Mal wieder die Deutsche Bahn

  • […] verstehe das Problem nicht.

    Das wiederum wundert mich bei Dir nun ebensowenig. Die einstigen Fischerdörfer und späteren Seebäder entlang der Küstenlinie von Hohwachter und Lübecker Bucht und ihre Einwohner haben sich in den letzten Jahrzehnten daran gewöhnt, von erholungsuchenden Urlaubern existenziell abhängig zu sein - und mit der Wiedervereinigung ist die Konkurrenz durch die wieder aufstrebenden Strände und Steilküsten am Mecklenburgs Ostseeküste doch erheblich erstarkt.


    Wenn die Lübecker Bucht an sonnigen Tagen überlaufen wirkt, darf man sich nicht täuschen lassen, denn mehr als die Hälfte der mit dem Auto angereisten Gäste verweilen nicht länger als ein paar Stunden, und sie tragen auch nur in äußerst bescheidenem Maße zu den Einnahmen der ortsansässigen Gewerbetreibenden und der Gemeindekasse bei. Es mag ja Leute geben, die sich in bester Lage ein Wochenendhaus gekauft haben, aber nach Abschluss der Bautätigkeit ist der Nutzen für die Region meist auch schon wieder rückgängig…


    Weitere Tagesgäste mögen mit der Regionalbahn anreisen, die bringen jedoch auch wenig bis kein Geld mit - das war bislang mit dem Fernreisezuganschluss ein wenig anders, weil, wer beispielsweise aus dem Rheinland Ostholstein durchquert hat, oft den Wunsch verspürte, einen Sommerurlaub in jener Landschaft zu verbringen - und so kam er wieder.
    Auch aus Skandinavien anreisende Tagesgäste haben gern hier und da einen Zwischenhalt eingelegt, um der vergleichsweise günstigen Preise wegen sich an den Spirituosen gütlich zu tun.


    Mit dem Smartphone und seiner massenweisen Verbreitung entgeht dem örtlichen Einzelhandel auch noch der Verkauf von Ansichtskarten, Kleinbild- und Super-8-Filmen. Der Bedarf ist einfach nicht mehr da - jegliche Kaufkraft wird halt anderweitig verschwendet. Die soziokulturelle und sozioökonomische Bedeutung einer Bahnanbindung hat sich seit der Frühzeit der Eisenbahn nicht wesentlich verändert - Bahn und Wirtschaftstätigkeit wachsen und schwinden gewissermaßen prozyklisch.

  • Ookeey. Weil auf dänischer Seite Bahnstrecken gesperrt sind, kaufen die Touristen keine Ansichtskarten und Kleinbildfilme mehr, und schuld daran ist die Deutsche Bahn. Hab's verstanden.

    Bäck to se Dampflock!! ….und dann gründe ich 'ne PostansichtskartenFabrik und werd' Miljoneehr

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  • […] Weil auf dänischer Seite Bahnstrecken gesperrt sind […]

    […] ist der "Literaturzug" des diesjährigen Gastlandes der Frankfurter Buchmesse, wie die FAZ berichtet, auf Geheimgleisen sozusagen PR-wirksam eingetroffen. Die Idee der Literaturförderung auf Rädern ist ja nicht zu verachten, aber eine fahrende Präsenzbibliothek wäre dann schon zielführender als ein Hofzug mit Bestsellerautoren

  • In dem Beitrag wurde u. A. genannt, wie viel A und ich glaub auch CH für den Schienen- und vor allem Schienengüterverkehr ausgeben und wie viel DE.

    Auch wurde deutlich, dass sich DE, bzw. Bayern eben nicht an das Abkommen hielten, den grenzüberschreitenden Schienenverkehr anzugleichen und auszubauen.


    Dann jammerten die Bayern aber in altbekannter Manier, als die Ösis Konsequenzen zogen.


    TM, die die Teilprivatisierung und Streckenstilllegungen für einen von unzählig vielen Fehlern der Politik hält

  • TM, die die Teilprivatisierung und Streckenstilllegungen für einen von unzählig vielen Fehlern der Politik hält

    Im Kapitalismus geht es nur um die Kapitalvermehrung der Reichen und Superreichen.

    Und genau dieses asoziale Scheißrprinzip verkörpert die Deutsche Bahn seit ihrem Start in 1994.an allen Ecken und Enden dieses Unternehmens.


    Die Bahnvorstände kassieren ein Gehalt, das mindestens das 25 fache der Bezüge eines durchschnittlichen Lokführers ausmachen, Gute Los werden verschrottet damit die Auftragsbücher der Industrie voll bleiben, die billig in Osteuropa kurzlebige Fahrzeuge produzieren lässt, die dann Züge bilde, in denen viele ärmere Deutsche nicht mehr mitfahren können.


    Der Fisch stinkt vom Kopf und bei der Bahn stinkt er ganz besonders.

  • Im Kapitalismus geht es nur um die Kapitalvermehrung der Reichen und Superreichen. […]

    Kapital vermehrt sich nicht so ohne Weiteres… und die "Reichen und Superreichen", die Du so bevorzugt als Feindbild bemühst, die genießen ihr Vermögen, das sie eben nicht als Kapital verwenden bzw. einsetzen.

  • Kapital vermehrt sich nicht so ohne Weiteres… und die "Reichen und Superreichen", die Du so bevorzugt als Feindbild bemühst, die genießen ihr Vermögen, das sie eben nicht als Kapital verwenden bzw. einsetzen.

    Was soll diese nichtssagende Antwort?


    Natürlich können Menschen mit Geld bzw. viel Geld sich vieles leisten, was das Leben angenehm macht.

    Das wissen schon Kleinkinder - also was soll dieser Hinweis?


    a) Kannst du dir eventuell vorstellen, dass in aller Regel ALLE Menschen ein angenehmes Leben wünschen?

    b) Ist dir vorstellbar, dass um a) zur Erfüllung zu verhelfen, Geld nicht schaden kann?

    c) Ist dir darüber hinaus vorstellbar, dass enormer Reichtum kausal mit Armut zusammengeht?


    Da du in deiner gespielten Infantilität um volkswirtschaftliche Nachhilfe bettelst:


    Niedrige Löhne ermöglichen höhere Unternehmensgewinne, Steuern für Unter und Mittelschicht bei Entlastung der Oberschicht, Subventionierung von Industrie und Kapital, zusammengesparte Bildung und Soziales.


    Fazit: Großer Reichtum geht mit durch ihn bedingte Armut einher, wer sich als ein mit solchem miesen Reichtum versehener Mensch vieles (zu vieles!) leisten kann, verantwortet den miesen Umstand, dass die durch seinen Reichtum arm gemachten Menschen sich eben sehr vieles nicht leisten können.


    Ich finde das scheiße.

  • Was du so interessant findest ... interessant.

    Wenn ihr euch mal weniger auf die Mitkommilitonen und mehr auf die Themen einschießen würdet.....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....



  • Was der zitierte Satz zum Thema beitragen will, ist mir allerdings nicht klar. :/

    Mir auch nicht....

    Deshalb diese klar formulierte, nicht themenbezogene ANSAGE von mir, diese provokanten Reibereien mit Substi mal wieder auf ein Normalmaß zurück zu fahren....in jedem Fred das gleiche Spiel....

    Wenn ihr nicht ausgelastet seid, geht in die Muckibude oder lernt Stricken....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....



  • […] Ich finde das scheiße.

    Tja, das geht Dir ja mit Vielem so… aber überleg mal: Wenn sich die bösen Reichen vieles leisten können (und dies den üblichen Hochglanzdarstellungen ihres zur Nachahmung empfohlenen Lebensstils ja auch tun), dann sind vielerlei Leute in ihren jeweiligen Berufen wenigstens beschäftigt… ob als Hotelangestellte, als Juwelier, als Gärtner, natürlich auch als Architekt, als Vermögensverwalter, der Repräsentationswille der upper class sichert Opernhäusern, Theatern, TV-Galaveranstaltungen mit ihrem üppigen Personalbedarf das Überleben in einer Zeit, in der Otto Hungertuchleider sich mit den Hits von Scooter oder Helene Fischer doch begnügte…


    Neulich wurde im AfD-Thread doch der Nürnberger Christkindlmarkt erwähnt, und dank der Suche nach weiteren Informationen darüber, was denn die AfD mit Weihnachtsmärkten dieser Art überhaupt zu tun habe, entdeckte ich das famose Angebot, dass ein Verein auch die Fahrt im epochentypischen TEE-Zug der 70er Jahre dorthin organisiert! Das waren noch Zeiten, als derartige Züge täglich auf dem Streckennetz der DB unterwegs waren, was? Aber der "Arme Schlucker e.V." hätte keine solche Zuggarnitur in fahrbereitem Zustand bis heute erhalten können oder mögen, und ohne ehrenamtlich wieder auf den Führerstand kletternde pensionierte Lokomotivführer wäre eine solche Nostalgiefahrt auch nicht zu bewerkstelligen.

  • Würden Reiche im Verhältnis so viel konsumieren wie dein besagter

    Zitat

    Otto Hungertuchleider

    gäbe es nicht sehr viele "Hungertuchleider", aber Geiz und Gier sind ein in reichen Kreisen oft zusammen auftretendes Paar.

    „Fürchte nicht menschlich zu sein, fürchte, nicht menschlich zu sein.“

    (Manfred Hinrich)


  • In München ist ein Zug entgleist - da wird wohl jemand, während der Zug eine Weiche noch nicht vollständig überquert hat, selbige umgestellt haben… das hätt's im Zeitalter der mechanischen Stellwerke auch noch nicht gegeben!

    Von wegen. Es wäre schön, wenn du nicht nur bei Aussagen anderer Foristen dein detektivisches Geschick beim googeln vermeintlicher Fehler nutzen würdest, sondern auch bei deinen oft ins Blaue abgegebenen Mutmaßungen:


    Zitat

    https://de.wikipedia.org/wiki/…%C3%A4llen_in_Deutschland
    21. Juli 1948 – Kissing, Bayern: Wegen vorzeitiger Fahrstraßenauflösung konnte in Kissing unter dem D-Zug 257 eine Weiche umgelegt werden. Deswegen entgleisten drei Wagen des Schnellzuges von München nach Frankfurt. Es gab zwei Tote und sieben Verletzte.[28]

    „Fürchte nicht menschlich zu sein, fürchte, nicht menschlich zu sein.“

    (Manfred Hinrich)


  • Eine Schlussfolgerung basierend auf einer Vermutung. Sehr überzeugend.

    So viele Möglichkeiten gibt es da tatsächlich nicht, setzt man voraus, dass es da ein EStW gibt und es sich um eine fahrplanmäßige Regelfahrt gehandelt hat.


    - Zug zu schnell

    - Weiche gestört, technischer Defekt am Zug

    - auf unsachgemäßen Befehl oder Ersatzsignal gefahren

    - vorsätzliche Außerbetriebnahme von Sicherheitseinrichtungen durch Triebfahrzeugführer

    - Eingriffe von außen (Schottersteine, andere Gegenstände)


    Es gibt da also schon einiges zu ermitteln. Aber das sollte herauszubekommen sein.