Der leidige Buchhandel

  • Das "Hygienekonzept" sieht vor, die Frankfurter Buchmesse nächstens ohne Aussteller zu veranstalten. Wahrscheinlich konnten sich die Verlage den Schwund bei den auf ihren Ständen präsentierten Büchern sowieso nicht mehr leisten… und dabei waren's bislang doch vor allem die prominenten Gäste , die Lesungen und die Podiumsdiskussionen, die das Publikum angezogen haben… diesmal werden's also wohl Stellwände und Soundinstallationen sein, die der zahlende Besucher wird bewundern dürfen, um sich für's Buch zu begeistern…

  • Du hast es nicht gelesen, stimmt´s?

    Nebenbei: Es kann durchaus wieder etwas in Mode kommen, was schon früher mal in Mode war, und ich weiß nicht, was an einem Buch über Wesen und Erlebnisse einer sehr alten Frau auszusetzen wäre. Es ist keine Biographie übrigens.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Du hast es nicht gelesen, stimmt´s? […]

    Natürlich nicht. Weswegeb sollte ich Zeit und Geld für ein Buch verschwenden, das inhaltlich keine meiner Interessen tangiert, und das stilistisch bestenfalls als Versuch, den Tonfall des Mittelalters zu treffen, zu werten ist? Die Bücher, die zu lesen mir nützlich erscheint, sind leider rar und zunehmend schwer zu finden.

  • Natürlich nicht. Weswegeb sollte ich Zeit und Geld für ein Buch verschwenden, das inhaltlich keine meiner Interessen tangiert, und das stilistisch bestenfalls als Versuch, den Tonfall des Mittelalters zu treffen, zu werten ist? Die Bücher, die zu lesen mir nützlich erscheint, sind leider rar und zunehmend schwer zu finden.

    Man kann ja nicht nur über Autos schreiben ...

  • Man kann ja nicht nur über Autos schreiben ...

    Es versteht sich von selbst, dass es überreichlich andere Themen und Motive gibt, über die zu schreiben lohnte - obb als Sachbuch oder in belletristischer Intention. Hier wurde doch kürzlich ein Thread über Bücher, die man gern gelesen hat, ein Thread eröffnet… nichtsdestotrotz tendiert der aktuelle Buchmarkt dahin, Ray Bradburys "Fahrenheit 451" in die Wirklichkeit umzusetzen, nur dass das Ende der Buchkultur in Form von Neuerscheinungen herbeigeführt wird, die nicht einmal mehr zu verbrennen lohnt, weil sie inhaltlich nur Entertainment bieten…

  • Es versteht sich von selbst, dass es überreichlich andere Themen und Motive gibt, über die zu schreiben lohnte - obb als Sachbuch oder in belletristischer Intention. Hier wurde doch kürzlich ein Thread über Bücher, die man gern gelesen hat, ein Thread eröffnet… nichtsdestotrotz tendiert der aktuelle Buchmarkt dahin, Ray Bradburys "Fahrenheit 451" in die Wirklichkeit umzusetzen, nur dass das Ende der Buchkultur in Form von Neuerscheinungen herbeigeführt wird, die nicht einmal mehr zu verbrennen lohnt, weil sie inhaltlich nur Entertainment bieten…

    Mit anderen Worten, alles, was dir nicht gefälllt, darf verbrannt werden. :/

  • Mit anderen Worten, alles, was dir nicht gefälllt, darf verbrannt werden. :/

    Wie immer: Falsch geraten. Was mir am aktuellen Buchmarkt missfällt, ist die Tatsache, dass, was Verlagen und Handel "marktgängig" scheint und auch tatsächlich Kundenzuspruch findet, den Büchern ursprünglich zugesprochenen geistigen Mehrwert vorenthält, der nämlich Dystopien wie "Fahrenheit 451" oder Orwells "1984" erst vorstellbar, durchaus möglich und als Regierungsprogramm sogar wahrscheinlich machte… die Nichtigkeiten, die gegenwärtig Bücher füllen, werden keiner Zensur je zum Opfer fallen. Belanglose Literatur lohnt allerdings die Lektüre sowieso nicht.

  • Wie immer: Falsch geraten.

    Ok, du hast geschrieben, die Bücher seien es nicht wert, verbrannt zu werden.

    Erinnert mich an die Geschichte über einen Kardinal am französischen Königshof, der in einer Predigt sagte, die Hofdamen seien es nicht wert, dass sie der Teufel holt. Er musste bei der nächsten Predigt widerrufen und tat da auch: Die Hofdamen seien es doch wert, dass sie der Teufel holt ... :)