Widerstand/Kritik an Sonntagsreden

  • Sonntagsreden" gab es vielleicht schon bevor es den Namen "Sonntag" gab.


    Vielleicht gab und gibt es das realitäsferne Geschwafel, dass mit diesem Begriff verbunden wird,
    seitdem es Menschen gibt und diese miteinander sprechen können, denn mit der Realität haben Menschen aller Arten und Zeiten möglicherweise ein Problem gehabt und haben es bis heute.


    Zum Beispiel Dr. Frank Walter Steinmeier, der mit seiner Weihnachtsansprache 2018
    einen m.E. klasssichen Typus von realitätsfremder Sonntagsrede abgeliefert hat.





    https://www.youtube.com/watch?v=-rpzlbBuLWI


    Nicht dass mich dieses Manko überrascht hätte oder viele andere Zeitgenossen überraschen müsste.
    Der Bundesoberonkel macht schließlich auch hier das, was er und seine Vorgänger schon immer machen: Nett und überlegt klingende Worte absondern, die auf den ersten Gehörgang sich so anhören, als ob man mit seinen damit dargestellten Ãœberlegungen effizient weiter käme, wenn man diese aufgreifen würde....


    Ich glaube aber nicht, dass Steinmeier sich selber an das halten möchte/wird,
    was er da dem virtuell anwesenden Volk erzählen möchte/erzählen muss.
    Darauf lässt sein Vergalten in der Vergangenheit schließen.


    Ich versuche ihm das zu erklären:


    3 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Sonntagsreden" ...
    Sie Herr Dr. Steinmeier scheinen damit kein Problem zu haben, munter wechseln Sie in Ihrer Ansprache Zeitebenen und Orte, sind in Ihrer Rede vielerorts, gleichzeitig aber auch nirgends unterwegs, zumindest nicht dort, was ich einen klar erkenntlichen festen Standpunkt nennen möchte. ...


    Ist die Sonntagsrede in Form der Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten noch Zeitgemäß ? Oder die Sonntagsrede allgemein und überhaupt ? Wäre vielleicht auch ein guter Thread-Titel und ich finde tatsächlich dass da Zweifel angebracht sind ob die Form dieser Botschaft, so quasi von Wohnzimmer zu Wohnzimmer, wirklich noch ein gutes Stilmittel ist. Ich habe sie nicht angeschaut, aber mein Vater hat sie gesehen und meine Söhne an Weihnachten gleich darauf hingewiesen, dass der Bundespräsident gesagt hat wir sollen miteinander reden und nicht am Smartphone rumfummeln. Gut, das mit dem Smartphone hat Steinmeier so nicht gesagt, aber mein Vater ist, im Sagen was ist, schon immer ein frei schwebender Geist gewesen. Meine Söhne hatten die Rede natürlich auch nicht gehört. Wenn Steinmeier also nur noch meinen Vater erreicht sehe ich schwarz für die Weihnachtsansprache. :hehehe: Sie hat sich mit Radio und Fernseher etabliert und das macht sie irgendwie schon zu einem Auslaufmodell. Vielleicht steht sie ja bald im Videotheken-Sterben-Thread. :lol:


    Aber so weit ist es noch nicht. Nicht nur in D, in vielen anderen Ländern auch, scheinen die Leute das einfach zu erwarten. Politiker halten Reden znd Staatsoberhäupter erstrecht. Wozu sind sie auch sonst da ? ;)

  • Ist die Sonntagsrede in Form der Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten noch Zeitgemäß ? Oder die Sonntagsrede allgemein und überhaupt ? […]

    So ähnlich wie das morgendliche Briefing im Berufsleben ist, ist die alljährliche Ansprache deren politische oder gesellschaftskittende Entsprechung. Frank Walter Steinmeier steht, ernennungsbedingt, folglich in der Tradition seiner Amtsvorgänger.


    Wenn in diesen wutbürgerlichen Zeiten auch das Zielpublikum für dergleichen Moralpredigten schrumpft, ist doch nachvollziehbar, dass sich die Zeremonienmeister von Schloss Bellevue und Kanzleramt weiterhin an das Fernsehen als Leitmedium, um eine möglichst große Zahl der Bürger zu erreichen, halten - auch wenn es "zeitgemäßer" wäre, würde das Staatsoberhaupt "twiitern" - was bei einem Tweet pro Jahr dann kaum jemand abonnierte, so dass es ungehört im digitalen Parallelweltall verschwände.

  • Weihnachten 2019 kann man einfach das Tape vom letzten Jahr wieder hochholen, es steht zu befürchten, dass alles noch aktuell ist.

  • Weihnachten 2019 kann man einfach das Tape vom letzten Jahr wieder hochholen, es steht zu befürchten, dass alles noch aktuell ist.

    Eine Silvesteransprache Helmut Kohls ist ja schon einmal im Folgejahr erneut ausgestrahlt worden - dass politische Grundsatzthemen aktuell bleiben (auch über Zeiträume von fünf oder zehn Jahren) überrascht nicht. Die Frage ist eher, ob heutzutage überhaupt jemand noch merkte, wenn eine solche Wiederholung über den Sender ginge.

  • Bei Frau Merkels Ansprachen erregen sich die Bürger besonders gerne über die Menge der jeweils sichtbaren Quadratzentimeter der deutschen und europäischen Flagge.

  • […] die Sonntagsrede […] hat sich mit Radio und Fernseher etabliert und das macht sie irgendwie schon zu einem Auslaufmodell. […]

    Du sagst es: Die "zeitgemäße" Mediennutzung reduziert sie zum Hintergrundrauschen, das der Empfänger an sich vorbeistreifen lässt. Das tangiert den Wertschätzungsfred nicht minder als den Videotheken-Thread, in dem sich ja auch zeigt, wie ungern unsere dem Neuesten zugewandten Zeitgenossen sich an jene Dinge erinnern lassen, die doch eben noch zum Alltag gehörten.

  • Du sagst es: Die "zeitgemäße" Mediennutzung reduziert sie zum Hintergrundrauschen, das der Empfänger an sich vorbeistreifen lässt. Das tangiert den Wertschätzungsfred nicht minder als den Videotheken-Thread,...


    Es könnte sich sogar ein weiterer Thread daraus ergeben, denn die "zeitgemäße" Mediennutzung ist ganz eindeutig eine Schwäche der westlichen Demokratie, weil sie die heutigen Möglichkeiten nämlich überhaupt nicht nutzt. Es wäre sehr viel mehr direkte Demokratie möglich, sehr einfach möglich sogar. Wir brauchen uns nicht mehr auf die Strukturen aus dem 19. Jahrhundert zu beschränken, die ja auch nicht viel besser sind als die aus der Antike. Das könnte so weit gehen, dass es an die Existenzberechtigung der Parteien geht. Man kann den Bürger zu fast allem direkt befragen ohne dass das besonders viel Zeit verschlingt... :nerd:


    Und das wäre dann auch höchstwahrscheinlich das Ende von Sonntagsreden, weil der Bürger zu etwas, worüber eine Entscheidung treffen will, vielleicht etwas mehr Substanz geliefert bekommen möchte. Was wäre, wenn sich darüber mündige Wähler entwickeln würden und was würde unter diesen Voraussetzungen mit Institutionen passieren, die nachweislich Propaganda, Lügen oder auch nur Sonntagsgequatsche verbreiten ?

  • […] Das könnte so weit gehen, dass es an die Existenzberechtigung der Parteien geht. Man kann den Bürger zu fast allem direkt befragen ohne dass das besonders viel Zeit verschlingt […]

    Und welchen Sinn sollte das haben? Eine Auflösung der Parlamente? Und die Auslieferung der politischen Meinungsbildung an Hackergruppen, die jene "Direktbefragungen" jeweils für sich entscheiden?

  • Und welchen Sinn sollte das haben? Eine Auflösung der Parlamente? ...................?


    Wir brauchen andere Parteien, ehrliche Abgeordnete, die sich den Interessen der Wähler verpflichtet fühlen und vor allem eine wirksame Kontrolle des Parlamentarismus durch den Souverän. Desweiteren eine Unterbindung des Lobbiismus, Ministerien mit einer Besetzung, die qualifiziert genug ist, ihre Aufgaben ohne externe Berater und deren undemokratische Einflussnahme auszuführen. Desweiteren muss es zu allen wesentlichen Fragen, die das Leben der Bürger betreffen, verbindliche Plebiszite geben.

  • Und welchen Sinn sollte das haben? Eine Auflösung der Parlamente? Und die Auslieferung der politischen Meinungsbildung an Hackergruppen, die jene "Direktbefragungen" jeweils für sich entscheiden?


    Ja das ist sie, die German Angst. Hier in diesem Substi-Beitrag zeigt sie ihr hässliches Gesicht. Die alles lähmende Bedenkenträgerei, das ist die German Angst. Dieser wahnsinnig machende Hang, alles schlecht zu reden und an altem Müll zu hängen. All dieses Gesülze, welches uns heute noch an Öl und Gas fesselt und am liebsten noch an den Atomstrom, Videotheken nachheult oder seine Streichholzschachtelsammlung hütet. :biggrin:


    Wieso sollte das nicht gehen ? Wir gehen ja sogar online mit unserer Bankverbindung hausieren und es wird daran gearbeitet das Bargeld abzuschaffen. Wieso sollten dann blöde Umfragen viel unsicherer sein ? :breakfast:


  • […] Dieser wahnsinnig machende Hang, alles schlecht zu reden […]

    Es ist durchaus von Vorteil, sich Gedanken über die möglichen Folgen zu machen, bevor sie eingetreten sind… dass Otto Politikverdruss möglicherweise wünscht, Parteien als überflüssig oder entbehrlich zu betrachten, kann ja sein - trotzdem wählen er und seine geistigen Brüder zu großem Teile dann ja doch, und das, "um ein Zeichen zu setzen" und seiner allgemeinen Unzufriedenheit Ausdruck zu verleihen, jeweils diejenige, die lediglich den Appell an die Massen richtet, sich in grimmiger Einigkeit gegen die Ideale der zivilisierten Gesellschaft im öffentlichen Raum zu versammeln…
    Aber ja doch, die Reduktion politischer Bürgernähe und Mitsprache auf's Anklicken von Like-Buttons würde uns ja eine famose Gesellschaftsordnung bescheren…

  • Ja das ist sie, die German Angst. Hier in diesem Substi-Beitrag zeigt sie ihr hässliches Gesicht. Die alles lähmende Bedenkenträgerei, das ist die German Angst. Dieser wahnsinnig machende Hang, alles schlecht zu reden und an altem Müll zu hängen. All dieses Gesülze, welches uns heute noch an Öl und Gas fesselt und am liebsten noch an den Atomstrom, Videotheken nachheult oder seine Streichholzschachtelsammlung hütet. :biggrin:


    Wieso sollte das nicht gehen ? Wir gehen ja sogar online mit unserer Bankverbindung hausieren und es wird daran gearbeitet das Bargeld abzuschaffen. Wieso sollten dann blöde Umfragen viel unsicherer sein ? :breakfast:


    Zu bedenken ist tatsächlich, dass analoges Handeln mittels persönlichem Erscheinen im Wahllkokal oder am Briefkasten erschweren dürfte, dass tatsächlich "Russen oder Chinesen", die jetzt allerlei Unterlagen von Politikern (außer denen der AfD) und anderen Prominenten ins Netz gestellt haben, die "Stimmauszählung" übernehmen. Zu unsicher, Buddy.

  • Ist die Sonntagsrede in Form der Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten noch Zeitgemäß ? Oder die Sonntagsrede allgemein und überhaupt ? Wäre vielleicht auch ein guter Thread-Titel und ich finde tatsächlich dass da Zweifel angebracht sind ob die Form dieser Botschaft, so quasi von Wohnzimmer zu Wohnzimmer, wirklich noch ein gutes Stilmittel ist. Ich habe sie nicht angeschaut, aber mein Vater hat sie gesehen und meine Söhne an Weihnachten gleich darauf hingewiesen, dass der Bundespräsident gesagt hat wir sollen miteinander reden und nicht am Smartphone rumfummeln. Gut, das mit dem Smartphone hat Steinmeier so nicht gesagt, aber mein Vater ist, im Sagen was ist, schon immer ein frei schwebender Geist gewesen. Meine Söhne hatten die Rede natürlich auch nicht gehört. Wenn Steinmeier also nur noch meinen Vater erreicht sehe ich schwarz für die Weihnachtsansprache. :hehehe: Sie hat sich mit Radio und Fernseher etabliert und das macht sie irgendwie schon zu einem Auslaufmodell. Vielleicht steht sie ja bald im Videotheken-Sterben-Thread. :lol:


    Aber so weit ist es noch nicht. Nicht nur in D, in vielen anderen Ländern auch, scheinen die Leute das einfach zu erwarten. Politiker halten Reden znd Staatsoberhäupter erstrecht. Wozu sind sie auch sonst da ? ;)



    Du solltest dir jetzt aber nicht untreu werden, Bud.Wenn du den Nationalstaat als das Grundgerüst der Staatsgewalt und damit gleichzeitig als den Garant der Rechte (Pflichten) und somit Schutz der sozialen Abicherung der arbeitenden Menschen siehst, dann gehört zur Identifikation eben dieses Staates auch seine Tradition und Ausübung der Berufspflichten seiner Machteliten (bis sie durch andere ersetzt werden).


    Da des Menschen tiefste Emotion die Hoffnung ist, um am nächsten Morgen auch wieder aufzustehen, ist es kontraproduktiv, wenn der Bundespräsident sagen würde "morgen seit ihr alle tot".Ãœber Sinn oder Unsinn seiner Botschaft kann man trefflich streiten und wird ja auch aufgegriffen durch unseren Berufsrevoluzzer Kleinlok- ist ja auch ok.Hätte er davon geredet das alles am Ende ist, unsere herrschende "Klasse" uns das Fell üer den Kopf zieht, dann hätte das einigen sicherlich besser gefallen- aber deine Buben hätten davon auch nichts mitbekommen, weil sie Buben sind.Das wird sich erst ändern, wenn sie die ersten Tiefschläge erlebt haben und die Realität sie zu dem macht was sie dann sind, dem "politischen Wesen".Bis dahin sind sie Buben- und das ist gut so.
    Wo sie sich dann informieren und wie ist eine andere Frage.


    Im Ãœbrigen bin ich dafür, dass das Amt des Bundespräsidenten abgeschafft werden sollte.

    2 Mal editiert, zuletzt von Schopenhauer ()

  • Wir brauchen andere Parteien […]

    Wozu sollte das denn gut sein? Es gibt mehr als genug vorhandene Parteien, und dazu einen allgemeinen Trend zum zunehmende Desinteresse an politischer Mitwirkung durch den Bürger, der sich ja lieber NIMBY-Bürgerinitiativen anschließt oder xenophoben Zusammenrottungen… wenn Otto Normalbürger sich jetzt noch über Reden, die die Allgemeinheit zur Besonnenheit aufrufen aufregt, weil er lieber, Transparente und symbolische Galgen hochhaltend, durch die Straßen zieht, dann sind Parteineugründungen und Plebiszite wohl kaum geeignet, den Bürger dazu zu bringen, sich seiner Funktion als Souverän zu besinnen.

    […] Unterbindung des Lobbiismus, Ministerien mit einer Besetzung, die qualifiziert genug ist, ihre Aufgaben ohne externe Berater und deren undemokratische Einflussnahme auszuführen. […]

    Lobbyismus ist legitim - und die Heranziehung externer Berater ist ebenfalls nicht grundsätzlich abzulehnen.

  • […] Im Ãœbrigen bin ich dafür, dass das Amt des Bundespräsidenten abgeschaff werden sollte.

    Warum denn nicht gleich das ganze Grundgesetz? Das Amt des Bundespräsidenten ist darin doch verankert - und wer sollte letztinstanzlich sonst Bundesgesetze unterzeichnen? Oder Staatsoberhäuptern auf Augenhöhe begegnen?

  • Warum denn nicht gleich das ganze Grundgesetz? Das Amt des Bundespräsidenten ist darin doch verankert - und wer sollte letztinstanzlich sonst Bundesgesetze unterzeichnen? Oder Staatsoberhäuptern auf Augenhöhe begegnen?


    Warum denn immer gleich das Ganze in Frage stellen, wenn nur ein Aspekt (Amt) daraus zur Diskussion gestellt wird?Wer Gesetze unterschreibt ist eine Frage der Definition (Aushandlung) und begründeten Machtverteilung aber nicht beschränkt auf ein bestimmtes Amt.


    Wiki
    [h=3]"Stellung des Bundespräsidenten im Grundgesetz[/h]Die geringe machtpolitische Ausstattung des Amtes des Bundespräsidenten im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland gilt allgemein als eine Reaktion auf die Erfahrungen mit dem Amt des Reichspräsidenten in der Weimarer Republik.[16] Während der Beratungen des Parlamentarischen Rates herrschte weitgehender Konsens aller Beteiligten, dass dem Präsidenten nicht wieder eine solch überragende Stellung im politischen System zukommen sollte wie seinerzeit dem Reichspräsidenten (insbesondere Paul von Hindenburg).
    Parallel zu dieser Schmälerung seiner Befugnisse wurde auch der Wahlmodus für den Präsidenten verändert: Wurde der Reichspräsident noch vom Volk direkt gewählt (1925 und 1932), so wird der Bundespräsident von der nur für diesen Zweck zusammentretenden Bundesversammlung gewählt. Hierdurch wurde die demokratische Legitimation des Bundespräsidenten indirekter: Er ist nicht mehr unmittelbar vom Souverän gewähltes Organ der politischen Staatsführung. Die Ablehnung einer Direktwahl des Bundespräsidenten wird auch damit begründet, dass sonst ein Missverhältnis zwischen starker demokratischer Legitimation (er wäre dann neben dem Bundestag das einzige direkt gewählte Verfassungsorgan des Bundes,[17] zudem das einzige, das aus einer Person besteht) und geringer politischer Macht einträte."
    https://de.wikipedia.org/wiki/…A4sidenten_im_Grundgesetz


    Ich glaube, in dieser Republik empfängt nur eine Person andere Staatsgäste auf Augenhöhe und das ist der/die Bundeskanzler/in.

  • Du solltest dir jetzt aber nicht untreu werden, Bud.Wenn du den Nationalstaat als das Grundgerüst der Staatsgewalt und damit gleichzeitig als den Garant der Rechte (Pflichten) und somit Schutz der sozialen Abicherung der arbeitenden Menschen siehst, dann gehört zur Identifikation eben dieses Staates auch seine Tradition und Ausübung der Berufspflichten seiner Machteliten (bis sie durch andere ersetzt werden)...


    Ich würde da nicht widersprechen, denn das ist ja nur konsequent und würde auch für die Abschaffung des Bundespräsidenten plädieren. Eine Ansprache der Kanzlerin :twinkgringirl:zum Jahreswechsel würde ausreichen, die empfängt auch die wichtigen Gäste :hut:, die unwichtigen der Außenminister :warten: und die Gesetze sollte der Präsident des Bundesverfassungsgerichts :opa:unterschreiben. Dann kann der auch gleich abwägen ob die verfassungsgemäß sind. :substi:


    Einen Kaiser :narren115:als Grüßaugust fände ich ganz witzig, aber dieses Bundesdingens-Amt :ostergrins: hat einfach nichts von Glanz und Glorie. Kann weg. :teller:

  • Es ist durchaus von Vorteil, sich Gedanken über die möglichen Folgen zu machen, bevor sie eingetreten sind… dass Otto Politikverdruss möglicherweise wünscht, Parteien als überflüssig oder entbehrlich zu betrachten,…


    ..."Russen oder Chinesen", die jetzt allerlei Unterlagen von Politikern (außer denen der AfD) und anderen Prominenten ins Netz gestellt haben, die "Stimmauszählung" übernehmen. Zu unsicher, Buddy.


    Alle Welt redet von der Digitalisierung und was macht Ihr ? Ihr sitzt hier bei den politischen Möglichkeiten des 19. Jahrhunderts. Begreift Ihr denn nicht was heute alles geht ? Was Bezos, Zuckerberg, das englische Propagandaministerium, die NSA und Putin uns vorgeführt haben ? Wir müssen das nur aufgreifen und etwas richtig Gutes daraus machen. Die Bevölkerung wünscht etwas und der Markt... ähhh die Regierung hat sich zu richten. Und das wird ständig gecheckt und gegengeprüft. Stellen wir uns als Beispiel den Brexit vor. Die Bevölkerung hätte über das Netz einen Brexit beschlossen und in den letzten zwei Jahren darüber so viel gelernt, dass diese Entscheidung inzwischen so nicht mehr fallen würde, sondern das Gegenteil erwünscht ist. Dann könnte man das jederzeit legitimiert zurückdrehen. Das ist die Demokratie in Vollendung. Wer da den Bedenkenträger spielt ist wirklich von vorgestern. :sifone: