Das ebenso unerschöpfliche wie unvermeidliche Thema Automobil

  • Wir waren […] wohl im falschen Ortsteil […]

    Der Hamburger Stadtpark tangiert vor allem Winterhude (in seiner südwestlichen Ecke), Barmbek (im Südosten), Bramfeld bzw. Ohlsdorf (östlich bzw. nordöstlich) und Alsterdorf bzw. Fuhlsbüttel (grob in nordwestlicher Richtung) - und abgesehen davon, dass jeder dieser Nachbarstadtteile seine spezifischen Sehenswürdigkeiten böte, sind auf den dortigen Straßen selbstverständlich diese MOIA-Kleinbusse unterwegs… und mit ihrer goldbraun-schwarzen Farbgebung fallen sie eigentlich auch optisch auf… (schon wegen ihrer verkehrsflussbehindernd "defensiven" Fahrweise und der absurden TFL-Beleichtung); zur Erhöhung des Wiedererkennungswertes sind sie zudem mit Wunschkennzeichen bestückt, also HH-MO … (dreistellige Nummer) E

  • […] So´n Shuttle haben wir allerdings nicht sehen können […]

    Das ist seltsam, denn irgendwie gehören die Dinger schon 'ne Woche nach ihrem Auftauchen praktisch zum gewohnten Straßenbild, fast egal, in welchem Stadtteil man gerade unterwegs ist. Angeblich ist MOIA auch mit der Auslastung der Fahrzeuge zufrieden, bislang habe ich diese Busse jedoch nur leer gesehen. Na, mangels Mobiltelefon werd' ich keine Gelegenheit haben, mal probehalber mitzufahren.

  • Nach den letzten tödlich verlaufenden Kollisionen zwischen abbiegenden Lkw und geradeaus weiterfahrenden Radlern ist ja mittlerweile spruchreif, dass sog. Abbiegeassistenten, die den Lkw-Fahrer akustisch warnen (oder eine Notbremsung einleiten) sollen, wenn im toten Winkel Gefahr lauert, Pflicht werden. Die z.Zt. verfügbaren Systeme scheinen nach Test durch den ADAC die in sie gesetzten Hoffnungen nicht uneingeschränkt zu erfüllen.

  • Nach den letzten tödlich verlaufenden Kollisionen zwischen abbiegenden Lkw und geradeaus weiterfahrenden Radlern ist ja mittlerweile spruchreif, dass sog. Abbiegeassistenten, die den Lkw-Fahrer akustisch warnen (oder eine Notbremsung einleiten) sollen, wenn im toten Winkel Gefahr lauert, Pflicht werden. Die z.Zt. verfügbaren Systeme scheinen nach Test durch den ADAC die in sie gesetzten Hoffnungen nicht uneingeschränkt zu erfüllen.

    Dennoch dürften die Assistenten besser sein als gar keine Warnung. Allerdings würde ich als Radfahrer niemals in den toten Sichtwinkel eines LKW fahren, auch wenn ich Vorfahrt hätte. 20 m hinter dem LKW ist allemal sicherer als das Risiko einzugehen überfahren zu werden.

  • Dennoch dürften die Assistenten besser sein als gar keine Warnung. Allerdings würde ich als Radfahrer niemals in den toten Sichtwinkel eines LKW fahren, auch wenn ich Vorfahrt hätte. 20 m hinter dem LKW ist allemal sicherer als das Risiko einzugehen überfahren zu werden.

    Das Problem hast Du als Fahrradfahrer wenn Du gleichauf mit einem Transporter, Lkw oder ähnlichem bist. Deine Vorfahrt wird Dir schlicht genommen weil der abbiegende Lenker einfach "rüber" zieht. Ein einfaches Stehen bleiben nützt Dir in einigen Situationen auch nichts weil man dann schlicht von der "Seite mitgenommen wird. Als jahrelanger Motorradfahrer habe ich fast immer den Seitenspiegel im Blick ob derjenige mich wahrnimmt, bzw. ich halte immer defensiv Abstand. Nur nützt das oft nichts oder sind viele Radfahrer nicht so geschult, was man Ihnen aber auch nicht zum Vorwurf machen kann.


    ich war gerade über Ostern in Holland und dort sieht das ganze System komplett anders aus. Dort sind aber auch die Autofahrer seit Jahrzehnten dementsprechend sensibilisiert.

  • Das wäre ja gar nicht nötig, wenn telefonierende, twitternde oder sonst abgelenkte Möchtegernautofahrer die Regeln beim Abbiegen beachten würden. Und im Zweifel heißt das eben auch stehen bleiben, wenn man nichts sieht.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • […] besteht darin, dass die Radfahrer heutzutage wohl eine APP benötigten, die ihnen an Einmündungen und Kreuzungen bei räumlicher Anwesenheit anderer Verkehrsteilnehmer "assistiert" und die potenzielle Gefahrensituation bewusst macht…

    Sorry, etliche Autofahrer müssen erstmal wieder daran erinnert werden das man das eigene Blickfeld durch eine Bewegung

    der Halswirbel durchaus verändern kann.

  • Holland ist doch gar kein Vergleich. Da fand von Anfang an eine völlig andere Verkehrspolitik statt. Und außerdem sind dort auch die Autofahrer anders erzogen.

    Dort wurde die Verkehrsinfrastruktur für die Radler fast völlig von der der Autofahrer getrennt. So sollte es auch sein. Kinder bekommen eine vernünftige Verkehrsschulung und die Arroganz der Autofahrer hält sich auch in Grenzen.


    Und ja, ich geb dem Kater Recht, viele Radler vernachlässigen massiv das Defensiv-Gebot, wenn es eng wird. Und ja, BRM, der Schulterblick ist für einige Autofahrer etwas rein Sexuelles und gehört für die wohl nich in den Straßenverkehr. ;)


    Wenn unsere Radler endlich vernünftige Radwege, getrennt vom Autoverkehr, bekommen und endlich eine Radwegepflicht eingeführt ist (da sind sich nämlich die Länder nicht einig), dann wäre Gefahren schon von Beginn an reduziert. Aber so lange sich Blechkarossen und Fleischstrampler in die Quere kommen, wird es immer Unfälle geben. Achja, Radfahrer sollte aber auch mal begreifen, dass auch für sie "Rechts vor Links" gilt, wenn sie sich in entsprechenden Verkehrszonen befinden. Und auch für Radler gilt: Wer sich akustisch oder optisch mit seinem Smarti beschäftigt, freihändig zwischen Autos kurvt, auf 100 m dreimal zwischen Fußweg/Radweg/Straße wechselt, damit er der erste an der nächsten roten Ampel ist, der braucht sich nicht zu wundern, wenn er ganz schnell ganz tot ist. ;)


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Holland ist doch gar kein Vergleich. Da fand von Anfang an eine völlig andere Verkehrspolitik statt.

    Naja, von Anfang an ist ein wenig übertrieben, das Bild stammt aus Amsterdam in den 70ern:


    53mhzQK.jpg


    Aber es ist immer wieder erstaunlich, wenn deutsche Verkehrspolitiker auf das Argument "mehr für Fahrradfahrer tun" antwortet "das geht nicht, wir sind nicht Amsterdam".


    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • […] auch für Radler gilt: Wer sich akustisch oder optisch mit seinem Smarti beschäftigt, freihändig zwischen Autos kurvt, auf 100 m dreimal zwischen Fußweg/Radweg/Straße wechselt, damit er der erste an der nächsten roten Ampel ist, der braucht sich nicht zu wundern, wenn er ganz schnell ganz tot ist.

    Insbesondere scheint es heutzutage üblich zu sein, in engen Einbahnstraßen grundsätzlich in Gegenrichtung zu radeln… gern auch, weil dies kommunikativer scheint, zu zweit nebeneinander…

  • Ein treffliche Vorschlag, der es verdiente, auch von den Radfahrern beherzigt zu werden… denn meist sind sie es ja, die das Verkehrsgeschehen um sich herum keines Blicks würdigen…

    Meine Erfahrungen als umsichtiger Radfahrer nach zwei Unfällen mit Vollhonks in Blechkisten sind da ganz andere. Autofahrer bin ich übrigens ebenfalls, seit 43 und Motorradfahrer seit 36 Jahren.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Insbesondere scheint es heutzutage üblich zu sein, in engen Einbahnstraßen grundsätzlich in Gegenrichtung zu radeln… gern auch, weil dies kommunikativer scheint, zu zweit nebeneinander…

    Diese Regelung ist eine der dümmsten der letzten Jahrzehnte,die Möglichkeit die Einbahnstrasse in entgegengestzter Richtung befahren zu dürfen. Sie wurde vermutlich von "kampfradlerischen" Grundüberlegungen geprägt zu sein.

    Bin übrigens sowohl Radler (~4tkm/anno )als auch Autofahrer.

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Diese Regelung ist eine der dümmsten der letzten Jahrzehnte […]

    Die offizielle Erlaubnis zur Befahrung von Einbahnstraßen durch Radler in Gegenrichtung ist erst aufgekommen, nachdem sich zeigte, dass die Einhaltung von Verkehrsregeln ohnehin auf taube Ohren stößt - es gibt Einbahnstraßen, in denen ein Zusatzschild Radfahrern den Zweirichtungsverkehr erlaubt, und dieses Schild wird Einbahnstraßen nur zugeteilt, wenn die Straße baulich die nötige Breite aufweist… dummerweise kümmern sich Radler nicht darum und sie werden, außer an speziellen Aktionstagen der Polizei, üblicherweise diesbezüglich nie kontrolliert, ermahnt oder zur Kasse gebeten…

  • Wenn ich in München bin, stelle ich meinen Kleinstwagen gern an einem Park&Ride-Platz ab und fahren fortan mit U-Bahn und Bus, bin also immer wieder auch Fußgänger. Und die sind, sage ich Euch, die ärmsten Säue im Verkehrsgeschehen. Denn die erleben die Fahrradfahrer als Rambos der Straße, nicht nur auf Straßen, auch auf Fahrradwegen, die sie ebenfalls in beiden Richtungen befahren, auch da, wo an jeder Straßenseite einer ist. Wenn es zwischen Bürgersteig und Straße nur den Fahrradweg und keinen zusätzlichen Grünstreifen gibt, dann fahren viele Radler einfach in die Menge hinein, die vom Bürgersteig zum haltenden Bus drängt. Vermutlich sind sie vorher zu schnell und können nicht beizeiten bremsen. Es ist mein ernsthafter Vorsatz, eine Gelegenheit zu nutzen, den mich streifenden Radler beherzt zu Boden zu stoßen und dann ganz erschrocken aufzuschreien. Bis jetzt war ich nie schnell genug. Aber eines Tages...

  • .... Wenn es zwischen Bürgersteig und Straße nur den Fahrradweg und keinen zusätzlichen Grünstreifen gibt, dann fahren viele Radler einfach in die Menge hinein, die vom Bürgersteig zum haltenden Bus drängt.....

    Unter diesen Blindfischen gibt es leider jene spezielle Art


    "ich muss in meinen Bus, da interessiert mich kein Radweg, und schon gar nicht ob der Radfahrer bremsen muss ..."


    Die Smombies erwähne ich gar nicht extra.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Den größten Vorwurf trifft aber die,die für die Straßen-bzw.Radwegeführung verantwortlich sind.Wie kann man so bestusst sein,den Radweg zwischen Wartehaus und Einstiegszone hindurch zu führen? Das Chaos ist programmiert,bei fast jeden Halt des Busses.

    Verkehrstechnisch sind das Analphabeten (oder Anal-phabeten?? :evil:)

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • […] Es ist mein ernsthafter Vorsatz, eine Gelegenheit zu nutzen, den mich streifenden Radler beherzt zu Boden zu stoßen und dann ganz erschrocken aufzuschreien. Bis jetzt war ich nie schnell genug. Aber eines Tages...

    Das juristische Nachspiel wäre dann sicher einen eigenen Thread wert… übrigens: Mit zunehmendem Alter wird die Schnelligkeit der Reflexe und sonstigen Bewegungen eher gemächlicher…Deinen Vorsatz in die Tat umzusetzen dürfte die beste Gelegenheit bereits verstrichen lassen haben.