Die Mentalität des Vergessens, der Umgang mit der Geschichte und der Wandel von Freizeit- und Konsumgewohnheiten

  • Sanktionen sind auch nicht unbedingt die Vorstufe zu Krieg und werden überall verhängt, Nur weil es jetzt zwisvhen Straatren zum Modewort geworden ist, ist es novh kene Kriegs-Vorstufe.

    Und Tech: Du tust gerade so, als ob die Verteuerung von Lebensmitteln dazu führt, dass Arme verhungern. Zu den Tafeln gehen auch Leute, die sich da mal was Besonderes holen. Nichts dagegen, aber bitte nicht gleich do dramatsisch. Schau Dir die Discounbter an, wie billig man sich da ernähren KÖNNTE.

  • […] ist bereits ein Blick auf unsere europäischen Nachbarn und deren eher nicht vorgenommene Mülltrennung ganz lehrreich.

    Fakt ist, in vielen europäischen Ländern ist das Straßenbild mittlerweile deutlich aufgeräumter und sauberer als in Deutschland, das sich dennoch weiterhin gerne als ökologisches Musterland darstellt ("Hach, alles so teuer hier, weil wir ja sooo viel für den Umweltschutz tun.").


    Abgesehen davon ist auch Mülltrennung ganz sicher kein deutsches Alleinstellungsmerrkmal - schon mal die vielen verschiedenen Mülltonnen in Malaga gesehen?

  • Und Tech: Du tust gerade so, als ob die Verteuerung von Lebensmitteln dazu führt, dass Arme verhungern. Zu den Tafeln gehen auch Leute, die sich da mal was Besonderes holen. Nichts dagegen, aber bitte nicht gleich do dramatsisch. Schau Dir die Discounbter an, wie billig man sich da ernähren KÖNNTE.

    Da kann ich gerade als Replik nix mit anfangen...

  • Es war eine Replik auf Deine letzten Beiträge ( u.a. "Ich seh es schon kommen...wenn man so einigen hier freie Hand lässt, wird Deutschland das teuerste Land zum leben auf der Welt werden....Hauptsache, wir sind die ökologische Elite ...") in denen Du Deutschland darstellst, als könne man hier kaum überleben, weil man sich die Bio-Wurst nicht leisten kann.

  • Es war eine Replik auf Deine letzten Beiträge ( u.a. "Ich seh es schon kommen...wenn man so einigen hier freie Hand lässt, wird Deutschland das teuerste Land zum leben auf der Welt werden....Hauptsache, wir sind die ökologische Elite ...") in denen Du Deutschland darstellst, als könne man hier kaum überleben, weil man sich die Bio-Wurst nicht leisten kann.

    Ich rede ja nicht nur von Ernährung...sondern von dem Leben allgemein, dazu zähle ich Wohnen, Verkehr, Freizeit, Energie etc.

    Und wenn man den Weltverbesserern hier freie Hand lässt, dann wird es finanziell eng, und nicht nur für einige, sondern für viele...

    Denn du kannst mir nicht verklickern, das sich mit der Änderung dieser Lebensumstände auch nur irgendetwas gravierendes an den Einkommensstrukturen ändert...

  • Schau Dir die Discounter an, wie billig man sich da ernähren KÖNNTE.

    Das ist ja eines der Probleme. Diese in ganz Europa konkurrenzlos billigen Lebensmittel ( in einem Land mit einem Weltweit höchsten Lebenstandards !!) sind dermassen quer subventioniert und eigentlich durch die Steuern des Dummverbrauchers erst finanziert.


    Ausserdem wurde den Verbrauchern hier in Dland erfolgreich implantiert - analog zur üblichen Konsumspirale - friss mehr weil billig.

    Ob das qualitativ i.O. ist oder sogar heimische Arbeitsplätze vernichtet, egal....


    Das qualitative, auch im Essen fällt zugunsten der Masse hinten runter.


    Dazu kommt natürlich das umso tiefer die Einkommensstufe, umso höher das Verlangen sein Ego mit Konsum bzw. Substitutprodukten zu befriedigen.

    Auch im Discounter. Wieder besseren Wissens. Keiner kann mir erzählen das eben jene Klientel die mit 2 x 6 Flaschen Billigcola ( und ähnliches ) den Laden verlässt keine Rückschlüsse auf die eigene, schon in zweiter Generation vereerbte Adiposie ziehen kann.


    Dort eine Veränderung zu erreichen setzt aber Gehin einschalten voraus und auch Verzicht, bzw. eine teils einschneidene Veränderung in den Essgewohheiten.


    Und nein, das ist keine Frage des Geldbeutels sondern, wie schon erwähnt, erstmal Nachdenken. Aber es sind aktuell andere Prioritäten die scheinbar heute allgemeingültig sind. Denn sonst würde man A. etwas mit seinem sein Konsumverhalten in Sachen Umweltschutz beeinflußen und B. auch seinen Körper etwas Gutes tun. ( Da beziehe ich mich persönlich auch mit ein ).

  • Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, schließt bereits am 30. März das Bekleidungsgeschäft Ladage & Oelke sein seit 174 Jahren bestehendes Geschäft am Neuen Wall, um übergangsweise in den Großen Bleichen die Zeit bis zur Wiedereröffnung an vorerst unbekannter Adresse den Betrieb immerhin fortzuführen. Die Hamburger Innenstadt verliert damit eines der wenigen verbliebenen inhabergeführten Geschäfte - und an hanseatischem Flair.

  • Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, schließt bereits am 30. März das Bekleidungsgeschäft Ladage & Oelke sein seit 174 Jahren bestehendes Geschäft am Neuen Wall, um übergangsweise in den Großen Bleichen die Zeit bis zur Wiedereröffnung an vorerst unbekannter Adresse den Betrieb immerhin fortzuführen. Die Hamburger Innenstadt verliert damit eines der wenigen verbliebenen inhabergeführten Geschäfte - und an hanseatischem Flair.

    Wie im Artikel erwähnt, befindet sich die Hamburger City ( schon seit längeren ) und vor allen der Standort des Geschäftes im Umbruch.

    Der wahre Grund ist aber wohl das die Klientel des gut situierten Hamburger (Pseudo) Kaufmanns, welcher tradionell dort seit je her einkauft wegstirbt und die Zeiten bzw. das Kaufverhalten sich auch in diesem Miljö ändert.

    L&O war immer schon sehr hochpreisig aber mittlerweile kann man Qualität überall erwerben. Und wer auf englisch "macht" deckt sich heute entweder gleich in London bei seinen nächsten "Bizniztrips" ein , lässt sich die Rahmengenähten bei so einigen, sehr guten Schustern hier vor Ort machen oder sucht diesen Laden http://www.rudolf-beaufays.de/ hier, ein paar Strassen weiter auf um Stilvolles aus 2nd Hand zu erwerben.

  • Obwohl ich beruflich anders reden müsste: Ich bin ein Fan von second hand und verkaufe fast alle meine Klamotten spätestens nach zwei Saisons. Meine beiden Abnehmer sind wie ich über 1,90 m groß und nicht dick, die haben es im Handel ohnehin schwer und nehmen mir freudig fast alles ab. Ich wollte, ich könnte auch 2nd hand kaufen.

  • Obwohl ich beruflich anders reden müsste: Ich bin ein Fan von second hand und verkaufe fast alle meine Klamotten spätestens nach zwei Saisons. Meine beiden Abnehmer sind wie ich über 1,90 m groß und nicht dick, die haben es im Handel ohnehin schwer und nehmen mir freudig fast alles ab. Ich wollte, ich könnte auch 2nd hand kaufen.

    Ich kenne den Besitzer und seine Vorgängerläden schon seit Jahrzehnten... ergo schon lange in diesem Kundenkreis. Der Vorteil von guter Second Hand Mode, speziell jetzt in diesem Fall - die Qualität ist einfach unschlagbar.

  • Unverdient? Da kann man durchaus geteilter Meinung sein. Anrufbeantworter gibt es im übrigen auch heute noch, nur nicht mehr als extra Gerät. Es gibt wohl kaum etwas, das ich mehr gehasst habe als ein Farbbandwechsel bei einer alten Olympia-Schreibmaschine. Landkarten dürften, bevor es Handys gab eine der am wenigsten untersuchten aber durchaus häufigen Unfallursachen gewesen sein. Immer aktuell (sorry, die Fähre ist vor 2 Monaten eingestellt worden) und sooo handlich.

    Wie man nur all dem Mist nachtrauern kann ....

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Den Anrufbeantworter benutzen eigentlich hauptsächlich ältere Menschen oder Leute, die man gar nicht kennt und die was verkaufen wollen. Alle anderen mailen oder schicken eine WA. Es würde mir aber was fehlen, wenn diese "älteren Menschen" mich nicht anrufen würden. Dann könnten sie ja nur noch eine Brieftaube loslassen.


    Die "gute alte Schreibmaschine" erlaubte nicht, im Text herum zu korrigieren.

  • […] Es gibt wohl kaum etwas, das ich mehr gehasst habe als ein Farbbandwechsel bei einer alten Olympia-Schreibmaschine. […]

    Es hätte Dir ja freigestanden, jene durch eine neue Schreibmaschine, eventuell auch eines anderen Herstellers, zu ersetzen… und die gute alte Land- bzw. Straßenkarte bot allerlei Vorteile: Man bekam das benötigte Blatt im Bedarfsfall an der örtlichen Tankstelle, wo man als Ortsfremder auch nac dem Weg fragen konnte, man konnte die gewünschte oder gefahrene Streckenführung farbig markieren und die Karte nach der Fahrt als Souvenir nutzen, noch die veraltete Karte war als Dokument für die frühere Verkehrsführung nützlich.

    Im Zeitalter des immediaten Vergessens gibt's all das nicht mehr - und Otto Normalzeitgenosse findet's auch toll, dass - etwa bei telefonprovidergestützten Anruferaufzeichnungsverfahren die Privatsphäre in der Cloud verdampft oder dass mit der Musikdateiplaylist die Ära des Albums endet…

  • Als jemand, der in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz, seltener in Belgien und Holland selbständig als Freiberufler unterwegs war, sammelten sich im Laufe der Jahre stapelweise Straßenkarten und Stadtpläne in einem Umfang an, der mich jedes Mal aufs Neue ärgerte. Da lobe ich mir die Neuzeit. Der ganze Altpapiermüll ist zum Glück schon lange entsorgt, bin ja kein Messi.


    Im übrigen hilft mir gerade die heutige Technologie dabei, Erinnerungen wesentlich präsenter zu haben als in verstaubenden Fotoalben. Alle Fotos der Familie sind im Laufe der letzten Jahre digitalisiert, sortiert, mit Stichworten versehen in Alben in der Cloud archiviert. Links verbinden Urlaubsfotos mit zusätzlichen Informationen zur Reise, zum Urlaubsort und stehen allen Familienmitgliedern zur Verfügung. Von wegen "Vergessen".

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Es hätte Dir ja freigestanden, jene durch eine neue Schreibmaschine, eventuell auch eines anderen Herstellers, zu ersetzen… und die gute alte Land- bzw. Straßenkarte bot allerlei Vorteile: Man bekam das benötigte Blatt im Bedarfsfall an der örtlichen Tankstelle, wo man als Ortsfremder auch nac dem Weg fragen konnte, man konnte die gewünschte oder gefahrene Streckenführung farbig markieren und die Karte nach der Fahrt als Souvenir nutzen, noch die veraltete Karte war als Dokument für die frühere Verkehrsführung nützlich.

    Im Zeitalter des immediaten Vergessens gibt's all das nicht mehr - und Otto Normalzeitgenosse findet's auch toll, dass - etwa bei telefonprovidergestützten Anruferaufzeichnungsverfahren die Privatsphäre in der Cloud verdampft oder dass mit der Musikdateiplaylist die Ära des Albums endet…

    Auch bei einer neuen Schreibmaschine hätte man den Text vor Ausdrucken oder Versenden nicht korrigieren können. Und wozu soll man die bereits "gefahrene Streckenführung" farbig markieren oder gar die ganze Karte behalten - denn eine veraltete Karte ist als Dokument für die früheren Verkehrsführung höchstens für Verkehrsplaner nützlich, und die haben es längst digital.