Rechtsautoritäres selbsternanntes Rassismusopfer - der Özil

  • Wieder mal eine Heul-Rotz-Klolumne von Jay Augstein.
    http://www.spiegel.de/politik/…ge-kolumne-a-1219715.html


    Der Herr Özil hat einen Politiker als "seinen" Präsidenten "be-T-shirtet", der sich weit rechts von der AfD befindet. Erdogan hat das volle rechtsautoritäre Programm, Maulkorb für die Presse, paramilitärische Einsätze in den den Siedlungsgebieten von Minderheiten, Massenentlassungen von politisch Unliebigen, Geiselnahmen von Ausländern, Interventionskrieg ...


    Nur mal angenommen, ein autochtoner deutscher Nationalspieler (oder wie auch immer man das nennen soll) hätte sich mit dem zukünftigen "Bundeskanzler Höcke" fotografieren lassen.


    Und warum die "polnisch-stämmigen" Nationalspieler nichts abbekommen haben?
    Weil sie sich nicht mit PIS-Kaczynski bei der T-Shirt-Ãœbergabe haben fotografieren lassen und PIS-Kaczynski gegen Erdogan schon fast rechtsstaatlich aussieht.


    Es ist absurd, wie der falsche Jakob hier knallharte rechtsautoritäre Tendenzen (und ich schreibe jetzt nicht wie unser Jakob das nennen würde, wenn die AfD so eine Programmatik hätte wie Erdi sie umsetzt) einfach wegnebelt. Aber anscheinend ist das nicht so schlimm, wenn es nur nicht deutsch ist.
    Der Herr Özil hat sich ausgezeichnet im rechtsaußen Spektrum integriert, nur die Flagge hat die falschen Farben.


    Gruß
    Verbalwalze

  • ....Nur mal angenommen, ein autochtoner deutscher Nationalspieler (oder wie auch immer man das nennen soll) hätte sich mit dem zukünftigen "Bundeskanzler Höcke" fotografieren lassen....



    Podolski lief übrigens mit einer schwarzen Armbinde auf nach dem Flugzeugabsturz von Lech Kaczynski:


    Zitat

    "Da ich in Polen geboren bin und ich ein polnisches Herz in mir trage, ist das schon sehr, sehr traurig. Das muss man erst mal verdauen."

  • Immerhin ist Herr Erdogan hocherfreut über den Rücktritt(zumal Özil wegen seines Glaubens rassistisch behandelt wurde(von welcher offiziellen Seite eigentlich?)) und nannte Özils Haltung nach einem Telefonat mit ihm " national und einheimisch"...

  • Eigentlich sollte man alle, die für den Kasper Erdi hier in Deutschland gestimmt haben, mal auf eine einjährige Schnupperpartie nach Konstantinopel schicken...bei denen ist nämlich auch von Integration nix zu sehen oder zu hören...


    Wer so einen Quark vor der Presse und im Internet zum besten gibt, muß entweder völlig neben der Spur sein oder ein geistiger Tiefflieger...


    Anscheinend hat ihm seine Schule die falschen Werte vermittelt...oder er hat da etwas grundlegendes nicht kapiert, bis heute...


    Vielleicht sollte er umsatteln...als Regierungssprecher des Sultanats könnte aus ihm echt etwas werden....:cool:

  • Wobei...habe im Radio eine Reportage gehört.
    Da haben zwei Türken Erdogan gewählt, weil die in der Türkei lebenden Eltern es ihnen gesagt haben, weil unter Erdogan es in jedem Jahr eine Rentenerhöhung geben würde....


    Gibt also auch wohl ganz praktische Gründe, außerhalb des Nationalstolzes

  • Wobei...habe im Radio eine Reportage gehört.
    Da haben zwei Türken Erdogan gewählt, weil die in der Türkei lebenden Eltern es ihnen gesagt haben, weil unter Erdogan es in jedem Jahr eine Rentenerhöhung geben würde....


    Gibt also auch wohl ganz praktische Gründe, außerhalb des Nationalstolzes


    Gündogan und seine Familie machen Geschäfte in der Türkei. Geschäfte, die ohne das Wohlwollen der AKP nicht laufen würden (wegen Baugenehmigungen etc.). Die Türkei ist inzwischen ein Land, in dem man sich mit der Junta gut stellen muss, wenn man etwas erreichen oder keine Probleme bekommen will. Egal wie man politisch wirklich dazu steht.


  • Es ist absurd, wie der falsche Jakob hier knallharte rechtsautoritäre Tendenzen (und ich schreibe jetzt nicht wie unser Jakob das nennen würde, wenn die AfD so eine Programmatik hätte wie Erdi sie umsetzt) einfach wegnebelt. Aber anscheinend ist das nicht so schlimm, wenn es nur nicht deutsch ist.
    Der Herr Özil hat sich ausgezeichnet im rechtsaußen Spektrum integriert, nur die Flagge hat die falschen Farben.


    Auch du machst es dir hier zu einfach und unterscheidest verschiedene Dinge nicht. Rassismus im Alltag ist real und er wird in letzter Zeit salonfähiger. Als nicht Betroffener bekommst du davon natürlich nichts ab und kannst darüber nichts wissen. Meine Frau ist Türkin und ich bekomme das mit. Das fängt bei der Wohnungssuche an, wenn Vermieter schreiben, dass Menschen mit ausländischen Namen sich gar nicht erst bewerben brauchen. (Mit solchen Pennern will ich eh in keinem Lebensbereich etwas zu tun haben)
    Oder bei der Schulempfehlung, wenn die Beamten felsenfest die Ansicht vertreten, dass türkische Frauen keine Gymnasialbildung brauchen oder gar schaffen könnten. Oder wenn man mal ein türkisches Rezept teilt und dann die Hassmails eintrudeln, dass man in Deutschland doch bitte deutsch kochen soll.
    Oder wenn die Bewerbung wegen des Namens aussortiert wird und bei Nachfrage sich der Ansprechpartner ganz überrascht gibt, weil die sich bewerbende Person ganz normales Deutsch spricht.
    Oder wenn man gefragt wird, woher dieser "exotische Name" kommt und dann voller Entsetzen und verstört angeschwiegen wird, weil vorher noch über entsprechende Gruppen vom Leder gezogen wurde. Ich kann dir den ganzen Tag selbst erlebte Beispiele schildern.
    Auch die implizite Arroganz und automatische Herabwertung einiger Deutscher, ist ein regelmäßiger Begleiter, sogar von Menschen, denen man es nicht zugetraut hätte.
    Da gibt es Stoff für jeden einzelnen Tag im Jahr. Ich will und kann das nicht genau quantifizieren, aber es ist ein reelles Problem und es ist deutlich spürbar. Und es wird mehr und es wird mehr und mehr akzeptiert. Das als Opferrolle und Rassismuskeule zu stigmatisieren, zeugt von entweder Unkenntnis oder willentlicher Ignoranz. Das erklärt beileibe nicht alles, ist aber ein Teil dessen. Es ist die Realität. Gerade Özil oder andere Personen im öffentlichen Rampenlicht, haben davon seit Jahren erhebliche Anteile abbekommen. Das er bekennender Moslem ist, mehrt den Hass noch exponentiell. Wer das nicht sieht, ist wie gesagt blind. Man kan jetzt darauf verweisen, dass er Milionär ist etc. pp. aber die Situation ist nunmal Sinnbild für sehr viele Migranten in Deutschland und fast alle werden dir berichten, dass sie diese Arroganz und Heuchelei der deutschen Mehrheitsgesellschaft kennen und hassen.
    Das Özil nun selber Verstrickungen ins nationalistische und religiöse Milieu der Türkei hat, macht es nicht besser, ändert aber an der Problematik in Deutschland nichts. Da ist natürlich auch viel Heuchelei im Spiel. Niemand heuchelt weltweit mehr, als die Oberpatrioten Nationalisten und Religiösen. In Deutschland über Rassismus klagen, in der Türkei Faschisten und Rassisten unterstützen. Das geht. Genauso wie es geht, das in Deutschland breite Kreise sagen, der Islam gehöre nicht zu Deutschland und sich dann bestätigt sehen, wenn Muslime sagen: "Gut, dann gehören wir halt nicht zu Deutschland, sondern zu Erdogan." Den alten Mann die Treppe runtertreten und ihm dann vorhalten, dass er zu schnell renne.
    Du kannst noch so gut integriert sein, für etliche hierzulande gehörst du nie dazu. Dafür steht der Fall Özil inzwischen.
    Dummheit, Heuchelei, Verlogenheit. Etwas anderes ist das nicht.
    Man kann Täter und Opfer gleichzeitig sein, das schliesst sich nicht aus. Und der nicht abebbende Rassismus immer größer werdender Kreise in Deutschland ist sehr real und keine "Opferrolle" oder "Gejammer". Für die Türkei gilt dasselbe. Diese Gruppen sind sich sehr ähnlich, nur die Etiketten sind andere.

    Einmal editiert, zuletzt von A0583 ()


  • Oder wenn man mal ein türkisches Rezept teilt und dann die Hassmails eintrudeln, dass man in Deutschland doch bitte deutsch kochen soll.


    Ist ja unfassbar. Manchmal bin ich dann doch froh, mich in meiner "Steemit-Blase" zu bewegen, wo es von thailändischen, indonesischen, koreanischen, türkischen, chinesischen, chilenischen, äthiopischen und vielen anderen Rezepten nur zu wimmelt, welche dort einen ihrer Leckerheit angemessenen Reward und viele wohlwollende Kommentare ernten.


    Das oft bodenlos dumme Facebook-Gebrabbel bekomme ich glücklicherweise nur am Rande mit, wenn meine Frau mir von Artikeln oder Kommentaren berichtet, über die sie sich gerade wieder ärgert ...



    Da gibt es Stoff für jeden einzelnen Tag im Jahr. Ich will und kann das nicht genau quantifizieren, aber es ist ein reelles Problem und es ist deutlich spürbar. Und es wird mehr und es wird mehr und mehr akzeptiert. Das als Opferrolle und Rassismuskeule zu stigmatisieren, zeugt von entweder Unkenntnis oder willentlicher Ignoranz.


    Zum Thema "Opferrolle":


    Mir geht das wehleidige Gejammere vieler Deutscher, alle wollten immer nur ihr Geld, kämen hierher, um sich alimentieren zu lassen und den "dummen deutschen Michel" auszunutzen, ohne sich anzupassen etc. gepaart mit Arroganz und dem Bedürfnis, anderen Menschen eine 'Leitkultur' aufzuzwingen (ohne jemals selbst Interesse für die Lebensweise anderer - auch anderer Deutscher - zu zeigen) ganz ungeheuer auf den Geist.
    Sie werfen anderen eine Opferrolle vor, die sie selbst bestens ausfüllen und sobald man widerspricht, wird das weinerlich damit gleichgesetzt, ihnen nun auch noch die freie Meinungsäußerung verwehren zu wollen, obgleich doch auch Widerspruch nichts anderes ist als freie Meinungsäußerung ...


    Außerdem frage ich mich, ob es dem armen, ausgenutzten deutschen Michel wirklich sooo viel besser ging, bevor Flüchtlinge das Land und ausländischstämmige Fußballmillionäre die Nationalmannschaft eroberten ... :)



  • Das ist jetzt aber ein spaßiges Manöver, nachdem Du Dir ja alle Mühe gibst, Putins kleinen Ausflug ins benachbarte Ausland zu verharmlosen.
    Aber der Herr M. ist ja nun einmal nicht mehr aktiv und hat auch einen gewissen Ruf, verknüpft mit einem Geltungsbedürfnis, und wenn dann ein Präsident ruft. Nicht mehr aktive Hohlbirnen, die für Putin eine Schleimspur legen gibt es so einige und dieser da, ist höchstens die #3. Und er hat auch was abbekommen.


    Zitat von Diogenes2100

    Podolski lief übrigens mit einer schwarzen Armbinde auf nach dem Flugzeugabsturz von Lech Kaczynski:


    Sollte man das nicht durchgehen lassen, nach einem Flugzeugabsturz mit 100 Toten? Außerdem waren die PISser damals noch bei weitem nicht so weit.


    Gruß
    Verbalwalze

  • Gündogan und seine Familie machen Geschäfte in der Türkei. Geschäfte, die ohne das Wohlwollen der AKP nicht laufen würden (wegen Baugenehmigungen etc.). Die Türkei ist inzwischen ein Land, in dem man sich mit der Junta gut stellen muss, wenn man etwas erreichen oder keine Probleme bekommen will. Egal wie man politisch wirklich dazu steht.


    Das schreit eigentlich nicht einem Drittreichvergleich, aber ich begnüge mich mal mit einer einfachen Söldnerseele und eigentlich ist genau das ja auch einer der Hauptkritikpunkte. Die beiden Opportunisten hätten mit der Türkei ganz sicher nicht Weltmeister werden können und für die fußballerische Vita sind sie dann dahin gewechselt, wo man Chancen auf so ein schmückendes Detail hat. Vielleicht sind es auch einfach nur Hohlbirnen, die dem Glanz des Präsidentenamtes erlegen sind.
    Mit soviel Abstand hätte man sich aber in diesem Falle durchaus über den Herrn Erdogan und seine Politik kundig machen können und dann wenigstens die Klappe halten und Gras über die Sache wachsen lassen.


    Gruß
    Verbalwalze

  • Jetzt wird es etwas kontrovers

    Auch du machst es dir hier zu einfach und unterscheidest verschiedene Dinge nicht. Rassismus im Alltag ist real und er wird in letzter Zeit salonfähiger.


    Das sind gar keine verschiedenen Dinge. Jede Person strahlt mit ihren Handlungen auf die mit Ihr assoziierten Gruppen ab. Und dann geht das in dem konkreten Fall wie folgt.
    Die Gruppe Türken wird "verdächtigt" deutsche Pässe zum Einschieben von Vorteilen anzunehmen, ohne sich wirklich integriert zu haben.
    Ein eingebürgerter deutscher Fußballnationalspieler bezeichnet den türkischen Präsidenten (einen lupenreinen Rechtsautoritären) als "seinen Präsidenten". Ach nee waren zwei von dene.
    Damit ist der Verdacht bestätigt - in diesen beiden Fällen.
    Das kann man jetzt wunderbar ausdifferenzieren, ob die beiden einfach nur Rampenlicht gesucht haben (fahrlässig) oder wirklich eine solche politische Einstellung haben (womit für mich dann das Thema "Toleranz" aber gegessen und die Karte "Rassismus" gesperrt ist).


    Da gibt es Stoff für jeden einzelnen Tag im Jahr. Ich will und kann das nicht genau quantifizieren, aber es ist ein reelles Problem und es ist deutlich spürbar. Und es wird mehr und es wird mehr und mehr akzeptiert. Das als Opferrolle und Rassismuskeule zu stigmatisieren, zeugt von entweder Unkenntnis oder willentlicher Ignoranz.


    Da es sich millionenschwere Stars handelt, die in die Nationalmannschaft aufgenommen wurden, kann die Unterdrückung nur begrenzt gewesen sein. Zudem ist die Reihenfolge derart, das ich einen beleidigten Abgang mit Nachtreten unterstelle.
    Weltanschaulich im Klo gegrabbelt und Scheiße gespielt.



    Genauso wie es geht, das in Deutschland breite Kreise sagen, der Islam gehöre nicht zu Deutschland und sich dann bestätigt sehen, wenn Muslime sagen: "Gut, dann gehören wir halt nicht zu Deutschland, sondern zu Erdogan."


    Das ist ein erhebliches Problem. Ich finde auch, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört. Das ist meine persönliche Meinung.
    Folgende Gründe:

    • Diese Weltanschauung liegt mir quer
    • Deutschland hat kaum einen Beitrag dazu geleistet
    • Diese Weltanschauung hat zu Deutschland auch kaum einen Beitrag geleistet.


    Zum Vergleich Sozialismus, der gehört zu Deutschland

    • Liegt mir auch quer
    • Deutschland hat aber einen erheblichen Beitrag dazu geleistet
    • Deutschland ist erheblich dadurch geprägt worden


    Das Problem ist natürlich, dass die Weltanschauung ein wichtiger Teil der Persönlichkeit ist. Aber ich kann Islam genauso akzeptieren, wie Sozialismus, ohne dass ich die so überzeugte Person negieren muss.
    Trotzdem will ich von beidem weniger in Deutschland. Es kommt also gar nicht darauf an, ob es dazugehört.


    Wir müssen also auf Toleranz gehen. Scharia-Islam ist bei mir aber in der roten Zone. Und die Apostasie-Regel wie im realen Islam und auch im realen Sozialismus ausgeprägt sind dunkelrot.


    Gruß
    Verbalwalze

  • Die beiden Opportunisten hätten mit der Türkei ganz sicher nicht Weltmeister werden können und für die fußballerische Vita sind sie dann dahin gewechselt, wo man Chancen auf so ein schmückendes Detail hat.


    Gruß
    Verbalwalze


    Sie mussten nicht "wechseln".
    Zufällig beide in Gelsenkirchen geboren und aufgewachsen. Hast du auch noch nicht mitbekommen, oder?


    Sonst immer rumpaulen wegen angeblich beschnittener Meinungsfreiheit, sie dann anderen beschneiden wollen und Leute am liebsten gleich ausbürgern wollen, die das Gebrabbel von Toleranz, Vielfalt und Demokratie tatsächlich noch ernst nehmen. Creepy. Und irgendwie sehr inkonsequent.
    In diesem Fall zelebrieren aufrechte Deutsche das Gleiche wie unter ErdoÄŸan, nur spiegelbildlich umgekehrt: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!
    Aber Rassismus ..? Wir doch nicht! :erol: :diabolo:

  • Es geht ums Geld buw. um Geldanlagen in der Türkei, zumindest bei Gündogan - er ist dort an Enkaufszentren beteiligt. Eine Nähe zur AKP ist da sicherlich geschäftlich von Vorteil (Baugenehmigungen und Grundstückskäufe). Allerdings habe ich bei Gündogan auch das Gefühl, das er längst weiß welchen Bock er da geschossen hat.


    Özil wiederum scheint ein Beraterproblem zu haben (Erkan Sögüt). Der Text auf Englisch indem er seinen Rücktritt aus der Nationalelf begründet stammt mE mit ziemlicher Socherheit nicht aus Özils persönlicher Feder. Dazu ist der Text zu geschliffen und zu wortgewaltig. Man sehe sich im Vergleich dazu nur mal eines von Özils Interviews an. Das hat jemand anderes geschrieben und sich von Özil vielleicht noch absegnen lassen.

  • Vielleicht sollte er umsatteln...als Regierungssprecher des Sultanats könnte aus ihm echt etwas werden....:cool:


    warum soll özil umsatteln ? der ist ein begnadeter fussballer, technisch sehr beschlagen und kreativ. erst 29,bestes fussballeralter.
    der kann doch in zukunft für die türkei was reissen. den müssen sie noch nicht mal einbürgern.
    der gehört zu den wenigen auserwählten mit 2 pässen. normalos müssen mit einen pass auskommen.
    dann kann er auch in zukunft bei der türkischen hymne mitsingen, aus vollen herzen , für seinen präsident.


  • Özil wiederum scheint ein Beraterproblem zu haben (Erkan Sögüt). Der Text auf Englisch indem er seinen Rücktritt aus der Nationalelf begründet stammt mE mit ziemlicher Socherheit nicht aus Özils persönlicher Feder. Dazu ist der Text zu geschliffen und zu wortgewaltig. Man sehe sich im Vergleich dazu nur mal eines von Özils Interviews an. Das hat jemand anderes geschrieben und sich von Özil vielleicht noch absegnen lassen.



    Ist kein Geheimnis, dass Özils PR-Leute das von A bis Z durchorchestriert haben.
    Auch die Dreiteilung und zeitversetzte Platzierung mit sich steigernder Dramaturgie.


    Es werden gewissermaßen stündlich aus berufenen Federn geradezu Loblieder auf die gelungene Inszenierung verfasst und von einem brillanten Coup bezgl. der Medienwirksamkeit und Reichweite geschrieben. Die Autoren und Dramaturgen haben sich damit selbst ein Denkmal gesetzt - eine ausgezeichnete Arbeitsprobe, die sicher nicht zum eigenen Schaden gereichen wird.

  • Jetzt wird es etwas kontrovers


    Das sind gar keine verschiedenen Dinge. Jede Person strahlt mit ihren Handlungen auf die mit Ihr assoziierten Gruppen ab. Und dann geht das in dem konkreten Fall wie folgt.
    Die Gruppe Türken wird "verdächtigt" deutsche Pässe zum Einschieben von Vorteilen anzunehmen, ohne sich wirklich integriert zu haben.
    Ein eingebürgerter deutscher Fußballnationalspieler bezeichnet den türkischen Präsidenten (einen lupenreinen Rechtsautoritären) als "seinen Präsidenten". Ach nee waren zwei von dene.
    Damit ist der Verdacht bestätigt - in diesen beiden Fällen.


    Die Gruppe Türken wird generell doppeltem Spiel verdächtigt, egal ob es der Realität entspricht oder nicht.
    Das ist ja das schöne an Vorurteilen, sie sind unausrottbar, selbst wenn sie nicht stimmen. Alle Fälle in denen es nicht stimmt, werden nämlich einfach ausgeblendet. In der Psychologie geht man davon aus, dass der Mensch das glaubt was er glauben will, egal wie die empirischen Fakten sind.
    Ãœbrigens, exakt dieselben Vorwürfe hat man schon den Ruhrpolen gemacht. Und den Hugenotten. Und in den USA sind es die Mexikaner. Und früher waren es in den USA die Deutschen, die "illoyal" waren und fremden Herrschern dienten. Hat nicht wirklich etwas mit Türken zu tun, sondern damit das eine bestimmte Gruppe in xenophobe Wolle gewickelter Menschen etwas Fremdes immer argwöhnisch und irrational betrachtet und das Verhalten von Minderheiten auf Mehrheiten extrapoliert, weil sie mit dem Fremden in Gänze ein Problem haben, egal wie die Sachlage in Wirklichkeit ist. Das wird dann oft zu einem Teufelskreis.



    Das kann man jetzt wunderbar ausdifferenzieren, ob die beiden einfach nur Rampenlicht gesucht haben (fahrlässig) oder wirklich eine solche politische Einstellung haben (womit für mich dann das Thema "Toleranz" aber gegessen und die Karte "Rassismus" gesperrt ist).


    Die Karte Rassismus bezieht sich doch jetzt nicht nur auf die Erdogan-Affäre. Da gibt es jede Menge berechtigte Kritik.
    Sie wird nur von vielen vorgeschoben, die eh ein Problem mit Afrikanern und Muselmanen in der Nationalmannschaft haben und das schon länger. Das Özil für das Ausscheiden der Nationalmannschaft verantwortlich ist, ist exakt so eine Alibi-Behauptung dieser Fraktion.
    Und ich hoffe nicht, das du auch diesen Rassismus verpasst hast, der da in den letzten Jahren über Özil, Boateng und Co. niederging. Dann warst du nämlich vermutlich auf einem anderen Planeten.



    Da es sich millionenschwere Stars handelt, die in die Nationalmannschaft aufgenommen wurden, kann die Unterdrückung nur begrenzt gewesen sein. Zudem ist die Reihenfolge derart, das ich einen beleidigten Abgang mit Nachtreten unterstelle.
    Weltanschaulich im Klo gegrabbelt und Scheiße gespielt.


    Es handelt sich nicht um Unterdrückung, sondern um Ausgrenzung und das klare Signal: "Egal was ihr macht, wir akzeptieren euch niemals." Dieses Signal wurde gerade sehr deutlich an die Migrantenkinder Deutschlands gesendet und die werden mit Sicherheit ihr Verhalten anpassen. Und dann könnt ihr wieder sagen, wenn die Reaktion auf eure initiale Handlung eingetroffen ist: "Siehste, wir haben recht gehabt."
    Ich pieke dir einfach so lange in die Niere, bis du mir eine watscht und dann sage ich:"Seht ihr, seht ihr, mein Verdacht hat sich bestätigt, der ist aggressiv!!"
    Und der Alltagsrassismus ist real, auch wenn du nicht von etwas betroffen bist, heisst es nicht, dass es das nicht gibt.



    Niemand fordert Scharia-Islam, das ist so ein alberner Strohmann. Weder Özil, noch Gündogan, noch 99% der hier lebenden Muslime. (und die 1% darf man gerne rausschmeissen, damit haben die meisten Muslime auch kein Problem) Sie würden aber gerne dazugehören, zu diesem Land. Wer ihnen sagt, dass ein wichtiger Teil ihrer Idenität nicht dazugehört, der sagt ihnen, dass sie niemals hier dazugehören werden. Du kannst nicht sagen, dein Kopf gehört zu Deutschland, aber deine Beine nicht.So einfach ist das. Punkt. Und dann suchen sie sich jemanden, bei dem sie dazugehören können. Rate mal wer das ist.
    Man kann nicht sagen, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört, Muslime aber schon. Das ist eine völlig geisteskranke Verrenkung.
    Die Diskussion zum Thema Identität und Zugehörigkeit ist wirklich leider sehr weltfremd und unterirdisch in Deutschland und hinkt der Realität völlig hinterher.
    Meckert doch lieber nicht über die gescheiterte Integration, die ihr aktiv selber blockiert, sondern fangt bitte an ehrlich zu sein und sagt:"Wir wollen euch alle grundsätzlich nicht, kein Verhalten von euch wird dies jemals ändern und wir werden stehts die negativen Beispiele verallgemeinern und die positiven ignorieren." Das wäre ehrlich.

  • warum soll özil umsatteln ? der ist ein begnadeter fussballer, technisch sehr beschlagen und kreativ. erst 29,bestes fussballeralter.
    der kann doch in zukunft für die türkei was reissen. den müssen sie noch nicht mal einbürgern.
    der gehört zu den wenigen auserwählten mit 2 pässen. normalos müssen mit einen pass auskommen.
    dann kann er auch in zukunft bei der türkischen hymne mitsingen, aus vollen herzen , für seinen präsident.


    Du hast ja mal gar keine Ahnung!


    Wenn du einmal ein Pflichtspiel für eine A-Nationalmannschaft gemacht hast, kannst du später für keine andere mehr auflaufen.Das ist allgemeine FIFA-Regel.
    Ansonsten würde man sich seine Nationalmannschaft zusammenkaufen.Ich glaube Di Stefano ist für drei verschiedene Nationalmannschaften aufgelaufen in früheren Zeiten.Nach Einzug des großen Geldes in die Fußballwelt musste die FIFA aber reagieren.


    Zitat

    Mesut Özils Großeltern und sein damals zweijähriger Vater waren aus einer kleinen Stadt in der Nähe von Zonguldak an der türkischen Schwarzmeerküste nach Gelsenkirchen übergesiedelt, weshalb Özil die türkische Staatsangehörigkeit besaß. Diese legte er Ende 2007 ab, um in Deutschland eingebürgert zu werden.


    wiki

  • Die international scheinbar hauptsächlich via Internet agierende Aktion "Sumofus" ruft wegen des Rücktritt von Mezu Özil zu folgender Aktion auf:



    Ich empfinde dieses Petition als schwer verlogen und lasse das "Sumofus" wissen:


    6 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Die Gruppe Türken wird generell doppeltem Spiel verdächtigt, egal ob es der Realität entspricht oder nicht.
    Das ist ja das schöne an Vorurteilen, sie sind unausrottbar, selbst wenn sie nicht stimmen. Alle Fälle in denen es nicht stimmt, werden nämlich einfach ausgeblendet. In der Psychologie geht man davon aus, dass der Mensch das glaubt was er glauben will, egal wie die empirischen Fakten sind.
    Ãœbrigens, exakt dieselben Vorwürfe hat man schon den Ruhrpolen gemacht. Und den Hugenotten. Und in den USA sind es die Mexikaner. Und früher waren es in den USA die Deutschen, die "illoyal" waren und fremden Herrschern dienten.


    Du widersprichst Dir selbst. Vorurteile sind nicht unausrottbar. Du hast gleich drei Beispiele gebracht, wo das nicht der Fall war, damit ist diese Annahme falsifiziert.
    Es gibt einen Cooldown, der eine bestimmte Zeit dauert, der aber natürlich nur dann funktioniert, wenn das Vorurteil nicht aufgefrischt wird. Darüberhinaus ist das, was als Vorurteil bezeichnet wird, oft schlicht und einfach ein wohlbegründetes Urteil. Ich denke nicht, dass der Cooldown im Fall der Hugenotten, Ruhrpolen oder Deutschamerikaner besonders lange gedauert hat, weil sie bestrebt waren sich anzupassen, z.B. sogar ihre Namen geändert haben.
    Ich würde behaupten, das im Falle der Türken in Europa reale Ablehnung und reale Integrationsunwilligkeit aufeinander treffen.
    Ich versuche mich jetzt mal an einem Beispiel.
    Wenn eine kleine Betriebskantine nur ein Gericht serviert, ist es reale Integrationsunwilligkeit eine Welle zu machen und Schweinefleisch verbannen zu wollen, es ist reale Ablehnung, wenn es an 5 Werktagen 4x Schweinefleisch gibt.
    Auch eine Kantine mit 3 Gerichten muss kein Halal-Fleisch servieren, das zu fordern ist Integrationsunwilligkeit, eine Kantine mit drei Gerichten sollte aber immer ein vegetarisches Gericht dabeihaben.


    Und noch was anderes, bei einer familiär wirkenden Gruppe von Frauen, die gemisch Kopftuch und kein Kopftuch tragen ist, mir der Verteilungsschlüssel egal, weil es offensichtlich freiwillig ist. Wenn aber Mutter und Tochter am Flughafen Kopftuch aufziehen, sieht das für mich so aus, als würden sie gleich einer Person begegnen, die ihnen das aufzwingt. Und wenn ein Flugzeug eine Ladung Araber ausbringt, die Männer alle westlich-touristisch uniformiert mit kurzen Hosen, Hawaiihemd und Sonnenbrille und die Frauen als sagen wir mal traditionelle Kulturbotschaften in schwarzer Vollkutte, dann bekommt der Islam eben eine Ladung Minuspunkte gebucht.


    Zitat von Uncas

    Die Karte Rassismus bezieht sich doch jetzt nicht nur auf die Erdogan-Affäre. Da gibt es jede Menge berechtigte Kritik.


    Es kommt immer auf den Einzelfall an und im Falle Özil und Gündogan zieht das einfach nicht. Das ist einfach eine billige Retourkutsche. Wer gerade voll daneben gelangt hat, soll sich entschuldigen oder schweigen, jedenfalls dann, wenn er was Konstruktives erreichen will. Das kommt sonst als Ablenkmanöver rüber und ich bin mir sicher, meist ist das auch so.


    Zitat von Uncas

    Sie wird nur von vielen vorgeschoben, die eh ein Problem mit Afrikanern und Muselmanen in der Nationalmannschaft haben und das schon länger. Das Özil für das Ausscheiden der Nationalmannschaft verantwortlich ist, ist exakt so eine Alibi-Behauptung dieser Fraktion.


    Das ist eine sehr ungünstige Konstellation Unruhe zu verbreiten und dann noch schlecht zu spielen. Jeder nominierte, der unter den Erwartungen bleibt bekommt was ab. Wer vorher noch eine Welle macht exponiert sich und bekommt noch viel mehr ab. Und in diesem Fall gibt es noch eine Personengruppe in der Entsendenation, die sowieso auf sowas gewartet hat. Diese drei Faktoren kannst Du jetzt aufschlüsseln.
    Uli Stein ist rausgeflogen, weil er eine Welle gemacht hat.


    Zitat von Uncas

    Und ich hoffe nicht, das du auch diesen Rassismus verpasst hast, der da in den letzten Jahren über Özil, Boateng und Co. niederging. Dann warst du nämlich vermutlich auf einem anderen Planeten.


    Das habe nicht verpasst, allerdings nicht mitgemacht. Aber Özil und Gündogan haben die Rassisten bestätigt. Sie haben dafür gesorgt, dass die Rassisten real RECHT haben. Das ist ein ganz dämliches oder destruktives Manöver.
    Kein Spieler kann seine Form selbst steuern. Aber Özil und Gündogan hätten durch einfaches Unterlassen einer sehr ungünstigen Interpretation ihrer Formschwäche weniger Raum lassen können.


    Zitat von Uncas

    Und der Alltagsrassismus ist real, auch wenn du nicht von etwas betroffen bist, heisst es nicht, dass es das nicht gibt.


    Ich habe das auch schon einmal erlebt, und in einem meiner besseren Momente einem von einem kooperationsunwilligen Auskunftsheinzen geblockten Menschen die gewünschte Auskunft gegeben. Ich bin aber auch schon einmal unsensibel einem plumpen Antirassisten dazwischengegangen in Anwesenheit einer betroffenen Person.



    Zitat von Uncas

    Niemand fordert Scharia-Islam, das ist so ein alberner Strohmann. Weder Özil, noch Gündogan, noch 99% der hier lebenden Muslime. (und die 1% darf man gerne rausschmeissen, damit haben die meisten Muslime auch kein Problem)


    Das kannst Du vergessen, Unter Muslimen ist der Anteil von zumindest verbalen Unterstützern der Scharia beunruhigend hoch. Und wenn man noch einrechnet, dass die Befragten wissen, dass diese Antwort unerwünscht ist ...
    Das Prozent hast Du Dir ausgedacht. Bitte lass das, Du riskierst, dass ein AfDler Deinen Bluff auffliegen lässt und sorgst dann selbst dafür dass die Rassisten real RECHT haben und außerdem vernebelt es Deinen Entscheidungsprozess.
    https://www.focus.de/politik/d…er-studie_id_8282622.html
    https://www.welt.de/politik/de…det-fast-die-Haelfte.html


    Jetzt breche ich ab, muss weg. Ich diskutiere sehr gerne mit Dir und hoffe, dass Du auch in dieser recht harten Kontroverse weitermachst.


    Gruß
    Verbalwalze

  • Die international scheinbar hauptsächlich via Internet agierende Aktion "Sumofus" ruft wegen des Rücktritt von Mezu Özil zu folgender Aktion auf:


    Ich empfinde dieses Petition als schwer verlogen und lasse das "Sumofus" wissen:


    Da ich vergessen hatte eine Kopie meines Schreibens an die türkische Botschaft in Berlin und das türkische Generalkonsulat in Frankfurt mit zu versenden, habe ich das nachträglich gemacht und der Kopie folgende Zeilen beigefügt:


    3 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()