Das ebenso unerschöpfliche wie unvermeidliche Thema Automobil

  • Ja, mein Gott...wer den Mist in Anspruch nimmt, ist es doch selber Schuld...

    Das Problem mit Uber ist komplexer - wie Diogenes2100 in seinem Beitrag #18 bereits herausgestellt hat, arbeiten die Anbieter der Fahrgastmitnahme via Uber ohne Gewerbeschein, ohne zusätzliche Insassenschutzversicherung und sicher auch ohne Steuerabzug - das ist nicht nur parasitär, sondern illegal. Das Prinzip "Uber" ist andererseits ein typisches Kind unserer Zeit, die Onlinedienstleistungen entweder gratis verlangt oder ansonsten abseits geltenden Rechts.

  • Eine fatale Entwicklung bzw. "Innovation" versucht aktuell das Automobil zu erobern: Nicht nur die "Infotainment"-Ausstattung wird immer umfangreicher, jetzt wollen Designer und Marketingexperten sog. "shy-tech" installieren - gewissermaßen verborgene Bedienungselemente bzw. "unsichtbare" Schalter, die ihre Funktion erst zu erkennen geben, wenn der Finger der ansonsten glatten Oberfläche des Armaturenbretts der Zukunft nahegekommen ist.

    Bei tatsächlich "autonom" fahrenden Fahrzeugen mag sowas ja noch angehen, aber bei manuell gelenkten Fahrzeugen würde damit doch die Gefahr der Ablenkung vom Verkehrsgeschehen beträchtlch vergrößert werden!

  • Was sollte in einem Gespräch über's Automobil Vorrang haben? Richtig: Das Automobil! Trotz winterlicher Temperaturen war der heutige Tag sonnig genug, um die Straßen für befahrbar zu halten, und da mir Vortags der Fahrer so eines 45-km/h-Straßenflohs begeistert von seinem verbrennungsmotorgetriebenen Kistchen erzählt hatte (Steuerfrei, keine HU-Pflcht, Versicherungskennzeichen genügt), bin ich mal ans andere Ende der Stadt gefahren, wo der zufriedene Kunde die Wartungsarbeiten an seinem Microcar (französischer Fertigung) durchführen lässt… die Werkstatt ist an einen FORD-Vertragshändler angeschlossen, und Neufahrzeuge dieser Nischenmobile gab's dort keine.

    Die Fahrt dorthin war dennoch nicht umsonst, denn im Showroom erblickte ich ein Exemplar der nunmehr lieferbaren dritten Generation des Ford Ka, ein Kleinwagen, der unterhalb des Fiesta angesiedelt ist, und gegenüber manchem direkten Konkurrenten (etwa dem Kia Picanto) einen weitaus erwachseneren Eindruck macht. Das Raumgefühl ist akzeptabel, die Rundumsicht könnte besser sein, aber derzeit tendiert die Mode wohl dazu, Rückfenster zu Sehschlitzen zu minimieren…

    Einziger Pluspunkt des koreanischen Wettbewerbers: Das Handschuhfach und sein Deckel waren praxistauglicher geformt.

  • Vor einigen Wochen ging durch die Lokalpresse, dass das Autohaus Tiedtke im Zuge des Abgasskandals und des Wertverfalls bei Dieselfahrzeugen in die Insolvenz gerutscht ist - einige Niederlassungen sind jetzt von einem örtlichen Wettbewerber übernommen, vulgo: gerettet worden, aber die Zeit der großen Autohäuser und Vertragshändler scheint insgesamt ihrer Abenddämmerung entgegenzuschlittern. Der Vertrieb von Neufahrzeugen will sich grundlegend umstrukturieren und künftig mehr auf kleinere Showrooms in Innenstadtlage und auf Pop-up-Stores setzen!

    Bald werden wir das traditionelle Autohaus im Videothekenthread antreffen…

  • Es hat eben alles seine Vor- und Nachteile. Mittlerweile gibt es Hersteller, welche Fahrzeuge "on demand" nach Kundenwunsch individuell fertigen. Farbe des Lacks, der Sitzbezüge, der Innenausstattung sowie sämtliche Extras werden vom Kunden auf der Website des Herstellers zusammengestellt, und das Fahrzeug nach Kundenwunsch zusammengebaut.

    Virtual Reality Technologie breitet sich immer mehr aus, und so wird es auch nicht mehr lange dauern und die Kunden können sich mittels dieser Technik vom Sofa das noch gar nicht existente Fahrzeug in Ruhe von allen Seiten und im Innern betrachten.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • […] so wird es auch nicht mehr lange dauern und die Kunden können sich mittels dieser Technik vom Sofa das noch gar nicht existente Fahrzeug in Ruhe von allen Seiten und im Innern betrachten.

    Wem virtual reality genügt - oder ein Hologramm - der braucht am Ende ja gar kein Fahrzeug mehr, weil er sich dann ja auch sein Reiseziel wunschgemäß in die VR-Brille liefern lassen kann…

  • Wem virtual reality genügt - oder ein Hologramm - der braucht am Ende ja gar kein Fahrzeug mehr, weil er sich dann ja auch sein Reiseziel wunschgemäß in die VR-Brille liefern lassen kann…

    Das wäre natürlich ein weitaus effektiverer Schutz unserer Umwelt als der simple Verzicht auf die Fahrt in einen Blechkarossen-Showroom.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • In derartige Kraftfahrzeughändler-Räumlichkeiten fährt der potentielle Kunde meist nicht 'rein, diese Räumlichkeiten sind ja für gewöhnlich mit großflächigen Glasscheiben gegen die Außenwelt abgegrenzt.


    Oh, unser Erbsenzähler hat wieder eine Formulierung gefunden, an der er sich abarbeiten kann. Allerdins - die Glasscheiben sind wohl nicht ohne Grund da - wären sie nicht vorhanden, würden unsere Automobilfetischisten sogar den Showroom wie ein Drive-In benutzen.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Oh, unser Erbsenzähler hat wieder eine Formulierung gefunden, an der er sich abarbeiten kann. Allerdins - die Glasscheiben sind wohl nicht ohne Grund da - wären sie nicht vorhanden, würden unsere Automobilfetischisten sogar den Showroom wie ein Drive-In benutzen.

    Wer ist "unser"? Ein Versuch, Verbündete zu finden?

  • […] Automobilfetischisten[…]

    […] würden ihr Automobil wahrscheinlich gar nicht in Verkehr bringen, sondern ihrerseits hinter Glas aufgestellt bewundern oder "anbeten". Es ist bezeichnend, dass der Mensch von heute den Nutzwert des Automobils (für deren Eigentümer) aberkennt, weil er allein der in den 1960er Jahren einsetzenden Propaganda gegen das Verkehrsaufkommen und den Individualverkehr folgend nur noch nach "Argumenten" sucht, ein politisches Verbot herbeiführen und durchsetzen zu lassen…


    Wer sich also über die "zu vielen Autos" im Stadtverkehr echauffiert, sollte sich lieber vergegenwärtigen, dass in jedem dieser ihm unheimlichen Automobile ein Mensch (bisweilen sogar mehrere!) ihr jeweiliges Transportbedürfnis erledigen - in der jeweils maximal ökonomischen Weise und letztlich zeitsparend.

    Abgesehen davon trägt jeder das Automobil nutzende Pendler dazu bei, dass die ÖPNV-Fetischisten in den planmäßig verkehrenden Bussen und Bahnen während der Rush-hour immerhin noch eine Chance haben, wenigstens einen Stehplatz zu ergattern, statt drei oder vier Fuhren auf "ihrem" Linienweg abwarten zu müssen…


    Wer weniger Verkehr wollte, müsste also die Einwohnerzahlen der Städte und sonstigen Ballungsräume beschränken - und etwa per Gesetz dafür sorgen, dass die Mitarbeiter von Unternehmen in direkter Nachbarschaft des Grundstücks, auf dem sich ihr Arbeitsplatz befindet (oder die Behörde, die für die Lohnersatzleistung zuständig ist) zwangsweise umquartiert werden.
    Das wäre wohl nicht gut mit den wesentlichen Merkmalen einer Demokratie vereinbar.

    Und auch dann damit wäre das individuelle Verkehrsbedürfnis nicht aus der Welt geschafft, schließlich bleiben noch Schulbesuch, Behördengänge, Arztbesuche, Freundschaften und Verwandtschaft, Einkäufe und Urlaubsreisen…

  • Donnerwetter - endlich geht's voran mit dem Tesla Model 3 - in den Niederlanden wurde dem preisgünstigeren Elektrofahrzeug jetzt die europäische Typzulassung erteilt, und das Bundesamt für Wirtschaft und Exportkontrolle listet den Wagen als förderungsberechtigt auf. Man darf gespannt sein, ob man das Dingens im Straßenverkehr ab März oder April, wenn die ersten Fahrzeuge ausgeliefert sein werden, häufiger zu sehen bekommen wird als diesen postalischen Elektroblitzkarren…

  • Designstudien erleben derzeit, wo die Fahrzeuge der Serienproduktion uniformer und dabei unförmiger werden, eine neue Blüte… Mercedes hat seine Rennsportgeschichte aus der Zeit vor ca. 80 Jahren aufgegriffen, ein bisschen Darth Vader spielt aber auch noch da 'rein. Opel blickt in die glattflächige Zukunft.

  • Eine Fülle von Nachrichten, Kommentaren und weiteren journalistischen Betrachtungen machen gegenwärtig den Weg für's geplante generelle Tempolimit auf deutschen Autobahnen frei - schließlich muss das Automobil künstlich ausgebremst werden, damit dem allgemeinen Bildungsstand folgend auch der einmal erreichte Stand heimischer Technologie hinter den von China, Malaysia und Korea zurückfällt…

  • Eine Fülle von Nachrichten, Kommentaren und weiteren journalistischen Betrachtungen machen gegenwärtig den Weg für's geplante generelle Tempolimit auf deutschen Autobahnen frei - schließlich muss das Automobil künstlich ausgebremst werden, damit dem allgemeinen Bildungsstand folgend auch der einmal erreichte Stand heimischer Technologie hinter den von China, Malaysia und Korea zurückfällt…

    Wenn uns die Politik schon mit dieser Überwachungs-Maut beglückt, kann sie das Spionagesystem doch gleich für eine intelligente Verkehrsführung nutzen und Je nach Verkehrsaufkommen Geschwindigkeiten zwischen 80 und 200 kmh elektronisch gesteuert vorschreiben.
    Was der Autor des verlinkten Artikels, nicht ohne den heute üblichen SUV-Seitenhieb, schwafelt ist Quatsch. Es ist keineswegs entspannend 120 kmh einhalten zu müssen, wenn viel Verkehr herrscht. Ich habe dieses elende Hinundher-Gedackels in Südfrankreich schon selbst ausprobieren dürfen. Entspannend fand ich das keineswegs.
    Geschwindigkeiten über 200 kmh sind natürlich was für's Lustgefühl und müssten wirklich nicht sein. Aber wenn alles frei ist ? :kopfkratz2:

  • Darauf könnte man natürlich antworten " So ein Auto hatte ich auchmal.." Ich sehe das etwas entspannter, natürlich auf Grund der Tatsache das ich bis dato entweder Oldtimerfahrzeuge besaß wo man sich den Fahrspaß nicht per se aus der Geschwindigkeit holt oder so Arbeitstiere wie den Kangoo. Wie gesagt, wenn ich mit dem im Urlaub ( z.B. Frankreich ) war kam das Teil immer vollbeladen zurück. Daher war mein Fahren innerhalb einer Geschwindigkeitsbegrenzung sowieso fast immer gegeben... -:)


    Aber worüber diskutieren wir hier, bzw. düngt es mir nach einer üblichen Schwarz/Weiß Denke, ganz oder gar nicht etc.

    Realistisch fahren doch die meisten Menschen am Tage wo mittlwerweile durch die Unmengen an LKWS und sonstige Transportereien sowieso keine nennenswerte Geschwindigkeit über, sagen wir mal mehr als 3-10 KM Distanz erreicht werden kann. Ausgenommen natürlich mal das kurzzeitige Reviermarkieren eines Graurückens mit seinem Panamera oder die Jogginghosen/eisches Täschken an der Seite Fraktion mit Ihren AMG Nu....kutschen.

    Ehrlich, zu so viel mehr taugen die dt. Autobahnen doch nicht.

    Ergo würde eine zeitliches/tagesmässiges Tempolimit im vernünftigen Rahmen keinem wehtun. Schraubt sogar vielleicht die Unfallstatistik ein bisschen nach unten... Die Umwelt würde jetzt nicht so sensationell was mitkriegen, behaupte ich mal ( wird natürlich dann durch äh.. Statistiken beschönt werden wird ) weil die meisten Staus, der meisten Dreck, die meisten Kosten enstehen nunmal durch das internationale Transportgewerbe auf unseren Strassen...

  • ...

    Aber worüber diskutieren wir hier, ...

    Diskutieren wir doch einfach mal ein flexibles Tempolimit, statt einer starren Regelung. Warum muss immer gleich der deutlich über 200 kmh fahrende Tempojunkie für ein nervig niedrige, allgemeine Begrenzung als Begründung dienen, wenn es hunderttausende Autofahrer gibt, die einfach nur zügig vorankommen wollen ? Das kann sich völlig beherrschbar und gefahrlos auch in Bereichen bis 180 kmh abspielen. Die Technik ist heute jedenfalls weit genug den Verkehrsfluss intelligent zu steuern.