Das ebenso unerschöpfliche wie unvermeidliche Thema Automobil

  • Dass unser Forumskollege jetzt im Automobil-Thread […]

    […] eine Kreuzfahrt, die allerdings viel mehr zu bieten hat […].

    erwähnt, ist gewiss nur wieder ein getarnter Hinweis auf seine bevorzugte Automarke, in deren Diensten die AURIGA LEADER über die Weltmeere schippert, ein Schiff mit Hybridantrieb, als dessen Fahrgast unser die japanische Automobilindustrie unentwegt anpreisender grauer Kater sicher fürstlich umsorgt würde - schließlich agiert er hier ja stets als Markenbotschafter…

  • Zu den Persönlichkeiten, die dazu beigetragen haben, dass das Automobil nicht das Pläsier einzelner Abenteurer geblieben ist, sondern zum veritablen und erschwinglichen Utensil für den gewöhnlichen Menschen (wenigstens der Industrienationen) weiterentwickelt wurde, zählt neben Henry Ford und André Citroen noch ein wesentlich weniger bekannter Techniker, an den in einem Gespräch über's Automobil zu erinnern wohl angebracht ist: Jozsef Galamb (3. Februar 1881 - 4. Dezember 1955) - Hier noch ein Foto des Konstrukteurs im letzten Jahr, bevor er in den wohlverdienten Ruhestand ging.

  • Eventuell war das Ding derart unsicher, dass es sich in keiner Weise bewährt hat. Zudem sollten Fahrzeuge mit so mickriger Motorisierung wie der Käfer keine Wohnanhänger ziehen dürfen.

    Ach Katerchen, die zulaessige Anhaenglast ist doch klar geregelt. Glaube kaum ein Kaefer darf mehr als 500 kg/ gebremst ziehen

  • Derzeit ist der technologisch-ideologische Komplex ja mit Eifer dabei, uns das autonome Fahre als einzig wahre und glückliche Zukunft des Individualverkehrs schmackhaft zu machen - ein kleiner Blick in diese Zukunft ist ja heute schon möglich, und selbst grundlegende Änderungen am Steuerungssystem scheinen zum selben Resultat zu führen… und wenn schon 10 Sekunden "Autopilot" genügen, um um das Lenkrad für immer aus der Hand zu legen, scheint das auch ein voller Erfolg zu sein!

  • Da es sich bei dem Autopiloten der Tesla-Modelle in keinster Weise um autonome Systeme handelt, sondern um Assistenzsysteme zur Unterstützung des Fahrers, fragt man sich doch, wo der Fahrer in den 10 Sekunden nach dem Einschalten des Autopiloten seine Hände, seine Gedanken und seine Augen hatte. Da kommen diverse Dinge in Betracht, vom Tippen auf dem Handy bis hin zum Pinkeln während der Fahrt in eine leere Flasche ....


    Wenn ein Assistenzsystem den Fahrer ganze 8 Mal dazu auffordert, seine Hände ans Lenkrad zu legen und dieser nicht reagiert, dann ist das einen Darwin-Award wert.

    Tod furch Dummheit sollte auf dem Grabstein stehen.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Da es sich bei dem Autopiloten der Tesla-Modelle in keinster Weise um autonome Systeme handelt, sondern um Assistenzsysteme zur Unterstützung des Fahrers, fragt man sich doch, […]

    […] weswegen der kalifornische Hersteller dieses offenbar abschaltbare Assistenzsystem überhaupt bzw. weiterhin als "Autopilot" bezeichnet - und bewirbt diese Fehlentwicklung noch auf der eigenen Webseite mit den Worten "Volles Potenzial für autonomes Fahren" … immerhin verlassen sich mehrere Fahrer blindlings auf diese "fortschrittliche" Technologie! Übrigens auch in Europa.

  • Dass der Autopilot selbst nach 8 Aufforderungen an den Fahrer, das Lenkrad selbst in die Hand zu nehmen nicht durch diesen beachtet wurde spricht nicht wirklich gegen die Technik. Die größten Fehlerquellen sitzen anscheinend immer noch im Fahrersitz.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • In dem Fall der Technik die "Schuld" zuweisen ist kurzsichtig.

    Es zeugt auch davon, dass kaum jemand versteht, von was er überhaupt redet. Und natürlich ist das auch der Eindruck, den die Werbung für diese autonome Welt vermittelt.


    "Verlasse dich doch einfach auf das, was wir dir versprechen."


    So lange nicht der komplette motorisierte Verkehr "vernetzt" und autonom wurde, ist der Führer eines solchen Vehikels IMMER in der Pflicht eingreifen zu können/müssen! Basta! Niemand kann sich da aus der Verantwortung nehmen.


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • […] Die größten Fehlerquellen sitzen anscheinend immer noch im Fahrersitz.

    Wenn Du die Chefsessel der Fahrerassistenzsystem-entwickelnden Industrie meinst, könntest Du Recht haben… dem Autofahrer vorzugaukeln, er brauche immer seltener einzugreifen oder dem Verkehrsgeschehen überhaupt Aufmerksamkeit zu schenken, weil die Elektronik ohnehin viel besser das Fahrzeug führen könne, verleitet nämlich nur dazu, sich auf den teuren und störanfälligen Blödsinn, der heutzutage ins Auto eingebaut wird, zu verlassen - der postmoderne Mensch strebt schließlich danach, sich in seinem Wohlfühl-Kokon einzuspinnen. Wen interessiert schon die Realität? Es ist doch die Technik, die alles möglich macht…

  • Deshalb sind diese Leute ja auch perfekte Anwärter auf den Darwin-Award. Das betrifft ja nicht nur Autos. So gut wie niemand liest Bedienungsanleitungen. Viel zu viel Text, einfach machen. Und dann wundern sich einige darüber, dass die Ergebnisse nicht mit den Erwartungen übereinstimmen.


    Würde Dummheit Schmerzen verursachen, liefe die Hälfte der Menschheit stöhnend und jammernd durch die Gegend.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • So lange nicht der komplette motorisierte Verkehr "vernetzt" und autonom wurde, ist der Führer eines solchen Vehikels IMMER in der Pflicht eingreifen zu können/müssen! Basta!

    Ich gehe noch einen Schritt weiter: Solche Systeme haben im öffentlichen Straßenverkehr hier und heute nichts verloren. Jedenfalls so lange, wie sie weder querende LKW noch radschiebende Fußgänger noch den Fahrbahnverlauf zuverlässig erkennen.

  • […] Es zeugt auch davon, dass kaum jemand versteht, von was er überhaupt redet. Und natürlich ist das auch der Eindruck, den die Werbung für diese autonome Welt vermittelt. […]

    Eben. Und wenn Otto Normalkunde nicht versteht, was ihm da verkauft wird, und er dann nach 10 Sekunden der fröhlichen Nutzung seiner "innovativen" Anschaffung bereits tot ist, dann könnte der Gesetzgeber Handlungsbedarf erkennen, die Anpreisung dieser "Assistenzsysteme" künftig nur noch in weniger großspuriger Weise als zulässig anzusehen…

    Schließlich bedürfen ja auch Genussmittel einiger Warnhinweise, Altersbeschränkungen und laufend durch die Presse geisternder Erwähnungen der mit ihnen verbundenen Gefahren.

  • Manche Autohändler öffnen ja auch Sonntags ihre Pforten, damit man sich die Fahrzeuge anschauen kann, auch wenn keine händlerseitige Beratung stattfindet. Eben, auf dem Rückweg von der Elmshorner Museumsausstellung, stoppte ich also kurz bei einem FIAT-Händler, bei dem der Showroom allerdings leider verschlossen war… welch ein Glück, dass auf einem benachbarten Grundstück ein NIssan-Händler residierte - ein Wachmann saß desinteressiert hinter'm Informationstresen, und so trat ich ein, um mal nach dem aktuellen Baumuster des MICRA zu fragen - rein äußerlich zu erkennen ist das Teil nämlich nicht mehr…

    Der Kofferraum ist üppig, das Platzangebot für Fahrer und Passagiere schon gemäßigter, die Rundumsicht für ein als "Stadtwagen" angepriesenes Fahrzeug arg eingeschränkt. Der Fahrzeugboden (innen) liegt bei weitem zu hoch, und in Relation dazu ist der Sitz zu niedrig positioniert - das scheint heute Mode zu sein, denn im Mercedes A-Klasse, im Smart und im Renault Twingo hat sich diese Unsitte auch bereits durchgesetzt.

    Das Handschuhfach scheint nur noch Symbolcharakter zu haben, denn verstauen kann man darin gar nichts mehr - dafür dominiert zwischen den Airbagabdeckungen, wie könnte es anders sein?, ein überflüssiger Bildschirm.

    Wenn das Automobil also an Bedeutung verliert, haben Marketingexperten, Designer und jene Personen, die als Muster für die Ergonomie herhalten, gehörigen Anteil daran…

  • Seit langem plädiere ich dafür, die schiere Außengröße eines Kfz bei der Steuer zu berücksichtigen, mit allen nötigen Vergünstigungen für Leute, die ein großes Auto beruflich brauchen. In der Regel sind das aber keine SUVs.


    Ich kenne einige SUV-Besitzer, die haben neben dem SUV auch noch einen Kleinwagen. Mit dem fährt der Gatte zur Arbeit, und die Gattin braucht den SUV dringend, um Milch, Brot und Gemüse vom Wochenmarkt zu holen und anschließend die Tochter an der Schule aufzupicken. In Urlaub fliegen sie. Man könnte das für ein billiges Klischee halten, aber es ist die Realität. So schaut es aus bei uns auf dem Land.