiken, die die reguläre Auskehr an Leistungsberechtigte beziffern.
    Statistiken werden zum Steuerelement der Handlungsmaxime. Nicht der Mensch, sondern die Statistik der jeweiligen Abteilung gibt die Bearbeitungskriterien vor. Das ist leider nicht von der Hand zu weisen. Natürlich per Saldo (im Ganzen) widersinnig, aber die einzelne entscheidende Stelle schaut nur auf die eigene Statistik. Die interessieren sich aus der Struktur des Diktats der individuellen statischtischen Bemessungrenzen nicht für das "große Ganze". Und am Wenigsten für den betroffenen Menschen und seine Not.

  • ... Oder möchtest Du sagen, dass es eine Anordnung gibt, jeden Bescheid zunächst mal antragsstellerfeindlich zu erstellen?


    So deutlich würde ich das nicht ausdrücken, wobei diese Aussage den Kern des Systems schon gut trifft. Wie etliche Leaks aus dem Inneren dieses Molochs aufzeigen, gibt es Zielvorgaben. Wenn ich Ziele definiere, die Einsparungen von x% beinhalten und die Geschäftsführer der Jobcenter Prämien für die Einhaltung dieser Ziele erlangen können, dann trifft das deine Aussage schon sehr gut.

  • Zielvorgaben https://www.sgb2.info/DE/Servi…n/zielvereinbarungen.html in Bereichen, in denen Menschen am Monatsende nicht wissen, ob sie noch etwas zu essen und zu trinken kaufen können oder ob sie Strom, um zu waschen und zu kochen haben, sind m. E. unethisch. Eine Grundsicherung ist eine Grundsicherung ist eine Grundsicherung. Und Tafeln und Ehrenamtsfunktionen sind freiwillig und können "von heute auf morgen" wieder wegbrechen. Diese mit in die Grundsicherung einzubeziehen ist grundsätzlich falsch weil sie mit einer Sicherung nichts zu tun haben. Zielvorgaben werden in "meinem" Unternehmen den Kollegen gemacht, die beim Kunden vorstellig werden und verkaufen sollen.
    Irgendwie ist das Verständnis Grundsicherung abgedriftet.


    Frdl. Grüße
    Christiane


  • Die „Qualitätsmedien“ werden einen Dreck in Hinsicht deiner sinnvollen Empfehlung tun, sondern das machen, was sie seit Jahren machen: Jeden Tag eine neue Sau durchs Land treiben, mit der Quote gebildet, Einnahmen generiert und die deutschen Gartenzwerge von den eigentlichen Problemen (z.B. der Problematik einer durch und durch desaströsen Politik) abgelenkt werden können. Der Auftrag zu einer umfassenden und neutralen Berichterstattung steht diesen Interessen entgegen und somit wird dieser Auftrag nicht bzw. nur mehr zum Schein erfüllt.


    Das oben benannte Beispiel dieses tragischen Suizids sehe ich allerdings weniger als einen Erweis für die m.E. oftmals schwache Arbeit der "Qualitätsmedien". Der benannte tragische Suizid dieses Afghanen gehört angesichts der politischen Rahmenbedingungen beachtet und zumindest der von dir verlinkte Tagesspiegel-Artikel versucht das auf eine m.E. seriöse Art. Natürlich gehören auch die vielen anderen tragischen Suizide aus der Tabuzone geholt, die sich leider tagtäglich in Deutschland (und nicht nur da) ereignen. Das eine schließt das andere nicht aus, das bedeutet mir, dass nicht das Aufgreifen dieses tragischen Suizids das Problem ist, sondern die Tabuisierung der vielen anderen Suizide und deren möglichen sozialen Hintergründe. Hier erkenne ich ein eigentliches Problem derart, dass die Behandlung von strukturellen gesellschaftspolitischen Problemen bzw. deren Ursachen grundsätzlich in Deutschland konsequent unterbunden wird. Nicht umsonst wurde der Diskussionsstrang "Tabuthema Armut" eingerichtet.


    Wie verlogen die "Qualitätsmedien" vorgehen, wenn es um die Behandlung grundsätzlicher Problematiken geht, ließ die Berichterstattung über die Rettungsaktion der in einer überfluteten Höhle eingeschlossenen thailändischen jungen Fußballer erkennen. Auch wenn das Thema wichtig war, seine herausgestellte Behandlung überdeckte (sollte überdecken), dass im selbigen Zeitraum hunderte Flüchtlinge im Mittelmeer ertranken (und immer noch ertrinken), während die privat organisierte Seenotrettung durch Italien festgesetzt wurde. Das ist ein Skandal, der aber im Sommerlich genauso abbsaufen solle wie die vielen hundert Flüchtlinge. Die verkackte EU macht in dieser Angelegenheit wieder einen auf die berühmten drei Affen, so wie die ganze EU bis dato auch nicht eine Sekunde zu einer soliden Fluchtpolitik gefunden hat.


    Menschen und Menschenleben spielen im Kapitalismus nun einmal keine Rolle, wenn die Rettung von Menschenleben und gesunde Lebensbedingungen dem Profitstreben der Kapitaleliten im Wege steht.

    2 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • - Selbstzitation -


    Eine Meldung der Aktion MISSION LIFELINE e.V. zur traurigen aktuellen Entwicklung beim Sterben im Mittelmeer:


    Zitat

    Während wir hier fest sitzen, geht das Sterben auf dem Mittelmeer weiter

    22. Juli 2018 — Während unser Schiff, die LIFELINE, sowie viele weitere Rescue-Schiffe fest gehalten werden, geht das Sterben auf dem Mittelmeer weiter und nimmt katastrophale Ausmaße an.


    Ãœberzeugt euch selber - hier könnt ihr die Zahlen sehen: https://lives-lost-in-the-med.eu/


    https://www.change.org/p/13329…4703396&mid=7259882&jb=45

    2 Mal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: Bitte keine Inflation unnötiger Selbstzitationen. Vor allem nicht als Vollzitat.

  • Menschenskinder Tommy, das hast du aber echt mal wieder Langeweile gehabt, oder?


    Du glaubst doch nicht im ernst, daß das etwas bringt....und wenn ich mir die ganzen Antworten so anschaue...


    Ãœberwiegend warscheinlich zufriedene Hausfrauen, die noch nicht einmal selber arbeiten gehen sondern das lieber dem Männe überlassen, damit sie auch aus Langeweile selbstzufrieden stellende Kommentare posten können...


    Eine echt edel gesinnte Truppe, die sich da bis jetzt gemeldet hat...gibt es da Adressen zu?
    Ich würde die gerne mit dem Kommentar veröffentlichen, das sie bereit sind, ein paar von uns ausgebeutete Afrikaner (so als Wiedergutmachung) aufzunehmen und sich um sie in allen Belangen zu kümmern...


    Als Gegenleistung bekommen die dann von denen beigebracht, wie man das Internet effizient nutzen kann....:sifone:

  • Zitat

    [h=2]Asyl in Deutschland Uno-Flüchtlingsrepräsentant für schnelle Abschiebungen[/h] Wird ein Asylgesuch abgelehnt, muss die Rückführung "ohne viel Verzug" geschehen. Das fordert nun der Repräsentant des Uno-Flüchtlingshilfswerks in Deutschland. Sonst werde das ganze System beschädigt.
    http://www.spiegel.de/politik/…chiebungen-a-1219689.html


    Zitat

    "Die Herausforderung des Systems in Deutschland ist, die negative Konsequenz eines abgelehnten Asylantrags - nämlich die Rückführung ins Ursprungsland - ohne viel Verzug durchzuführen." Abschiebungen seien nun einmal Teil des Asylsystems. "Wenn sich der Eindruck verfestigt, dass es egal ist, wie ein Verfahren ausgeht, weil die Antragsteller so oder so in Deutschland bleiben, wird dieses System beschädigt."


    Damit dürfte wohl alles gesagt sein....

  • Damit dürfte wohl alles gesagt sein....


    Tja, nur blöd, wenn die Grundlage für Abschiebungen immer mehr verbreitert und selbst Bürgerkriegs- und Folterstaaten zu sicheren Herkunftsländern erklärt werden.

  • Tja, nur blöd, wenn die Grundlage für Abschiebungen immer mehr verbreitert und selbst Bürgerkriegs- und Folterstaaten zu sicheren Herkunftsländern erklärt werden.


    Und welchen Gründen ist das geschuldet? Doch nur den Fehlern, die man sich bis heute leistet...


    Wieviele, ich sage mal nur Afrikaner, wollen denn zu diesem Zeitpunkt nach Europa, aus welchen Gründen auch immer?


    Wieviele europäische Staaten gibt es mittlerweile, die diese Leute "problemlos" aufnehmen würden?


    Dieses ganze Geschwafele von "dann müssen wir eben teilen lernen" geht doch völlig ins Leere und als Schuss nach hinten los.


    Niemand will das, was er sich unter Verzicht von Lebenszeit erarbeitet hat, mit irgend jemandem teilen...schon mal gar nicht freiwillig.
    Jede Regierung, die jetzt die Grenzen aus humanitären Gründen aufmacht, begeht politischen Selbstmord.


    Du wirst dich noch wundern, welche Länder zukünftig als sichere Herkunftsländer erklärt werden...und ich bin mir ganz sicher, wenn kein einziger Kahn mehr auf dem Mittelmeer patrouilliert, wird sich das ganz schnell herumsprechen.


    Und, du wirst anhand der bisherigen Ereignisse zugeben müssen, in der Masse ist es dem Europäer schlichtweg egal, in welche Länder abgeschoben wird...niemand will amerikanische Zustände in seinem Land.

  • Menschenskinder Tommy, das hast du aber echt mal wieder Langeweile gehabt, oder?



    Ich habe keine Langeweile, sondern Empathie und bin nicht blöd.
    Etwas also, um das sich saturierte Wohlstandsbürger m.E. erst noch kümmern sollten.


  • Dieses ganze Geschwafele von "dann müssen wir eben teilen lernen" geht doch völlig ins Leere und als Schuss nach hinten los.


    Niemand will das, was er sich unter Verzicht von Lebenszeit erarbeitet hat, mit irgend jemandem teilen...schon mal gar nicht freiwillig.


    Man sollte immer vorsichtig sein, wenn man Verallgemeinerungen anstellen will, die ungefragt quasi allen oder fast allen Mitmenschen bestimmte Denk-und Handlungsweisen unterstellen will. Das geht laut meiner Erfahrung zu 99% an der Realität vorbei, da es es extrem unwahrscheinlich ist, dass alle oder fast alle Menschen so denken und handeln, wie man das behauptet bzw. das gerne hätte um die eigenen Vorlieben und Praktiken als etwas darzustellen, das doch angeblich all de facto machen würden, wenn sie das könnten.


    Zitat

    Jede Regierung, die jetzt die Grenzen aus humanitären Gründen aufmacht, begeht politischen Selbstmord.


    Angenommen, dem wäre so, dann kann ich mich für dieses Land und die in ihm (oft auf Kosten der Armen weltweit) lebenden Gartenzwerge nur mal wieder fremdschämen. Seit Jahrzehnten lassen sich die deutschen Zipfelmützchenträger von Banken, Konzernen, der Politik und Medien für dumm verkaufen und um einen Teil der Früchte ihrer Arbeit bringen. Jede inhumane Schjweinerei wird schicksalsergeben bzw. obrigkeitstreu abgenickt, aber erst wenn noch mehr verarschte Teufel kommen und das weltweite Elend in den eigenen Landesgrenzen sichtbar wird, dass das feige und egoistische (Nicht)denken und Handeln der Gartenzwergkolonie verursacht, dann jaulen die bezipfelten Helden auf und drohen mit der Revolte, die von vorn herein ausfallen muss angesichts der vielen Armseligkeit des kleindeutschen Zwergentums.


    Zitat

    Du wirst dich noch wundern, welche Länder zukünftig als sichere Herkunftsländer erklärt werden...und ich bin mir ganz sicher, wenn kein einziger Kahn mehr auf dem Mittelmeer patrouilliert, wird sich das ganz schnell herumsprechen.


    Das sehe ich als Wunschdenken.

    2 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()