• Brexit-Fan findet es in Monaco schöner... :sifone:


    https://www.n-tv.de/wirtschaft…naco-article20862175.html



    Finde ich lustig, dass so ein geadelter Superreicher dem dreckigen Rest in aller Öffentlichkeit zeigt wie loyal er zu Britannien steht. Es zeigt aber auch, dass es diese Steuerfluchten in einem wirklich einigen Europa nicht geben dürfte. Diese gegenseitige Konkurrenz beim Steuerdumping, Steuerparadiese und ähnliche Inseln, gehörten gnadenlos bekämpft. Aber Sir Ratcliffe sollte man wenigstens den Ritter aberkennen. :gunman:


  • Klar, selbst die politischen Harcore Brexiteers setzen sich gegenseitig die Krohne der Scheinheiligkeit auf:


    Rees-Mogg:


    https://www.theguardian.com/po…ogg-second-irish-fund-scm

    https://www.independent.co.uk/…awal-dublin-a8398041.html


    Oder der King of the Cleaners, Mr Dyson, erst schön rumgetönt um John Bull um den Bart zu gehen :


    https://www.express.co.uk/news…pe-disaster-no-deal-talks


    aber wenn es um die eigene Knete geht:


    https://www.theguardian.com/te…e-company-hq-to-singapore



    Aber wenn wundert das ? Diejenigen die Populisten wählen oder denen folgen wollen schlicht verarscht werden. Das sind genau die ersten, die rein politisch gesehen natürlich schon mal präventiv die Hose runterlassen und sich bücken, dann aber nachher lamentieren das es weh tut.


    Siehe bei uns. AFD Wähler. Da tränt das nationale Auge wenn von völkischer Reinheit und Identität, Tradition und Familienwerten schwadroniert wird aber die Chefin von dem Verein lebt in der Schweiz mit einer dunkelhäutigen Frau zusammen.

  • Mr. Dyson ist ja auch ein "Sir" - wieso ist Rees-Mogg eigentlich keiner ? Bei so viel Reichtum müsste er doch automatisch zur Schwafelrunde gehören ? :c'mon: :melone:

    Kommt. Spätestens dann wenn er den National Health Service mit einer 20 Betten-Zimmer-Einführung und Narkosepräparate-sind-mit-zu-bringen Variante optimiert oder die HMS Queen Elizabeth auslaufen lässt wenn die Faröer Inseln nicht das Handelsabkommen einhalten....

  • Verlassen die Briten nur schnell das sinkende Schiff, bevor Europa von den USA so richtig platt gemacht wird?


    Für mich deuten einige Indizien darauf hin, dass die USA die Wirtschaftsmacht EU seit einiger Zeit torpediert. Was die USA von der EU halten, weiß jeder belesene, nämlich nicht viel.

    Und was sie am meisten fürchten, kommt in dem Video gut rüber, dass ich in ""Klare Worte" eingestellt hab.

    Der Euro ist an den Finanzmärkten stark unter Druck, mit Ansage werden von den USA Spaltpilze rechter Couleur gepampert, also Typen wie Orban, Le Penn ua.


    Wirtschaftlich war man dazu nicht in der Lage, militärisch geht nicht und da Diplomatie und Gespräche nicht auf der Agenda der USA stehen, bliebt nur der kalte politische Krieg.

    Oder wie soll ich mir erklären, dass man lieber mit Sanktionen oder Strafzölle droht und die auch durchsetzt, als das man Politik auf Augenhöhe betreibt?


    Nun das Chaos des Brexit. Das allein ist schon OTTO-Normalo nicht verständlich. Was wollen die Briten überhaupt und was wollen sie nicht. Sie wollen raus. So weit, so unverständlich. Die Argumentation für diesen Austritt, war nicht nur in großen Teilen reiner Populismus und Lüge, sie war auch eine grundlegend falsche Ausgangsposition für solch ein Referendum. Doof ist jetzt, dass die Brüller von damals fast alle wech sind. Jene, die das heute regeln sollen, sind gespalten. Keiner hat einen Plan aber alle wollen genau das selbe. Was nach drei Jahren als Bilanz drunter steht, das kann man keinem vernünftig erklären.

    All dies kommt aus einer Gemengenlage, die man nur als chaotisch bezeichnen kann.

    Ja, für mich sieht es so aus, als wollten bestimmte Kreise das Schiff(EU) verlassen, bevor es untergeht.

    Nur scheint man keine logische Argumentation zu finden, all das Chaos zu erklären. Denn einige scheinen sich in der EU recht wohl gefühlt zu haben, so mit Sonderrechten und verschiedenen Annehmlichkeiten.


    Das alles ist natürlich nur eine unausgegorene Theorie, um diesem ganzen Vorgang einen Sinn zu geben, den ich hinter den offiziellen Argumenten leider nicht sehe. Denn für mich ergaben schon die ersten Gründe der Initiatoren des Referendums keinen wirklichen Sinn aus einer so starken Wirtschaftsmacht auszutreten. Wenn dann einer der engsten Partner und Unterstützer geostrategischer Maßnahmen beim wirtschaftlichen "Feind" an der Tafel sitzt, dann ergeben sich daraus naturgemäß Probleme.


    Es ist nicht der Brexit, der mir Sorgen macht, es ist die Zeit danach.

    Es sind nicht die Briten, die grad Europa aufmischen, mir machen da die Regierungen von ITA, HUN, AUT und noch kommende Nationalisten-Regierungen rechter Ausprägung, viel mehr Sorgen.

    Nicht der Brexit wird Europa zerbrechen lassen, es ist aber der Startschuß.


    Die derzeitige Ohnmacht unserer Politiker, sich den Problemen zu stellen und die Mitglieder der EU (viele sollten da gar nicht bei sein) nicht zusammen halten zu können, wird dieses Konstrukt zu dem verkommen lassen, was die Transatlantiker übrig lassen.


    Die Idee war gut, die Idee war sinnvoll, doch das WIE wurde gründlich versaut.


    Und falls es mal los gehen sollte, dann werden wir uns alle an den wirklich sauberen und geordneten Brexit gern zurück erinnern. ;)


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • Es ist verwegen, "den Briten" einen irgendwie gearteten Plan zu unterstellen. Das Wahlsystem schaufelt zum Teil völlig unbedarfte Provinzler ins Parlament, die nicht merken, dass da Klassen-Streits und Oxford-(oder sogar noch Eton-)-Pubertätskämpfe ausgefochten werden. Sehr viele ältere Briten, und die haben das Referendum ja bestimmt, sind immer noch darauf erpicht, Britanniens alte Glorie zu reanimieren, weshalb sie auf genau dieses blöde Geschwätz reingefallen sind. Es sagt ja was, wenn eine Teresa May, die schon lange Politikerin ist, gemeint hat, England könne mit den einzelnen EU-Staaten (viel bessere) separate Verträge abschließen, wenn England aus der EU ausgetreten ist. Die hatte nichts kapiert, und James Normalo kapiert zweimal nix.

  • Es ist verwegen, "den Briten" einen irgendwie gearteten Plan zu unterstellen. Das Wahlsystem schaufelt zum Teil völlig unbedarfte Provinzler ins Parlament, die nicht merken, dass da Klassen-Streits und Oxford-(oder sogar noch Eton-)-Pubertätskämpfe ausgefochten werden. Sehr viele ältere Briten, und die haben das Referendum ja bestimmt, sind immer noch darauf erpicht, Britanniens alte Glorie zu reanimieren, weshalb sie auf genau dieses blöde Geschwätz reingefallen sind. Es sagt ja was, wenn eine Teresa May, die schon lange Politikerin ist, gemeint hat, England könne mit den einzelnen EU-Staaten (viel bessere) separate Verträge abschließen, wenn England aus der EU ausgetreten ist. Die hatte nichts kapiert, und James Normalo kapiert zweimal nix.

    Völlig richtig. Momentan möchten aber weder John Bull noch viele Vertreter des deutschen Michels mit einer etwaigen Zukunft konfrontiert werden sondern orientieren sich eher rückwärtsgewandt.....


  • Das hättest Du mal letztes Jahr hier bringen sollen. Prom und sein Indianer hätten Dir sogleich die verschwörungstheoretische Eselsmütze der Putin-Propaganda aufgesetzt. :uglybreak:

  • Hier ist mal ein Video, das ziemlich gut zeigt, was die Regierung von GB dachte, als sie die nicht bindende Volksabstimmung, die juristisch nur eine Befragung darstellt, in die Realität umsetzen wollte.


    Nur Dummfug.



    Leider nur in Englisch, aber gut verständlich. Vor allem für all diejenigen gedacht, die meinen sie könnten ja wie Norwegen oder die Schweiz .....

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Das hättest Du mal letztes Jahr hier bringen sollen. Prom und sein Indianer hätten Dir sogleich die verschwörungstheoretische Eselsmütze der Putin-Propaganda aufgesetzt. :uglybreak:

    Das war keine fundierte und bewiesene Theorie, es waren nur mal ein paar Gedanken, um einiges in einen Kontext zu bringen, der einigermaßen Sinn macht.

    Ich hab ja schon im ersten Berxit-Thread erwähnt, dass mir eine klare Aussage zu den Kanalinseln und deren Status fehlt. Da liegen immerhin nicht unerhebliche Summen an Geld.


    Also ganz entspannt und im schlimmsten Fall als ungeeignete Diskussionsgrundlage nehmen und eben nich drüber diskutieren. ;)


    mfg

    Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt.

  • So langsam kommen ein paar Zahlen ans Licht, die wohl kaum einer der Hardliner so erwartet hat:


    Finanzfirmen ziehen 1,2 Billionen Dollar aus Großbritannien ab

    Zitat

    .... Demnach verschieben zehn große Banken und Investmentbanken 800 Milliarden Pfund beziehungsweise fast zehn Prozent der Vermögenswerte des Landes in die EU.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca


  • Ich habe im gedruckten Spiegel letzte Woche ein Interview mit einem britischen EU-Politiker gelesen. Den Namen habe ich jetzt vergessen, was aber egal ist und die Aufmachung und das Interview verlief auch so wie erwartet, nämlich pro EU. Ich hatte trotzdem zum Schluss den Eindruck, dass der Mann hinter dem Brexit steht. Die Inselaffen wollen das ! Es hat nur jeder eine andere Meinung dazu wie oder wie sehr oder wie wenig. Aber die Tendenz dort, also so ist mein Eindruck nach dem letzten Jahr, geht durchaus allgemein in Richtung Brexit. Und ich habe es ja schon einmal geschrieben - bei den Tories ist für mich offensichtlich auch schon die ganze Zeit die Strategie gewesen auf den harten Brexit zuzusteuern.

  • Ich habe im gedruckten Spiegel letzte Woche ein Interview mit einem britischen EU-Politiker gelesen. Den Namen habe ich jetzt vergessen, was aber egal ist und die Aufmachung und das Interview verlief auch so wie erwartet, nämlich pro EU. Ich hatte trotzdem zum Schluss den Eindruck, dass der Mann hinter dem Brexit steht. Die Inselaffen wollen das ! Es hat nur jeder eine andere Meinung dazu wie oder wie sehr oder wie wenig. Aber die Tendenz dort, also so ist mein Eindruck nach dem letzten Jahr, geht durchaus allgemein in Richtung Brexit. Und ich habe es ja schon einmal geschrieben - bei den Tories ist für mich offensichtlich auch schon die ganze Zeit die Strategie gewesen auf den harten Brexit zuzusteuern.

    Warum auch nicht, es scheint wirklich die überwiegende Mehrheit dafür zu sein. Nur analog zu Winston, "the EC is the worst form of government, except for all the others " hat noch keiner der Inselpolitiker mir als Kontinentalen dargebracht was in einer globalen Welt und vor allen, mit der Historie was in UK

    VOR dem Beitritt in die Gemeinschaft so alles im .... war jetzt als Unabhängiges Königreich so viel besser sein könnte.


    Ist zwar ein bisschen einfach gedacht aber ist man dort tatsächlich der Meinung - nachdem man genug Honig aus dem EU Topf gesaugt hat - fit für die Zukunft zu sein ?

    OK, Time will tell. Hauptsache man ist sich in Brüssel bewusst das wenn man jetzt weich wird das nachher die gaqnzen, ehem. Hungerleider danach Schlange stehen....

  • Wird interessant wie sich das entwickeln wird.


    Es kann ja auch sein, dass sich die britische Wirtschaft, nach anfänglichen Problemen, wieder ganz ordentlich entwickelt. Wer weiß das schon. Dann wäre das vielleicht ein Ansporn für andere, aus der EU aus zutreten. Lassen wir uns überraschen.