• Da würde ich gern mal belegt bekommen, in welchen Punkten Merkel die CDU nach links gerückt hat.

    Es gab lichte Momente, wo sie durchaus mal das C im Parteinahmen etwas stärker in den Vordergrund rückte, nur links ist das noch lange nicht in dem Sinne, wie du uns das hier verkaufen willst.

    Die Feststellung, dass die CDU unter Merkel nach links getriftet ist, habe ich nun wirklich nicht allein. Ich hoffe du befindest dich nicht in einer sogenannten Meinungsblase. Allerdings verstehe ich unter links was anderes als du.

    Und dann noch die Mär von dir es, gäbe keine einfachen Lösungen. Die gibt es sehr oft wirklich!

  • Die Feststellung, dass die CDU unter Merkel nach links getriftet ist, habe ich nun wirklich nicht allein. Ich hoffe du befindest dich nicht in einer sogenannten Meinungsblase. Allerdings verstehe ich unter links was anderes als du.

    Und dann noch die Mär von dir es, gäbe keine einfachen Lösungen. Die gibt es sehr oft wirklich!

    Ich weiß, dass viele das sagen. Nur wer das behauptet, der muß schon ganz schön weit weg von "Links" sein um es als Linksruck zu sehen.


    Und woher willst du eigentlich wissen, wie ich Links definiere oder sehe. Ich selbst würde mich nicht mal als "links" bezeichnen. Ich bin pragmatischer sozial eingestellter Demokrat, der einen funktionierenden Sozialstaat als Grundlage für ein gutes Zusammenleben bevorzugt.


    Und mit deinem Meinungsblasen-Vorwurf könntest du auch mächtig daneben liegen.

    Aber diese Beurteilung überlasse ich lieber den Politopianern, die mich schon seit 2011 kennen.


    Und wenn du denkst, dass es einfache Lösungen bei komplexen Themen gibt, dann wäre es nur anständig, du würdest das mal genauer begründen und nicht nur eine Behauptung in den Raum stellen.

    Denn letztlich könnte man ja mal die Punkte diskutieren, wo du meinst die CDU hätte "links" entschieden oder würde bei gewissen Punkten den Linksruck zeigen.

    So als Behauptung ist es für eine nette Diskussion ungeeignet.


    Also sach ma, was waren denn so Punkte, die du mit deiner Aussage meintest?


    mfg

  • Die Feststellung, dass die CDU unter Merkel nach links getriftet ist, habe ich nun wirklich nicht allein. .............

    Nur ist eben "links" eine genau so völlig ungenaue Definition, wie die "imaginäre Mitte". Es gibt diese Lager eben so nicht. Die SPD hat unter Schröder, Clement, Müntefering, et al. es geschafft, die CDU/CSU rechts zu überholen, Merkel eine Basis für ihre Politik geschaffen. Das Ergebnis heute sind eine Halbierung der Mitglieder und ein Verlust an Stimmen, die sie als Volkspartei obsolet gemacht haben. Und die CDU/CSU hat zwar einen Teil ihrer Wähler verprellt, doch sie ist dennoch eher am rechten Spektrum verblieben, die AfD ist ihr Kind! Volksparteien sind sowieso Unsinn. Es gibt nur vernünftige Politik, als "Kunst des Möglichen" oder eben solche, der die Massen nicht oder nur bedingt folgen können. Letztere haben wir seit rund 30 Jahren! Das Ergebnis sehen wir in der Lage der EU und insbesondere:evil::evil: in Deutschland.:saint:

  • Hallo Bud, komme mal wieder vorbei, um Dir einen auszugeben.

    Das freut mich, denn die Walze hat hier irgendwie gefehlt. ;) Und ich hätte es auch noch fast übersehen. =O


    Es ist ja klar dass ich das anders sehe. Corbyn ist nicht an seinem linken Programm gescheitert, sondern an der Murdoch-Presse und den in meinen Augen eher grotesken Kampagnen gegen ihn. Den Briten hat es aber wohl gefallen. Auch daran, dass er seine eigene Einstellung zu Europa nicht anpassen konnte oder wollte. Labour steckte da ja irgendwie in einer Zwickmühle, da ein großer Teil der Labour-Wähler Brexiteers waren.


    Dazu kommt auch noch...

    sie haben dem Clown seine Lügen gern geglaubt, weil er ihnen einen Schuldigen serviert hat,

    ....

    sie finden Boris lustig, auch wenn sie wissen, dass er ihnen Lügen erzählt,

    ...

    sie können den griesgrämigen Langweiler Corbyn auch nicht leiden,

    dass die Person wohl sehr viel wichtiger ist, als das Programm.


    Ein Streit darüber woran Corbyn letztlich gescheitert ist, bringt aber nicht mehr viel. Ich hoffe nur, dass Labour den Linkskurs nicht verlässt und sich gegenüber den Marktradikalen entsprechend aufstellen. Dann haben sie vielleicht beim nächsten Mal wieder eine Chance. Wenn sie wieder um die Mitte balgen, eher nicht. Aber wie auch immer. Das sehen wir dann in ein paar Jahren.

  • Das freut mich, denn die Walze hat hier irgendwie gefehlt. ;) Und ich hätte es auch noch fast übersehen. =O


    Es ist ja klar dass ich das anders sehe. Corbyn ist nicht an seinem linken Programm gescheitert, sondern an der Murdoch-Presse und den in meinen Augen eher grotesken Kampagnen gegen ihn. Den Briten hat es aber wohl gefallen. Auch daran, dass er seine eigene Einstellung zu Europa nicht anpassen konnte oder wollte. Labour steckte da ja irgendwie in einer Zwickmühle, da ein großer Teil der Labour-Wähler Brexiteers waren.


    Dazu kommt auch noch...

    Sicher war die Murchdoch Presse nicht unerheblich unbeteiligt und auch das lavieren von Labour, sprich das nicht sicher sein wie man mit den eigenen Brexiteers bzw. generell mit dem Casus Leave umgehen sollte etc. war eines der Ursachen. Aber ebenso muss man trotzdem festhalten das viele Briten Corbyn's Vita misstraut haben, sprich seine Wandlung vom schon fast orthodoxen Marxisten zum moderaten Sozialisten. Im Gegensatz zu Deutschland

    ( keine Experimente ;)) hatten ja die Briten z.B. lange Jahre weltweit die höhste Einkommenssteuer, einen Wildwuchs an Gewerkschaftseinfluß.... und gebracht hatte es Ihnen aber nichts.


    Und genau aus diesem Grund hatte egal welches Kaliber an Presse neben den anderen Querschüssen ( Antisemitismus z.B. ) diese eine wesentlich schärfere Waffe :


    https://www.theguardian.com/ne…eremy-corbyn-wealth-taxes


    Und da kommen wir eben halt, unangenehm aber notwendig immer wieder zu dem Punkt in wieweit "linke" Politik heute verkaufsfähig ist.

  • ...Und da kommen wir eben halt, unangenehm aber notwendig immer wieder zu dem Punkt in wieweit "linke" Politik heute verkaufsfähig ist.

    Was ich nicht so ganz einsehen kann, ist diese totale Fixierung auf die Personen. Selbst wenn man Corbyn für einen verschrobenen, marxistischen Grieskram hält, wären für mich die Sozialprogramme und das Zurückdrehen der Privatisierung immer noch wesentlich mehr wert gewesen, als das verlogene Theater von den Konservativen. Aber wahrscheinlich ticke ich da einfach falsch. Die Briten sind bei der großen Freiheit der Märkte eben einfach weniger skeptisch, als ich. ;) Ob jetzt der Immobilienmarkt boomt und Argo seine Wohnung in London teuer verkaufen kann ? Dafür wird Boris sicher sorgen. 8)

  • Was ich nicht so ganz einsehen kann, ist diese totale Fixierung auf die Personen. Selbst wenn man Corbyn für einen verschrobenen, marxistischen Grieskram hält, wären für mich die Sozialprogramme und das Zurückdrehen der Privatisierung immer noch wesentlich mehr wert gewesen, ......................... 8)

    Wie verschrobene Kleinbürger und ähnliche Menschen denken, wird belegt am Erfolg der Regenbogenpresse. Wenn arme Rentnerinnen oder Arbeitslose, prekaer Existierende Anteil nehmen an angeblichen Leiden und Mißerfolgen von voll abgesicherten Adligen, sich sorgen, wenn Prinzesschen nicht die richtigen Brillianten zum 40 000 Euro Kleid trägt, kann man zwar Mitleid für die Geistesverfassung empfinden, doch zu retten sind solche Leute wohl kaum.

  • Was ich nicht so ganz einsehen kann, ist diese totale Fixierung auf die Personen. Selbst wenn man Corbyn für einen verschrobenen, marxistischen Grieskram hält, wären für mich die Sozialprogramme und das Zurückdrehen der Privatisierung immer noch wesentlich mehr wert gewesen, als das verlogene Theater von den Konservativen.

    Aber das sind doch leider exakt die Zeichen der momentanen Zeit, die Leute hängen Populisten am Ohr....

    Trump verkauft sich als Mittler für die kleinen Leute und sein Kabinett besteht aus Millionären/Milliardären, er verbreitet Lügen und absoluten Mist,

    und er wird das Impeachment überstehen und wird sowieso wiedergewählt.

    Jemand wie Farage hat nicht nur absurdeste Lügen über die EU abgelassen sondern sitzt/saß im dortigen Parlament bei üppigster Besoldung.

    Man musste ja nicht mal Insulaner sein um seinen Quatsch über den katastrophalen Zustand des NHS und die Rolle der EU zu erkennen.

    Egal, die Leute fanden das sexy.

    Boris Johnson wollte das dortige Parlament aushebeln und mit dadurch illegitimen Mitteln seine Vorhaben durch zu drücken. Er hat sich undemokratischer Mittel bedient. Haben Ihn die Wähler dafür abgestraft ? Au contraire, die Leute waren davon "ermüdet"....sie haben also anstatt Bojo die Vertreter im Parlament sanktioniert.




    Ob jetzt der Immobilienmarkt boomt und Argo seine Wohnung in London teuer verkaufen kann ? Dafür wird Boris sicher sorgen. 8)

    Wird sich zeigen ob die Preise allein nur wegen dem Struwelpeter ansteigen.

    Allerdings müssen ja die ganzen UK Rentner aus Spanien, Portugal und der Bretagne zurück.......

  • kann man zwar Mitleid für die Geistesverfassung empfinden, doch zu retten sind solche Leute wohl kaum.

    Also hören wir endlich auf sie zu retten und lehnen uns entspannt zurück Kater. Die Briten sollen sich jetzt selbst retten und ihren Spaß mit Boris und dem freien Markt haben. Vielleicht haben sie ja auch Glück und sie werden von den USA gerettet, während Europa zwischen USA, China und Russland zerrieben wird. So ähnlich werden sie sich das vorstellen, denn das ist ja schon seit Jahrhunderten britische Strategie. Schauen wir mal eine Weile zu. 8)

  • Also hören wir endlich auf sie zu retten und lehnen uns entspannt zurück Kater. Die Briten sollen sich jetzt selbst retten und ihren Spaß mit Boris und dem freien Markt haben. Vielleicht haben sie ja auch Glück und sie werden von den USA gerettet, während Europa zwischen USA, China und Russland zerrieben wird. So ähnlich werden sie sich das vorstellen, denn das ist ja schon seit Jahrhunderten britische Strategie. Schauen wir mal eine Weile zu. 8)

    Leider sind "wir" ja nicht nur unbeteiligte Beobachter, sondern leider auch direkt Betroffene. Und ich denke es werden sehr, sehr unruhige Zeiten auf die EU zukommen. Eher das wir sogar noch zu unseren Lebzeiten deren politische Auflösung mit erleben.

  • Aber das sind doch leider exakt die Zeichen der momentanen Zeit, die Leute hängen Populisten am Ohr....

    Trump verkauft sich als Mittler für die kleinen Leute und sein Kabinett besteht aus Millionären/Milliardären, er verbreitet Lügen und absoluten Mist,

    Jup. Und das ist für mich ein Zeichen, dass egal wo es passiert, Demokratie nach heutigem Verständnis, am Maß des Verstehens der eigentlichen Probleme gescheitert ist.

    Menschen sind heute manipulierbarer. Eine Oberflächlichkeit kommt noch hinzu, die mMn an unangemessenem Selbstbewußtsein leidet. "ICH" will.....geht nun mal nicht in einer Demokratie, ist aber gern präferiertes Mittel der Politik, die auf "mündige" Bürger setzt, die es aber so nicht mehr gibt....jedenfalls in der Masse.


    Und natürlich Bildungssysteme, die ihren Namen nicht verdienen und chronisch unterfinanziert sind.

    und er wird wiedergewählt.

    w.z.b.w. (was zu befürchten wäre)


    Jemand wie Farage hat nicht nur absurdeste Lügen über die EU abgelassen sondern sitzt/saß im dortigen Parlament bei üppigster Besoldung.

    Man musste ja nicht mal Insulaner sein um seinen Quatsch über den katastrophalen Zustand des NHS und die Rolle der EU zu erkennen.

    Egal, die Leute fanden das sexy.

    Solche durchaus richtigen Analysen sind doch aber das eigentliche Alarmsignal.

    Warum ist es den Menschen egal, wenn sie belogen werden. Oder wenn sie das "sexy" finden??


    Und warum werden dann solch Lügen, wenn schon nicht juristisch, dann wenigsten gesellschaftlich bestraft? Das sind für mich die eigentlichen Skandale. Aber wie du schon so schön formuliertest, es ist wohl doch irgendwie sexy....


    Alles in Allem wird es garantiert ein böses Erwachen geben.

    Könnte auch ein neuer Kinoknaller werden: Hangover 4 Die Rache der Briten!.....oder so.

    ;)


    mfg

  • Die Personen sind fast überall wichtiger als das Programm, sieht man auch an Merkel. Kein Mensch interessiert sich für das CDU-Programm, aber an Merkel scheiden sich die Geister. Corbyn ist allerdings sehr wohl (auch) an seinem Programm gescheitert, das für Briten zu links ist, weil sie an linke Programme nicht gewöhnt sind. Im Zweifel konservativ, das sind die Briten. Dazu kommt, dass Corbyn kein freundlicher Mann ist und viele ihn einfach - wie ich - nicht leiden können, auch kultiviert er griesgrämigst die Arroganz des "Rechtgläubigen", d. h. er hat sich keine Mühe gegeben, sein Programm zu verkaufen, zu vermitteln.

    Es gibt ja nun weiß Gott vieles in GB, was man kritisieren und was ein bisschen mehr Soziales gut vertragen könnte, aber Corbyn hat mit seinem Programm hochmütig einfach die Wähler verschreckt. Und nun kommt Boris und schwadroniert von den Milliarden, die er in den Gesundheitsdienst stecken will... Hätte Corbyns Thema sein können, denn niemand, der bei Sinnen ist, möchte in England krank werden.

    Was ich nicht so ganz einsehen kann, ist diese totale Fixierung auf die Personen. Selbst wenn man Corbyn für einen verschrobenen, marxistischen Grieskram hält, wären für mich die Sozialprogramme und das Zurückdrehen der Privatisierung immer noch wesentlich mehr wert gewesen, als das verlogene Theater von den Konservativen. Aber wahrscheinlich ticke ich da einfach falsch. Die Briten sind bei der großen Freiheit der Märkte eben einfach weniger skeptisch, als ich. ;) Ob jetzt der Immobilienmarkt boomt und Argo seine Wohnung in London teuer verkaufen kann ? Dafür wird Boris sicher sorgen. 8)

    Buddy, alle sind immer auf Personen fixiert, bei uns doch auch. Nenn mir einen Politiker der aufgrund des Programmes gewählt wurde. Die Leute wählen "die Seite", auf der sie immer schon standen, und die Person, die diese Seite am besten verkörpert. Keiner wählt ein Programm.


    Meine Wohnung wird jetzt mit Sicherheit nicht teurer, sondern wird im Preis sinken. Ganz sicher. Aber da ich eh´ nicht verkaufen will, kann mir das ganz wurscht sein. Was mir nicht wurscht ist, ist das zu erwartende Steigen der Lebenshaltungskosten.

  • Jup. Und das ist für mich ein Zeichen, dass egal wo es passiert, Demokratie nach heutigem Verständnis, am Maß des Verstehens der eigentlichen Probleme gescheitert ist.Menschen sind heute manipulierbarer. Eine Oberflächlichkeit kommt noch hinzu, die mMn an unangemessenem Selbstbewußtsein leidet. "ICH" will.....geht nun mal nicht in einer Demokratie, ist aber gern präferiertes Mittel der Politik, die auf "mündige" Bürger setzt, die es aber so nicht mehr gibt....jedenfalls in der Masse.

    Und natürlich Bildungssysteme, die ihren Namen nicht verdienen und chronisch unterfinanziert sind.

    w.z.b.w. (was zu befürchten wäre)

    Und genau das ist es ja was eigentlich mich und wohl auch andere (hier) recht ratlos zurück lässt. Natürlich, die Politik hat irgendwo und irgendwann den Pfad des Zuhörens verlassen, sich dem Diktat der Wirtschaftsmächtigen unterworfen und meinte es mit "guten Verkaufsargumenten" unters Volk bringen zu können. Andererseits haben die Menschen, konträr zu den jetztigen Möglichkeiten es nicht geschafft sich der neuen Informationsmöglichkeiten ( durchs www) für Ihr eigenes Fortkommen, für die (politische) Bildung, für das eigene Wohlbefinden zu bedienen.

    Das www wird grandios dazu benutzt die Leute auseinander zu dividieren, Sie lassen sich, wie Du sagst noch besser manipulieren als je zuvor.

    Eigentlich sagenhaft und ebenso unverständlich.

    Und jetzt bitte nicht falsch verstehen weil es keine Wertung an sich beeinhaltet, persönlich sehe ich das explizit an den 2 Bewegungen fern des politischen Mainstreams der letzten 2 Jahre. FfF und die Gelbwesten.

    Beide wollen das Richtige, aber von komplett anderen Standpunkten die keiner versucht - aus Kalkül, unter einen Hut zu bekommen.


    Und um den Bogen zum Brexit zu bekommen - die Briten lassen sich hier vor einen nationalistischen Karren spannen um sich als Mensch auf gleicher Augenhöhe prima auseinander dividieren zu lassen - um als Endprodukt, wiedereinmal den Interessen einzelner Mächtiger Vorschub zu leisten.


    Um irgendwann, leider wohl nicht in allzu ferner Zukunft wieder einmal sich Zähnefletschend gegenüber zu stehen.


  • Natürlich, die Politik hat irgendwo und irgendwann den Pfad des Zuhörens verlassen, sich dem Diktat der Wirtschaftsmächtigen unterworfen und meinte es mit "guten Verkaufsargumenten" unters Volk bringen zu können. Andererseits haben die Menschen, konträr zu den jetztigen Möglichkeiten es nicht geschafft sich der neuen Informationsmöglichkeiten ( durchs www) für Ihr eigenes Fortkommen, für die (politische) Bildung, für das eigene Wohlbefinden zu bedienen.

    Sag mir eine Zeit, in der das anders war.

  • Hätte Corbyns Thema sein können, denn niemand, der bei Sinnen ist, möchte in England krank werden.

    Es sah ja auch eine ganze Weile so aus, als ob es ein Thema sein könnte und besonders Corbyn hat wohl bis zum Schluss daran geglaubt. Es war auch ein Thema. So ungefähr von 2017 als er Labour-Chef wurde bis Anfang 2019. Dann ist es irgendwann gekippt und das konnte man auch daran sehen, dass bei der Europawahl Nigel Farage so unglaublichen Erfolg hatte. Spätestens hier hätte Corbyn reagieren und das Thema klauen müssen, sich also ebenfalls für den Brexit entscheiden müssen, damit den Briten ganz klar gewesen wäre, dass dem Brexit nur ja nichts passiert. Die schärfste Waffe des Clowns wäre stumpf gewesen. Er wurde aber von vielen in der eigenen Partei zum Gegenteil gedrängt und das hat ihn zum schwimmen und lavieren gebracht. Aber hinterher ist man immer schlauer.


    Das linke Programm ist ja vielleicht auch wirklich nichts für einen strammen Briten. =O Und ich denke es ist tatsächlich so, dass die Briten denken sie könnten sich den heraufziehenden Schwierigkeiten, Spaltungen und Problemen mit Großmächten die Europa bevorstehen einfach entziehen. Vielleicht klappt das ja auch.

  • Ich nehme Corbyn massiv übel, dass er um seiner in GB nicht vermittelbaren Ideologie willen lieber gar nix gemacht hat. Leider ist das oft der Fehler strammer Ideologen, dass sie lieber alles zum Teufel gehen lassen als von ihrer reinen politischen Idee abzulassen.

  • Sag mir eine Zeit, in der das anders war.

    Ich würde grob sagen, vorm www.


    Die Geschwindigkeit und die Erreichbarkeit (quantitativ) waren anders.

    Außerdem passiert heute auch viel unter dem Schirm der Anonymität im www....


    Fällt mir so als erstes ein.


    mfg

  • In wenigen Stunden ist der Brexit Realität - wie geht es dann mit der EU der 27 weiter? Wer zahlt zukünftig den exorbitant hohen EU- Beitrag der Briten in den EU - Haushalt ein? Warum wollte eine große Mehrheit in UK den Brexit und wie kann ähnliches in Zukunft in anderen Mitgliedsstaaten verhindert werden?


    Die EU muss lernen das alle gehört werden müssen auch dann wenn es der eigenen Ideologie widerspricht.

    Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.

  • Die EU muss lernen das alle gehört werden müssen auch dann wenn es der eigenen Ideologie widerspricht.

    Alle? Ne, sorry - so weit darf Toleranz nie gehen.


    Interessantes Interview mit einem konservativen Urgestein:

    https://www.spiegel.de/politik…b3-4d37-a8b1-2417499d3f25


    Leider nur bei Spiegel+, wen es interessiert - Probeabo abschließen und gleich wieder kündigen, der erste Monat sollte gratis sein.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

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