Die Mentalität des Vergessens, der Umgang mit der Geschichte und der Wandel von Freizeit- und Konsumgewohnheiten

  • Ob das wirklich vom Geldbeutel des Einzelnen anhaengt? Muss nur sehen welche Autos vor Aldi stehen.

    Es hängt davon ab, wie viele konsumieren. Wenn heute nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums 40% der Beschäftigten real weniger Kaufkraft besitzen als vor 20 Jahren, macht sich das nun einmal bemerkbar.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Ob das wirklich vom Geldbeutel des Einzelnen anhaengt? Muss nur sehen welche Autos vor Aldi stehen.

    Auch wenn dieser Bonmot schon einen gewissen Bart trägt ist da was wahres dran. Das der Konsument, auch im Mittel bis Geringverdiener Bereich seine Kaufkraft Marktpolitisch einsetzen kann wird von 85 % der Marktteilnehmer komplett ignoriert.


    Hirn einschalten beim Kaufen, egal ob beim Discounter oder beim Billigfummel oder in XXeißmann Schuhfiliale, Hauptsache viel weil man das eigene Ego mit solchem Mist scheinbar aufwerten muß. Damit meine ich auch die Menge an Generika Fraß oder die heißverklebte Billigklamotte mit niedrigem Baumwollanteil...


    Und nein, das ist kein Hörensagen das erlebe ich leider allzu oft in der eigenen Verwandschaft.


    Ergo habe ich für das darauf folgende Gejammer schon seit langem kein Interesse mehr.


    Und auch ja, das ist eine Frage des Arsch hoch kriegens welches aber kaum noch jemand im Stande ist zu bewerkstelligen.

  • […] Muss nur sehen welche Autos vor Aldi stehen.

    "Weltweisheit" à la Wudi: Für den Einkauf bei Aldi benötigt man also einen amtlichen Bedürftigkeitsnachweis? Etwa wie bei der örtlichen "Tafel"? Oder beim "Sozialkaufhaus"? Geschäftsmodell, Sortiment und Markenimage des Discounters "Aldi" haben sich im Laufe der Jahrzehnte mehrmals grundlegend geändert, zuletzt u.a. durch die wachsende Konkurrenz, weil auch andere Unternehmensgruppen eigene Discounter-Ketten betreiben - mit Erfolg und oftmals mit Markenartikeln…


    Übrigens war's grad in den noch vergleichsweise fetten 1990er Jahren in Kreisen relativ gutverdienender Berufsgruppen en vogue, gerade häufiger oder in größerer Stückzahl benötigte Dinge des täglichen Bedarfs beim Discounter preisgünstig zu erwerben, um dann anderswo liquide genug sein, um ein wenig mehr protzen zu können… bei der Urlaubsreise etwa. Diese "Flexibilität" des Konsumverhaltens dürfte übrigens zum Kaufhaussterben beigetragen haben, denn deren Ware war nie billig, sondern konkurrierte im mäßig gehobenen Preissegment.

  • Viel, lieber Herr Sub....

    Denn die Innovationen dieses A380 leben in kleineren Modellen weiter.

    Niemand aus der Branche trauert wirklich. Das Ding war einfach eine Nische und dementsprechend nie für den Massenmarkt geeignet.


    Airbus wird deswegen auch nicht gleich unter gehen. Dafür haben die einfach zu gute Flugzeuge im Programm.

    Der A 320 ein absolutes Erfolgsmodel, der A 350 und auch der A 330 ziehen die Bilanzen nach oben.

    https://www.aerotelegraph.com/…praesentiert-jahreszahlen


    Also alles halb so wild. Ja, klar verschwindet eine technische Leistung so nach und nach. Aber wirklich weg ist er natürlich nicht, denn die fliegenden Modelle werden weiterhin gewartet, repariert und modernisiert.


    Solch Nischenprodukte sind meist nie Träger eines Konzerns, sondern eher Prestige. Auch Boeing verkauft kaum noch die 747.


    Zitat


    Klar ist aber, dass bis zum Entry into Service der A380, Boeings 747 die unangefochtene 'Königin der Lüfte' war. Damit haben die Amerikaner hohe Gewinne erzielt, wodurch sie letztlich finanziellen Spielraum hatten, um die Flugzeuge eine Platzkategorie tiefer auszubauen und dort Kampfpreise anzubieten. Das wollte Airbus auch, hat es nie geschafft - und nun ist es zu spät, denn auch Boeings "Jumbo" ist ja nicht mehr das Maß aller Dinge bei den Airlines. Die Zeit der ganz großen Langstreckenflieger ist vorbei; Boeings 747-8 konnte den Markt ja auch schon nicht mehr überzeugen. Der Trend geht eindeutig zur A350- beziehungsweise Boeing-787-Klasse.

    http://www.airliners.de/die-ze…oeing-michael-santo/48891


    Wir werden das dicke Ding noch landen und starten sehen. Lange genug. Der Trend geht aber eindeutig (und das schon seit geraumer Zeit) zu kompakteren Maschinen mit eindeutig weniger Verbrauch.


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • "Weltweisheit" à la Wudi: Für den Einkauf bei Aldi benötigt man also einen amtlichen Bedürftigkeitsnachweis? Etwa wie bei der örtlichen "Tafel"? Oder beim "Sozialkaufhaus"? Geschäftsmodell, Sortiment und Markenimage des Discounters "Aldi" haben sich im Laufe der Jahrzehnte mehrmals grundlegend geändert, zuletzt u.a. durch die wachsende Konkurrenz, weil auch andere Unternehmensgruppen eigene Discounter-Ketten betreiben - mit Erfolg und oftmals mit Markenartikeln…


    Übrigens war's grad in den noch vergleichsweise fetten 1990er Jahren in Kreisen relativ gutverdienender Berufsgruppen en vogue, gerade häufiger oder in größerer Stückzahl benötigte Dinge des täglichen Bedarfs beim Discounter preisgünstig zu erwerben, um dann anderswo liquide genug sein, um ein wenig mehr protzen zu können… bei der Urlaubsreise etwa. Diese "Flexibilität" des Konsumverhaltens dürfte übrigens zum Kaufhaussterben beigetragen haben, denn deren Ware war nie billig, sondern konkurrierte im mäßig gehobenen Preissegment.

    Dann such mal was Bestimmtes "in den Kaufhäusern". Das Netz ist das neue Kaufhaus, das hat nix mit Billigheimern zu tun, sondern mit Sortiment. Ich wollte neulich in München für die kleine Tochter eines Freundes ein großes Plüschpferd kaufen - nada. Also Amazon, Wahl unter mehreren Pferden. Das ist bitter, aber isso.

  • Dann such mal was Bestimmtes "in den Kaufhäusern". Das Netz ist das neue Kaufhaus, das hat nix mit Billigheimern zu tun, sondern mit Sortiment. Ich wollte neulich in München für die kleine Tochter eines Freundes ein großes Plüschpferd kaufen - nada. Also Amazon, Wahl unter mehreren Pferden. Das ist bitter, aber isso.

    Genau so sieht es aus. Letztens war ich in der nächsten Kreisstadt im Mediamarkt, weil ich auf der Suche nach einem neuen PC-Gehäuse bin. Es standen genau 5 im Laden zur Auswahl, von denen kein einziges auch nur annähernd meine Anforderungen erfüllte. Der Verkäufer meinte, er könne jedes beliebige Gehäuse, das im Onlineshop verfügbar sei innerhalb von 2 tagen in den Markt ordern.

    Da bestelle ich doch lieber gleich online genau das Teil, was ich online recherchiert habe.

    Aus den meisten Geschäften geht man fast immer mit einem Kompromiss heraus. Online braucht man darauf keine Rücksicht nehmen.

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    Lucius Annaeus Seneca

    Einmal editiert, zuletzt von Diogenes2100 ()

  • Zum Glück gib es noch den guten "Conrad".... :)


    Oder man weicht auf Spezialisten wie "Alternate" aus.


    Leider ist es nun mal so, dass die "analogen" Einkaufsmöglichkeiten nicht immer alles anbieten.

    Ich selbst möchte nicht auf die Möglichkeit verzichten, Dinge physisch zu beurteilen, die ich dann online bestelle. In so fern ist für mich der "Laden" des Vertrauens schon ein Qualitätsmerkmal, auf das ich nicht verzichten möchte.

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Ordert man das gewünschte Teil im Shop, muss man wieder hin und es abholen. Gefällt es dann doch nicht, muss man diskutieren. Der Onlinehandel ist sehr schlecht für die Geschäfte und damit für die Innenstädte, aber kann man es den Konsumenten verdenken, wenn sie den bequemsten und angenehmsten Weg wählen? Das wird sich nicht aufhalten lassen, deshalb sollte sich der Handel was einfallen lassen - z. B. Musterpassagen. Anschauen, anfassen, beraten lassen (!), bestellen, daheim darauf warten. Da können sich auch Geschäfte unterschiedlicher Warenbereiche zusammentun.

  • Würde ich ein Startup planen, dann sähe es genau so aus: In gut erreichbarer Lage Räume für mehrere Anbieter, nicht nur anfassbare Ware, sondern auch Fotos, Werbung auf Bildschirmen etc, - gleich daneben ein gutes Café, denn daran mangelt es in der Regel. Und die, die es gibt, sind überfüllt.

  • Würde ich ein Startup planen, dann sähe es genau so aus: In gut erreichbarer Lage Räume für mehrere Anbieter, nicht nur anfassbare Ware, sondern auch Fotos, Werbung auf Bildschirmen etc, - gleich daneben ein gutes Café, denn daran mangelt es in der Regel. Und die, die es gibt, sind überfüllt.

    Ich würde statt Cafe ein Bistro mit Öffnungzeiten bis 01:00 Uhr in die Überlegung mit einbeziehen. Mit Cafe, Coctails sowie Baguettes und als Abrundung coole Mucke....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....


    Manchmal gibt es Situationen nur zu lesen, nur nachzudenken und dann einfach zu schweigen.:lach-w::uglybrav:

  • Also einen Verpflegungsallrounder. Auch gut - jedenfalls etwas, wo die Leute automatisch landen, nachdem sie was im Mustershop geordert haben, oder umgekehrt, wo sie hingehen und sich danach im Mustershop umschauen.

  • Zum Glück gib es noch den guten "Conrad".... :)

    Das war glaub ich auch nur früher. Viele mich interessierende Produktgruppen sind aus dem Sortiment verschwunden (Amateurfunk, diverse Sensoren etc) und die Preisgestaltung eher fragwürdig. So einen Sensor oder Widerstand muss ich auch nicht anfassen. Zumal sich heute auch niemand mehr 2 x 80 km in den Zug setzt, um die Filiale in der Innenstadt zu besuchen. Stationärer Einzelhandel steht letztlich im globalen Wettbewerb. Die scheinen das nur noch nicht zu wissen.

  • Solche Mustershops können sich meinetwegen gerne breit machen. Der Vorteil ist, dass man zum Shoppen zwar in die Stadt fährt, aber kein Auto braucht, weil die gekauften Sachen geliefert werden. Vor etwa 12 Jahren hatte ich mit zwei anderen die Idee, hier im 5000 Seelen Dorf nach Schließung der echten Postfiliale so eine Art Dienstleistungszentrale zu eröffnen. Also ein laden, in dem nicht nur die dann privat betriebene Postfiliale ist, sondern auch die Annahme für Wäsche/Teppich- und Gardinenreinigung, Paketshop für DHL/Hermes/DPD, Schlüsseldienst, Bestellshop usw. usw.

    Leider bin ich 2 Monate darauf für etliche Monate wegen gesundheitlicher Probleme nicht in der Lage gewesen, da Nägel mit Köpfen zu machen. Heute sind die Sachen im ganzen Ort verteilt in 4 verschiedenen Geschäften.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Früher hab ich Funkgedöns immer bei Andy's Funkshop in Bremen gekauft...ich weiß gar nicht, ob es den überhaupt noch gibt.

    Dann gab es noch hier in NRW zwei Läden, ich glaube einer in Bochum, da hab ich immer E-Teile für Yaesu, Sommerkamp und Standard geordert...

    Zu Zeiten, wo ich noch viel Platz zum stricken und meinen heißgeliebten Schlumberger Stabilok hatte...


    Conrad?

    Benutze ich heute höchstens noch als Bauteillieferant....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....


    Manchmal gibt es Situationen nur zu lesen, nur nachzudenken und dann einfach zu schweigen.:lach-w::uglybrav:

  • Dann such mal was Bestimmtes "in den Kaufhäusern". Das Netz ist das neue Kaufhaus, das hat nix mit Billigheimern zu tun, sondern mit Sortiment. Ich wollte neulich in München für die kleine Tochter eines Freundes ein großes Plüschpferd kaufen - nada. Also Amazon, Wahl unter mehreren Pferden. Das ist bitter, aber isso.

    In Wiesbaden gibt es STEIFF-Tiere in großer Auswahl.


    https://www.steiff.com/de-de/store-wiesbaden

  • Dann such mal was Bestimmtes "in den Kaufhäusern". […] Ich wollte neulich in München für die kleine Tochter eines Freundes ein großes Plüschpferd kaufen […]

    Und hättest Du in den letzten 15-20 Jahren gelegentlich einen Blick in eine seriöse Zeitung geworfen, hättest Du gewusst, dass Karstadt beispielsweise keine Spielwaren mehr im Sortiment hat… auch die Multimediaabteilungen sind aufgelöst worden - und im Zuge der Fusion mit Kaufhof werden auch die dortigen Spielwarenabteilungen sehr bald der Vergangenheit angehören.


    Beim Zitieren und Antworten hätte Dir übrigens noch auffallen können, dass ich auf Wudis "Einwand", dass auf Aldi-Kundenparkplätzen nicht nur die Rollatoren von Armutsrentnern geparkt sind, geantwortet hatte, wogegen die spezifische Nachfrage nach Plüschpferden weder beim Dixcounter noch in den letzten verbliebenen zentrumsnahen Kaufhäusern auf eine befriedigende Sortimentsauswahl treffen drüfte…


    Ein gezielter Blick ins Internet hätte Dir eine geeignete Bezugsquelle zeigen können.

  • Ordert man das gewünschte Teil im Shop, muss man wieder hin und es abholen. […]

    Nein, wie schlimm! Es mutet doch recht seltsam an, dass vor Jahrzehnten, als die täglichen Arbeitszeiten doch die Freizeit schmerzlich verknappt hatten, die meisten Leute dennoch den Aufwand für Schaufenster- und Einkaufsbummel irgendwie leichter erübrigt haben… und irgendwie schien dies die Vorfreude auf die Erfüllung von Konsumwünschen gar noch gesteigert zu haben.