Das ebenso unerschöpfliche wie unvermeidliche Thema Automobil

  • […] Es ist keineswegs entspannend 120 kmh einhalten zu müssen, wenn viel Verkehr herrscht. […]

    Das hängt auch vom genutzten Fahrzeug ab… als ich noch Citroen 2CV gefahren bin, waren Tempo 120 ohnehin schon Vollgas… und bei meinem 250 ccm-Motorroller ebenfalls. Da wurde mir allenfalls mulmig, wenn hinter mir eine Sattelschleppe-Zugmaschine sich näherte, und ich noch ein paar Sekunden länger brauchte, um einen Lkw oder ein Wohnwagengespann zu überholen.

  • […] ein zeitliches/tagesmässiges Tempolimit im vernünftigen Rahmen keinem wehtun. Schraubt sogar vielleicht die Unfallstatistik ein bisschen nach unten […]

    Auch wenn "unangepasste Geschwindigkeit" in polizeilichen Unfallberichten als häufigste Unfallursache genannt wird, passieren die weitaus meisten Unfälle im Straßenverkehr gerade dort, wo ohnehin eher langsam gefahren wird. Und in den verhältnismäßig seltenen Fällen, in denen "Raser" verunfallen, ist denen entweder ein langsamerer Zeitgenosse in die freie Überholspur gewechselt oder es sind zwei Schnellfahrer, von denen der hintere einen zu geringen Abstand gehalten hat, in eine Gefahrensituation hineingeraten… natürlich wirken sich auch Reifenplatzer bei höheren Geschwindigkeiten fatal aus, insbesondere, wenn sich durch einen solchen ein Lkw auf der Autobahn querstellt.

  • Diskutieren wir doch einfach mal ein flexibles Tempolimit, statt einer starren Regelung. […]

    Was nützt es, wenn wir diese Diskussion vernünftiger angehen, wenn doch Lobbyverbände, "Experten" und Verkehrsministerium daran arbeiten, eine starre Geschwindigkeitsbeschränkung gesetzlich anzuordnen? Ganz nebenbei würde damit doch auch die Elektromobilität größeren Zuspruch erhalten… und Gesetze dienen doch schwerpunktmäßig dazu, der gewünschten Nachfrageentwicklung auf die Beine zu helfen.

  • Ein flexibles Tempolimit wäre europaweit ein gewaltiger Fortschritt für den Straßenverkehr. Und einheitliche Regelungen sollten zumindest in der EU getroffen werden. Moderne Fahrzeuge können, wenn die Fahrer sie beherrschen, durchaus sicher mit 140 bis 180 km/h betrieben werden, wenn die Straßenverhältnisse es zulassen. Auch in Ortschaften sind 30 km/h Zonen und starre Geschwindigkeitsvorgaben Nonsens, vor entsprechenden Kindereinrichtungen, Schulen, Altenheimen, Kliniken geboten, doch insgesamt wären 60 km/h, auf ausgebauten mehrspurigen Straßen 80 km/h wesentlich optimaler.

  • Das hängt auch vom genutzten Fahrzeug ab… als ich noch Citroen 2CV gefahren bin....

    Komm, Autos, die vor 70 Jahren entwickelt wurden und deren Motorisierungsstärke im Bereich eines bei Obi zu erwerbenen Sitzrasenmähers heranreichen sind ja wohl kaum ein Maßstab. Und wievel solcher Fahrzeuge wirst Du bei einer Fahrt, z.B. HH-München auf den Autobahnen sehen, wenn Du nicht zufällig auf einen Oldtimerkorso zwischen zwei Zubringern/Abfahrten triffst ? Fünf ?

  • Ein flexibles Tempolimit wäre europaweit ein gewaltiger Fortschritt für den Straßenverkehr. […]

    Die meisten Staaten (mit Ausnahme Deutschlands eigentlich alle) haben ja längst starre Tempobeschränken für den innerörtlichen, den Landstraßenverkehr und für Autobahnen festgelegt. Wenn jetzt Deutschland im Rahmen des europäischen Einigungsprozesses ebenfalls dazu durchringt, fällt den durchreisenden Nachbarn die Umstellung leichter… andererseits bietet der doch relativ geradlinige Verlauf mit weitgeschwungenen Bögen und der kreuzungsfreien Gestaltung der Zu- und Abfahrten an, Autobahnen als Schnellfahrstraßen zu nutzen.

    Streckenweise sind schließlich ohnehin Geschwindigkeitsbeschränkungen durch Beschilderung ausgewiesen - möglicherweise ist wegen des vermehrten Lkw-Verkehrs für die Fahrer der linken Spur die Beschilderung oftmals gar nicht mehr sichtbar…

  • Eine Fülle von Nachrichten, Kommentaren und weiteren journalistischen Betrachtungen machen gegenwärtig den Weg für's geplante generelle Tempolimit auf deutschen Autobahnen frei - schließlich muss das Automobil künstlich ausgebremst werden, damit dem allgemeinen Bildungsstand folgend auch der einmal erreichte Stand heimischer Technologie hinter den von China, Malaysia und Korea zurückfällt…

    Bei einer Umfrage hatte ich dummerweise für ein Tempolimit gestimmt. Als ich las, wer das fordert -- die Deutsche Umwelthilfe -- tat mir meine Abstimmung gleich leid. Also: Ich bin nunmehr für kein Tempolimit auf Autobahnen.

  • Schon lustig - wenn es der "Falsche" fordert, wechselst du deine Meinung, aus reiner Opposition? Du hättest ja auch dabei bleiben können und dich den Experten anschließen können, die vom Bundesverkehrsminister berufen worden sind. Dass dem nun deren Meinung nicht passt ist natürlich auch lustig.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • […] Autos, die vor 70 Jahren entwickelt wurden und deren Motorisierungsstärke im Bereich eines bei Obi zu erwerbenen Sitzrasenmähers heranreichen sind ja wohl kaum ein Maßstab. […]

    Nimm als zeitgemäßeres Beispiel ruhig den doch in recht großer Stückzahl im Straßenverkehr anzutreffenden Smart ForTwo… mit dem ist ja ebenfalls ein Reisetempo von vielleicht 120 oder 130 km/h realisierbar, wenn auch sicher keine Nonstop-Fahrt von Hamburg nach München…

  • Als Geständnis des Tages wäre an dieser Stelle mitzuteilen, dass ich heute mal auf dem Kundenparkplatz des örtlichen Lexus-Händlers angehalten habe… im Showroom standen zwei SUV, zwei konventionell geschnittene Stufenheckviertürer und ein flacheres Coupé; der Kofferraum vom Coupé war schon mal nur für Kleinkram zu gebrauchen, der Einstieg (hoher Schweller, hoher Innenraumboden, niedrige Sitzhöhe) schränkt den Käuferkreis weiter ein… beim gezeigten Fahrzeugpreis von 99.900,- Euro wird sich so schnell kein Interessent finden.

    Das preisgünstigste Modell war wohl der CT200h, ein relativ langweilig gestyltes Ding vielleicht in den Außenabmessungen eines Mercedes C-Klasse - "förderungswürdig" nach dem Vorgaben des Verkehrsministeriums, und beinah 35.000,- teuer. Auch bei diesem Modell war der Einstieg unbequemer als etwa beim New Mini oder dem gestern angeschauten Ford Ka.

  • Das hängt auch vom genutzten Fahrzeug ab… als ich noch Citroen 2CV gefahren bin, waren Tempo 120 ohnehin schon Vollgas… und bei meinem 250 ccm-Motorroller ebenfalls. Da wurde mir allenfalls mulmig, wenn hinter mir eine Sattelschleppe-Zugmaschine sich näherte, und ich noch ein paar Sekunden länger brauchte, um einen Lkw oder ein Wohnwagengespann zu überholen.

    Wenn sich bei 120 von hinten eine Sattelschlepper - Zugmaschine naehert ist wohl eher etwas verkehrt mit der Zugmaschine, b.z.w. dem Fahrer

  • Wenn sich bei 120 von hinten eine Sattelschlepper - Zugmaschine naehert ist wohl eher etwas verkehrt mit der Zugmaschine, b.z.w. dem Fahrer

    Erstens kann die Tachoanzeige 120 durchaus ein real geringeres Tempo bedeuten und zweitens halten sich auch Lkw-Fahrer nicht immer ans erlaubte Tempo, insbesondere wenn sie ohne Ladung fahren und andere Lastzüge überholen.

  • Bei einer Umfrage hatte ich dummerweise für ein Tempolimit gestimmt. Als ich las, wer das fordert -- die Deutsche Umwelthilfe -- tat mir meine Abstimmung gleich leid. Also: Ich bin nunmehr für kein Tempolimit auf Autobahnen.

    Fuer deine Meinungsbildung ist also entscheidend aus welcher "Ecke" es kommt? Also keine eigene Meinung?

    Mir ist es eigentlich egal wo Vorschlaege/ Meinungen her kommen, ich finde es entweder gut oder schlecht.


    Zum Tempolimit.

    Bin im Sommer wieder von Kiel in die Pfalz gefahren, a.G. von Baustellen hatte ich auf 750 km ueberwiegend Tempolimits zwischen 60 und 80 km/h. Ein Ueberschreiten waere auch schlecht moeglich gewesen, meistens stand man im Stau.


    " Freie Fahrt fuer freie Buerger." :(


    Als ich auf dem Heimweg die daenische Grenze ueberfuhr war ich erleichtert, endlich konstant 120 fahren, Cruise - Kontroll und rollen lassen. Dann nach Schweden und in Norwegen runter auf 110 km/h.

    700 km und drei kleinere Baustellen, ohne Stau.

  • Ein flexibles Tempolimit wäre europaweit ein gewaltiger Fortschritt für den Straßenverkehr. Und einheitliche Regelungen sollten zumindest in der EU getroffen werden. Moderne Fahrzeuge können, wenn die Fahrer sie beherrschen, durchaus sicher mit 140 bis 180 km/h betrieben werden, wenn die Straßenverhältnisse es zulassen. Auch in Ortschaften sind 30 km/h Zonen und starre Geschwindigkeitsvorgaben Nonsens, vor entsprechenden Kindereinrichtungen, Schulen, Altenheimen, Kliniken geboten, doch insgesamt wären 60 km/h, auf ausgebauten mehrspurigen Straßen 80 km/h wesentlich optimaler.

    140 - 180 sind praktisch nur auf Autobahnen mit mindestens 3 Spuren moeglich, und hier auch nur ausserhalb der Hauptverkehrszeiten.

    Flexibles Tempolimit macht nur Sinn als wechselndes Tempolimit auf den einzelnen Autobahnabschnitten. Bei zwei Spuren sollten es grundsaetzlich max. 130 sein

  • Erstens kann die Tachoanzeige 120 durchaus ein real geringeres Tempo bedeuten und zweitens halten sich auch Lkw-Fahrer nicht immer ans erlaubte Tempo, insbesondere wenn sie ohne Ladung fahren und andere Lastzüge überholen.

    Lkw's sind mit Geschwindigkeitsbegrenzern ausgeruestet. Uebrigens, ich rate keinem Lkw - Fahrer im digitalen Zeitalter zu manipulieren,

    die Zeiten des analogen Fahrtenschreibers sind vorbei. Frueher ging da viel, sehr viel.

  • Wenn sich bei 120 von hinten eine Sattelschlepper - Zugmaschine naehert ist wohl eher etwas verkehrt mit der Zugmaschine, b.z.w. dem Fahrer

    Wohl eher mit der Zugmaschine...ich hatte in den Neuzigern mal einen Volvo F10 mit 280 PS...das Ding hatte keinen Begrenzer.

    Mit 8 to Sammelgut im Auflieger ging es von Paris nach Düsseldorf...

    Nach Valenciennes auf belgischer Seite wurde dann Gas gegeben...also 120-125 lief der auch...da warst du in knapp 1,5 Stunden durch Belgien durch und in Aachen aufgeschlagen....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....


    Manchmal gibt es Situationen nur zu lesen, nur nachzudenken und dann einfach zu schweigen.:lach-w::uglybrav:

  • Bei einer Umfrage hatte ich dummerweise für ein Tempolimit gestimmt. […]

    Für ein Tempolimit zu sein steht im Prinzip ja jedem frei - allerdings sind's zumeist die Personengruppen, die ohnehin nicht auf Autobahnen unterwegs sind, die sich vehement für eine allgemeine Geschwindigkeitsbeschränkung einsetzen - und die unsicheren Fahrer/innen, die auf der mittleren oder linken Spur sowieso mit Tempo 70 dahinzuckeln, und sich erschrecken, wenn jemand sie zu überholen versucht…


    Wie man ein generelles Tempolimit durchsetzt haben die Niederlande im Zusammenhang mit der Ölkrise vorgemacht - und freundlicherweise erinnert die Rheinische Presse an diese dunkle Stunde politischer Täuschungen.

  • Eben. Und 1996/97 waren Lkws durchaus noch ein wenig schneller als erlaubt unterwegs.

    Auch da waren das nur Ausnahmen.

    Und wenn dir mal so eine begegnet ist, dann war das vllt 2-3 x pro Jahr.


    Hör auf solch Mist zu schreiben. LKWs unterliegen schon seit den 80ern strengen Begrenzungen.

    Und die liegen bei großzügigen 88 Kmh.

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.