Das ebenso unerschöpfliche wie unvermeidliche Thema Automobil

  • Man kann es drehen und wenden wie man will, es muß dringend massiv an den Verkehrswegen gebaut werden. Selbst ich, als Autofahrer bin bereit Einschränkungen zu ertragen, wenn diese wirklich Sicherheit für alle bedeuten.

    In den Innenstädten ist das kaum möglich, es sei denn, man ist bereit, auf Gehwege oder Parkraum zu verzichten.

    Ich habe es in Bremen erlebt: Verglichen mit Frankfurt ist das eine Radfahrer-Hochburg, und trotzdem funktioniert das Nebeneinander dort offenbar besser als in Frankfurt. Ich kann mir das nur so erklären: Eine "friedliche Koexistenz" zwischen Auto- und Radfahrer ergibt sich anscheinend automatisch, wenn die Anzahl der Radfahrer eine "kritische Masse" überschreitet; plötzlich ist gegenseitige Rücksichtnahme möglich.

  • Wer den letzten SPIEGEL noch griffbereit hat, Nr. 37 mit dem gestörten Boris auf dem Titel: "Schrecken der Straße" heißt der Artikel über die Scooter, und wenn man den gelesen hat, ist einem die Lust auf so ein Ding gründlich vergangen.



    "Oh Tor, im Unglück ist Trotz nicht förderlich!" (Sophokles: Ödipus auf Kolonos)

  • Es wäre ein leichtes, im EU-Parlament einen Gesetzesentwurf einzubringen, damit diese Spiegel europaweit vorgeschrieben werden.

    Es sind bereits 'ne Menge Außenspiegel vorgeschrieben, aber den Zeitungsmeldungen nach scheinen Unfälle, insbesondere bei abbiegendem Verkehr, scheinen trotzdem nicht völlig ausgeschlossen zu sein… insofern ist die von Dieter angedeutete Mitwirkungspflicht auch der Radler, derartige Unfälle zu vermeiden, irgendwie nicht von der Hand zu weisen…

  • Ich kann mir jeden Tag den Mitarbeiterparkplatz von Porsche anschauen. Subbis Frage ist einfach so herrlich naiv, dass ich mir eine direkte Antwort darauf spare. :)

    Mal davon ab, dass diese Firma einigen ihrer Mitarbeiter Autos zur Verfügung stellt.

    Nicht nur über die 1% Variante, auch werden PKWs ausgegeben, um einfach in der Praxis bewegt und somit "getestet" zu werden.


    Panalmera, Chayen, Chantal, Macron und wie die Penisprotesen so heißen. :)


    "Niemand hat die Absicht, mit einem 500 PS Auto eine Kurzstrecke zu fahren!" ;)


    Aber selbst die eigenen Schüsseln, die diese Arbeiter fahren, sind natürlich interessant. Denn irgendwie machen die aus ihren Audis, VWs, KIAs, Fords, etc. Kisten, die sportlich getrimmt, Fahrzeuge, die einem Porsche wohl nahe kommen sollen.


    Gut, wenn es kein Q7 ist, dann ist es eben ein Panamera, mit dem die 15/20 Km zur Arbeit gedüst werden. Aber es kommt dabei ja nur an, was hinten raus kommt. Und das ist bei einem solchen Ding jede Menge shice!


    mfg

  • Wer außerhalb von Großstädten wohnt, seinen Arbeitsplatz jedoch inmitten jener Großstadt täglich aufsuchen muss, hat meist eher 40-50 km Arbeitsweg (einfache Wegstrecke).

    Wer in Schwerin wohnt und in Hamburg arbeitet, hat schon die dreifache einfache Wegstrecke! Und es ist auch nach 30 Jahren Wende eher nicht selten dar Fall!

  • Wer in Schwerin wohnt und in Hamburg arbeitet […]

    Naja, vor der Wende hätte, wer in Schwerin wohnte, ganz sicher in Hamburg keinen Arbeitsplatz annehmen können… und das Gros der Pendler, die Arbeitsplätze in Hamburg allmorgendlich aufsuchen müssen, kommt eher aus den Landkreisen Pinneberg, Segeberg, Stormarn, Lauenburg, Lüneburg, Harburg und Stade… von weiter her anreisende Pendler sind zahlenmäßig schon nicht mehr so häufig anzutreffen - und Dieter hatte immerhin von 20 km Arbeitsweg geschrieben…


    Im Raum Stuttgart - und zumal bei der dortigen Automobilindustrie - mag die Anreise per ÖPNV seltener gebräuchlich sein, schließlich hat der Großraum Rhein-Neckar einen S-Bahn-Takt von 30 Minuten - da lohnt's dann schon eher mal, mit dem Wagen zu fahren, vor allem, wenn in ausreichender Zahl Mitarbeiterparkplätze gestellt werden. Der geparkte Wagen vor den Werkstoren ist schließlich auch ein Bekenntnis zur Branche, in der man tätig ist, während ein leerer Mitarbeiterparkplatz bei Porsche eher schon als geschäftsschädigend ausgelegt werden könnte.

  • Naja, vor der Wende hätte, wer in Schwerin wohnte, ganz sicher in Hamburg keinen Arbeitsplatz annehmen können…

    Das hätten auch die Wenigsten gewollt, denn in Schwerin hatten sie sichere Arbeitsplätze und maximal eine Wegzeit von 20 Minuten zur Arbeit bei einem Monatspreis für Straßenbahnticket von ca. 8 Mark der DDR. Und eine 100 qm Wohnung kostete 108 Euro Miete im Neubau mit fleißend Warmwasser/Heizung bei Stromkosten von 8 Pfennig/KWh. Und wer eine gute Ausbildung hatte, verdiente auch rund 1000 Mark +++ im Monat netto!

  • Welch paradiesische Zustände […]

    […] bei einem Monatspreis für Straßenbahnticket von ca. 8 Mark der DDR. […]

    Aber irgendwie schienen gegen Herbst 1989 die wenigsten DDR-Bürger mit der Gesamtsituation zufrieden zu sein, und davon abgesehen gehörte Dein nostalgieverklärter Rückblick eher in den "ex-DDR"-Thread. Schwerin hat sich innerhalb von bald 30 Jahren ein wenig herausgeputzt und bietet als Landeshauptstadt und als touristisches Ausflugsziel auch heute noch einige Jobs.


    Automobilistisch betrachtet ist Schwerin jedoch weder Produktionsstandort (das wären eher Zwickau und Eisenach) noch in der Parkraumbewirtschaftung ein überdurchschnittlich autofahrerfreundliches Fahrtziel…