Maaßen wird Staatssekretär - ein abstoßender Kuhhandel

  • Geht gerade durch die Nachrichten:


    "Maaßen wird Staatssekretär im Innenministerium"


    Merkel eingeknickt, ohne ihre Richtlinienkompetenz durchzusetzen, Seehofer wird ihm als Dienstherr weiter die Hand vor den Hintern halten, Maaßens Sprung in der Besoldungsklasse natürlich deutlich nach oben, Seehofer bis zum bayrischen Wahldebakel scheinbar entlastet, Maaßen wird es auf Kosten von uns Steuerzahlern teuer abgekauft, dass er demnächst nicht als Flaggschiff der AfD auftaucht, die SPD mal wieder mit weißer Salbe zugekleistert …


    … genug der Widerwärtigkeiten.


    Zeit, Gedanken darin zu investieren, wie diesem Treiben durch gut organisierten bürgerlichen Ungehorsam noch besser zu begegnen ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Wieben Klas ()

  • Seine Maaßlosigkeit hat es nunmehr geschafft bei seiner Senilität den "Staatssekretär" mimen zu dürfen.
    Es scheint so, dass das Innenministerium dieses Landes zu einer Müllkippe für Politiker/Beamte verkommt.


    Der senile Hugenotte hat die Vorarbeit geleistet.
    Der senile Bayer folgte.
    Wird Spahn demnächst Innenminister?

  • Geht gerade durch die Nachrichten: "Maaßen wird Staatssekretär im Innenministerium" […]

    Bevor man sich über den offensichtlichen Skandal aufregt, erscheint es doch ratsam, zu bedenken, dass das Fortbestehen der GroKo (auch wenn's manchem Bürger anscheinend ja lieber wäre, würden jetzt erneute Koalitionsverhandlungsrunden anberaumt werden - oder Neuwahlen) diesen Schachzug dann doch als das kleinere Ãœbel erscheinen lässt.
    Und Maaßen, in ein anderes und besser besoldetes Amt versetzt, könnte dort möglicherweise weniger Schaden anrichten - und steht erst einmal nicht mehr ganz so arg im Rampenlicht der öffentlichen Aufmerksamkeit.

  • Bevor man sich über den offensichtlichen Skandal aufregt, erscheint es doch ratsam, zu bedenken, dass das Fortbestehen der GroKo (auch wenn's manchem Bürger anscheinend ja lieber wäre, würden jetzt erneute Koalitionsverhandlungsrunden anberaumt werden - oder Neuwahlen) diesen Schachzug dann doch als das kleinere Ãœbel erscheinen lässt.
    Und Maaßen, in ein anderes und besser besoldetes Amt versetzt, könnte dort möglicherweise weniger Schaden anrichten - und steht erst einmal nicht mehr ganz so arg im Rampenlicht der öffentlichen Aufmerksamkeit.


    Weißt Du an wen Du mich immer wieder erinnerst, nein?


    Dann sage ich es Dir: an den abgehalfterten ehemaligen Chef vom Dienst des Hamburger Abendblatts, Peter Schmachthagen, dem ab und zu auf Seite 2 der Zeitung Platz eingeräumt wird, auf dem er oberlehrernd stolzierend grammatische Klugscheißereien von sich gibt:


    Einmal editiert, zuletzt von Wieben Klas ()

  • Die Reihen der Seilschaften sind damit wieder geschlossen, …


    … der arglose Bürger ist bass erstaunt.

  • Richtig - aber den linken Wut/Hutbürgern scheinen Neuwahlen lieber zu sein, bei denen die AfD an der SPD vorbeizieht...
    Substi hat es schon richtig geschrieben, dort wo er jetzt ist, kann er weniger Schaden anrichten, und die Vorwürfe reichen wohl nicht aus, um ihn ganz vom Hof zu jagen (bei vergleichbaren "Vergehen" würde das Arbeitsgericht jeden x-beliebigen Arbeitgeber lachend des Saales verweisen).

  • Nur - Maaßen ist kein x-beliebiger Arbeitnehmer, sondern ein politischer Beamter. Und solche können jederzeit, sogar ohne Angaben von Gründen in den vorzeitigen Ruhestand geschickt werden.


    Er ist offensichtlich illoyal, mischt sich mit Verschwörungstheorien und Halbwahrheiten in die Tagespolitik ein, und das mit Rückendeckung des Heckenschützen Seehofer. Diese Koalition ist ohnehin am Ende.


    Würde die SPD jetzt tabula rasa machen und das ganze Ding platzen lassen, eine frische Mannschaft mit einem glaubwürdigen Wahlprogramm für vorgezogene Neuwahlen aufstellen, könnte sogar ich mir überlegen, sie wieder aus der Verbannungsecke zu holen.
    Aber eher friert wohl die Hölle ein.

    Einmal editiert, zuletzt von Diogenes2100 ()

  • Angst ist ein schlechter Ratgeber. Das zeigt die Entwicklung der letzten Jahre - die SPD-Entscheidungsträger haben nur nicht das Format, das zu erkennen und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Am Ende ist man dann Getriebener der Konsequenzen der eigenen Unfähigkeit. Und wenn es ganz schlimm kommt, brennt das eigene Haus ab, weil man sich schämt, den Herd angelassen zu haben und deshalb zu lange überlegt, ob die Feuerwehr wirklich gebraucht wird. Versagermentalität.

  • Nur - Maaßen ist kein x-beliebiger Arbeitnehmer, sondern ein politischer Beamter. Und solche können jederzeit, sogar ohne Angaben von Gründen in den vorzeitigen Ruhestand geschickt werden.


    ....


    Also mit schöner Pension das Leben genießen lassen wäre jetzt die bessere Alternative?

  • Man hätte ihn auch zum Leiter der Registratur befordern können.
    Das Beamtenrecht kennt nicht nur den Weg steil nach oben, wie so manche ehemals Aufmüpfige und heutige Aktenputzer berichten können.

  • Das größere Ãœbel ist Seehofer, und wenn der wegen der Causa Maaßen so unter Druck gerät, dass er hinschmeißt, wäre damit derart gedient, dass die paar Euronen mehr für Maaßen verkraftbar wären.

  • […] bei vergleichbaren "Vergehen" würde das Arbeitsgericht jeden x-beliebigen Arbeitgeber lachend des Saales verweisen.

    In der Tat: Im von mir in vorherigen Beitrag verlinkten Spiegel-Artikel stand ja zu lesen, dass Maaßen nicht irgendwem innerhalb der AfD Vorabinformationen zum Verfassungsschutzbericht zur Verfügung gestellt hatte, sondern der Bundestagsfraktion. Mal abgesehen davon, dass der Verfassungsschutzbericht ja kein geheimes Dokument ist, sondern sowieso der Veröffentlichung zugeht. Inwieweit auch andere Bundestagsfraktionen bisweilen vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin Teile des Berichtes auszuhändigen üblich ist, wäre noch zu klären.

  • Die Posse wird immer absurder.


    Nun wird mit Gunther Adler der einzige SPD-Staatssekretär im Innenministerium in den Vorruhestand geschickt, um Platz für Maaßen zu machen. Und Seehofer behauptet, diese Scharade sei Andrea Nahles in allen Details bekannt gewesen.
    Angeblich wollte Seehofer Maaßen zum BKA-Chef machen, was Nahles abgelehnt haben soll.


    Ich bin gespannt, wie die SPD-Mitglieder das sehen.

  • Das größte Problem der Sozenriege dürfte inzwischen die Personalie Olaf Scholz sein. Wenn die Koalition platzt, hat er dreifach verschixxen. In Hamburg ist er überflüssig, in der Partei hat er keinen Stand und eine andere Anschlussverwendung ist weit und breit nicht in Sicht. Der hat sich deshalb vermutlich mit einer doppelten Portion Pattex auf seinen Minister-Sessel appliziert.


    Die Reste der SPD Protagonisten sind Gefangene ihre eigenen Machtversessenheit, allein nur um der Sessel willen. So sieht das inzwischen für mich aus.

    Einmal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: G