Die Mentalität des Vergessens, der Umgang mit der Geschichte und der Wandel von Freizeit- und Konsumgewohnheiten

  • […] dass man sich sogar im Kunsthandel "Handelsgut" erklären lässt und dann doch im Internet kauft, habe ich nicht verstanden.

    Auch Kunsthandwerk wird unter Kunst subsumiert. Und da die Preziosen, die dort am Jungfernstieg angeschaut und taktil erkundet wurden, waren halt Dinge, die serienmäßig bzw. in Kleinauflage produziert worden sind (Abgüsse, Drucke, Stilmöbel/Designobjekte). Wenn sich das Gebäude in Familieneigentum befindet, dann lohnt eventuell die Vermietung der Geschäftsräume oder gar der Verkauf des kompletten Gebäudes… beides bringt halt weit mehr ein, als der Weiterbetrieb der Handlung. Wer nimmt schon Anstoß am Strukturwandel bzw. den Veränderungen des Stadtbildes?

  • "In zehn Jahren wird es den Einzelhandel nicht mehr geben", sagt jemand, der sein eigenes Einzelhandelsgeschäft nach 37 Jahren schließen wird.

    Der muss es ja wissen; er kennt sich schließlich mit Zukunftsthemen aus.

    Die Eimsbütteler Nachrichten sollten sich dagegen mit den wirklichen Problemen befassen.

    Zitat

    firefox.exe hat versucht, auf Grundlage eines nicht übereinstimmenden Zertifikats eine Verbindung mit eimsbuetteler-nachrichten.de aufzubauen. Wir haben die Verbindung blockiert, um Ihre Daten zu schützen, weil das verwendete Zertifikat für eine andere Web-Adresse als die Zieladresse ausgestellt wurde.

  • Vielleicht, weil man das alles heute auf Flohmärkten findet? :)

    Du scheinst lange keinen Flohmarkt besucht zu haben - was dort angeboten wird (also "zu finden" ist) ist zumeist Plunder; aktuellen Hypes entsprechend sind es meist relativ zeitnah produzierte Dinge, derer sich anlässlich von Entrümpelung oder Haushaltsauflösung einige Privatpersonen trennen, während professionelle Händler oftmals Neuware (auch Rest- und Sonderposten) feilhalten. Einige Jahre lang waren Tradingcards und Ü-Ei-Figuren en masse vertreten, aber dieser Boom klingt auch so langsam ab.


    Und der Sammlerwert vormals populärer Sammelgebiete (etwa der Philatelie) schmilzt rascher dahin als das Polareis. Die Kleinigkeiten, an denen sich frühere Generationen zu erfreuen vermochten, leiden am Schwund des Sammlernachwuchses - und finden immer weniger Beachtung. Wie gut, dass wenigstens das Museum für Kommunikation in Frankfurt der Briefmarke noch eine Sonderausstellung widmet, und dass darüber die FAZ berichtet.