Das ebenso unerschöpfliche wie unvermeidliche Thema Automobil

  • Das ist auch genau das, was schon in diversen US-Städten passiert, wie im Artikel beschrieben. Die Leute fahren halt lieber mit einem PKW relativ günstig als sich den ÖPNV zuzumuten.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Das ist auch genau das, was schon in diversen US-Städten passiert, wie im Artikel beschrieben. Die Leute fahren halt lieber mit einem PKW relativ günstig als sich den ÖPNV zuzumuten.

    Warum, das hab ich im alten Forum schon ausführlich beschrieben...es steht halt nicht jeder so auf den Körpergeruch des anderen...

    ...obwohl dir das bei Uber Piloten natürlich auch passieren kann, das man ohne das Fenster zu öffnen besser nicht einsteigt....:lol:

  • Es ist ja nicht so, dass jeder Nutzer des ÖPNV oder von Uber Ausdünstungen absondert, aber so gut wie jedes Fahrzeug im Individualverkehr sondert gesundheitsschädliche Ausdünstungen ab.

    Och...du kannst ja mal im Sommer in einen überfüllten Bus steigen...und nein, nicht jeder dünstet rum, aber diejenigen, die dünsten, dünsten für den Rest gleich mit...und wenn der Bus das Klimagerät an hat, gibt es noch nicht einmal einen Luftaustausch...

    Im übrigen glaube ich eher, das die Uber Mitfahrbagage eher das Preis-Komfort Verhältnis im Blickpunkt hat...und eben ohne Stinkerei und tausend Haltestellen ans Ziel will...


    Jedem Tierchen sein Plaisierchen...

  • Beurteilt jemand, der ÖPNV und Uber nicht nutzt.

    Bemerkenswert!

    Bemerkenswert ist, das ich, wenn bei uns Stadtfeste sind, und davon gibt es im Sommer einige, Tatsächlich mal mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wie z.B. der VRS fahre...zwar aus beschriebenen umständen ungerne, aber wenn ich mich mit Bekannten dort treffe, weiß ich, das der entstehende Alkoholpegel ein eigenes Fahren nicht mehr zulässt...

    Zum Glück registriert meine Nase den Umwelteinfluss im Bus dann auch nicht mehr...

    Das soll jetzt keine Aufforderung an empfindliche Gemüter sein, nur noch volltrunken in den ÖPNV oder bei Uber einzusteigen....:cornut:

  • So schafft sich jeder seinen Lebensentwurf selbst und freut sich dran oder leidet darunter.


    Jedenfalls werde ich alles nach meinem Dafürhalten Vernünftige tun, um Alternativen zu gesundheitsschädlichen Fahrzeugen voranzutreiben. Mein Verständnis individueller Freiheit.

  • […] nicht jeder dünstet rum, aber diejenigen, die dünsten, dünsten für den Rest gleich mit […]

    Es sollen halt alle was davon haben - schließlich erfüllt der ÖPNV für einen Teil seiner Nutzer dieselbe Funktion wie Facebook oder Twitter für die ihrigen. - Ich fürchte aber beinahe, dass es eines eigenen Threads für die Freunde überfüllter Massenverkehrsmittel bedarf.

  • Das eigentliche Thema dieses Thread bezieht sich auf's Automobil, dessen Bedeutung für die zunehmende Reisefreude des 20. Jahrhunderts schier Unglaubliches geleistet hat und zudem den technischen, ästhetischen und städtebaulichen Fortschritt zu stimulieren vermochte. Um so eigentümlicher ist es doch, mit welcher Vehement das Automobil gesellschaftlich längst geächtet wird.

  • Das eigentliche Thema dieses Thread bezieht sich auf's Automobil, dessen Bedeutung für die zunehmende Reisefreude des 20. Jahrhunderts schier Unglaubliches geleistet hat und zudem den technischen, ästhetischen und städtebaulichen Fortschritt zu stimulieren vermochte. Um so eigentümlicher ist es doch, mit welcher Vehement das Automobil gesellschaftlich längst geächtet wird.

    Nicht nur das Automobil ist auf die Ächtungsliste gekommen, auch alle Bürger rechts der "Mitte" - einer Mitte, die sich heutzutage nicht mehr idort, wo man die Mitte gewohnt war, befinden.


    Ich bin sehr beeindruckt von Deinem chicen Auto (in Deinem Avatar).

    Wer auch immer die Freiheit einer Nation abschaffen möchte, muss damit beginnen, die Redefreiheit zu unterdrücken.“


    Benjamin Franklin

  • Eine Verschiebung ist eine Bewegung relativ zum Beobachter, wobei das keine Aussage darüber ist, ob sich der Beobachter oder die Mitte bewegt hat. Mal etwas zur Bewertung der Wahrscheinlichkeit was sich denn nun bewegt hat: Eine auf Grund ihrer Masse beharrungsfreudige Gesellschaft einschließlich deren Mitte oder ein Beobachter, der behende seine Position ändert.

  • Ich schrieb von Mitte. Wenn die sich verschiebt, dann stimmt etwas nicht.

    Ich mach es ganz einfach mal an einem Beispiel aus dem Automobilbereich fest, weil es ja hier um solche gehen soll. Als die Gurtpflicht eingeführt wurde, gab es Menschen, welche sie ablehnten, die große Masse war mehr oder weniger neutral und fügte sich und etliche waren echte Befürworter. Diejenigen, die es selbst nach mehrmaligen Verwarnungsgeldern immer noch ablehnten, wollten eben einfach beim status quo ante bleiben, diese Haltung ist stockkonservativ, sogar reaktionär. Die Befürworter hingegen waren progressiv und sahen die vielen Vorteile für die Gesundheit von Fahrern und Beifahrern.


    Die Mitte ist der riesige Klotz dazwischen, der sich halt gefügt hat und sich bis heute, nach Einführung von Airbags, ABS und ASR, diesem Fortschritt angepasst hat.

    Dieses Beispiel kann auf nahezu jede gesellschaftliche oder politische Änderung bzw. auf Fortschritt im allgemeinen angewendet werden. Auch die Mitte verändert fortlaufend ihre gesellschaftlichen Ansichten, zwar langsamer als die progressiven Antreiber, aber sie tun es und passen sich an.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Was lese ich da gerade in FAZ? Fahrdienste wie Uber bringen entgegen der Erwartungen ihrer Anbieter und ihrer Nutzer keine Entlastung des Verkehrsaufkommens; im Gegenteil, so haben Analysen ergeben, verdichtet sich das Fahrzeugaufkommen dort, wo Uber stark genutzt wird!

    Ist Uber nicht so wie ein Taxiunternehmen?

    Wer auch immer die Freiheit einer Nation abschaffen möchte, muss damit beginnen, die Redefreiheit zu unterdrücken.“


    Benjamin Franklin

  • Ist Uber nicht so wie ein Taxiunternehmen?

    Nicht wirklich - denn die Fahrer brauchen keine Lizenz, keine Ortskundeprüfung, keinen Personenbeförderungsschein, sie müssen mit ihren Fahrzeugen nicht wie Taxis jährlich zum TÜV usw. usw.

    Im Grunde ist es eine einfache und fast risikolose Art für den Anbieter Uber, ohne eigenen Personaleinsatz zigtausende Menschen für sich arbeiten zu lassen, die selbst für ihre Versicherungen,Reparaturen etc. sorgen müssen, und damit auf Kosten der Fahrer und des ÖPNVs reich zu werden.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Nicht wirklich - denn die Fahrer brauchen keine Lizenz, keine Ortskundeprüfung, keinen Personenbeförderungsschein, sie müssen mit ihren Fahrzeugen nicht wie Taxis jährlich zum TÜV usw. usw.

    Im Grunde ist es eine einfache und fast risikolose Art für den Anbieter Uber, ohne eigenen Personaleinsatz zigtausende Menschen für sich arbeiten zu lassen, die selbst für ihre Versicherungen,Reparaturen etc. sorgen müssen, und damit auf Kosten der Fahrer und des ÖPNVs reich zu werden.


    Diese Wirtschaftsidee und dieses Wirtschaften von Unternehmern, hier Uber, ist einfach nur parasitär zu nennen. Das macht wütend. :cursing:

    Das wird man doch wohl noch Fragen dürfen!!


    Uneingeschränkte Solidarität für Israel - gegen Antisemitismus und Antizionismus.



    So geht Internet heute

  • Der Profit wird durch die Vermittlung erzielt, die Risiken und Abgabenlasten bleiben bei den Lizenz- und Franchisenehmern.


    Ein Absahnermodell, das um sich greift: airbnb, viagogo (Ticketwucherer), Heerscharen von Portalen in den Medien insbes. für Reisen, Versicherungen, Telekommunikation, Energieversorgung, …


    … Kinder der als frei verkauften Marktwirtschaft.