Die Mentalität des Vergessens, der Umgang mit der Geschichte und der Wandel von Freizeit- und Konsumgewohnheiten

  • Hinzu kommen die Insolvenzen von namhaften Herstellern. In diesem Fall meldet Gerry Weber, Mode, Insolvenz her. Gerry Weber gehört dem gehobenen Modebereich an, ist aber noch erschwinglich.

    Gehoben waren die Preise, die Qualität hinkte aber zu oft hinterher. Das Problem dieser Marken, neben der gewissen modemässigen Verschnarchtheit war das zunehmend die Konsumenten erkannt haben ( zum Glück ) das die Herstellung aus exakt den gleichen Fernost/Bangladesh Klitschen kam wie die Billigklamotte auf dem Wühltisch. Und dann ist es egal ob man das mit Hallhuber ( et al) labelt oder nicht.


    Und Namen/Marken sind doch seit geraumer Zeit keine Selbstgänger mehr....

  • BRM, zerstöre doch nicht die falschen Vorurteile der Markenfetischisten.


    Namen sind doch wichtig! ....also für einige, egal wo das Billigzeuch hergestellt wird.

    Der Preis sagt doch aus, dass es gute Ware ist... ;)

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • BRM, zerstöre doch nicht die falschen Vorurteile der Markenfetischisten.


    Namen sind doch wichtig! ....also für einige, egal wo das Billigzeuch hergestellt wird.

    Der Preis sagt doch aus, dass es gute Ware ist... ;)

    -:) Jupp... als ich vor Schaltjahren noch als intl. Speditör tätig war durfte ich ja diese Buden hieroselbst in Augenschein nehmen. OK, nicht nur das ich bei solchen Besuchen natürlich ein Auge drauf hatte was die Konkurrenz dort auflud.. Aber die Empfängermarkierungen waren für mich wesentlich interessanter...


    Aber auch wenn ich mich Trends schon ewig nicht mehr unterwerfe ( ich treibe die Pickelgesichter schon in die Ohnmacht wenn ich erwähne das meine Rahmengenähten mir teils über 20 Jahren dienen.. ) liest man doch überall das diese Angesagtzyklen immer schneller werden und ebenso rasant untergehen.


    Vor kurzer Zeit haben sich die 14 Jährigen Girlies noch vor Aufregung ins Höschen gemacht wenn sie in die abgedunkelten, parfümierten Katakomben von Hollister oder Abercrombie & Fitch herabstiegen um von irgendwelchen Schönlingen bedient zu werden...


    Und heute ? Am Rande der Pleite sind diese Ketten.


    Ähnlich wie H&M, Zara etc. pp. , von den Seniorenkampfwestenhersteller Jack Wolfshit gar nicht erst gesprochen....

  • Das Problem ist doch eher, dass es gar nicht mehr lohnt, die wie ausgestorben wirkenden Innenstädte aufzusuchen - sind die traditionellen Läden von der Bildfläche verschwunden, gibt's da ja nichts mehr, was anzuschauen lohnte…

    Naja, soo schlimm ist ja nun nicht. Meine beste Ehefrau von allen und meine Wenigkeit suchten letztens ein Geschenk und wir hatten eine nette Zeit hier:


    https://www.yelp.de/biz_photos…ct=7pb3eRmdZuEidSL88BkEXQ


    und :


    https://www.ganz-hamburg.de/wp…mburg-2012/p1000839-1.jpg


    http://www.pro-wohnen.de/Fotos…us-Moenckebergstrasse.jpg


    bzw. hier auch noch:


    https://encrypted-tbn0.gstatic…A7HEm2ZBbW2wzGku0snYISms5


    auf den Weg dahin musste ich nochmal in den Außstatter meines ehemals seefahrenden Großvaters reinschauen:


    https://www.smart-travelling.n…urg/HH-brendlerkl-107.JPG


    https://www.ernst-brendler.de/


    Also, alles gut, bzw. neben uns waren auch 2-3 Hamburger vor Ort.

  • Das Problem ist doch eher, dass es gar nicht mehr lohnt, die wie ausgestorben wirkenden Innenstädte aufzusuchen - sind die traditionellen Läden von der Bildfläche verschwunden, gibt's da ja nichts mehr, was anzuschauen lohnte…

    Städte sind ja nicht nur für den Konsum errichtet, sondern normalerweise Lebens-und Kulturräume, meist mit langer Geschichte. Wenn die Traditionen nicht mehr erhalten werden können, weil sich die Bodenspekulation negativ auf die Kostenstrukturen der Geschäfte auswirkt, sich das Konsumverhalten ändert, Kulturveranstaltungen so teuer werden, dass sich der Normalbürger einen Besuch nicht mehr leisten kann, so sind das entscheidende gesellschaftliche Fehlentwicklungen. Wenn die Monopolisierung der Ladenketten zu landesweiter Monotonie der Innenstädte führt, lohnt es bald wirklich nicht mehr, sowohl in den größeren Ballungszentren zu wohnen oder gar sie aufzusuchen. Parkgebühren, Hotelsteuern, Kurtaxen, Blitzerabzocke, überhöhte Preise und weitere unfreundliche Maßnahmen zur Vergraulung von Touristen lassen dann Überlegungen zu, den Urlaub lieber im Ausland zu verbringen oder selbst kürzere Reisen über die Grenzen zu unternehmen.

  • Städte sind ja nicht nur für den Konsum errichtet, sondern normalerweise Lebens-und Kulturräume, meist mit langer Geschichte. […]

    Städte sind von Alters her recht stark verdichtete Siedlungsformen, in denen der Handel floriert, was die Städte weiter wachsen lässt… Städte sind oftmals als Residenzen oder Garnisonen entstanden, mitunter aus Pilgerstätten oder den Kreuzungspunkten vielbefahrener Handelswege erwachsen; auch die mittelalterliche Verleihung des Marktrechts ließ manches Dorf zur Stadt wachsen.

    Es ist also nur konsequent, wenn die schwindende Wahrnehmung der Stadt als Topos des Warenhandels im Zuge der vermeintlichen Marktsättigung/Konsumzurückhaltung/"Geiz-ist-geil"-Mentalität an Lebensqualität zusehends verliert - zumal das soziale Leben sich schließlich zunehmend auf den Konsum von social media verlagert - die grassierende Zivilisationsmüdigkeit offenbart sich in recht unterschiedlichen Formen, deren Gemeinsamkeit beschränkt sich auf die völlige Missachtung jeglicher Wertschätzung all dessen, was frühere Generationen ehrfürchtig betrachtet haben.


    Das zeigt sich übrigens aktuell beispielsweise in einem südkalifornischen Nationalpark, dessen Zerstörung sichtbar macht, wie sich nicht wenige unserer Zeitgenossen ihre "Zurück zur Natur"-Stippvisite so vorstellen.

  • (Groß-) Städte entwickeln sich, jedenfalls hier in Deutschland, immer mehr hin zum gesellschaftlichen, ökologischen und sozialen Problemfall. Direkt wie indirekt. Die Ursachen mögen komplex sein, was nichts daran ändert, dass es so ist, wie es ist. In Summe haben die bisherigen Maßnahmen, so gut sie vielleicht gemeint waren, wenig bis nichts gegen diese Entwicklung ausrichten können. Was vielleicht auch daran liegen mag, dass man die eigentlich Betroffenen bei solchen Problemlösungen zu wenig einbezogen hat.

  • (Groß-) Städte entwickeln sich, jedenfalls hier in Deutschland, immer mehr hin zum gesellschaftlichen, ökologischen und sozialen Problemfall. […]

    Klingt jetzt wie 'ne Pauschalaussage, der sich nicht so recht entnehmen lässt, was Du eigentlich zum Ausdruck bringen wolltest. Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist übrigens, seit Dörfer und Kleinstädte überwiegend nur noch als Schlafquartier für Menschen, die anderswo arbeiten, dienen, dort auch längst nicht mehr gegeben.

    Die Frage ist also eher, wo der Mensch von heute seinen Lebensmittelpunkt sieht - das mag ja früher mal die Familie gewesen sein, und in Zeiten der Vollbeschäftigung vielleicht das Berufsumfeld. Inzwischen mag die jeweilige peer-group als wichtiger angesehen werden, und mit dem "teilen" und "liken" gemeinsamer Gesinnung, die ja offenbar ein menschliches Urbedürfnis zu sein scheint, wächst die Anfälligkeit, dass Ideologien (und die mit ihnen einhergehende Radikalisierung) sich ausbreiten…

  • (Groß-) Städte entwickeln sich, jedenfalls hier in Deutschland, immer mehr hin zum gesellschaftlichen, ökologischen und sozialen Problemfall. Direkt wie indirekt. Die Ursachen mögen komplex sein, was nichts daran ändert, dass es so ist, wie es ist. In Summe haben die bisherigen Maßnahmen, so gut sie vielleicht gemeint waren, wenig bis nichts gegen diese Entwicklung ausrichten können. Was vielleicht auch daran liegen mag, dass man die eigentlich Betroffenen bei solchen Problemlösungen zu wenig einbezogen hat.



    Willkommen in der Nachgeschichte


    Das liegt daran, dass die herrschende Klasse vergessen hat, das Herrschaft immer gegenüber den Beherrschten anschaulich zu sein hat. Daher sieht es auch nur so aus, dass die herrschende Klasse ihre Herrschaft freiwillig aufgegeben hat. Spätestens seit Marx wissen wir, dass eine herrschende Klasse ihre Herrschaft nie freiwillig aufgegeben wird. Das es jetzt zwar so aussieht, als habe die herrschende Klasse, ihre Herrschaft abgelegt, muss also andere Gründe haben.


    Einer dieser Gründe ist meiner Meinung nach der, dass man nach dem Nationalsozialismus eine - bestimmte nur vordergründig "Linke" - Richtung in das demokratische System integriert hat, dessen Protagonisten ideologisch offenkundig - metaphorisch gesprochen - staatenlos und heimatlos sind, man kann das auch kosmopolitisch nennen. Ihre eigentliche Klientel, nämlich die Ureinwohner, die an das Land kulturell und sozial gebunden sind, haben diese "Kosmopoliten" vergessen und sich von ihnen durch ihre besondere Mentalität entfremdet. Die Ureinwohner können nicht einfach auswandern, wie der kosmopolitische Jetset, der heute hier und morgen da einen Lebensstil mit Freizeit- und Konsumgewohnheiten verkörpert, den die an ihrer Heimat geketteten, bloß durch eine dekadente TV-Welt kennen gelernt haben und sich doch heimlich danach sehnen.


    Beide Gruppen, die Ureinwohner diese Landes und die Kosmopoliten, eint der geschichtsvergessene Zeitgeist - beiden fehlt völlig ein Geschichtsbewusstsein - wenn man davon absieht, dass das Gedenken an den Holocaust als gesellschaftlicher Reflex und Pflichtübung verkommen ist oder derselbe als Instrument der politischen Provokation oder als gesellschaftlicher Schlagstock der Repression missbraucht wird. Aber wen wundert das, sind doch die Bewohner dieses Landes, sowohl seine Ureinwohner und sein kosmopolitisches Establishment, nicht Söhne ihrer Vätern, die am 8. Mai 1945 bedingungslos kapituliert haben, sondern Kinder jener Nachgeschichte, die letztendlich in Washington und Moskau unter den unterschiedlichen Vorzeichen ihren Ursprung hatte und 1989 zusammengefunden haben. Daher kann man m.M.n. sagen: Willkommen in der Nachgeschichte

    Das wird man doch wohl noch Fragen dürfen!!


    Uneingeschränkte Solidarität für Israel - gegen Antisemitismus und Antizionismus.



    So geht Internet heute

  • Wer sind denn diese Ureinwohner, wie definiert man die und wie lange muss man in D leben, um einer zu sein?

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Klingt jetzt wie 'ne Pauschalaussage, der sich nicht so recht entnehmen lässt, was Du eigentlich zum Ausdruck bringen wolltest. Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist übrigens, seit Dörfer und Kleinstädte überwiegend nur noch als Schlafquartier für Menschen, die anderswo arbeiten, dienen, dort auch längst nicht mehr gegeben.

    Es ist eine Pauschalaussage. Na klar. Die man aber nachweislich auf jede Großstadt und jeden Ballungsraum anwenden kann - wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung. Diese Gebiete kommen zunehmend nicht mehr mit den Problemen zurecht, die sie in weiten Teilen selbst geschaffen haben. Das muss aufgelöst werden und das kann weitgehend nur vor Ort passieren.

  • ........................Beide Gruppen, die Ureinwohner diese Landes und die Kosmopoliten,.......................

    Die Eingruppierung schon ist falsch. Kosmopolit sein ist eine Einstellung oder Weltsicht. Zudem, wer sind denn die "Ureinwohner" in Deutschland nach über mindestens 3000 Jahren Völkerwanderung und Vermischung der Ethnien??? Inwiefern sind sie an ihre Scholle gebunden, dass sie sich nicht "kosmopolitisch" verhalten könnten??? Es gibt weder ethnisch unbeeinflußte "Deutsche", noch sind die Deutschen eine Rasse, weil es insgesamt weltweit keine Menschenrassen gibt. Und bis auf wenige Adlige oder in abgelegenen Gegenden Ansässige, dürften jene in einigen tausend Personen zu zählen sein, die ihre Herkunft länger als 500 Jahre zurückverfolgen können.


    Wer die dt. Staatsbürgerschaft besitzt, ist Deutscher! Mit allen Rechten und Pflichten, die er als Staatsbürger wahrzunehmen hat.

  • Die Bevormundung und Umerziehung der Deutschen geht weiter:

    Zitat

    Grüne und SPD wollen den „Hindenburgdamm“ umbenennen

    Ganz offiziell hat die Verbindung vom Festland nach Sylt gar keinen eigenen Namen. Doch alle Welt spricht vom „Hindenburgdamm“. Grüne und SPD wollen das ändern. Der Weg zur Umbenennung könnte allerdings beschwerlich sein.

    http://www.ln-online.de/Nachri…m-in-Sylt-Damm-umbenennen

  • Kojo no Tsuki


    Du lebst hinter dem Mond 8)


    Reeducation war ein Ziel der OMGUS und wird m.M.n. nur noch von denjenigen verwendet, die vergessen haben die "Deutsche Soldaten Zeitung" oder "Nationalzeitung" abzubestellen.

    :D:evil:



    Also komm aus deiner Ecke raus, sonst ist das nämlich uncool ;)

    Das wird man doch wohl noch Fragen dürfen!!


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    So geht Internet heute