Die Mentalität des Vergessens, der Umgang mit der Geschichte und der Wandel von Freizeit- und Konsumgewohnheiten

  • Nachdem der klassische Versandhauskatalog und die Reisekataloge der Touristikunternehmen von der Bildfläche verschwunden sind, war's ja nur eine Frage der Zeit, dass auch Möbelmärkte den Druck ihrer Angebotsauswahl einsparen würden. Dann dürfte es nicht mehr lang dauern, bis auch Bau- und Gartenmärkte ihre Warenvielfalt nicht mehr in gedruckter Form präsentieren werden - adieu, Druckereien…

  • Nachdem der klassische Versandhauskatalog und die Reisekataloge der Touristikunternehmen von der Bildfläche verschwunden sind, war's ja nur eine Frage der Zeit, dass auch Möbelmärkte den Druck ihrer Angebotsauswahl einsparen würden. Dann dürfte es nicht mehr lang dauern, bis auch Bau- und Gartenmärkte ihre Warenvielfalt nicht mehr in gedruckter Form präsentieren werden - adieu, Druckereien…

    Wer blaettert heute noch in Papierkatalogen? Google mit Suchfunktion ìst einfacher, gleichzeitig kann ich sehen ob die Ware im Laden erhaeltlich ist. Also, IKEA, Suchfunktion, Lagerstatus, online reservieren, hinfahren und abholen. Einfach, praktisch und erspart unnoetiges Fahren. Ist es mehr kann ich mir die Einkaufsliste ausdrucken und sehe gleichzeitig wo ich was finde.

    Bei Baumaerkten laeuft es aehnlich ab.

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • Wer blaettert heute noch in Papierkatalogen? […]

    Gäbe es die traditionellen Kataloge noch, gäbe es auch die Klientel, die darin noch blätterte… egal, ob der Konsument den Wunsch nach Möbeln oder nach Reisen verspürt. Das Internet mag es erleichtern oder beschleunigen, das billigste Angebot zu finden - bzw. das ihm als das billigste angebotene Produkt ohne lang abzuwägen per Klick auch zu bestellen… aber die Vorfreude auf den Ortswechsel geht dabei flöten. Bzw. der Vergleich unterschiedlicher zur Auswahl stehender Reiseziele. Mit dem Aus für Thomas Cook ist es jetzt an TUI, dem Kunden schmackhaft zu machen, trotz der unsicheren Lage (wird man zum gewünschten/geplanten Zeitpunkt überhaupt eine Reise antreten dürfen=) den Frühbucher-Rabatt auszunutzen - oder das Risiko einzugehen, dass keine freien Plätze mehr verfügbar sind, wenn der Urlaub geplant werden kann…


    In Abwandlung eines früher mal gewerkschaftlichen Schlachtrufs müsste es heute heißen: Alle Räder stehen Stell, wenn das RKI es will

  • … aber die Vorfreude auf den Ortswechsel geht dabei flöten. Bzw. der Vergleich unterschiedlicher zur Auswahl stehender Reiseziele.

    Das musst du mir mal naeher erklaeren. Wieso sollte das am Internet floeten gehen?

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • Wenn das RKI es will? Was hat das RKI mit dem Wunsch zu tun, in Reisekatalogen zu blättern? Meinst Du, das RKI hat das Virus freigesetzt?

    Wovon redest Du eigentlich dauernd? Wahrscheinlich willst Du sehr gerne ein Querdenker sein, und Dich in schlechter Gesellschaft befinden. (besser als in gar keiner...)



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • Wenn das RKI es will? Was hat das RKI mit dem Wunsch zu tun, in Reisekatalogen zu blättern? Meinst Du, das RKI hat das Virus freigesetzt?

    Wovon redest Du eigentlich dauernd? Wahrscheinlich willst Du sehr gerne ein Querdenker sein, und Dich in schlechter Gesellschaft befinden. (besser als in gar keiner...)

    Wenn jemand von Diarrhoe befallen ist,auch von einer geistigen,verdient der nicht eher unser Mitleid??

  • […] Was hat das RKI mit dem Wunsch zu tun, in Reisekatalogen zu blättern? […]

    Ich gebe ja zu, dass die Nachrichten, die täglich über alle Medien zu verbreitet werden, dem Wohlbefinden des ihnen ausgelieferten Endkonsumenten eher unangenehm sind, aber dennoch gilt es als allgemein bekannt, dass ein Vertreter des Robert-Koch-Instituts, Christian Drosten, als Pandemieberater des Kanzleramts fungiert, und so die Tagespolitik in starkem Maße beeinflusst…


    Wenn Einzelhandel und Gastronomie geschlossen sind, von Reisen oder auch nur Tagesausflügen "abgeraten" wird, Luftfahrt und Tourismus somit schier unvorstellbar verlustreiche Zeiten durchmachen, geht das auf des Virologen Rat zurück.


    Nun ist die angedachte Verbesserung der Aufenthaltsqualität innerstädtischer Straßenzüge mit geschlossenen Ladengeschäften und ebenso geschlossener Aussengastronomie, allerorten herumliegenden Akku-Tretrollern, Maskenpflicht und Abstandsgebot bislang auch nicht eingetreten… da möchte Otto Homeofficer natürlich am liebsten nur ganz weit weg…

  • Schon vor zwei Jahren schrieb ich:

    […] das Internet ist eben kein Ersatz für's reale Leben und die soziale Interaktion. […]

    Wer hätte gedacht, dass die Politik uns so bald zwingen würde, auf das Unersetzliche zu verzichten, um mit dem ungenügenden Ersatz vorlieb zu nehmen… der Schwund an Vertrautem rafft die ganze jüngere Vergangenheit dahin - wie die FAZ berichtet, sind selbst Städtepartnerschaften obsolet geworden, und der im Zeitungsartikel geschilderte Einzelfall wird kein solcher bleiben. Ohne Messen, Volksfeste, Veranstaltungen, Tourismus und dergleichen mehr ist die Bedeutungslosigkeit auch solch mehr symbolischer freundschaftlicher Bindung bedeutungslos.


    Dabei machte sich als Zusatzschild nahe der den Stadt- oder Gemeinderand markierenden Ortstafel die Auflistung der Partnerstädte immer recht nett, wie ein freundlicher Gruß an den eintreffenden Gast. Aber Reisen reduzieren sich zu Datenspuren, Bewegungsbildern, Selfie-Hintergrundkulissen… Lucius Burkhardts Lehren sind bislang zwar nicht völlig vergessen, aber doch nicht allgemein bekannt.

  • […] da möchte Otto Homeofficer natürlich am liebsten nur ganz weit weg…

    Auch Dieter Schnaas, Chefreporter der Wirtschaftswoche, wundert sich als Interviewer Martina Löws, ihres Zeichens Stadtsoziologin an der TU Berlin, in welchem Maße und in welcher Geschwindigkeit Städte ihre einstige Funktion einbüßen, während unsere smartphonestreichelnden Zeitgenossen, ihren Lebensraum in der jeweils genutzten social-media-App verorten… gut, ein Patentrezept zur Rettung der Städte weiß die Professorin auch nicht, aber die Schädlichkeit des Lock-in des Bürgers in sein Homeoffice nebst Bewegungseinschränkung und Stilllegung des sozialen Lebens scheint ihr immerhin bewusst zu sein…

  • Des GrauenKaters marxistische Träume werden war -- zunächst in Berlin.



    Bis Berlin Mecklenburg erreicht hat, kann der GraueKater es sich aber weiterhin gemütlich machen.

    Wenn „Anti-Rassismus“ als ideologisches Vehikel zur Protektion und Förderung reaktionärer Migrantenkulturen instrumentalisiert wird, wird fortschrittlich-demokratischer Widerstand zur Pflicht.

    Hartmut Krauss



  • Des GrauenKaters marxistische Träume werden war -- zunächst in Berlin.

    Der graue kater hat keine "Marxistischen Träume", weil er ganz einfach Realist ist und deshalb weiss, dass er eine kommunistische Gesellschaft nicht mehr erleben wird, weil der Mehrheit der Menschen dafür die gesellschaftliche Einsicht und Reife fehlt.

  • Der graue kater hat keine "Marxistischen Träume", weil er ganz einfach Realist ist und deshalb weiss, dass er eine kommunistische Gesellschaft nicht mehr erleben wird, weil der Mehrheit der Menschen dafür die gesellschaftliche Einsicht und Reife fehlt.

    Du brauchst nicht zu verzweifeln Kater. ;) Jetzt wo Jeff Bezos und Elon Musk 8) in den Weltraum vorstoßen, kann es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis wir den Replikator haben und dann brauchen wir weder Geld noch Marktwirtschaft noch Kommunismus, sondern beschäftigen uns mit unendlichen Weiten. :sifone:


    Ohne Replikator geht das mit dem Kapitalismus im All natürlich schief. :hehehe:


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  • Du brauchst nicht zu verzweifeln Kater. ;) Jetzt wo Jeff Bezos und Elon Musk 8) in den Weltraum vorstoßen, kann es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis wir den Replikator haben und dann brauchen wir weder Geld noch Marktwirtschaft noch Kommunismus, sondern beschäftigen uns mit unendlichen Weiten. :sifone:


    Ohne Replikator geht das mit dem Kapitalismus im All natürlich schief. :hehehe:

    MIch interessieren die Weiten des ALLS nicht, mir reicht ein gutes Leben auf der Erde. Solange nicht allen Menschen auf der Erde ein menschenwürdiges Leben gesichert wird, sind Ausgaben für Rüstung und Weltraumforschung, die auch immer einen militärischen Aspekt beinhaltet, nicht zu rechtfertigen!