• Wird interessant wie sich das entwickeln wird.


    Es kann ja auch sein, dass sich die britische Wirtschaft, nach anfänglichen Problemen, wieder ganz ordentlich entwickelt. Wer weiß das schon. Dann wäre das vielleicht ein Ansporn für andere, aus der EU aus zutreten. Lassen wir uns überraschen.

    Das möchte ich bezweifeln, jedenfalls nicht nach unseren Maßstäben.

    Die Briten, das sage ich immer wieder, versteht man nur, wenn man weiß, dass sie eine Krieger- und Kriegsnation sind. Sie sind enorm hart im Nehmen und nehmen im Namen des Empires die größten Entbehrungen inkauf. Man schaue sich den Lebensstandard der sog. "kleinen Leute" an, man schaue sich auch an, wie wenig ein britisher Handwerker oder Arbeiter verdient, wie wenig britische Handwerker und Arbeiter können oder wollen. Deshalb beschäftigen doch so viele Bauern osteuropäische Arbeiter, nicht nur, weil die auch wenig verdienen, sondern weil die dafür weit besser arbeiten.

    Ein Cousin von mir arbeitet in einer amerkanischen Bank in London - in der Rechtsabteilung mit ca. 40 Leuten ist er einer von sieben Briten. Das sagt doch was.

    England wird auf Vorkriegsstandard zurückfallen, das ist meine Sorge. Aber ich gönn´s ihnen.

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    Ein Cousin von mir arbeitet in einer amerkanischen Bank in London - in der Rechtsabteilung mit ca. 40 Leuten ist er einer von sieben Briten. Das sagt doch was.

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    Ich habe mal irgendwo gelesen, die Briten würden reihenweise durch die Aufnahmeprüfungen für die EU-Verwaltung fallen weil sie nur englisch können und keine zweite Sprache drauf haben, was dort aber verlangt wird. :biggrin: Das hat deren Einfluss dort sicher schon lange geschmälert. :lol:

    Eigentlich könnten wir doch dort jetzt Englisch als Amtssprache abschaffen ? Das fände ich äußerst lustig. :lach-m:

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    Eigentlich könnten wir doch dort jetzt Englisch als Amtssprache abschaffen ? Das fände ich äußerst lustig. :lach-m:

    Dafür nehmen wir dann Gälisch auf, das sind sprachlich die irischen und auch schottischen Wurzeln - gibt den Schotten noch mehr Gründe, dem UK Adieu zu sagen.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Die erste Spende für Großbritannien, in diesem Fall sogar für den Buckingham Palace, ist wegen des drohenden BREXITs dort eingetroffen:


    >>>Das ist ein Care-Paket der besonderen Art. Nach Medienberichten von einer drohenden Klopapier-Krise durch den Brexit hat das Düsseldorfer Unternehmen Hakle PR-trächtig reagiert und eine Palette Klopapier als Hilfslieferung an den Buckingham-Palast geschickt.<<<


    https://www.waz.de/staedte/due…lopapier-id216651771.html

  • Das möchte ich bezweifeln, jedenfalls nicht nach unseren Maßstäben.

    Die Briten, das sage ich immer wieder, versteht man nur, wenn man weiß, dass sie eine Krieger- und Kriegsnation sind. Sie sind enorm hart im Nehmen und nehmen im Namen des Empires die größten Entbehrungen inkauf. Man schaue sich den Lebensstandard der sog. "kleinen Leute" an, man schaue sich auch an, wie wenig ein britisher Handwerker oder Arbeiter verdient, wie wenig britische Handwerker und Arbeiter können oder wollen. Deshalb beschäftigen doch so viele Bauern osteuropäische Arbeiter, nicht nur, weil die auch wenig verdienen, sondern weil die dafür weit besser arbeiten.

    Ein Cousin von mir arbeitet in einer amerkanischen Bank in London - in der Rechtsabteilung mit ca. 40 Leuten ist er einer von sieben Briten. Das sagt doch was.

    England wird auf Vorkriegsstandard zurückfallen, das ist meine Sorge. Aber ich gönn´s ihnen.

    Die Briten haben große Erfolge im Kriegshandwerk (besonders die Flotte) vorzuweisen- keine Frage. Aber Meister sind sie in der politischen Intrige.So haben sie 700 Jahre in Europa gewirkt und so haben sie auch den gesamten indischen Subkontinent unter ihre Kontrolle gebracht. Nicht das Militär hat Indien erobert, sondern das intrigante diplomatische Spiel mit den Eliten des Landes.

    Und nach dem Brexit wird diese Facette des politischen "Spiels" noch an Intensität zulegen.Nur Frankreich (in Europa) kann in seiner Geschichte ähnliche Politiker vorweisen. Wir werden uns da auf einiges gefasst machen können. Allerdings wird das anders ablaufen als bei dem Präser aus Übersee.

  • Wenn man bedenkt, dass die EU die Briten unterstützt hat als die Schotten von den Briten weg wollten. Jetzt haben sie den Salat

    Ich bin mir nicht sicher, wer am Ende des Tages den Salat haben wird. Derzeit sieht es nicht so aus, als wenn der zu aller erst und vorrangig in GB serviert würde. Auch in der EU dämmert wohl mittlerweile die Erkenntnis, dass das geplante Exempel durchaus auch nach hinten losgehen könnte. GB hat doch nichts zu verlieren. Jedem Drittstaat wurden bessere Konditionen angeboten (Japan!) als GB in diesem "Deal". Verlierer werden letztlich beide sein, die EU und GB. Ich bin mir nur nicht sicher, wer mehr verliert.

  • Die Briten haben große Erfolge im Kriegshandwerk (besonders die Flotte) vorzuweisen- keine Frage. Aber Meister sind sie in der politischen Intrige.So haben sie 700 Jahre in Europa gewirkt und so haben sie auch den gesamten indischen Subkontinent unter ihre Kontrolle gebracht. Nicht das Militär hat Indien erobert, sondern das intrigante diplomatische Spiel mit den Eliten des Landes.

    Und nach dem Brexit wird diese Facette des politischen "Spiels" noch an Intensität zulegen.Nur Frankreich (in Europa) kann in seiner Geschichte ähnliche Politiker vorweisen. Wir werden uns da auf einiges gefasst machen können. Allerdings wird das anders ablaufen als bei dem Präser aus Übersee.

    Richtig und umso wichtiger ist es klare Kante zu zeigen bzw. einen harten Brexit seitens Brüssel sofort durchzuziehen.


    Ein mehr an Zeit spielt den Anti-Europaern auf der Insel nur in die Hände. Und diesem erfahrenden Intrigantenstadel sind die naiven Freizeitkommissare ( wer weiß was da noch kommt ) möglicherweise nicht gewachsen.


    Aber wie in der Geschichte, es gehören immer 2 dazu. Der indische Subkontinent konnte auch nur mit sowenig Manpower beherrscht werden ( davon träumte ja der Mann mit dem kleinen Bart ) weil die Indische Elite bis ins Mark korrupt war.

    Ähnliches anderswo im Commonwealth.


    Aber genau das zu erkennen und auszuspielen, das ist die Kunst.


    Eine Fähigkeit die auch völlig undeutsch ist. Nicht umsonst, aus Black Adder goes fourth:

    "...George, the British Empire at present covers a quarter of the globe, while the German Empire consists of a small sausage factory in Tanganyika. I hardly think we can be entirely absolved from blame on the imperialistic front..."


    https://www.johndclare.net/causes_WWI1_Blackadderversion.htm









  • Ich bin mir nicht sicher, wer am Ende des Tages den Salat haben wird. Derzeit sieht es nicht so aus, als wenn der zu aller erst und vorrangig in GB serviert würde. Auch in der EU dämmert wohl mittlerweile die Erkenntnis, dass das geplante Exempel durchaus auch nach hinten losgehen könnte. GB hat doch nichts zu verlieren. Jedem Drittstaat wurden bessere Konditionen angeboten (Japan!) als GB in diesem "Deal". Verlierer werden letztlich beide sein, die EU und GB. Ich bin mir nur nicht sicher, wer mehr verliert.

    GB hatte zwei Jahre Zeit, einen Deal auszuhandeln. Wenn man allerdings mit der Prämisse in die Verhandlungen geht; viel nehmen und nichts geben, das geht schief. Dazu kommt eine vollkommen unsinnige Zockerei von Frau May. Macht sich mit Neuwahlen eine komfortable Mehrheit kaputt. Wie dämlich muss man sein.

    Nein ich würde die Briten ziehen lassen. Ganz ohne Deal und zwar zum Austrittstermin. Das ist mit großen Schmerzen verbunden, für alle aber du wirst sehen, wenn der Termin verschoben wird, kommt bei den Verhandlungen auch nicht mehr raus als das was jetzt da ist.

  • ....Jedem Drittstaat wurden bessere Konditionen angeboten (Japan!) als GB in diesem "Deal". Verlierer werden letztlich beide sein, die EU und GB. Ich bin mir nur nicht sicher, wer mehr verliert.

    Das ist Blödsinn. Ich verweise dazu noch einmal auf mein verlinktes Video in Post #53. Die EU hätte sowohl das Modell Norwegen wie auch das Modell Schweiz akzeptiert, aber GB wollte und will das nicht. Die wollten nicht mal das Modell Ukraine.


    Das Abkommen zwischen Japan und der EU wurde 4 Jahre lang verhandelt, ohne die Vorlaufzeit mit einzubeziehen. GB kann so ein Abkommen eventuell auch haben - das dauert dann eben, und ob GB die gleichen Konditionen wie Japan erhält ist sehr fraglich.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • GB hatte zwei Jahre Zeit, einen Deal auszuhandeln. Wenn man allerdings mit der Prämisse in die Verhandlungen geht; viel nehmen und nichts geben, das geht schief. Dazu kommt eine vollkommen unsinnige Zockerei von Frau May. Macht sich mit Neuwahlen eine komfortable Mehrheit kaputt. Wie dämlich muss man sein.

    Nein ich würde die Briten ziehen lassen. Ganz ohne Deal und zwar zum Austrittstermin. Das ist mit großen Schmerzen verbunden, für alle aber du wirst sehen, wenn der Termin verschoben wird, kommt bei den Verhandlungen auch nicht mehr raus als das was jetzt da ist.

    May ist natürlich jetzt der weibliche Mr. Punch aber was soll Sie machen, bzw. welche Alternativen hatte Sie ? Keiner der Brexiteers wollte Verantwortung übernehmen, eher feige aus dem Hintergrund die Sache torpedieren.


    Der absurde Witz ist doch das Sie einen nicht näher definierten Auftrag hatte bis einen "Raus da" mit einer Gegenseite die wiederum ein klar strukturiertes Austrittsszenario, bzw. einen endgültiges Due Date gesetzt hat. Aufgrund der allgemeingültigen EU-Richtlinien die schon vorher fixiert und UK völlig bekannt waren. Klar ist doch das Sie bis zur letzten Minute nachverhandeln wollte und musste.


    Lächerlich macht sich eher ein Parlament welches zwar den Austritt will, aber nicht akzeptiert das nun mal bei solch einem Vorhaben eben nicht

    "my turf, my rules" funktioniert !! Au contraire. Momentan sind es Zwerge die nicht an die zu hoch hängenden Trauben rankommen, d.h. am besten noch den Baum, der Ihnen nicht gehört dafür absägen wollen.


    Ich hoffe noch inständig auf einen harten Chaosbrexit. Leider sind dafür aber die wirtschaftlichen Lobbygruppen in Brüssel scheinbar zu mächtig....

  • Dem stimme ich zu. Mir geht das alles derartig auf die Nerven, vor allem die Landsleute meiner Mutter (!), die so dumm agieren, dass ich ihnen auch eine ordentlich in die , äh. ins Gesicht wünsche, obwohl meine Familie selbst davon negativ betroffen wäre. ;Man fragt sich, wie die Engländer es überhaupt jemals zu einem Commonwealth geschafft haben. Das Schlimme ist, dass sie einfach nichts kapieren. Sie kapieren anderer Leute Regeln nicht, und zwar wirklich nicht - und wenn ihnen dann jemand die Regeln erläutert, staunen sie gewaltig und haben´s nicht gewusst.

  • Bezeichnend war ja in einer der letzten Maischberger Talkrunden die Aussage des anwesenden Politikwissenschaftlers Anthony Glees, dass man dem Britischen Handelsminister Liam Fox erst 2017 verständlich machen konnte, was es mit dem gemeinsamen Binnenmarkt auf sich hat. Und da war der schon über ein Jahr im Amt.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca

  • Bezeichnend war ja in einer der letzten Maischberger Talkrunden die Aussage des anwesenden Politikwissenschaftlers Anthony Glees, dass man dem Britischen Handelsminister Liam Fox erst 2017 verständlich machen konnte, was es mit dem gemeinsamen Binnenmarkt auf sich hat. Und da war der schon über ein Jahr im Amt.

    Da gibt es bestimmt wichtigeres als den Brexit....



    giphy.gif

  • Na jaaaa, war denn die Ukraine jemals ein Weltreich?

    Nein, nur die Keimzelle eines Weltreiches: Russland! Dass sich heute die Ukraine, d.h. ihre Führung, Russland gegenüber im Auftrag der USA und ihrer westlichen Vasallen als Feindstaat generiert, ist zutiefst törricht und völlig gegen die Interessen ihre Menschen gerichtet!

  • Die unbedachte naive Einladung der Migranten von Merkel und der dadurch entstandene Grenzverlust führten entscheidend zu dem negativen Abstimmungsergebnis.

    Wenn sie diesen Irrsinn nicht gemacht hätte, wäre es nicht zu 52 Prozent pro Brexit gekommen, sondern umgekehrt. Das war ein irreversibler Schaden für die gesamte EU!!!

  • Die unbedachte naive Einladung der Migranten von Merkel und der dadurch entstandene Grenzverlust führten entscheidend zu dem negativen Abstimmungsergebnis.

    Wenn sie diesen Irrsinn nicht gemacht hätte, wäre es nicht zu 52 Prozent pro Brexit gekommen, sondern umgekehrt. Das war ein irreversibler Schaden für die gesamte EU!!!

    Lol, der Brexit ging nicht gegen Flüchtlinge, das war nur ein zusätzlicher Sargnagel. Hauptinteresse der britischen Unter- und unteren Mittelschicht war es, die Polen, Tschechen und anderen Osteuropäer wieder aus dem Land zu bekommen. Die hatte die britische Regierung ja nicht, wie die anderen EU-Mitglieder für 7-8 Jahre von der Freizügigkeit ausgeschlossen - ne, die haben sie eingeladen, die Dummbeutel.

    Religion wird von den einfachen Leuten als wahr, von den Weisen als falsch und von den Herrschern als nützlich angesehen.

    Lucius Annaeus Seneca